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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Türen und Zargen | ||||
| Montage Umfassungszarge + Türeinhängen | Stk. | 64,30 € | - | |
| Montage von Innentüren | Stk. | 58,46 € | - | |
| Montage Schiebetür-Kassette (Eclisse) | Stk. | - | ||
| Montage Schiebetür in der Kassette | Stk. | - | ||
So läuft der Einbau Schritt für Schritt
Ob die Tür später gut läuft, entscheidet sich schon beim Messen. Breite und Höhe der Öffnung misst man an mindestens drei Stellen, die Wandstärke oben und unten. Türmaße sind in Österreich genormt, trotzdem weichen gerade ältere Öffnungen im Altbau oft davon ab. Am wichtigsten ist die Höhe des fertigen Fußbodens. Die Zarge steht auf dem fertigen Belag, nicht auf dem Estrich. Liegt der Boden noch nicht, müssen Sie genau wissen, wie dick er wird.
Der Einbau selbst läuft meist in diesen Schritten ab:
- Öffnung prüfen: Staub entfernen, Kanten auf Festigkeit prüfen, Wände auf Lot und Boden auf Ebenheit kontrollieren
- Zarge zusammenbauen: auf einer weichen Unterlage nach Herstelleranleitung, die Ecken müssen rechtwinklig und ohne Spalt sein
- Einsetzen und ausrichten: Zarge in die Öffnung stellen und mit Keilen und Wasserwaage lotrecht und waagrecht ausrichten
- Spreizen und schäumen: Zargenspreizen einsetzen, damit sich der Rahmen nicht verengt, dann die Fuge zwischen Zarge und Wand ausschäumen
- Aushärten und fertigstellen: nach dem Aushärten Keile entfernen, überstehenden Schaum abschneiden und die zweite Bekleidung oder die Zierleisten aufsetzen
Die Keile gehören vor allem an die Bänder und an die Stelle des Schlosses, weil dort die größte Last wirkt. Der Schaum soll die Zarge nur halten und abdichten, er darf sie nicht ausrichten. Die richtige Lage stellt man deshalb mechanisch ein, bevor geschäumt wird.
Tür aufhängen und Bänder einstellen
Sitzt die Zarge fest, kommt das Türblatt in die Bänder. Übliche Bänder an Innentüren lassen sich in der Höhe und seitlich verstellen, manche Modelle auch im Anpressdruck. Das Türblatt wird in kleinen Schritten eingestellt, nach jeder Änderung prüft man die Fuge rundum. Sie liegt laut Hersteller meist bei etwa 2 bis 4 mm und sollte überall gleich breit sein.
Danach wird geprüft:
- Ob sich die Tür ohne Reiben gleichmäßig öffnen und schließen lässt
- Ob die Falle sauber ins Schließblech fällt
- Ob Türschnalle und Beschlag fest sitzen
- Ob das Türblatt nirgends am Boden oder an der Zarge streift
- Ob die Dichtung rundum anliegt
Warum bleibt eine Tür manchmal nicht stehen, sondern geht von selbst auf oder zu? Fast immer steht dann die Zarge nicht genau im Lot. Die Bänder können das ein wenig ausgleichen, den eigentlichen Fehler behebt aber nur eine richtig ausgerichtete Zarge.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Am einfachsten ist ein Neubau mit geraden Wänden, fertigem Boden und einer Öffnung, die genau zur Zarge passt. Dann geht der Einbau zügig und ohne Anpassungen.
Mehr Zeit und Aufwand kosten zum Beispiel:
- Ausbau einer alten Stahlzarge und Ausbessern der beschädigten Kanten
- Schiefes oder bröckeliges Mauerwerk im Altbau, etwa im Gründerzeithaus
- Eine Wandstärke außerhalb des Verstellbereichs der Zarge
- Ein unebener Boden oder ein Bodenbelag, der erst später erneuert wird
- Eine Trockenbauwand ohne verstärkte Türöffnung, also ohne stabile Aussteifungsprofile
- Ein schweres Türblatt, verdeckt liegende Bänder oder Sondermaße
Muss die Öffnung in einer tragenden Wand vergrößert oder neu hergestellt werden, ist das keine Tischlerarbeit mehr, sondern ein Eingriff in die Tragkonstruktion. Dafür braucht es einen Statiker, und die Arbeit gehört in die Hände eines Baumeisters.
