Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Pflaster | ||||
| Verlegung Verbundpflaster 8-10 cm | m² | - | ||
| Verlegung Verbundpflaster 4-6 cm | m² | 14,33 € | - | |
| Verlegung Designpflaster | m² | - | ||
| Zuschlag für Kleinpflaster bis 10×10 cm | m² | 9,85 € | - | |
| Schneiden Verbundpflaster 4-6 cm | lfm | 6,10 € | - | |
| Schneiden Verbundpflaster 8-10 cm | lfm | 9,85 € | - | |
| Fugen mit Quarzsand verfüllen | m² | 2,70 € | - | |
| Abschließendes Absanden und Einkehren der Fugen | m² | 1,80 € | - | |
Wann reichen 4 bis 6 cm, wann brauchen Sie 8 bis 10 cm
Die Steinstärke bestimmt, wie viel die Fläche aushält. Ein dickerer Stein verteilt das Gewicht eines Rades besser in den Unterbau. Beim Bremsen und Lenken kippt er weniger und bleibt länger eben.
- 4 cm: Gartenwege, Terrassen, also Fußgänger, Schubkarre und Rasenmäher
- 6 cm: Hof und Hausumfeld, gelegentlich ein Pkw bei gutem Unterbau
- 8 cm: Garagenzufahrt, Hofeinfahrt und täglich genutzter Pkw-Stellplatz
- 10 cm: Flächen mit Transportern oder Lieferverkehr, Betriebshöfe und Lagerflächen
Häufig sieht man, dass 4 cm Pflaster auch in der Einfahrt liegt, weil „das Auto da ja nur ab und zu steht“. Nach ein paar Wintern zeigen sich in den Radspuren Rinnen und lockere Steine. Wenn Sie Weg und Einfahrt kombinieren möchten, geht das gut mit dünnerem Pflaster für den Weg und dickerem für die Zufahrt. Klären Sie aber vorher, wie die beiden Teile in der Höhe sauber aneinander anschließen.
So läuft die Verlegung ab
- Fläche mit Pflöcken und Schnur abstecken, Höhen und Gefälle festlegen. Das Wasser soll vom Haus weg laufen, meist mit einem Gefälle von etwa 2 %.
- Mutterboden abtragen und ausheben. Für Gehwege reichen meist etwa 20 bis 30 cm, für befahrene Flächen sind es je nach Boden und Last ungefähr 30 bis 60 cm.
- Aushubsohle verdichten, bei lehmigem oder weichem Boden zusätzlich ein Geotextil einlegen.
- Frostschutz- und Schottertragschicht lagenweise einbauen und jede Lage einzeln mit der Rüttelplatte verdichten.
- Randsteine in ein Betonbett setzen und hinten mit einer Rückenstütze aus Beton sichern.
- Bettung aus Splitt oder Brechsand-Splitt-Gemisch aufbringen und mit der Latte abziehen, meist etwa 3 bis 5 cm dick. Die Bettung wird vor dem Verlegen nicht verdichtet.
- Pflaster im gewählten Verband verlegen, Randsteine zuschneiden, Fluchten kontrollieren.
- Fugen einsanden, Fläche mit Rüttelplatte und Gummimatte abrütteln, Fugen nachsanden.
Für befahrene Flächen eignen sich Verbände, in denen sich die Steine gut verzahnen, etwa der Fischgrätverband. Gerade Reihen in Fahrtrichtung schieben sich unter den Rädern leichter auseinander.
Der Unterbau entscheidet über die Haltbarkeit
Warum sackt Pflaster nach einigen Jahren ab? Fast immer liegt es am Unterbau, nicht am Stein. Ein dickerer Stein gleicht einen schwachen Untergrund nicht aus.
Bei einer befahrenen Fläche besteht der Aufbau meist aus diesen Schichten:
- Tragschicht aus grobem Schotter oder Frostschutzmaterial, bei Einfahrten üblicherweise etwa 25 bis 40 cm, bei Wegen weniger
- Ausgleichslage aus feinerer Körnung, die die Oberfläche der Tragschicht schließt
- Bettung aus Splitt oder Brechsand, auf die das Pflaster direkt gelegt wird
Verdichtet wird in Lagen, nicht die ganze Stärke auf einmal. Eine Rüttelplatte wirkt nur bis in eine bestimmte Tiefe. Ist die Lage zu dick, bleibt sie unten locker und setzt sich später. Für 8 bis 10 cm Pflaster kommt außerdem eine schwerere Platte zum Einsatz als für einen Gartenweg. Ein gut verdichteter Unterbau federt unter dem Fuß nicht nach, und nach dem Überfahren mit der Platte bleiben keine Spuren zurück.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Einfach ist eine rechteckige Fläche auf ebenem, festem Gelände, die ein Lkw mit Schotter und ein Minibagger gut erreichen. Mehr Aufwand und damit höhere Kosten entstehen bei:
- Verwinkelten Flächen mit Bögen, Stufen und vielen Schnitten
- Dickeren Steinen, die schwerer sind und sich langsamer schneiden lassen
- Lehmigem oder nassem Boden, der tieferen Aushub und eine Entwässerung braucht
- Schlechtem Zugang, wenn das Material per Hand oder Schubkarre bewegt werden muss
- Abbruch von altem Beton oder Asphalt und Abfuhr von Erdaushub
- Höhengenauem Anschluss an Garage, Türschwelle oder vorhandene Wege
- Entwässerungsrinnen und Abläufen
Holen Sie vor dem Graben eine Leitungsauskunft bei den Netzbetreibern ein, vor allem für Gas, Strom und Wasser. Wird beim Graben eine Gasleitung beschädigt, verlassen Sie sofort den Bereich, rufen Sie den Notruf 112 und informieren Sie den Netzbetreiber. Eine neue Zufahrt von der öffentlichen Straße, etwa mit abgesenktem Bordstein, braucht in der Regel die Zustimmung der Gemeinde. Ob größere befestigte Flächen genehmigungspflichtig sind, regelt die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes, fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach. Viele Gemeinden berechnen außerdem die Niederschlagswassergebühr nach der versiegelten Fläche. Es lohnt sich, das vorab zu klären, auch im Hinblick auf versickerungsfähiges Pflaster.
