Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Entfernen der alten Ölfarbe (Anstrich)

Ölfarbe wurde früher überall dort gestrichen, wo eine Wand abwaschbar sein sollte: in Küchen und Bädern von Altbauwohnungen, etwa in Gründerzeithäusern, in Stiegenhäusern von Wohnhäusern, in Gängen und Schulen, oft als sogenannter Ölsockel bis auf Hüfthöhe. Der Anstrich ist hart und glänzend, und genau deshalb halten moderne Dispersionsfa

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·11 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
8,36 €/ m²
Richtwert-Spanne
6,60 € - 10,90 €
Wohnung 60 m²
1254,00 €
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
Meine Sanierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Malerarbeiten11 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Abkratzen alter Ölfarbem²8,36 €-
Rissbandagierung – Sanierung großer Risselfm-
Acryl-Verfugung der Anschlüsselfm2,80 €-
Grundierung der Wände und Deckem²1,55 €-
Abkratzen alter Leimfarbem²3,72 €-
Lokales Ausbessern von Rissen und FehlstellenStk.5,42 €-
Wände spachtelnm²10,07 €-
Decke spachtelnm²11,62 €-
Venezianischer Stuck - polierte Spachtelungm²-
Setzen von Eckschutzprofilenlfm-
Entfernen alter Tapetenm²5,42 €-
Summe Arbeit
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

Muss die Ölfarbe immer komplett runter?

Nicht immer. Entscheidend ist der Zustand des Anstrichs. Ist die Ölfarbe fest, tragfähig und blättert nirgends ab, reicht es oft, sie gründlich anzuschleifen, zu entfetten und mit einer Haftgrundierung nach Herstellerangabe vorzustreichen. Bricht der Anstrich aber, wirft Blasen, lässt sich mit dem Fingernagel abheben oder liegen mehrere Schichten übereinander, löst sich die neue Farbe früher oder später zusammen mit der alten. Dann muss der Anstrich bis auf den Putz entfernt werden.

Woran erkennen Sie Ölfarbe? Sie glänzt oder schimmert seidig, ist hart, Wasser perlt ab, und beim Klopfen wirkt sie wie eine dünne Schale. Ein einfacher Test: Reiben Sie eine kleine Stelle mit einem Tuch und etwas Spiritus ab. Dispersionsfarbe wird dabei meist weich und schmiert, Ölfarbe bleibt unverändert.

In sehr alten Gebäuden können Anstriche Blei enthalten, etwa als Bleiweiß. Wenn Sie in einem Altbau wohnen und unsicher sind, lassen Sie den Anstrich prüfen und schleifen Sie ihn auf keinen Fall trocken. Geht es um allgemeine Teile des Hauses wie Stiegenhaus oder Gang, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft. Auch wenn nur in der eigenen Wohnung geschliffen wird, ist es fair, die Hausverwaltung und die Nachbarn über die lauten Arbeiten zu informieren.

So wird Ölfarbe entfernt

Welche Methode passt, hängt vom Untergrund (Putz, Beton, Gipskarton aus dem Trockenbau), von der Zahl der Schichten und von der Größe der Fläche ab. In der Praxis werden die Verfahren oft kombiniert.

Von Hand abkratzen

Dafür nimmt man Farbschaber, Stahlspachtel und Drahtbürste. Das eignet sich für kleinere Flächen und für Stellen, an denen die Farbe ohnehin schon abplatzt. Sie haben gute Kontrolle und beschädigen den Putz bei vorsichtiger Arbeit kaum. Auf großen Wänden ist es allerdings mühsam und langwierig. Heute nutzt man es vor allem für Details an Türstöcken, in Ecken und hinter Heizkörpern.

Maschinell schleifen

Mit einem Exzenter- oder Schwingschleifer und grobem Schleifpapier, bei großen Flächen auch mit einem Langhalsschleifer. Das geht schnell und raut die Oberfläche gleichzeitig an, damit die nächste Schicht gut haftet. Gut funktioniert es auf ebenem, festem Untergrund. Dabei entsteht viel feiner Staub, deshalb gehören eine Absaugung und eine Atemschutzmaske immer dazu. Wer zu fest drückt, schleift weicheren Putz schnell durch.

Chemischer Abbeizer

Ein Gel oder flüssiges Abbeizmittel wird mit dem Pinsel aufgetragen, wirkt nach Herstellerangabe ein (meist etwa eine Viertelstunde bis eine Stunde), und die aufgeweichte Farbe wird dann mit dem Schaber abgezogen. Das hilft bei dicken, fest haftenden Schichten, an denen man sonst tagelang kratzen würde. Nötig sind gute Lüftung, Handschuhe, Schutzbrille und ein gründliches Abwaschen der Reste. Die abgezogene Farbe samt Abbeizer gehört nicht in den Restmüll, sondern zur Problemstoffsammelstelle oder ins Altstoffsammelzentrum Ihrer Gemeinde.