Fehler, die beim Einbau immer wieder passieren
In der Praxis zeigt sich: Die meisten Probleme mit Innentüren liegen nicht am Produkt, sondern am Einbau. Typisch sind diese Fehler:
- Ungenau gemessen: Die Öffnung ist zu breit oder zu schmal, die Fuge wird mit zu viel Schaum gefüllt und die Zarge verzieht sich
- Boden vergessen: Die Zarge steht auf dem Estrich, und nach dem Verlegen von Fliesen oder Laminat schleift das Türblatt
- Zu viel Schaum: Beim Aufquellen drückt der Schaum die Zarge nach innen, deshalb nimmt man Zargenschaum mit geringer Ausdehnung und setzt Spreizen ein
- Zu früh belastet: Die Tür wird eingehängt und benutzt, bevor der Schaum ausgehärtet ist
- Einbau in einen feuchten Bau: Holz und Holzwerkstoffe nehmen Feuchtigkeit aus frischem Putz und Estrich auf und verformen sich später
Für Zargen sollten alle nassen Arbeiten abgeschlossen sein, die Raumtemperatur sollte stabil sein und die relative Luftfeuchte ungefähr zwischen 40 und 60 Prozent liegen.
Anleitung für Heimwerker: Umfassungszarge einbauen
Ein geübter Heimwerker schafft den Einbau einer Umfassungszarge auch selbst. Sie brauchen dafür eine genaue Wasserwaage, eine Schaumpistole und Geduld. Eine zweite Person, die den Rahmen hält, erleichtert die Arbeit deutlich. Beim Ausbau alter Stahlzargen oder bei jedem Eingriff in eine tragende Wand überlassen Sie die Arbeit besser einem Tischler oder Fachbetrieb.
- Öffnung in Breite und Höhe an drei Stellen messen und die Wandstärke prüfen.
- Höhe des fertigen Fußbodens ermitteln und danach die Unterkante der Zarge festlegen.
- Zarge auspacken, Teile prüfen und einige Tage im Raum akklimatisieren lassen.
- Zarge auf einer Decke oder einem Karton genau nach Herstelleranleitung zusammenbauen.
- Zarge in die Öffnung stellen und mit Keilen an Bändern, Schloss und Ecken sichern.
- Beide Seitenteile mit der Wasserwaage ins Lot bringen, das Kopfstück waagrecht ausrichten und die Diagonalen prüfen.
- Spreizen einsetzen, in der Regel drei über die Höhe und eine unter dem Kopfstück.
- Oberfläche der Zarge mit Klebeband abdecken, damit kein Schaum daran haftet.
- Fuge abschnittsweise und sparsam ausschäumen, nur etwa bis zu einem Drittel der Tiefe.
- Schaum nach Herstellerangabe aushärten lassen und die Zarge in dieser Zeit nicht belasten.
- Spreizen und Keile entfernen, überstehenden Schaum abschneiden.
- Zweite Bekleidung oder Zierleisten aufsetzen.
- Türblatt in die Bänder hängen und die Fugen rundum schrittweise einstellen.
- Schloss, Türschnalle und Lauf der Tür testen und die Bänder bei Bedarf nachjustieren.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Bei der Übernahme lohnen sich ein paar Minuten Kontrolle, solange der Professionist noch vor Ort ist:
- Seitenteile stehen im Lot, das Kopfstück ist waagrecht, geprüft mit der Wasserwaage
- Die Fuge zwischen Türblatt und Zarge ist rundum gleich breit
- Die Tür bleibt in jeder Stellung stehen und bewegt sich nicht von selbst
- Das Türblatt streift nirgends am Boden oder am Rahmen
- Die Falle fällt ohne Andrücken ins Schließblech
- Die Dichtung liegt rundum an
- Bekleidungen und Leisten liegen dicht an der Wand, ohne sichtbaren Schaum
- Zargenoberfläche, Putz und Boden sind unbeschädigt
Häufige Fragen
Bei vorbereiteter Öffnung meist einige Stunden pro Tür. Den größten Teil der Zeit brauchen das Ausrichten und das Aushärten des Schaums. Bei mehreren Türen in einer Wohnung läuft die Arbeit flüssiger, die Wartezeiten bleiben aber.
Ja, das ist üblich. Vorher sollten Sie prüfen, ob der Putz hält, die Kanten fest sind und die Wand keine Hohlstellen oder Risse hat. Nach dem Ausbau einer alten Stahlzarge muss die Öffnung oft erst ausgebessert werden, bevor die neue Zarge hineinkommt.
Das geht, aber nur, wenn die Höhe des künftigen Bodens genau feststeht. Sicherer ist der Einbau auf den fertigen Boden. Sonst schleift die Tür später oder es bleibt ein zu großer Spalt unter dem Türblatt.
Ja. Eine gefüllte Fuge rund um die Zarge und ein Türblatt, das rundum an der Dichtung anliegt, lassen weniger Schall durch. Wunder sollten Sie aber nicht erwarten, denn auch der Aufbau des Türblatts selbst spielt eine große Rolle.
Meist ja. Verstellbare Bänder erlauben eine feine Korrektur von Höhe und seitlicher Lage. Steht aber die Zarge schief, helfen die Bänder allein nicht, dann muss die Zarge korrigiert werden.
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