Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Polyurethan-Designboden

Ein Polyurethan-Designboden ist eine dünne, fugenlose Schicht aus zweikomponentigem Polyurethanharz. Der Fachbetrieb gießt das Harz auf den vorbereiteten Untergrund, wo es zu einer glatten, leicht elastischen Oberfläche aushärtet. Viele wählen diesen Boden für Wohnzimmer, Küche, Kinderzimmer oder Büro, wenn sie eine durchgehende Fläche oh

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
14,50 €/ m²
Richtwert-Spanne
11,60 € - 18,90 €
Wohnung 60 m²
2175,00 €
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Bodenbeläge5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Spezialböden
Polyurethan-Designboden (Flüssigboden)m²-
Trockenestrich verlegen bis 20 cm – Blähton-Schüttungm²-
Trockenestrichelemente aus Gipsfaser-Rigidur kleben und verlegenm²14,50 €-
Epoxidharz-Flüssigboden bis 4 mmm²-
Epoxidharzboden mit Muster Terrazzo / Marmorm²-
Summe Arbeit
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Was zu dieser Arbeit gehört und wo der Boden passt

Gemeint ist in der Regel das komplette System: Untergrundvorbereitung, Grundierung, Polyurethan-Grundschicht, Designschicht und abschließender Schutzlack. Die Gesamtstärke liegt je nach System ungefähr bei 2 bis 3 mm. Der Fußboden wird also kaum höher, und Türen müssen oft nicht gekürzt werden.

Warum Polyurethan und nicht Epoxidharz? Epoxid ist härter und eher etwas für Garage, Werkstatt oder Lager. Polyurethan ist elastischer, gibt beim Gehen leicht nach, fühlt sich wärmer an und klingt beim Laufen weniger hart. Deshalb kommt es vor allem in Wohnräumen zum Einsatz. Wunder sollten Sie trotzdem nicht erwarten: Die dünne Schicht dämpft den Gehschall im Raum etwas. Den Trittschall zu den Nachbarn darunter löst im Mehrfamilienhaus aber nur ein passender Fußbodenaufbau mit Trittschalldämmung.

Mit einer Fußbodenheizung verträgt sich der Boden gut, weil er dünn ist und die Wärme ohne große Verluste durchlässt. Sagen Sie dem Betrieb vorher Bescheid, dass eine Fußbodenheizung liegt. Dann wählt er ein geeignetes System und plant das spätere Aufheizen.

So läuft die Ausführung Schritt für Schritt ab

In einem normalen Raum dauert die Arbeit meist mehrere Tage, denn jede Schicht muss aushärten. Der Ablauf sieht ungefähr so aus:

  1. Untergrund prüfen: Festigkeit, Ebenheit, Risse und Feuchte. Die Restfeuchte im Estrich wird mit einem Messgerät bestimmt, oft per CM-Messung. Den zulässigen Wert legt der Hersteller des Systems fest.
  2. Oberfläche anschleifen und Reste von Kleber, Anstrichen, Öl und Fett entfernen. Danach alles gründlich absaugen.
  3. Risse und Schadstellen ausbessern, bei Bedarf den Untergrund mit Ausgleichsmasse egalisieren.
  4. Grundierung auftragen. Sie festigt die Oberfläche, verringert die Saugfähigkeit und sorgt für gute Haftung.
  5. Polyurethan-Grundschicht in der vorgeschriebenen Stärke gießen und mit der Stachelwalze entlüften.
  6. Designschicht herstellen: einfarbig, mit Pigmenten, Metallic-Effekt oder Muster.
  7. Nach dem Aushärten den Schutzlack im gewünschten Glanzgrad auftragen, bei Bedarf mit rutschhemmendem Zusatz.
  8. Aushärtezeiten einhalten: Begehbar ist der Boden meist nach etwa einem Tag, Möbel und volle Belastung sind laut Hersteller erst nach einigen Tagen möglich.

Während des Gießens und Aushärtens sollte der Raum gelüftet werden. Kinder, Haustiere und empfindliche Personen halten sich besser woanders auf. Nicht ausgehärtete Harze reizen die Haut, und die Dämpfe sind unangenehm. Der fertig ausgehärtete Boden riecht nicht mehr.

Oberflächen und Varianten: Was passt wann?

