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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | ||||
| Decke spachteln | m² | € 10,35 | - | |
| Abkratzen alter Ölfarbe | m² | € 7,45 | - | |
| Rissbandagierung - Sanierung großer Risse | lfm | - | ||
| Acryl-Verfugung der Anschlüsse | lfm | € 2,60 | - | |
| Grundierung der Wände und Decke | m² | € 1,40 | - | |
| Abkratzen alter Leimfarbe | m² | € 4,80 | - | |
| Lokales Ausbessern von Rissen und Fehlstellen | Stk. | € 4,85 | - | |
| Wände spachteln | m² | € 8,95 | - | |
| Venezianischer Stuck - polierte Spachtelung | m² | - | ||
| Setzen von Eckschutzprofilen | lfm | - | ||
| Entfernen alter Tapeten | m² | € 4,85 | - | |
Warum die Decke schwieriger ist, als sie aussieht
Auf den ersten Blick ist die Decke nur eine weitere Fläche wie eine Wand. In der Praxis gehört sie aber zu den anspruchsvollsten Flächen der ganzen Wohnung. Dafür gibt es zwei Gründe: die Schwerkraft und das Licht.
Spachtelmasse an der Decke muss gegen ihr eigenes Gewicht halten. An der Wand lässt sich eine dickere Schicht noch aufziehen und nachglätten. An der Decke neigt eine dicke Schicht dazu, durchzuhängen, sich langsam zu lösen und beim Trocknen zu reißen. Deshalb arbeitet man an der Decke mit dünneren Schichten, und die Haftung am Untergrund ist hier noch wichtiger.
Der zweite Grund ist das Licht. Tageslicht vom Fenster trifft in einem sehr flachen Winkel auf die Decke, fast parallel zur Fläche. In diesem Streiflicht fällt jede kleine Welle auf, jede Spur der Glättkelle und jeder schlecht geschliffene Rand. Warum wirkt die Decke dann am Tag tadellos und am Abend unter der Stehlampe plötzlich „buckelig“? Weil die Lampe aus einem anderen Winkel leuchtet und Unebenheiten zeigt, die das Tageslicht verdeckt hat, oder umgekehrt. Ein guter Maler kontrolliert die Decke deshalb aus mehreren Richtungen.
Was fertig sein muss, bevor die Maler kommen
Das Spachteln der Decke gehört zu den letzten nassen Arbeiten vor dem Ausmalen. Stimmt die Reihenfolge nicht, wird die Spachtelung beschädigt oder muss nachgearbeitet werden.
- Die Elektroinstallation in der Decke ist fertig, die Schlitze sind zugemauert und mit Putz oder Gips ausgebessert
- Die Fenster sind eingebaut und die Laibungen verputzt, damit man lüften und heizen kann
- Der Estrich (Zement- oder Anhydritestrich) ist schon teilweise ausgetrocknet, sonst bringt er viel Feuchtigkeit in den Raum und die Spachtelung trocknet langsam
- Im Raum hat es in der Regel mindestens etwa 10 °C, ideal ist normale Zimmertemperatur, und es zieht nicht
- Die Möbel sind ausgeräumt oder in der Raummitte zusammengestellt und gut abgedeckt
- Die Leuchten sind abmontiert und die Leitungen sicher isoliert
Das Abmontieren der Leuchten und das Isolieren der Drähte ist keine Kleinigkeit. Arbeiten an der Elektrik gehören in die Hände eines konzessionierten Elektrotechnikers, nicht des Malers und nicht des Heimwerkers. Der Elektriker kann gleich mitbeurteilen, ob in der Decke noch etwas fehlt, etwa ein Auslass für eine zusätzliche Leuchte. Diesen nach dem Spachteln nachzurüsten heißt, die fertige Fläche wieder aufzustemmen.
Im Mehrparteienhaus ist es sinnvoll, laute Arbeiten wie das Schleifen mit der Hausverwaltung abzustimmen und die Nachbarn kurz zu informieren. Das erspart Ärger und Unterbrechungen.
Wie die Decke Schritt für Schritt gespachtelt wird
Untergrund vorbereiten
Der wichtigste Teil der Arbeit ist der, den man später nicht sieht. Die alte Decke wird zuerst abgeklopft und abgekratzt. Alles, was schlecht hält, muss herunter: abblätternde Farbe, lose Putzstücke, alte geklebte Styroporplatten und Kleberreste.
