Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | ||||
| Grundierung der Wände und Decke | m² | 1,55 € | - | |
| Abkratzen alter Ölfarbe | m² | 8,36 € | - | |
| Rissbandagierung – Sanierung großer Risse | lfm | - | ||
| Acryl-Verfugung der Anschlüsse | lfm | 2,80 € | - | |
| Abkratzen alter Leimfarbe | m² | 3,72 € | - | |
| Lokales Ausbessern von Rissen und Fehlstellen | Stk. | 5,42 € | - | |
| Wände spachteln | m² | 10,07 € | - | |
| Decke spachteln | m² | 11,62 € | - | |
| Venezianischer Stuck - polierte Spachtelung | m² | - | ||
| Setzen von Eckschutzprofilen | lfm | - | ||
| Entfernen alter Tapeten | m² | 5,42 € | - | |
Wozu Tiefgrund dient und wann Sie ihn nicht weglassen sollten
Warum sieht ein Anstrich ohne Grundierung oft fleckig aus? Putz, Spachtelmasse und Gipskarton nehmen Wasser unterschiedlich auf. An einer Stelle zieht die Farbe stärker ein, an einer anderen weniger. Das ergibt Unterschiede in Farbton und Glanz. Tiefgrund gleicht das aus, die Farbe trocknet gleichmäßig, und Sie brauchen weniger davon.
Die zweite Aufgabe ist das Festigen. Alte Kalkputze im Altbau oder Wände, von denen die Farbe abgekratzt wurde, sanden und stauben oft. Tiefgrund verklebt diese feinen Teilchen, damit die neue Schicht auf festem Grund hält und nicht abblättert. Eine Ausnahme kennt man aus vielen Altbauwohnungen, etwa in Gründerzeithäusern: Alte Leimfarbe am Plafond macht auch Tiefgrund nicht tragfähig. Sie muss vorher abgewaschen werden.
Sinnvoll ist Tiefgrund vor allem:
- Auf neuem Putz, Gipskarton, Beton und Porenbeton
- Nach dem Abkratzen alter Farbe oder dem Abschleifen der Wand
- Auf Stellen, die mit Spachtel oder Gips ausgebessert wurden
- Vor Spachtelarbeiten, Tapezieren, Dekorputz und Fliesenarbeiten
Wand oder Decke: wo der Unterschied liegt
Das Prinzip ist gleich. Die Decke macht aber mehr Arbeit. Sie arbeiten über Kopf, der Anstrich tropft, und Sie sehen schlecht, ob irgendwo eine Stelle fehlt. Decken Sie Boden und Möbel gründlich ab, schützen Sie Ihre Augen und stellen Sie sich eine stabile Leiter oder ein niedriges Rollgerüst hin. An Decken tauchen außerdem öfter Wasserflecken nach einem Schaden auf, etwa von der Wohnung darüber. Die deckt normaler Tiefgrund nicht ab.
An der Wand ist vor allem auf Fensterlaibungen, Türstöcke und Ecken zu achten. Dort wird gern zu wenig aufgetragen. Soll später verfliest werden, etwa im Bad, ist der Tiefgrund nur die Vorbereitung für Kleber oder Abdichtung, keine Abdichtung selbst.
Welche Grundierung wann passt
Tiefgrund
Der gängigste Typ, meist auf Acrylatbasis. Er passt auf Putz, Beton, Gipskarton und Porenbeton, festigt saugende und staubige Flächen und wird vor dem Streichen, Spachteln und Tapezieren eingesetzt.
Grundierung für Gipskarton
Der Karton saugt anders als die gespachtelten Fugen. Eine passende Grundierung gleicht beides an, damit sich die Fugen nicht durch die Farbe abzeichnen.
Haftbrücke
Auf glatten, nicht saugenden Flächen wie alten Fliesen oder sehr glattem Beton hat Tiefgrund nichts, wo er einziehen kann. Hier nimmt man eine Haftbrücke, oft mit feinem Quarzsand, auf der Kleber oder Spachtelmasse gut haftet.
Isoliergrund gegen Flecken
Wasserränder, Nikotin, Ruß oder Fett schlagen sonst durch die neue Farbe durch. Dafür gibt es einen Isolier- oder Sperrgrund. Normaler Tiefgrund hilft hier nicht.
Universalgrund
Ein Kompromiss für gemischte Untergründe. Manche Produkte eignen sich auch für außen oder enthalten Zusätze gegen Schimmel. Wichtig: Grundierung ist keine Abdichtung. In der Dusche oder rund um die Wanne gehört unter die Fliesen eine Abdichtung. Ein Schimmelzusatz löst auch nicht die Ursache, wenn Feuchtigkeit oder eine Wärmebrücke dahintersteckt.
Anleitung für Heimwerker: Tiefgrund auf Wände und Decke auftragen
Das schaffen Sie gut selbst, wenn Sie eine sichere Leiter und etwas Geduld haben. Entscheidend sind ein sauberer Untergrund und die Angaben im technischen Merkblatt des Herstellers.
