Laminat schwimmend verlegen kostet laut aktueller Preisliste 24,00 € pro m² Arbeitsleistung. Eine komplette Parkettsanierung mit Schleifen, Spachteln und drei Lackschichten liegt bei 57,60 € pro m², eine Nivelliermasse bei 13,25 € pro m². Wie viel Sie am Ende zahlen, hängt vor allem davon ab, wie eben und wie trocken der Estrich ist, wie die Räume geschnitten sind und wie viele Details anfallen. Sockelleisten, Übergangsprofile und das Entfernen des alten Belags kommen extra dazu. Den aktuellen Preis sehen Sie nach der Anmeldung.
Leistungsarten und ihre Preise
Preisgünstiger schwimmend verlegter Bodenbelag mit widerstandsfähiger Oberfläche. Er benötigt einen ebenen, trockenen und tragfähigen Untergrund, eine passende Trittschalldämmung und eine freie Randdehnungsfuge.
Der geringe Aufbau und der angenehme Trittschall sind bei Renovierungen von Vorteil. Das dünne Material zeichnet jedoch Unebenheiten nach, daher wird die Qualität des Untergrunds besonders gründlich geprüft.
Die natürliche Nutzschicht sorgt für eine warme Optik und die Möglichkeit der Renovierung. Das Holz wird vor der Montage akklimatisiert, und die Raumbedingungen müssen danach stabil bleiben.
Die feste Verbindung mit dem Untergrund reduziert den Trittschall und verbessert die Wärmeübertragung, etwa bei Fußbodenheizung. Erforderlich sind ein präzise vorbereiteter Untergrund und ein für den jeweiligen Belag geeigneter Klebstoff.
Traditioneller Bodenbelag mit langer Lebensdauer. Stabparkett zum Verkleben hat keine Klicksysteme, die Stäbe werden auf Nut und Feder verbunden oder glatt verlegt. Nach dem Verkleben wird die Aushärtezeit des Klebstoffs eingehalten, oft 48 Stunden bis mehrere Tage, erst danach folgen das maschinelle Schleifen und die Oberflächenbehandlung.
Geeignet bei tragfähigem Parkett ohne größere Ablösungen. Geschliffen wird mit der Walzenschleifmaschine beziehungsweise Bandschleifmaschine sowie der Randschleifmaschine. Der Spachtel wird mit Schleifstaub vermischt, vollflächig mit der Glättkelle aufgetragen und nach dem Trocknen mit feiner Körnung nachgeschliffen. Es folgen drei Lackschichten: eine Grundierung und zwei Decklackschichten.
Preisliste Bodenbelagsarbeiten 2026
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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
Was kostet das je nach Umfang
| Laminat auf vorbereitetem Untergrund Verlegung von 45 m² Laminat, Montage von 30 m Sockelleisten und zwei Übergangsprofilen | 1341,70 € |
| Klick-Vinyl mit Vorbereitung Grundierung und Nivellierung von 45 m², Verlegung des Vinylbodens, 30 m Sockelleisten und zwei Übergangsprofile | |
| Komplette Parkettsanierung Schleifen, Spachteln und dreifache Lackierung auf 45 m², Montage von 30 m Sockelleisten | 2823,00 € |
Wann ausführen
Materialarten und ihre Preise
Widerstandsfähige Oberfläche und einfache Pflege eignen sich für übliche Wohnräume. Eine beschädigte Nutzschicht lässt sich nicht durch Schleifen erneuern.
Verträgt übliche Feuchtigkeit gut und hat eine geringe Aufbauhöhe. Er benötigt einen sehr ebenen Untergrund und muss für die konkreten Einsatzbedingungen zugelassen sein.
Es ist maßstabiler als Massivholz und wird je nach Produkt schwimmend verlegt oder verklebt. Die Nutzschicht ist meist 2 bis 4 mm stark, sodass sich der Boden über seine Lebensdauer nur 1- bis 3-mal abschleifen lässt. Die übliche Pflege erfolgt mit Pflegemittel oder Öl, nicht durch Schleifen.
Traditionelle geklebte Holzelemente ermöglichen eine wiederholte Renovierung. Ein anspruchsvolleres Muster erhöht die Anzahl der Zuschnitte und die Verlegezeit.
Die Hilfsmaterialien werden nicht unabhängig voneinander ausgewählt. Sie müssen ein kompatibles System mit dem Untergrund, dem Belag und einer eventuellen Fußbodenheizung bilden.