In Altbauwohnungen findet man an den Decken oft Leimfarbe oder Kalkfarbe. Leimfarbe ist für Spachtelmasse tückisch, weil sie sich bei Nässe wieder anlöst und die Spachtelung darauf nicht hält. Erkennen lässt sie sich einfach: Wischen Sie mit einem nassen Schwamm über die Decke. Färbt die Farbe ab oder lässt sie sich abwaschen, ist es Leimfarbe. Sie muss bis auf den Untergrund abgewaschen werden, überstreichen oder überspachteln reicht nicht.
Bei Decken aus Betonfertigteilen werden die Stoßfugen geprüft. Loses Fugenmaterial wird ausgekratzt, die Fuge neu gefüllt und mit Bewehrungsstreifen oder Glasfasergewebe überklebt. Risse im Putz werden genauso behandelt.
Grundieren
Nach dem Reinigen wird der Untergrund grundiert. Die Grundierung gleicht die Saugfähigkeit aus, damit die Spachtelmasse nicht an einer Stelle schnell und an einer anderen langsam trocknet, und sie festigt die Oberfläche. Auf sehr glattem Beton, etwa bei manchen Fertigteil- oder Ortbetondecken, verwendet man statt einer normalen Grundierung eine Haftbrücke mit feinem Quarzsand, die eine raue Oberfläche schafft. Vor der nächsten Schicht muss die Grundierung nach Herstellerangabe trocknen.
Ausgleichen und erste Schicht
Größere Unebenheiten, Mulden und Schlitze werden zuerst mit einer gröberen Spachtelmasse oder Gips ausgeglichen. Danach kommt die erste vollflächige Spachtelschicht. An der Decke arbeitet man in Bahnen, in der Regel vom Fenster in den Raum hinein. So laufen die Züge der Glättkelle in Richtung des einfallenden Lichts und fallen kaum auf.
Ist die Decke an mehreren Stellen gerissen, wird in die erste Schicht vollflächig ein Glasfasergewebe eingebettet. Es verteilt die Spannungen und senkt das Risiko, dass die Risse zurückkommen.
Zweite Schicht und Schleifen
Nach dem Trocknen wird die erste Schicht leicht überschliffen, dann folgt die zweite, dünnere Feinschicht. Bei hohen Ansprüchen kommt noch eine dritte dazu. Geschliffen wird mit feinem Schleifgitter oder Schleifpapier, von Hand oder mit einem Langhalsschleifer mit Absaugung. Die Absaugung ist wichtig, denn Gipsstaub setzt sich überall fest.
Zum Schluss wird die Fläche entstaubt und vor dem Ausmalen nochmals grundiert, damit die Farbe gleichmäßig aufgenommen wird.
Die Ecke zwischen Decke und Wand
In der Ecke bewegen sich Decke und Wände etwas unterschiedlich, deshalb entstehen dort gern Haarrisse. Die Ecke wird entweder mit einem Bewehrungsstreifen in der Spachtelung behandelt oder nach dem Ausmalen mit elastischem Acryl ausgefugt. Bei Betondecken bewährt sich das Acryl meist besser, weil es kleine Bewegungen mitmacht, die eine starre Spachtelung nicht aushält.
Materialien und Varianten: welche Spachtelmasse für welche Decke
Welche Spachtelmasse passt, hängt vom Untergrund ab, vom Raum und davon, ob maschinell oder von Hand gearbeitet wird.
- Gipsspachtel als Pulver: die übliche Wahl für Wohnräume, gut schleifbar, bindet schnell ab, geeignet für Beton und Putz
- Fertigspachtel aus dem Kübel (pastös, auf Kunststoffbasis): muss nicht angerührt werden, lässt sich dünn auftragen, gut für die Feinschicht und für Gipskarton, trocknet länger und ist für grobes Ausgleichen weniger geeignet
- Kalkspachtel: diffusionsoffen, passend für Altbauten mit Kalkputz und für Gewölbe, die Verarbeitung dauert länger
- Zementäre oder feuchtebeständige Spachtel: für Bäder und Räume mit höherer Feuchtigkeit, in denen Gips leiden würde
- Spritzspachtel für die Maschine: für große Flächen, wird aufgespritzt und dann geglättet, beschleunigt die Arbeit im Neubau
Nach Art der Decke
Betondecke aus Fertigteilen ist meist eben, hat aber Fugen und oft eine glatte Oberfläche, auf der Spachtelmasse schlecht haftet. Entscheidend sind hier die Haftbrücke und die sorgfältige Behandlung der Fugen.