Typische Fehler
- Zu dünner Unterbau oder Erde statt Schotter
- Die ganze Tragschicht auf einmal verdichtet
- Fehlende oder zu flach gesetzte Randsteine, die Ränder wandern dann aus
- Falsches Gefälle, Wasser bleibt stehen oder läuft zum Haus
- Zu dicke oder vorverdichtete Bettung, die Steine lassen sich nicht sauber setzen
- Kleine Passstücke am Rand, die unter dem Rad ausbrechen
- Zu dünnes Pflaster auf einem täglich genutzten Stellplatz
Anleitung für Heimwerker: Gartenweg aus Verbundsteinpflaster 4 bis 6 cm
Einen kleineren Weg oder eine Terrasse aus dünnerem Pflaster schaffen geübte Heimwerker selbst. Rüttelplatte und Steinsäge können Sie im Baumaschinenverleih mieten. Eine Einfahrt aus 8 bis 10 cm Pflaster überlassen Sie besser einem Fachbetrieb, denn Aushub, Verdichtung dicker Schichten und genaue Höhen erfordern Maschinen und Erfahrung.
- Leitungsauskunft einholen und Fläche mit Schnur abstecken.
- Mutterboden abtragen und auf die nötige Tiefe ausheben, mit Gefälle vom Haus weg.
- Aushubsohle verdichten.
- Schotter lagenweise einbauen und jede Lage mit der Rüttelplatte verdichten.
- Randsteine in Beton setzen und aushärten lassen.
- Bettung verteilen, über Lehrrohre mit der Latte abziehen und nicht mehr betreten.
- Pflaster von einer festen Kante aus verlegen, Fluchten und Ebenheit laufend prüfen.
- Randsteine mit wassergekühlter Säge schneiden, dabei Atemschutzmaske und Schutzbrille tragen.
- Fugen mit Sand füllen, Fläche mit Gummimatte abrütteln und Fugen nachsanden.
So prüfen Sie die fertige Fläche
- Unter der Richtlatte zeigen sich keine Mulden oder Wellen
- Nach Regen läuft das Wasser ab und bleibt nirgends stehen
- Das Gefälle führt von Haus, Garage und Treppen weg
- Die Randsteine sitzen fest, gerade und in einer Flucht
- Die Steine bewegen oder klappern beim Darüberlaufen nicht
- Die Fugen sind voll, gleichmäßig und ohne große Lücken
- Die Passstücke am Rand sind nicht zu klein und nicht ausgebrochen
- Die Anschlüsse an Garage, Weg und Schwellen sind ohne Stufe
- Die Oberfläche zeigt keine Risse und keine abgeplatzten Kanten
Häufige Fragen
Für gelegentliches Befahren mit einem Pkw auf gutem Unterbau ja. Steht das Auto täglich dort oder ist die Fläche die Hauptzufahrt, ist 8 cm Pflaster die sinnvollere Wahl. Für Transporter und schwerere Fahrzeuge nimmt man 10 cm.
Ja. Randsteine bilden einen festen Rahmen, ohne den das Pflaster unter Last nach und nach zur Seite wandert. Bei Einfahrten gehören sie in ein Betonbett mit Rückenstütze.
Das hängt von Flächengröße, Gelände und Wetter ab. Die meiste Zeit kosten meist Aushub und Unterbau, das Verlegen selbst geht schneller. Für einen kleinen Weg reichen oft einige Tage, eine größere Einfahrt dauert länger.
Ja, das ist ein großer Vorteil von Pflaster. Die Steine werden um die Schadstelle herausgenommen, der Unterbau ergänzt und verdichtet und das Pflaster wieder eingesetzt. Wird der Unterbau nicht repariert, kehrt der Schaden meist zurück.
Kehren, gelegentlich abwaschen und vor allem den Fugensand ergänzen, den Regen und Hochdruckreiniger nach und nach ausspülen. Halten Sie beim Reinigen den Strahl nicht direkt in die Fugen und sanden Sie nach einer gründlichen Reinigung nach.
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