Untergrundvorbereitung Schritt für Schritt
Bevor der Belag bestellt wird, prüft der Bodenleger, ob der Untergrund tragfähig, eben und sauber ist und wie hoch der Aufbau wird. Dabei achtet er auf den Platz an den Türen, den Anschluss an die Nachbarräume und die Höhe von Sockelleisten und Übergangsprofilen.
Ob der Estrich trocken genug ist, sieht man ihm nicht an, und auch die Zeit seit dem Einbau sagt wenig aus. Deshalb misst der Bodenleger die Feuchte mit der CM-Messung (Calciumcarbid-Methode). Als Richtwert für die Belegreife gelten bei Zementestrich meist höchstens etwa 2 %, bei Anhydritestrich etwa 0,5 %, mit Fußbodenheizung noch weniger. Entscheidend ist immer, was der Hersteller von Belag und Klebstoff vorgibt. Ein zu feuchter Untergrund ist der häufigste Grund für Reklamationen bei Holzböden.
Der Bodenleger entfernt Kleberreste, weiche Oberflächenschichten und einzelne Unebenheiten. Der Untergrund muss tragen und frei von allem sein, was die Haftung von Grundierung oder Klebstoff stören würde.
Welche Grundierung passt, hängt davon ab, was für ein Untergrund es ist und wie stark er saugt. Die Ebenheit prüft der Bodenleger mit der 2-Meter-Richtlatte. Üblich sind 2 bis 3 mm auf 2 m, bei Vinyl gilt ein strengerer Wert. Reicht das nicht, trägt er eine Nivelliermasse in der Stärke auf, die das Herstellersystem vorgibt.
Vor dem Start legt der Bodenleger fest, in welche Richtung verlegt wird, wie breit die Randreihen werden und wie Übergänge, Treppenabschlüsse und Randfugen aussehen. So gibt es später keine zu schmalen Zuschnitte und keine Fugen an ungünstigen Stellen.
Arbeitsablauf
- 01Der Bodenleger misst die Nettofläche und den Raumumfang und zählt Türen, Nischen und Durchführungen.
- 02Er prüft den Untergrund auf Ebenheit, Tragfähigkeit und Restfeuchte und hält die Ergebnisse fest, bevor der Untergrund abgedeckt wird.
- 03Was nicht trägt, kommt runter. Danach saugt er die Fläche ab und schleift, grundiert oder nivelliert sie, wo nötig.
- 04Der Belag liegt vorher im Raum, in dem er verlegt wird, und gewöhnt sich an das Klima. Bei Laminat sind das meist 48 Stunden, bei Holz 48 bis 72 Stunden, oder so lange, wie der Hersteller angibt.
- 05Der Bodenleger legt Verlegerichtung und Raster fest. Bei schwimmender Verlegung auf Beton kommt eine Dampfsperre (PE-Folie, 0,2 mm stark, falls sie nicht schon in der Trittschalldämmung steckt) und eine passende Trittschalldämmung darunter. Wird geklebt, zieht er den Klebstoff mit der Zahnspachtel auf dem Untergrund auf, nicht auf der Unterseite der Dielen.
- 06Der Boden wird Reihe für Reihe oder im geplanten Muster verlegt. Dabei kontrolliert der Bodenleger laufend Fugen, Ebenheit und die Dehnungsfuge rundum, bei schwimmender Verlegung meist 8 bis 10 mm zur Wand. Bei großen Flächen trennt er den Boden im Türbereich.
- 07An Türen, Rohrdurchführungen und festen Bauteilen schneidet er sauber zu und lässt dem Boden trotzdem Platz, sich zu bewegen.
- 08Zum Schluss montiert er Sockel- und Übergangsleisten. Die Sockelleisten werden an der Wand befestigt, nicht durch den schwimmenden Belag in den Untergrund.
- 09Der Bodenleger reinigt die Fläche und übergibt sie mit Hinweisen, wann der Boden belastet werden darf, wie Sie ihn reinigen, welches Raumklima er braucht und wie die Fußbodenheizung zum ersten Mal hochgefahren wird.