Verputzte Decke im Ziegelbau ist meist weniger eben, hat Wellen und vereinzelte Risse. Sie braucht vor den Feinschichten mehr Ausgleichsarbeit.
Gipskartondecke wird nicht wie Putz gespachtelt. Zuerst werden die Stöße mit Bewehrungsstreifen und die Schraubenköpfe verspachtelt, vollflächig gespachtelt wird nur, wenn Sie eine hochwertige Oberfläche wünschen. In der Praxis spricht man von den Qualitätsstufen Q1 bis Q4, wobei Q4 eine vollflächig gespachtelte Oberfläche bedeutet, die auch scharfem Streiflicht standhält.
Holzbalkendecke oder Dippelbaumdecke mit Putz auf Schilfrohr oder Schalung, typisch für Gründerzeithäuser und alte Bauernhäuser, ist ein eigenes Kapitel. Solche Decken schwingen und arbeiten, Spachtelmasse reißt darauf leicht. Zuerst muss geprüft werden, ob der Putz hält, durch Abklopfen und leichtes Andrücken. Ist eine hohl klingende Stelle groß, reicht Spachteln nicht. Dann braucht es eine Putzreparatur durch den Baumeister oder Stuckateur oder eine abgehängte Gipskartondecke.
Decke spachteln oder Wände spachteln: der Unterschied
Auf NUMIQ finden Sie das Spachteln der Decke und das Spachteln der Wände als getrennte Positionen. Es ist eine andere Arbeit, auch wenn dasselbe Material verwendet wird.
- Arbeit über Kopf: Die Decke wird vom Gerüst aus gespachtelt, mit den Armen über dem Kopf, das ist körperlich anstrengender und dauert pro Quadratmeter länger
- Gerüst: Für Wände reicht oft eine Leiter und der Boden, für die Decke braucht es ein Rollgerüst oder ein stabiles Podest, das laufend versetzt wird
- Schichtdicke: An der Decke werden dünnere Schichten in mehr Durchgängen aufgetragen, grobes Ausgleichen ist hier riskanter
- Licht: Die Decke bekommt scharfes Streiflicht vom Fenster, die Ansprüche an die Glätte sind daher meist höher als an der Wand, vor der später Möbel stehen
- Hindernisse: An der Wand geht man um Steckdosen, Schalter und Laibungen herum, an der Decke um Leuchtenauslässe, Haken und die Ecke rund um den ganzen Raum
- Beanspruchung: Wände werden durch Stöße und Möbel beschädigt, die Decke nicht, hier zählen vor allem Optik und Haftung
- Sauberkeit: Bei der Decke fallen Spachtelmasse und Staub auf den ganzen Boden, das Abdecken muss gründlicher sein
Wann bestellen Sie nur die Decke? Zum Beispiel, wenn die Wände nach neuem Putz in Ordnung sind und nur die Fugen der Betondecke stören, oder wenn die Decke nach der neuen Elektroinstallation neu gemacht wird. Wann nur die Wände? Wenn die Decke eben ist und Ausmalen reicht, die Wände aber nach abgeschlagenen Fliesen oder alten Tapeten beschädigt sind. Wird der ganze Raum gemacht, ist die Reihenfolge meist klar: zuerst die Decke, dann die Wände, weil beim Arbeiten an der Decke alles darunter schmutzig wird.
Die Deckenfläche wird in Quadratmetern gemessen und entspricht im rechteckigen Raum ungefähr der Bodenfläche. Bei den Wänden werden dagegen Fenster und Türen abgezogen.
Aufwand und Dauer: was die Arbeit erleichtert und was sie verlängert
Was den Aufwand bestimmt
Wie aufwendig das Spachteln der Decke ist, hängt stark vom Zustand des Untergrunds ab. Einfacher ist eine ebene Betondecke oder eine neu verputzte Decke ohne alte Farbe, in einem trockenen Raum mit freiem Boden.