  • Einfarbiger Boden in Grau, Beige, Sand oder Anthrazit. Er wirkt ruhig und zeitlos und ist technisch einfacher umzusetzen.
  • Metallic-Effekt mit einer Tiefenwirkung, die sich je nach Licht verändert. Passt in repräsentative Räume. Das Ergebnis ist allerdings immer ein Unikat und lässt sich vorab schwer genau vorhersagen.
  • Muster oder Optik von Beton oder Stein. Das entsteht von Hand direkt vor Ort, deshalb lohnt es sich, ein Muster des jeweiligen Betriebs anzusehen.
  • Matter oder seidenmatter Lack zeigt Staub, Fußspuren und feine Kratzer weniger. Mit Hund oder Kindern ist das die praktischere Wahl.
  • Glänzender Lack wirkt edel, zeigt aber jeden Schmutz und kann bei Nässe rutschig werden.
  • Rutschhemmende Ausführung ist in Küche, Flur und Bad sinnvoll.

Bei hellen Böden sollten Sie fragen, ob der Decklack UV-stabil ist. Manche Polyurethane vergilben mit der Zeit im Sonnenlicht, widerstandsfähigere Systeme behalten ihre Farbe.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Schneller und einfacher geht es bei einer großen, ebenen und trockenen Fläche ohne Hindernisse, etwa auf neuem Zementestrich oder festem Calciumsulfatestrich im Neubau. Ein einfarbiger Boden macht weniger Arbeit als ein Muster oder Metallic.

Mehr Aufwand entsteht durch:

  • Alte Fliesen, die angeschliffen, verspachtelt und ausgeglichen werden müssen
  • Bröseligen, fettigen oder feuchten Untergrund, wie man ihn im Altbau öfter findet
  • Verwinkelte Räume mit Nischen, Übergängen und Stufen
  • Anschlüsse an die Wand oder gegossene Treppen
  • Kleine Flächen, bei denen sich Vorbereitung und Technik auf wenige Quadratmeter verteilen
  • Arbeiten in einer bewohnten Wohnung, in der alles ausgeräumt und geschützt werden muss

In einer Eigentumswohnung sollten Sie die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft (WEG) vorab informieren, vor allem wegen des Lärms beim Schleifen. Ein neuer Oberbelag ist normalerweise keine genehmigungspflichtige Baumaßnahme. Wenn Sie aber den Fußbodenaufbau ändern oder in die Konstruktion eingreifen, klären Sie die Vorgaben der Landesbauordnung beim Bauamt.

Typische Fehler beim Gießboden

  • Unterschätzter Untergrund. Schmutz, Staub oder Feuchte zeigen sich später als Blasen, Ablösungen und Risse. Feuchte von unten ist ein häufiger Grund, warum sich die Schicht löst.
  • Falsche Schichtstärke und Reihenfolge. Bei zu dünner Schicht sinkt die Belastbarkeit, bei nicht eingehaltenen Aushärtezeiten entstehen Wolken und Flecken.
  • Missachtete Dehnfugen. Bewegungsfugen im Estrich müssen in die Gießschicht übernommen werden, sonst reißt der Boden darüber.
  • Laufende Heizung beim Gießen. Die Fußbodenheizung bleibt während der Verarbeitung aus und wird nach dem Aushärten schrittweise nach Herstellerangabe hochgefahren.
  • Unpassende Oberfläche. Ein glänzender Boden ohne Rutschhemmung im Eingang oder Bad ist ein unnötiges Risiko.
  • Zu frühe Belastung. Möbel auf einem nicht ausgehärteten Boden hinterlassen Abdrücke.

So prüfen Sie den fertigen Boden bei der Abnahme

  • Die Oberfläche ist geschlossen, ohne Blasen, Krater und sichtbare Ansätze
  • Farbe und Glanz sind gleichmäßig, ohne Wolken und Streifen bei seitlichem Licht
  • Ränder an Wänden, Zargen und Übergängen sind sauber abgeschlossen
  • Dehnfugen sind übernommen und verfüllt
  • Der Boden ist eben, ohne spürbare Wellen unter der Richtlatte
  • Sie haben Angaben zum verwendeten System, zu Belastungszeiten und zum Aufheizen der Fußbodenheizung erhalten
  • Sie haben Hinweise zur Reinigung und Pflege bekommen

Häufige Fragen

Oft ja, wenn die Fliesen fest sitzen und beim Abklopfen nicht hohl klingen. Sie werden angeschliffen, die Fugen verspachtelt, die Fläche ausgeglichen und grundiert. Lose Fliesen müssen vorher entfernt und die Stelle ausgebessert werden.

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