- Zwei-Meter-Richtlatte und Keilmesslehre zur Kontrolle der Ebenheit des Untergrunds
- Gerät zur fachgerechten CM-Messung der Estrichrestfeuchte
- Industriesauger und Schleifmaschine mit Absaugung
- Rührwerk, Behälter, Zahnrakel für die Nivelliermasse und Entlüftungsrolle
- Kapp- oder Tauchsäge mit Absaugung je nach Belagsart
- Abstandskeile, Schlagklotz und vom Hersteller empfohlenes Montagewerkzeug
5 häufige Fehler
Auf unebenem Grund biegen sich die Elemente durch, der Boden knarrt und die Klickverbindungen werden belastet. Eine dickere Trittschalldämmung gleicht das nicht aus, sie kann die Bewegung sogar noch verstärken.
Der Estrich kann oben trocken und innen noch feucht sein. Wer einen zu feuchten Aufbau verschließt, riskiert Schäden an Holz, Klebstoff und der unteren Belagsschicht.
Ein schwimmender Boden darf nicht von Sockelleiste, Türzarge, Küchenzeile oder einer Schraube festgeklemmt werden. Ändern sich Temperatur und Feuchte, braucht er Platz, um sich auszudehnen.
Es zählt der Wärmedurchlasswiderstand des ganzen Aufbaus, nicht nur der des Belags. Deshalb prüft der Bodenleger auch, ob Trittschalldämmung und Klebstoff geeignet sind und welche Oberflächentemperatur der Hersteller höchstens zulässt.
Steht die Aufbauhöhe nicht vorher fest, schleifen am Ende vielleicht die Türen, das Übergangsprofil wird zur Stolperkante oder die Sockelleiste deckt die Randfuge nicht ab. Deshalb plant der Bodenleger diese Details schon vor dem Nivellieren.
Spezialböden und Trockenbodensysteme
Ein Trockenestrich aus Gipsfaserplatten liegt lose auf einer Schüttung aus Blähton. Die Platten kommen zweilagig mit umlaufender Falzkante aus dem Werk und werden miteinander verklebt und verschraubt, ganz ohne Metallprofile. Der Blähton dämmt, und für eine Fußbodenheizung in Trockenbauweise gibt es eine Systemplatte mit Nuten und Wärmeleitlamellen. Eine gegossene Epoxid- oder Polyurethanbeschichtung und eine elektrische Heizmatte sind anders aufgebaut und werden anders ausgeführt. Sie sind also keine Alternative zu einem normalen schwimmenden Boden. Bevor entschieden wird, prüft der Fachbetrieb Tragfähigkeit, Feuchte, gewünschte Höhe, Dehnungsfugen, Beheizung und wie der Raum genutzt wird. Deshalb stehen diese Arbeiten in der Preisliste als eigene Positionen.
Welcher Bodenbelag passt in welchen Raum
Einen Bodenbelag wählen Sie nicht nur nach der Optik. Wichtiger ist, was im Raum passiert. Läuft man dort mit Straßenschuhen? Kann Wasser auf den Boden kommen? Toben Kinder oder ein Hund durch die Wohnung? Liegt unter dem Boden eine Fußbodenheizung? Ein Material, das im Schlafzimmer viele Jahre schön bleibt, kann im Flur oder in der Küche schon nach wenigen Jahren abgenutzt aussehen.
- Laminat: verträgt Kratzer gut und gehört zu den günstigeren Lösungen. Wie abriebfest es ist, zeigen die AC-Klassen. Für die Wohnung nimmt man meist AC4, für stark begangene Bereiche eine höhere Klasse. Der Kern besteht aber aus Holzfaserplatte. Läuft Wasser in die Fugen, quillt er auf. Ins Bad gehört Laminat deshalb nicht.
- Vinyl: kommt mit Wasser zurecht, ist leiser und fühlt sich wärmer an. Wie lange es hält, hängt von der Stärke der Nutzschicht ab. Vinyl mit festem Mineralkern, oft Rigid-Vinyl genannt, bleibt formstabiler. Weiches Vinyl passt sich dem Untergrund besser an, zeigt dafür aber jede Unebenheit.
- Holzboden: ein Naturmaterial, das sich mehrmals abschleifen und auffrischen lässt. Er reagiert allerdings empfindlich auf die Luftfeuchtigkeit, und spitze oder harte Gegenstände hinterlassen Spuren.
- Fliesen: in Küche, Flur und Bad sehr robust und ein guter Partner für die Fußbodenheizung. Sie fühlen sich aber kühl und hart an.
Haben Sie große Fenster nach Süden? Schwimmend verlegtes Vinyl heizt sich in der direkten Sonne auf und dehnt sich aus. In solchen Räumen wählt man deshalb oft vollflächig verklebtes Vinyl, das an Ort und Stelle bleibt.
