Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Spezialböden | ||||
| Epoxidharz-Flüssigboden bis 4 mm | m² | - | ||
| Trockenestrich verlegen bis 20 cm – Blähton-Schüttung | m² | - | ||
| Trockenestrichelemente aus Gipsfaser-Rigidur kleben und verlegen | m² | 14,50 € | - | |
| Polyurethan-Designboden (Flüssigboden) | m² | - | ||
| Epoxidharzboden mit Muster Terrazzo / Marmor | m² | - | ||
Wann der dünne Epoxidboden passt und wann nicht
Die dünne Schicht verträgt normales Begehen, das Befahren mit dem Pkw, Öl, Streusalz und übliche Reinigungsmittel. Weil es keine Fugen gibt, setzt sich kein Schmutz fest und Wasser dringt nicht in Stöße ein. Deshalb bewährt sich der Boden in Garagen, Werkstätten, Heizungsräumen und Eingangsbereichen, aber auch in Ausstellungsräumen und Büros.
An manchen Stellen ist Vorsicht angebracht. Epoxid ist steif und gleicht Bewegungen im Untergrund nicht aus. Arbeitet der Estrich oder hat er Risse, zeichnen sich diese mit der Zeit auch in der neuen Schicht ab. In alten Kellern ohne Abdichtung gegen Erdfeuchte kann Feuchtigkeit von unten das Harz zu Blasen aufdrücken. Normales Epoxid vergilbt außerdem im direkten Sonnenlicht. Bei großen Fensterflächen wählt man deshalb eine UV-beständige Deckversiegelung. Für Wohnräume, in denen Sie einen weicheren und leiseren Boden möchten, ist ein Polyurethan-Gießboden oft die passendere Wahl, weil er etwas elastischer ist.
So entsteht der Boden Schritt für Schritt
Ob der Boden lange hält, entscheidet sich zum großen Teil bei der Vorbereitung. Das Gießen selbst ist erst die zweite Hälfte der Arbeit.
- Untergrund prüfen. Der Fachbetrieb prüft Festigkeit, Risse, Ebenheit und Feuchte. Zementestrich sollte nach Angaben vieler Hersteller etwa bis 4 CM-% Restfeuchte haben, gemessen mit der CM-Methode. Für Calciumsulfat- oder Anhydritestrich gelten deutlich niedrigere Werte. Die Feuchte wird gemessen, Schätzen reicht nicht.
- Mechanisch vorbereiten. Der Untergrund wird geschliffen, gefräst oder kugelgestrahlt. So verschwinden Kleberreste, Farbe, Fett und die weiche oberste Schicht des Estrichs. Ziel ist eine saubere, leicht aufgeraute Fläche. Größere Unebenheiten gleicht man vorher mit Spachtelmasse aus, nicht mit einer dicken Epoxidschicht.
- Staub absaugen. Nach dem Schleifen wird die Fläche gründlich mit einem Industriesauger abgesaugt. Feiner Staub ist eine der Hauptursachen dafür, dass sich Beschichtungen später ablösen.
- Grundieren. Auf den trockenen Untergrund kommt eine Epoxidgrundierung. Sie festigt die Oberfläche, gleicht die Saugfähigkeit aus und sorgt für Haftung. Bei stark saugendem Estrich wird manchmal zweimal grundiert.
- Anmischen. Harz und Härter werden im genauen Mischungsverhältnis des Herstellers mit einem langsam laufenden Rührwerk gemischt, bis die Masse gleichmäßig ist. Danach zählt die Topfzeit: Wird sie überschritten, zieht das Material schon im Eimer an.
- Auftragen. Die Masse wird mit Zahnrakel oder Glättkelle abschnittsweise verteilt. Die Abschnitte werden „nass in nass“ verbunden, damit keine sichtbaren Ansätze entstehen.
- Entlüften. Mit einer Stachelwalze werden Luftblasen aus der noch flüssigen Schicht gedrückt.
- Aushärten lassen. Begehbar ist der Boden meist nach etwa 24 Stunden. Voll belastbar ist er je nach Produkt und Temperatur in der Regel nach einigen Tagen, oft nach rund einer Woche. Bis dahin schützen Sie ihn vor Staub, Wasser und schweren Gegenständen.
Nicht ausgehärtetes Epoxid reizt die Haut und kann Allergien auslösen. Bei der Arbeit gehören Schutzhandschuhe und Schutzbrille dazu, der Raum wird gelüftet. Wenn der Boden in einem Keller oder einer Garage im Mehrfamilienhaus entsteht, informieren Sie vorher die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft, denn Geruch und Dämpfe können sich in gemeinsame Räume ausbreiten.
Oberflächen und wann welche sinnvoll ist
- Einfarbig. Die gängigste Wahl, die Farbtöne stammen meist aus der RAL-Palette. Glänzende Flächen wirken sauber, zeigen aber Kratzer und Staub stärker. Matt oder seidenmatt ist im Haushalt praktischer.
- Rutschhemmend. In die Schicht wird feiner Quarzsand oder ein anderer Füllstoff eingestreut oder eingemischt. Das passt in Garage, Werkstatt und Eingangsflur, wo Sie mit nassen Schuhen hereinkommen. Je gröber die Struktur, desto sicherer der Tritt, desto mühsamer aber auch das Wischen.
- Farbchips. Bunte Flocken werden in die nasse Schicht gestreut und mit einer transparenten Versiegelung fixiert. Das Ergebnis erinnert an Terrazzo und kaschiert kleinen Schmutz gut.
