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Epoxidharzboden mit Terrazzo-/Marmor-Optik

Ein Epoxidharzboden mit Terrazzo- oder Marmor-Optik ist eine fugenlose, dekorative Schicht, meist zwei bis vier Millimeter dick. Der Bodenleger gießt sie direkt auf den vorbereiteten Untergrund. Viele wählen ihn für Küche, Flur, Wohnzimmer, Bad oder Ladenlokal, wenn sie die Wirkung von Stein wollen, aber ohne Fugen und mit wenig Putzaufwa

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
14,50 €/ m²
Richtwert-Spanne
11,60 € - 18,90 €
Wohnung 60 m²
2175,00 €
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Bodenbeläge5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Spezialböden
Epoxidharzboden mit Muster Terrazzo / Marmorm²-
Trockenestrich verlegen bis 20 cm – Blähton-Schüttungm²-
Trockenestrichelemente aus Gipsfaser-Rigidur kleben und verlegenm²14,50 €-
Polyurethan-Designboden (Flüssigboden)m²-
Epoxidharz-Flüssigboden bis 4 mmm²-
Summe Arbeit
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Terrazzo oder Marmor: der Unterschied und die richtige Wahl

Die Basis ist bei beiden Optiken gleich: ein Zweikomponenten-Epoxidharz aus Harz und Härter. Beide Teile werden kurz vor dem Gießen im Verhältnis gemischt, das der Hersteller vorgibt. Der Unterschied liegt darin, wie das Dekor entsteht.

  • Terrazzo-Optik entsteht mit farbigen Chips, also kleinen Stückchen aus Kunststoff, Stein oder Glas. Der Verarbeiter streut sie in die frische Schicht und gießt danach eine weitere Lage Epoxid darüber. Das Muster wirkt ruhig, verzeiht kleine Verschmutzungen und eignet sich auch für stark genutzte Räume
  • Marmor-Optik entsteht durch sogenanntes Live-Marmorieren. Mehrere Farbtöne kommen gleichzeitig in eine Schicht, der Verarbeiter zieht sie mit Kelle oder Bürste zu Adern zusammen. Das wirkt edel, zeigt aber jeden unsauberen Zug. Die Technik verlangt viel Erfahrung
  • Metallic-Pigmente geben dem Boden Tiefe und einen perlmuttartigen Glanz. Sie werden oft mit der Marmorierung kombiniert

Denken Sie bei der Auswahl auch an das Licht. Dasselbe Muster sieht bei Tageslicht anders aus als unter Spots. Lassen Sie sich deshalb ein Muster oder eine kleine Probefläche zeigen und schauen Sie sie im eigenen Raum an.

So entsteht der Boden Schritt für Schritt

  1. Feuchte und Festigkeit des Untergrunds messen, Risse prüfen.
  2. Untergrund schleifen oder fräsen, alte Beschichtungen, Kleberreste und Fett entfernen.
  3. Fläche gründlich mit einem Industriesauger absaugen.
  4. Grundierung auftragen, damit der Untergrund gleichmäßig saugt und die Oberfläche fester wird.
  5. Risse und Unebenheiten ausbessern, bei Bedarf mit Spachtelmasse aus dem gleichen System ausgleichen.
  6. Bewegungsfugen am Rand und an Übergängen berücksichtigen, Wände, Schwellen und Zargen abkleben.
  7. Epoxid mit Pigmenten anmischen und die Grundschicht mit der Zahnkelle in gleichmäßiger Dicke gießen.
  8. Muster anlegen: Chips einstreuen oder Farben gießen und zu Marmoradern verziehen.
  9. Fläche mit der Stachelwalze abrollen, damit Luftblasen entweichen.
  10. Nach dem Aushärten Schutzlack auftragen, glänzend, matt oder rutschhemmend.
  11. Boden aushärten lassen und vor Staub, Feuchte und Belastung schützen.

Begehbar ist der Boden in der Regel nach etwa 24 Stunden. Volle Belastung durch Möbel oder Teppiche erlauben die Hersteller meist erst nach rund einer Woche. Beim Gießen sollte die Raumtemperatur üblicherweise zwischen etwa 15 und 25 °C liegen, die relative Luftfeuchte unter ungefähr 75 %. Die genauen Werte stehen im technischen Merkblatt des jeweiligen Systems. Noch ein Hinweis: Ungehärtetes Epoxidharz kann die Haut reizen und Allergien auslösen. Profis arbeiten deshalb mit Handschuhen und lüften gut.

Der Untergrund entscheidet über die Haltbarkeit

In der Praxis kommt es oft vor, dass sich ein schönes Muster nach einem Jahr ablöst oder Risse bekommt. Die Ursache liegt fast nie im Epoxid, sondern darunter. Die Schicht ist dünn und steif. Sie zeichnet jede Bewegung und jeden Riss im Untergrund nach.