Der Untergrund: eben und trocken genug
Auch ein hochwertiger Boden ist nur so gut wie das, worauf er liegt. Legen Sie einen schwimmenden Boden auf einen unebenen Untergrund, federt und knarrt er beim Gehen, und die Klickverbindungen gehen mit der Zeit kaputt. Dünnes Klebevinyl zeichnet jede Welle und sogar ein Sandkorn ab. Deshalb prüft man die Ebenheit mit einer langen Richtlatte. Hohe Stellen werden abgeschliffen, Mulden mit selbstverlaufender Spachtelmasse ausgeglichen.
Frischer Estrich steckt voller Wasser, und das braucht Wochen, manchmal Monate, bis es verdunstet ist. Kommt Holz oder ein verklebter Belag zu früh darauf, zieht die Feuchtigkeit in den Boden. Holz quillt, Vinyl löst sich, und unter einem schwimmenden Boden kann sich Schimmel bilden. Die Restfeuchte misst der Bodenleger mit der CM-Methode direkt im Estrich. Als grobe Orientierung gelten für Holzböden auf Zementestrich etwa 2 % und auf Calciumsulfat- oder Anhydritestrich etwa 0,5 %. Mit Fußbodenheizung sollen die Werte noch niedriger liegen. Die verbindlichen Grenzwerte nennt immer der Hersteller von Belag und Klebstoff.
Soll der neue Boden auf alte Fliesen oder einen alten Belag, muss der Untergrund fest sein und darf nirgends wackeln. Tiefe Fliesenfugen werden verspachtelt. Sonst drückt sich ihr Raster nach einiger Zeit durch dünnes Vinyl, und Sie sehen es auf dem Boden.
In vielen Häusern aus der Nachkriegszeit bis in die 1980er Jahre liegen noch alte Vinyl-Asbest-Platten, sogenannte Floor-Flex-Platten, oder schwarzer Kleber, der Asbest oder PAK enthalten kann. Solche Beläge sollten Sie nicht selbst herausreißen oder abschleifen. Lassen Sie im Zweifel eine Probe untersuchen und beauftragen Sie für den Ausbau einen dafür zugelassenen Fachbetrieb.
Unterlage, Dampfsperre und Trittschall
Unter einen schwimmenden Boden gehört eine Unterlage. Sie gleicht kleine Unebenheiten aus, dämpft den Schall und schützt die Klickverbindungen. Auf Zement- oder Anhydritestrich kommt unter Laminat und Holz zusätzlich eine Dampfsperrfolie. Ihre Bahnen werden überlappt und verklebt, damit sie die Feuchtigkeit aufhält, die aus dem Untergrund nach oben steigt. Manche Unterlagen haben diese Folie schon eingebaut. Hat Ihr Vinyl eine Unterlage bereits auf der Rückseite, legen Sie keine zweite darunter, sonst werden die Klickverbindungen überlastet.
Im Mehrfamilienhaus spielt der Trittschall eine große Rolle, also das Geräusch Ihrer Schritte, das in die Wohnung darunter dringt. Laminat auf einer dünnen Unterlage klingt beim Gehen hohl und laut, Vinyl und verklebte Böden sind leiser. Tauschen Sie Teppich gegen einen harten Boden, lohnt sich eine gute Trittschalldämmung. Sonst klingelt bald der Nachbar von unten. Dicker heißt aber nicht automatisch besser. Bei Klick-Vinyl und auf Fußbodenheizung schreiben die Hersteller genaue Kennwerte vor, und an die sollten Sie sich halten.
Wohnen Sie in einer Eigentumswohnung, schauen Sie vorher in die Hausordnung und fragen Sie bei der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG) nach. Manche Gemeinschaften regeln Ruhezeiten für laute Arbeiten oder verlangen, dass der Trittschallschutz nach einem Belagwechsel nicht schlechter wird. Zur Orientierung dient dabei oft die DIN 4109 zum Schallschutz. In einer Mietwohnung sprechen Sie den Austausch mit dem Vermieter ab. Wollen Sie tiefer eingreifen, etwa den Estrich entfernen oder Leitungen verlegen, klären Sie das unbedingt vorher: Der Estrich gilt in vielen Gemeinschaften als Gemeinschaftseigentum. Ob für größere Umbauten etwas zu beantragen ist, richtet sich nach der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes. Im Zweifel fragt man beim örtlichen Bauamt nach.