Mehr Arbeit machen vor allem:
- Alte Leimfarbe, die abgewaschen werden muss
- Mehrere Schichten alter Farbe, die abblättern
- Große Unebenheiten, Durchhänge und Schlitze von der Elektroinstallation
- Eine rissige Decke, in die vollflächig Gewebe eingebettet werden muss
- Hohe Räume, etwa im Altbau mit über drei Metern Raumhöhe, wo ein höheres Gerüst nötig ist
- Eine bewohnte Wohnung mit Möbeln, die abgedeckt und verschoben werden müssen
- Kalte oder feuchte Räume, in denen die Schichten lange trocknen
- Der Wunsch nach höchster Oberflächenqualität für scharfes Streiflicht
Es hilft, wenn der Raum ausgeräumt ist, die Leuchten abmontiert sind und klar ist, welche Oberfläche Sie erwarten. Der Unterschied zwischen „glatte Decke für normales Ausmalen“ und „Decke ohne jede Welle im Streiflicht“ liegt in der Zahl der Schichten und Schleifgänge, und der ist beträchtlich.
Wie lange es dauert und wie lange es trocknen muss
Ein normales Zimmer schafft ein erfahrener Maler für eine Schicht meist an einem Tag. Die ganze Spachtelung dauert aber länger, weil jede Schicht trocknen muss. Bei einer dünnen Schicht Gipsspachtel wartet man in der Regel etwa 12 bis 24 Stunden, bei dickeren Schichten, in Kälte oder Feuchtigkeit auch länger. Pastöse Fertigspachtel trocknen meist langsamer als Gipsspachtel aus dem Sack.
Rechnen Sie für einen Raum insgesamt mit einigen Tagen von der Vorbereitung bis zur malfertigen Fläche. Vor dem Ausmalen muss die Spachtelung vollständig trocken sein. Das erkennen Sie an einer einheitlich hellen Farbe ohne dunklere Flecken. Beim Trocknen helfen mäßiges Lüften und Heizen. Schädlich sind Durchzug, direkte Sonne durchs Fenster und ein Heizlüfter, der auf die Decke gerichtet ist. Zu schnelles Austrocknen führt zu Rissen und schlechter Haftung.
Typische Fehler und wie sie sich später zeigen
Spachtelung auf nicht tragfähigem Untergrund. Wird auf abblätternde Farbe oder Leimfarbe gespachtelt, hält das nur, bis sich der Untergrund löst. Nach einiger Zeit schält sich die Decke in größeren Stücken ab, oft erst nach dem Ausmalen. Die einzige Reparatur ist, alles bis auf den festen Untergrund zu entfernen.
Grundierung oder Haftbrücke weggelassen. Auf glattem Beton löst sich die Spachtelung nach dem Trocknen, beim Abklopfen klingt sie hohl. Auf stark saugendem Untergrund „verbrennt“ sie dagegen, trocknet zu schnell und wird spröde.
Zu dicke Schicht auf einmal. Wer eine große Unebenheit in einem Durchgang ausgleichen will, bekommt Trocknungsrisse und riskiert, dass sich ein Teil der Spachtelung unter dem eigenen Gewicht löst.
Unbehandelte Fugen der Fertigteildecke. Nach einem Jahr taucht der Riss genau an derselben Stelle wieder auf, gerade wie mit dem Lineal gezogen. Die Deckenelemente bewegen sich bei Temperaturwechseln leicht, normale Spachtelmasse hält das nicht aus. Abhilfe schaffen Bewehrungsstreifen oder Gewebe und elastisches Acryl in der Ecke.
Kontrolle nur bei einem Licht. Die Decke sieht unter der Deckenleuchte gut aus, nach dem Ausmalen zeigen sich im Tageslicht vom Fenster Wellen. Kontrolliert werden muss auch im Streiflicht.
Ausmalen auf feuchter Spachtelung. Die Farbe zieht ungleichmäßig ein, es entstehen Flecken und Farbunterschiede, manchmal blättert sie ab.
Anleitung für Heimwerker: kleinere Decke ausbessern und neu spachteln
Haben Sie einen Raum mit normaler Raumhöhe und eine kleinere Fläche, etwa ein Vorzimmer oder ein kleines Zimmer, können Sie das Spachteln selbst schaffen. Arbeiten Sie von einem stabilen Rollgerüst oder einem standfesten Podest aus, nicht von der Leiter, denn von dort lässt sich die Masse nicht in einem Zug aufziehen. Stiegenhäuser, hohe Altbauräume und alte Holzbalken- oder Dippelbaumdecken überlassen Sie besser dem Professionisten. Die Leuchten muss vorher ein Elektrotechniker abmontieren.
- Raum ausräumen, Boden mit Folie abdecken und Ränder abkleben.