- Metallic-Effekt. Metallische Pigmente erzeugen eine glänzende Oberfläche mit Tiefenwirkung. Das wirkt repräsentativ, verlangt aber viel Erfahrung, und jeder Boden sieht etwas anders aus.
- Farbzonen und Markierungen. In Betrieben lassen sich Sicherheitsstreifen, Stellplätze oder ein Firmenlogo einarbeiten.
Denken Sie bei der Farbe an die Nutzung: Helle Töne lassen den Raum größer wirken, dunkle und graue verbergen Schmutz besser. Deshalb landet in Garagen meist ein Grauton.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Am einfachsten ist ein großer, rechteckiger Raum mit festem, trockenem und ebenem Beton oder Estrich. Mehr Aufwand und damit höhere Kosten entstehen durch:
- Alte Anstriche, Kleber oder Fliesen, die entfernt oder gründlich angeschliffen werden müssen
- Risse, lose Stellen und Unebenheiten, die repariert und gespachtelt werden
- Feuchten Untergrund, bei dem man warten oder eine spezielle Grundierung einsetzen muss
- Verwinkelte Grundrisse mit vielen Ecken, Stützen und Übergängen
- Dekorative Oberflächen und Deckversiegelungen, also zusätzliche Schichten mit Wartezeiten dazwischen
- Kalte Räume, die vorher beheizt werden müssen
Typische Fehler bei der Ausführung
Die meisten Schäden zeigen sich nicht sofort, sondern nach einigen Wochen oder Monaten. In der Praxis tauchen immer wieder dieselben Fehler auf:
- Untergrund schlecht gereinigt. Staub, Fett oder eine weiche Estrichoberfläche führen zu Ablösungen und Blasen.
- Falsches Mischungsverhältnis. Die Masse härtet dann nicht vollständig aus und bleibt weich oder klebrig.
- Entlüften vergessen. Auf der Oberfläche bleiben kleine Krater, in denen sich Schmutz sammelt.
- Ungünstige Bedingungen. Bei Kälte härtet Epoxid langsam und ungleichmäßig aus, bei hoher Luftfeuchte kann ein milchiger Schleier oder eine klebrige Oberfläche entstehen. Die Untergrundtemperatur sollte meist mindestens 3 °C über dem Taupunkt liegen.
- Risse einfach überschichtet. Risse im Estrich müssen vorher saniert werden, sonst kommen sie im Epoxid wieder durch. Bewegungsfugen im Estrich werden in die neue Schicht übernommen.
- Zu früh belastet. Möbel, Auto oder nasses Wischen kurz nach dem Gießen hinterlassen Spuren.
So prüfen Sie den fertigen Boden bei der Abnahme
- Die Oberfläche ist durchgehend, ohne Blasen, Krater und abgelöste Stellen
- Beim Abklopfen klingt es nirgends hohl
- Farbe und Glanz sind einheitlich, ohne sichtbare Ansätze zwischen den Abschnitten
- Nach der vom Hersteller genannten Zeit ist die Oberfläche weder klebrig noch weich
- Die Ränder an Wänden, Zargen und Schwellen sind sauber ausgeführt
- Bewegungsfugen sind erhalten und geschlossen
- Eine vereinbarte rutschhemmende Oberfläche ist gleichmäßig über die ganze Fläche verteilt
- Sie haben Angaben zum verwendeten System, zur Zeit bis zur vollen Belastbarkeit und zur empfohlenen Reinigung erhalten
Häufige Fragen
Oft ja, wenn die Fliesen fest sitzen, nicht hohl klingen und keine gesprungenen Stücke haben. Die Fläche wird angeschliffen, entfettet und mit einer passenden Grundierung vorbehandelt. Die Fugen werden vorher gefüllt, sonst können sie sich abzeichnen. Sind Fliesen lose, ist es sicherer, sie zu entfernen und einen neuen Untergrund herzustellen.
Ja, die dünne Schicht leitet die Wärme gut weiter. Der Estrich muss vorher nach Protokoll belegreif geheizt und ausgetrocknet sein. Während des Gießens und Aushärtens bleibt die Heizung aus. Danach wird sie langsam wieder hochgefahren, damit der Boden keinen Temperaturschock bekommt.
Vorsichtig begehen lässt er sich meist nach etwa 24 Stunden. Schwere Möbel, das Auto und nasses Wischen erst nach der Zeit, die der Hersteller angibt, in der Regel nach einigen Tagen. Filzgleiter unter den Möbelfüßen schonen die Oberfläche.
Fegen, Saugen und Wischen mit mildem Reiniger reichen aus. Scheuerpulver und harte Bürsten machen die Oberfläche mit der Zeit stumpf. Örtliche Schäden lassen sich anschleifen und neu beschichten, farblich passt die Stelle aber nicht immer ganz. Ein abgenutzter Boden kann nach Jahren mit einer neuen Deckversiegelung aufgefrischt werden.
Epoxid ist härter und widerstandsfähiger gegen Chemikalien, deshalb passt es in Garagen und Technikräume. Polyurethan ist elastischer, angenehmer und leiser beim Gehen und verträgt Sonnenlicht besser. Man findet es deshalb öfter in Wohnräumen und Büros. Häufig werden beide kombiniert: Epoxid als Unterbau, Polyurethan als Deckschicht.
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