Schwimmender Boden: Fugen, Übergänge und die Küche
Ein schwimmender Boden ist nicht mit dem Untergrund verbunden. Er dehnt sich mit Wärme und Feuchtigkeit aus und zieht sich wieder zusammen. Deshalb braucht er rundum an den Wänden einen Abstand, die Randfuge. Die Sockelleiste deckt sie später ab. In langen Räumen und an Engstellen, zum Beispiel in Türdurchgängen, setzt man eine Dehnungsfuge mit Übergangsprofil. Wie groß eine Fläche ohne Fuge sein darf, gibt der Hersteller vor.
Durchgehende Böden ohne Profile durch die ganze Wohnung sehen schön aus und werden immer öfter gewünscht. Bei schwimmender Verlegung geht das aber nur, wenn der Hersteller es für diese Flächengröße erlaubt. Sonst wölbt sich der Boden, wenn er arbeitet, oder die Klickverbindungen brechen. Bei vollflächig verklebten Böden gibt es diese Grenze nicht.
Küchenzeile, Einbauschrank oder eine schwere Kochinsel gehören nicht auf einen schwimmenden Boden. Sie drücken ihn fest auf den Untergrund, und er kann sich nicht mehr frei bewegen. Es gibt zwei Lösungen: Der Boden wird nur bis an die Küche verlegt und darunter bleibt der Untergrund, oder die Küche wird vor dem Verlegen montiert und der Boden mit Dehnungsfuge angearbeitet. Häufig sieht man, dass sich ein Boden nach dem ersten Winter genau an solchen schweren Möbeln aufwölbt.
Fußbodenheizung und der passende Belag
Jeder Belag bremst die Wärme ein wenig. Je stärker er das tut, desto weniger Wärme kommt im Raum an und desto wärmer muss das Heizwasser sein. Deshalb geben die Hersteller an, ob ein Belag für Fußbodenheizung geeignet ist. Der Wärmedurchlasswiderstand von Belag und Unterlage zusammen sollte niedrig sein. Das ist besonders wichtig, wenn eine Wärmepumpe heizt, denn sie arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen umso sparsamer. Wer im Zuge der Regeln des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) eine neue Heizung plant, landet oft bei einer Wärmepumpe, und dann lohnt es sich, den Bodenbelag gleich mitzudenken. Ob und welche Förderung es für die Heizung gibt, etwa über KfW oder BAFA, erfahren Sie aktuell bei diesen Stellen oder bei einem Energieberater.
Warum werden auf Fußbodenheizung gern verklebte Böden empfohlen? Zwischen Belag und Estrich liegt keine Luftschicht, die die Wärme aufhält. Bei Holz wählt man einen formstabilen Mehrschichtboden und Holzarten, die sich beim Austrocknen wenig verziehen. Buche und Ahorn reagieren stärker auf Feuchteschwankungen und sind deshalb weniger geeignet. Die Oberflächentemperatur unter Holz darf den Wert nicht überschreiten, den der Hersteller angibt.
Ein Punkt, der bei Neubau und Sanierung oft unterschätzt wird: Ein beheizter Estrich wird vor dem Verlegen nach einem festen Plan aufgeheizt und wieder abgekühlt. Lassen Sie sich vom Heizungsbauer ein Aufheizprotokoll geben. Der Bodenleger braucht es, bevor er mit der Arbeit beginnt.
Holzboden: Massivholz oder Mehrschicht, Lack oder Öl
Massivholzdielen bestehen durch und durch aus einem Stück Holz und lassen sich viele Male abschleifen. Mehrschichtparkett hat auf einer Trägerschicht eine dünnere Nutzschicht aus Edelholz. Es bleibt formstabiler, arbeitet weniger und passt auch auf Fußbodenheizung. Wie oft Sie es renovieren können, hängt von der Stärke dieser Nutzschicht ab.
Die Oberfläche schützt man mit Lack oder Öl. Lack bildet einen festen Film, der Boden ist leicht zu pflegen. Ist der Lack aber beschädigt, muss meist die ganze Fläche abgeschliffen und neu lackiert werden, sonst sieht man die Ausbesserung. Öl zieht ins Holz ein, die Oberfläche bleibt matt und wirkt natürlicher. Dafür braucht sie regelmäßige Pflege. Ihr großer Vorteil: Eine beschädigte Stelle lässt sich einzeln anschleifen und nachölen, ohne dass ein Unterschied bleibt.