Kombination

Bei mehreren Schichten wird die Farbe häufig erst mit Abbeizer gelöst, dann abgeschabt und zum Schluss nachgeschliffen. So entsteht ein sauberer, leicht rauer Untergrund für die nächsten Arbeitsschritte.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Wie aufwendig die Arbeit wird, hängt vor allem von diesen Punkten ab:

  • Zahl der Schichten: Jede weitere Schicht bedeutet eine weitere Runde Schaben oder Abbeizen
  • Haftung des Anstrichs: Farbe, die von selbst abblättert, geht schnell ab, harte und fest haftende wehrt sich
  • Form der Fläche: Eine glatte Wand geht zügig, ein kleines Bad mit Rohren, Ecken und Türstöcken kostet deutlich mehr Zeit
  • Zustand des Putzes: Bröselt er unter der Farbe, kommen Spachteln oder Ausgleichen hinzu
  • Gewählte Methode: Abbeizer braucht mehr Material und Schutz, Schleifen dagegen Maschinen und Absaugung
  • Abdecken und Aufräumen: In einer bewohnten, möblierten Wohnung ist die Vorbereitung aufwendiger als in einem leeren Raum

Anleitung für Heimwerker: Ölfarbe von der Wand entfernen

Eine kleinere Fläche schaffen Sie mit Geduld und Schutzausrüstung auch selbst. Bei Verdacht auf Blei oder bei großen Flächen ist es sinnvoller, einen Malermeister oder Malerbetrieb zu beauftragen. Wenn Steckdosen oder Schalter nicht nur abgedeckt, sondern abgeklemmt oder versetzt werden müssen, gehört das in die Hände eines konzessionierten Elektrotechnikers.

  1. Möbel ausräumen oder abdecken, Boden mit Folie auslegen und Ränder abkleben.
  2. Sicherung für Steckdosen und Schalter an der Wand ausschalten, Abdeckungen abschrauben und Öffnungen abkleben.
  3. Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutzmaske anziehen.
  4. An einer Probestelle testen, wie sich die Farbe unter dem Schaber und mit Abbeizer verhält.
  5. Lose Stellen mit dem Schaber in flachem Winkel abstoßen, damit der Putz heil bleibt.
  6. Feste Schichten mit Abbeizer einstreichen, nach Anleitung einwirken lassen und die weiche Farbe abziehen.
  7. Reste mit abgesaugtem Schleifgerät nachschleifen, Ecken und Details von Hand bearbeiten.
  8. Wand mit Wasser und Entfetter abwaschen und Abbeizerreste vollständig entfernen.
  9. Wand gründlich trocknen lassen, meist mindestens einen Tag.
  10. Tiefengrund auftragen, nach dem Trocknen Risse und Löcher zuspachteln.
  11. Spachtelstellen mit feinem Papier (Körnung etwa 120 bis 180) schleifen, Wand absaugen und feucht abwischen.

Danach können Sie eine weiße Grundierung und anschließend die Endfarbe streichen, meist in zwei Schichten. In Küche und Vorraum passt eine scheuerbeständige Wandfarbe, in normalen Wohnräumen eine übliche Dispersionsfarbe.

Typische Fehler

  • Streichen auf nicht entfetteten, glänzenden Anstrich. Die neue Farbe sieht ein paar Wochen gut aus und löst sich dann in Bahnen ab.
  • Nicht abgewaschene Abbeizerreste. Sie können Flecken, Farbveränderungen oder schlechte Haftung der nächsten Schichten verursachen.
  • Schleifen ohne Absaugung. Der Staub verteilt sich in der ganzen Wohnung und ist ungesund, bei alten Anstrichen umso mehr.
  • Grundierung weggelassen. Blanker Putz und Spachtelstellen saugen anders als der Rest, nach dem Streichen sieht man Flecken.
  • Unnötige Eile. Wer auf eine feuchte Wand streicht oder die Einwirkzeit verkürzt, zahlt das später mit Ausbesserungen.
  • Stehen gelassene Farbinseln. Kanten zwischen altem Anstrich und blankem Putz zeichnen sich durch die neue Farbe ab, wenn sie nicht beigespachtelt werden.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Gehen Sie die Wand vor dem Streichen bei Streiflicht ab, zum Beispiel mit einer Taschenlampe, die Sie flach an die Wand halten. Prüfen Sie:

  • Alter Anstrich auf der gesamten vereinbarten Fläche entfernt, auch in Ecken und hinter Heizkörpern
  • Oberfläche matt und leicht rau, ohne glänzende Stellen
  • Putz fest, er bröselt nicht, wenn Sie mit der Hand darüberstreichen
  • Wand abgewaschen, ohne Fett und ohne Abbeizerreste
  • Wand trocken, sowohl beim Anfassen als auch optisch ohne dunkle Feuchteflecken
  • Jeder Riss und jedes Loch zugespachtelt und geschliffen
  • Übergang zwischen Spachtel und Putz im Streiflicht unauffällig
  • Raum nach der Arbeit aufgeräumt, Abdeckung entfernt oder für den Anstrich vorbereitet

Häufige Fragen

Davon ist abzuraten. Auf glattem Ölanstrich haftet Dispersionsfarbe schlecht und blättert mit der Zeit ab. Ein fester Ölanstrich sollte mindestens angeschliffen, entfettet und mit Haftgrund vorgestrichen werden, ein loser Anstrich muss runter.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.