  • Zementestrich oder Beton muss fest und trocken sein und darf keine Zementschlämme an der Oberfläche haben. Die zulässige Restfeuchte gibt der Systemhersteller vor. In Deutschland misst man sie meist mit der CM-Methode, und zwar vor Arbeitsbeginn
  • Anhydrit- bzw. Calciumsulfatestrich reagiert empfindlich auf Feuchte und braucht eine passende Grundierung
  • Alte Fliesen können oft liegen bleiben, wenn sie fest haften. Sie werden angeschliffen, die Fugen gefüllt, dann folgt eine Grundierung für nicht saugende Untergründe
  • Holzdielen und OSB-Platten arbeiten bei wechselnder Feuchte und Temperatur. Ein gegossener Epoxidboden ist darauf meist nicht geeignet, außer das System erlaubt es ausdrücklich

Kann Feuchte von unten nachziehen, etwa im Keller oder in einem Altbau ohne Abdichtung unter der Bodenplatte, muss das vor dem Gießen gelöst sein. Sonst bilden sich unter dem Epoxid Blasen. Wohnen Sie in einer Eigentumswohnung oder zur Miete im Mehrfamilienhaus, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG). Das Schleifen ist laut und staubig, und Änderungen am Bodenaufbau betreffen unter Umständen den Trittschallschutz. Greifen Sie in den Bodenaufbau oder in tragende Bauteile ein, klären Sie beim Bauamt, was die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes verlangt.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

  • Zustand des Untergrunds: Ebener, trockener Estrich braucht wenig Vorbereitung. Alte Kleber, Teerreste unter früherem Parkett oder Risse bedeuten deutlich mehr Arbeit
  • Raumform: Eine große rechteckige Fläche lässt sich leichter gießen als ein kleiner Flur mit vielen Ecken, Zargen und einer Stufe
  • Musteraufwand: Einfarbiges Terrazzo ist einfacher als mehrfarbiger Marmor mit Metallic-Adern oder ein eingearbeitetes Logo
  • Schichten und Lack: Eine rutschhemmende oder UV-beständige Deckschicht ist ein zusätzlicher Arbeitsgang
  • Details: Abläufe, Duschbereich, Übergänge zu anderen Belägen und Sockelleisten kosten Zeit und verlangen Genauigkeit
  • Zugang und Zeit: Wenn der Raum während des Aushärtens gar nicht betreten werden darf, muss die Arbeit in Abschnitte aufgeteilt werden

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Der größte Fehler ist eine unterschätzte Vorbereitung. Staub, Fett oder ein feuchter Estrich führen zu schlechter Haftung, Blasen und Ablösungen. An zweiter Stelle steht ungenaues Mischen. Stimmt das Verhältnis von Harz und Härter nicht oder ist die Masse schlecht durchgemischt, bleiben weiche, klebrige Stellen. Die härten nicht mehr aus.

Auch ungünstige Bedingungen schaden. In einem kalten, feuchten Raum härtet Epoxid langsam, die Oberfläche kann matt oder trüb werden. Fehlt die Stachelwalze, bleiben kleine Blasen und Krater im Boden. Bei Marmor wirkt das Muster manchmal zufällig, oder an der Grenze zweier Gießabschnitte zeigt sich ein sichtbarer Ansatz. Hier helfen ein durchdachter Gießplan und genug Leute, damit die Fläche in einem Zug entsteht.

Ein letzter Fehler ist zu frühe Belastung. Wer Teppich oder Möbel zu früh aufstellt, riskiert bleibende Abdrücke.

Abnahme: so prüfen Sie den fertigen Boden

Schauen Sie sich den Boden bei Tageslicht und zusätzlich im Streiflicht einer Taschenlampe an. Flach einfallendes Licht zeigt Unebenheiten, die bei normaler Beleuchtung nicht auffallen.

  • Die Oberfläche ist geschlossen, ohne Blasen, Krater, Staubkörner und klebrige Stellen
  • Das Muster entspricht dem vereinbarten Muster in Farbe und Dichte der Chips oder Adern
  • Zwischen den Gießabschnitten ist kein Ansatz zu sehen
  • Die Ränder an Wänden, Zargen und Schwellen sind sauber, die Wände nicht verschmutzt
  • An Abläufen und in der Dusche läuft das Wasser in die richtige Richtung und bleibt nirgends stehen
  • Der Lack hat den vereinbarten Glanzgrad, die rutschhemmende Ausführung ist dort vorhanden, wo sie bestellt war
  • Beim Abklopfen klingt der Boden nirgends hohl
  • Sie haben schriftliche Hinweise zu Aushärtung, Reinigung und Pflege sowie den Namen des verwendeten Systems erhalten

Häufige Fragen

Ja, die Fläche hat keine Fugen, in denen sich Wasser sammeln kann. Wichtig sind ein gut gelöster Ablauf, das richtige Gefälle und saubere Anschlüsse an die Wände. Die Abdichtung darunter richtet sich nach den Vorgaben des Systemherstellers. Für nasse Bereiche empfiehlt sich eine rutschhemmende Deckschicht.

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