Holz arbeitet mit der Luftfeuchtigkeit. Im Winter trocknet die Heizungsluft aus, zwischen den Dielen öffnen sich Fugen, die sich im Sommer wieder schließen. Sinkt die Luftfeuchtigkeit deutlich unter etwa 40 %, kann das Holz reißen. Ist sie sehr hoch, wölben sich die Dielen. Ein Luftbefeuchter im Winter tut dem Boden gut, und Ihnen auch.
Altes Parkett sanieren
Stabparkett aus den 1960er bis 1980er Jahren ist oft aus gutem Holz und sieht nach einer Sanierung wieder fast wie neu aus. Gleiches gilt für alte Dielenböden im Altbau. Vor dem Schleifen prüft man lose Stäbe und klebt sie neu fest. Wichtig ist auch, wie viel Holz noch über der Feder steht, denn davon hängt ab, wie oft sich noch schleifen lässt. Die Fugen werden mit Fugenkitt gefüllt, der mit Schleifstaub angerührt wird. So hat er denselben Farbton wie das Holz.
Geschliffen wird in mehreren Gängen von grober zu feiner Körnung. An Wänden und in Ecken arbeitet man mit einer kleineren Randschleifmaschine nach. Danach wird der Staub abgesaugt, Grundierung oder Öl aufgetragen und zum Schluss die Deckschichten. Klären Sie vor dem Lackieren, womit das Parkett früher behandelt wurde. Alte Wachse und manche Öle lassen neuen Lack nicht haften und müssen erst entfernt werden.
Bei älterem Parkett liegt manchmal ein schwarzer, teerhaltiger Kleber darunter, der PAK enthalten kann. Fällt Ihnen beim Lösen von Stäben solcher Kleber auf, unterbrechen Sie die Arbeit und lassen Sie das Material prüfen. Den Ausbau übernimmt dann ein Fachbetrieb.
Eine Sanierung lohnt sich nicht, wenn das Parkett bis auf die Feder abgeschliffen ist, Insekten es befallen haben, es lange durchnässt war oder auf großer Fläche lose liegt. Dann ist ein neuer Boden die vernünftigere Lösung.
Anleitung für Heimwerker: Kratzer und Dellen im Holzboden ausbessern
Kleine Schäden am Holzboden bekommen Sie oft auch ohne Bodenleger in den Griff. Wie Sie vorgehen, hängt davon ab, ob Ihr Boden geölt oder lackiert ist.
- Oberfläche bestimmen: Auf Lack bleibt ein Wassertropfen als Perle stehen, in geöltes Holz zieht er nach kurzer Zeit leicht ein.
- Bei einer Delle in geöltem Holz, etwa nach einem heruntergefallenen Gegenstand, ein feuchtes Baumwolltuch auflegen und kurz mit dem Bügeleisen darübergehen. Der Dampf richtet die gestauchten Holzfasern wieder auf.
- Nach dem Trocknen die Stelle mit Schleifpapier leicht in Faserrichtung anschleifen und mit demselben Öl behandeln wie den übrigen Boden.
- Einen flachen Kratzer im geölten Boden mit feinem Schleifpapier in Faserrichtung anschleifen und nachölen. Überschüssiges Öl nach einigen Minuten trocken abwischen.
- Einen flachen Kratzer im lackierten Boden mit einem Retuschierstift oder Hartwachs in Holzfarbe schließen. Tiefere Lackschäden nur durch Abschleifen und Neulackieren einer größeren Fläche beheben.
- Filzgleiter unter Stuhl- und Möbelbeine kleben und unter den Bürostuhl eine Schutzmatte legen, damit der Schaden nicht wiederkommt.
Worauf Sie bei der Abnahme achten sollten
- Der Boden ist eben, federt nicht und knarrt oder knackt beim Gehen nicht in den Verbindungen
- Die Stöße der Dielen sind dicht, ohne vorstehende Kanten und ohne Spalten
- Die Randfuge ist rundum von Sockelleisten abgedeckt, und die Leisten sind nicht am Boden befestigt
- Die Übergangsprofile sitzen fest, und die Türen gehen ohne Schleifen auf und zu
- Ein verklebter Boden klingt beim Abklopfen nicht hohl
- Sie haben ein Protokoll der Feuchtemessung, bei Fußbodenheizung auch das Aufheizprotokoll, und eine Pflegeanleitung passend zur Oberfläche erhalten
- Einige Dielen aus derselben Produktionscharge sind für spätere Reparaturen aufgehoben
Häufige Fragen
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