- Boden, Möbel, Fenster, Lichtschalter und Steckdosen abdecken, Ränder abkleben.
- Lose Farbe, bröckelnden Putz und Fett entfernen, alte Leimfarbe abwaschen, Spachtelstellen ganz durchtrocknen lassen.
- Staub von der Fläche abbürsten oder absaugen.
- Prüfen, ob der Untergrund trocken ist und die Raumtemperatur im Bereich des Herstellers liegt, meist über +5 °C.
- Tiefgrund aufrühren und nur verdünnen, wenn das Merkblatt es vorsieht.
- Ecken, Kanten und den Bereich um Türstöcke mit dem Pinsel vorstreichen.
- Die Fläche mit der Rolle gleichmäßig und dünn einlassen, an der Decke vom Fenster aus in den Raum arbeiten.
- Trocknen lassen, meist einige Stunden je nach Temperatur und Luftfeuchte, dabei mäßig lüften ohne Durchzug.
- Bei stark saugendem Untergrund einen zweiten Auftrag machen und erst dann weiterarbeiten.
- Werkzeug sofort mit Wasser auswaschen.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Am schnellsten geht es bei großen, glatten Flächen in einem leeren Raum mit festem, sauberem Untergrund. Länger dauert es in kleinen, verwinkelten Räumen wie Bad, Vorzimmer oder Nischen, bei vielen Ecken und Laibungen, bei hohen Altbaudecken, für die ein Gerüst nötig ist, und in möblierten Räumen, in denen viel abgedeckt werden muss. Mehr Zeit kostet auch ein Untergrund, der erst abgekratzt, abgewaschen oder ausgebessert werden muss, sowie stark saugender neuer Putz oder Porenbeton, der oft zwei Aufträge braucht. Haftbrücke oder Isoliergrund sind jeweils ein zusätzlicher Arbeitsschritt. Schauen Sie beim Kostenvoranschlag vom Maler und Anstreicher nach, ob das Grundieren im Ausmalen enthalten ist oder getrennt verrechnet wird.
Typische Fehler
- Grundieren auf feuchtem oder staubigem Untergrund. Der Anstrich zieht nicht ein, sondern verklebt nur den Staub an der Oberfläche
- Zu dicker Auftrag. Es entsteht ein glänzender, glatter Film, auf dem Farbe und Kleber schlecht halten. Tiefgrund wird gestrichen, nicht geschüttet
- Falsche Verdünnung. Zu dick zieht er nicht ein, zu dünn festigt er nicht. Halten Sie sich an das Merkblatt
- Gipskarton oder Ausbesserungen ausgelassen. Die Spachtelfugen scheinen später durch den Anstrich
- Tiefgrund auf nicht saugendem Untergrund. Auf Fliesen oder Glasuren gehört eine Haftbrücke
- Zu früh oder zu spät weitergearbeitet. Farbe auf nassem Tiefgrund haftet schlechter, und wer zu lange wartet, hat wieder Staub auf der Fläche
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Ein einfacher Test: Fahren Sie mit der Hand über die Wand und geben Sie ein paar Tropfen Wasser darauf. Auf gut grundierter Fläche bleibt das Wasser kurz stehen und zieht nicht sofort ein.
- Die Fläche ist leicht matt, ohne glänzende Flecken und Läufer
- Beim Darüberstreichen staubt oder sandet nichts
- Ecken, Kanten, Laibungen und Türstöcke sind mitgestrichen
- Ausbesserungen und Gipskartonfugen sind zusammen mit der Fläche grundiert
- An der Decke sind keine Fehlstellen im Streiflicht zu sehen
- Die Umgebung ist sauber, die Abdeckung entfernt und das Werkzeug gereinigt
Häufige Fragen
Ist der alte Anstrich fest, kreidet nicht und kommt die gleiche Farbart darauf, ist Tiefgrund oft nicht nötig. Färbt die Wand beim Darüberwischen ab, wurde abgekratzt oder ausgebessert, lohnt er sich.
Meist einige Stunden, die genaue Zeit steht beim Hersteller. Bei Kälte und hoher Luftfeuchte dauert es länger. Streichen Sie erst, wenn sich die Fläche ganz trocken anfühlt.
Nicht wirklich. Verdünnte Farbe gleicht das Saugen etwas an, festigt den Untergrund aber nicht. Auf staubigem oder altem Putz sollten Sie sie nicht als Ersatz nehmen.
Nein. Leimfarbe bleibt wasserlöslich und trägt keine neue Farbe. Sie muss abgewaschen werden, erst danach wird grundiert. In Altbauwohnungen findet man sie häufig noch an den Decken.
Ja. Karton und Spachtelfugen saugen unterschiedlich. Ohne Grundierung zeichnen sich die Fugen an der Decke im Streiflicht meist ab.
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