- Mit nassem Schwamm prüfen, ob Leimfarbe an der Decke ist, und sie gegebenenfalls bis auf den Untergrund abwaschen.
- Lose Farbe und losen Putz abkratzen und den Staub entfernen.
- Risse und lose Fugen auskratzen, füllen und mit Bewehrungsstreifen überkleben.
- Die ganze Decke grundieren und nach Herstellerangabe trocknen lassen.
- Tiefere Stellen ausgleichen und trocknen lassen.
- Nur so viel Spachtelmasse anrühren, wie innerhalb der auf der Verpackung angegebenen Verarbeitungszeit verbraucht wird.
- Die erste dünne Schicht in Bahnen vom Fenster in den Raum hinein auftragen.
- Nach dem Trocknen leicht schleifen, entstauben und die zweite dünne Schicht auftragen.
- Die Feinschicht schleifen, die Decke mit einer flach an die Fläche gehaltenen Lampe prüfen und Unebenheiten nacharbeiten.
- Entstauben, für das Ausmalen grundieren und erst nach vollständigem Trocknen ausmalen.
Tragen Sie beim Schleifen eine Atemschutzmaske und eine Schutzbrille. Spachtelstaub reizt Augen und Atemwege, und bei Arbeiten über Kopf fällt er direkt ins Gesicht.
Kontrolle und Abnahme der fertigen Decke
Die fertige Decke wird noch vor dem Ausmalen kontrolliert, denn dann lassen sich Fehler einfach beheben. Ein sehr gutes Hilfsmittel ist eine gewöhnliche Lampe oder eine starke Taschenlampe, die Sie knapp an die Decke halten, sodass sie fast parallel zur Fläche leuchtet. In diesem Licht sehen Sie Wellen, Kellenspuren und ungeschliffene Ränder. Die Ebenheit lässt sich außerdem grob mit einer langen geraden Latte prüfen.
- Die Spachtelung ist vollständig trocken und einheitlich hell ohne dunklere Flecken
- Beim Abklopfen klingt die Decke nirgends hohl
- Die Fläche ist im Streiflicht glatt, ohne deutliche Wellen, Riefen und Werkzeugspuren
- Fugen der Deckenelemente und ursprüngliche Risse sind nicht mehr sichtbar
- Die Ecke zwischen Decke und Wand ist gerade und sauber, mit Streifen behandelt oder für Acryl vorbereitet
- Die Umgebung der Leuchtenauslässe ist sauber beigespachtelt und die Leitungen sind isoliert
- Die Fläche ist entstaubt und grundiert, sofern das vereinbart war
- Boden, Fenster und andere Flächen sind sauber und nicht mit Spachtelmasse verschmutzt
- Sie wissen, welches Material verwendet wurde und ab wann ausgemalt werden kann
Häufige Fragen
Ist die Decke sonst eben und sind die Risse nur vereinzelt, reicht es, sie auszubessern und die Umgebung beizuspachteln. Ausgebesserte Stellen sieht man im Streiflicht aber oft. Bei mehreren Reparaturen an einer Decke lohnt es sich daher meist, die ganze Fläche zu spachteln.
Nur wenn die alte Farbe fest und tragfähig ist und keine Leimfarbe. Eine feste Dispersionsfarbe wird in der Regel angeschliffen und grundiert. Abblätternde oder abwaschbare Farbe muss weg, sonst fällt die Spachtelung nach einiger Zeit samt Farbe herunter.
Dort liegt die Fuge zwischen zwei Deckenelementen, die sich bei Temperaturwechseln leicht bewegt. Wurde die Fuge nur zugespachtelt, kommt der Riss wieder. Abhilfe bringt ein Bewehrungsstreifen oder Gewebe in der Spachtelung und elastisches Acryl in der Ecke.
Erst wenn die Spachtelung vollständig trocken und einheitlich hell ist. Bei dünnen Schichten ist das meist nach ein bis zwei Tagen der Fall, in Kälte und Feuchtigkeit später. Vor dem Ausmalen wird die Fläche entstaubt und grundiert.
Spachteln passt, wenn die Decke fest ist und die Unebenheiten im Bereich weniger Millimeter liegen. Eine abgehängte Decke lohnt sich bei starkem Durchhang, bei alten Holzbalken- oder Dippelbaumdecken mit losem Putz oder wenn Sie Leitungen und Einbauleuchten in der Decke verstecken wollen. Die abgehängte Decke kostet Raumhöhe, die Spachtelung praktisch nicht.
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