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Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung)

Die Holzfaser-Trittschalldämmplatte (kurz: Holzfaserplatte) mit 20 mm Stärke ist eine Dämmplatte aus Holzfasern. Sie wird trocken unter einem neuen Bodenbelag verlegt. Sie dämpft Trittschall, mindert den Lärm in der Wohnung unter Ihnen und macht den Boden etwas wärmer, zum Beispiel über einer kalten Betondecke. Gebraucht wird sie vor alle

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·14 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
4,60 €/ m²
Richtwert-Spanne
2,36 € - 11,80 €
Wohnung 60 m²
692,00 €
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Bodenbeläge14 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Holzfaser-Trittschalldämmplatte 20 mm (Wärme- und Schalldämmung)m²-
Alten schwimmenden Bodenbelag / Laminat ausbauenm²5,08 €-
Sockelleisten demontierenlfm2,18 €-
Verklebtes Linoleum entfernenm²8,16 €-
Schleifen des Betonuntergrundesm²10,88 €-
Anschleifen des Untergrundes (Kleber-/Bitumenreste) vor Nivellierungm²4,35 €-
Bodengrundierung + Acryl-Verfugung der Eckenm²3,08 €-
Grundierung des Untergrundesm²2,36 €-
Selbstnivellierende Ausgleichsmassem²11,80 €-
Randdämmstreifen umlaufendlfm2,00 €-
Ausgleichsschüttung Blähton (Liapor)m²10,88 €-
Verlegung und Montage von OSB-Platten auf dem Bodenm²-
Bitumenbahn aufgeschweißt (1 Lage)m²-
Estrichfugen kraftschlüssig verharzen und verdübelnStk.32,64 €-
Summe Arbeit
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So wird die Holzfaserplatte verlegt und das bewirkt sie

Die Platten kommen auf einen vorbereiteten Untergrund, der eben und trocken sein muss. Man legt sie stumpf gestoßen, also dicht nebeneinander ohne Überlappung. Gearbeitet wird Reihe für Reihe mit versetzten Fugen, ähnlich wie beim Laminat. An den Wänden bleibt eine Randfuge von meist etwa 5 bis 10 mm. Dort hinein kommt ein Randdämmstreifen aus Schaumstoff. Er trennt den Boden von der Wand, damit die Trittgeräusche nicht ins Mauerwerk wandern.

Verklebt oder verschraubt werden die Platten in der Regel nicht. Punktweise Verklebung oder doppelseitiges Klebeband nutzen Sie nur, wenn der Hersteller es für den jeweiligen Aufbau vorschreibt, etwa bei höherer Belastung. Weil nichts trocknen muss, geht es direkt nach dem Verlegen mit der nächsten Schicht weiter.

Warum hilft das gegen Lärm? Die weichere, federnde Schicht zwischen Belag und Decke schluckt einen Teil der Stöße beim Gehen. Daher kommt der Begriff Trittschalldämmung. Die Wärmewirkung von 20 mm ist eher ein Zusatznutzen: Der Boden fühlt sich weniger kalt an. Eine richtige Dämmung über einem unbeheizten Keller oder über dem Erdreich ersetzt die Platte aber nicht.

Was auf die Platte kommt und wann eine andere Dämmung passt

Ob der Belag direkt auf der Holzfaserplatte liegen darf, legt der Hersteller fest. Bei manchen Laminat- oder Vinylböden ist das erlaubt. In anderen Fällen braucht es zuerst eine lastverteilende Schicht, meist OSB-Platten oder Gipsfaser-Estrichelemente aus dem Trockenbau. Diese Schicht ist besonders unter schweren Möbeln, unter der Küche und unter dünnem Vinyl wichtig. Dünnes Vinyl zeichnet sonst jeden Abdruck im weichen Untergrund nach. Prüfen Sie bei Klick-Vinyl und Laminat außerdem, ob der Hersteller eine so dicke Unterlage zulässt. Viele Systeme sind nur für dünne Unterlagen gedacht, sonst kann die Garantie entfallen.

  • EPS (Styropor): Dämmt Wärme gut und gehört vor allem unter Zement- oder Calciumsulfatestrich. Unter einem trockenen schwimmenden Boden ohne Lastverteilung drückt es sich punktuell ein und dämpft Schritte schlechter.
  • Mineralwolle: Dämpft Schall sehr gut, ist aber nicht begehbar. Sie gehört zwischen Balken und in Unterkonstruktionen, nicht direkt unter den Belag.
  • Kork und dünne Unterlagen: Elastisch und flach, gut bei knapper Aufbauhöhe. Für eine deutlich bessere Akustik und Wärme reichen sie meist nicht.
  • Zusätzliche Akustikfolie: Zwischen Wohnungen wird manchmal eine dünne Schallschutzfolie ergänzt, die den Trittschall weiter mindert.

Bei Fußbodenheizung legen Sie die Holzfaserplatte nicht über den Heizestrich, solange der Hersteller das nicht ausdrücklich erlaubt. Die Dämmung würde die Wärme bremsen, die in den Raum soll.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Der größte Aufwand steckt im Untergrund. Ist der Beton oder Estrich eben, fest und trocken, geht das Verlegen schnell. Sind dagegen Buckel, Mulden oder alte Kleberreste vorhanden, muss erst gereinigt und ausgeglichen werden. Kleine Unebenheiten gleicht eine Ausgleichsmasse auf grundiertem Untergrund aus, größere Höhenunterschiede eine trockene Ausgleichsschüttung. Die Ausgleichsmasse braucht aber Zeit zum Trocknen. Damit geht ein Teil des Vorteils der Trockenverlegung verloren.

Mehr Arbeit machen außerdem:

  • Ein feuchter Untergrund, etwa frischer Estrich oder ein Boden auf Erdreich, wo laut Hersteller eine PE-Folie als Dampfbremse dazukommt
  • Viele Ecken, Nischen, Übergänge und Heizungsrohre, die genaue Zuschnitte verlangen
  • Türen, die gekürzt werden müssen, weil der Boden um Platte und Belag höher wird
  • Das Ausräumen des Raums und der Rückbau von altem Boden und Sockelleisten

Ein großer, rechteckiger Raum mit vorbereitetem Untergrund ist dagegen einfach und schnell fertig.

Anleitung für Heimwerker: Holzfaserplatte auf ebenem Untergrund verlegen

Wenn Ihr Untergrund fest, trocken und eben ist, können Sie die Platten selbst verlegen. Wenn Sie bei Feuchte oder Ebenheit unsicher sind, lassen Sie den Untergrund von einem Bodenleger prüfen.

  1. Platten in den Raum bringen und dort nach Herstellerangabe lagern, meist mindestens einige Stunden.
  2. Alte Sockelleisten entfernen, Untergrund absaugen, Kleber- und Mörtelreste abkratzen.
  3. Ebenheit mit langer Richtlatte oder Wasserwaage prüfen und Unebenheiten vorher ausgleichen.
  4. Falls vorgeschrieben, PE-Folie mit Überlappung auslegen und an den Wänden hochziehen.
  5. Randdämmstreifen rundum an die Wände kleben.
  6. In einer Ecke beginnen und die Platten stumpf gestoßen in Reihen mit versetzten Fugen legen.
  7. Randstücke mit scharfem Messer oder Säge so zuschneiden, dass die Randfuge bleibt.
  8. Die ganze Fläche abgehen und Stücke tauschen, die wackeln oder höher liegen.
  9. Mit Lastverteilschicht oder Belag nach Herstellerangabe weitermachen.

Fehler, die sich erst später zeigen

  • Steinchen und Staub unter den Platten: Sie bilden Erhebungen, der Boden federt und knarrt an diesen Stellen.
  • Fehlende Randfuge: Der Boden kann nicht arbeiten, wölbt sich an Wänden und Ecken, und der Schall geht in die Wände.
  • Zu weicher Aufbau unter schwerem Belag: Ohne Lastverteilung drückt sich die Dämmung ein, die Fugen des Belags brechen.
  • Feuchter Untergrund ohne Schutz: Holzfaser saugt Feuchtigkeit, verformt sich und verliert ihre Wirkung.
  • Durchgehende Fugen: Ohne Versatz entstehen lange Linien, an denen der Aufbau schwächer ist.
  • Vergessene Aufbauhöhe: Türen schleifen, zwischen den Räumen entsteht eine Stufe.

In der Eigentumswohnung halten Sie die Ruhezeiten der Hausordnung ein und stimmen größere Arbeiten mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft (WEG) ab. Bei Holzbalkendecken im Altbau lohnt ein Blick auf die Tragfähigkeit. Soll an der tragenden Decke etwas verändert werden, ist das eine bauliche Maßnahme. Was dafür nach der Landesbauordnung nötig ist, klären Sie beim Bauamt.

So prüfen Sie die fertige Schicht

Bevor der Belag kommt, gehen Sie die ganze Fläche ab und achten darauf:

  • Keine Platte federt oder bewegt sich unter dem Fuß
  • Die Platten liegen dicht aneinander, ohne größere Spalten
  • Die Fugen benachbarter Reihen sind versetzt
  • Die Oberfläche ist eben, ohne Stufen zwischen den Platten
  • Rundum gibt es eine Randfuge mit Randdämmstreifen
  • Eine vorgeschriebene Folie ist durchgehend und an den Wänden hochgezogen
  • Übergänge an Türen und die Höhe zu den Zargen sind geklärt

Häufige Fragen

Unter die meisten schwimmenden Böden ja, entscheidend sind aber die Vorgaben der Hersteller von Platte und Belag. Manche Laminat- und Vinylböden verlangen eine dünne Unterlage, bei anderen kommen zuerst OSB- oder Gipsfaserplatten darauf. Über einer Fußbodenheizung ist sie in der Regel nicht geeignet.

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