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Einbau des Handlaufs für das Holzgeländer

Am Handlauf halten Sie sich auf der Stiege tatsächlich fest. Beim Einbau wird ein Holzprofil entweder mit Haltern an der Wand befestigt oder oben auf ein vorhandenes Geländer gesetzt. Das braucht man bei einer neuen Stiege, bei einer Sanierung oder wenn der alte Handlauf reißt oder wackelt. Oft kommt der Wunsch auch auf, wenn ein kleines

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·4 Positionen im Preisverzeichnis
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Tischlerarbeiten4 Positionen

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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Treppen und Geländer
Montage Holzhandlauf am Geländerlfm19,00 €-
Montage TreppenstufenStk.64,30 €-
Montage Treppenstufen mit SetzstufeStk.-
Treppenstufen schleifen + 3× lackierenStk.-
Summe Arbeit
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So läuft die Montage ab

Beim Handlauf kommt es vor allem auf genaues Aufmaß und eine gute Befestigung an. Das eigentliche Anschrauben des Profils geht schnell.

Aufmaß und Anreißen der Linie

Zuerst klärt der Tischler, woraus die Wand besteht: Vollziegel, Beton, Hochlochziegel, Porenbeton oder Trockenbau. Danach richtet sich die Wahl der Dübel. Dann reißt er die Linie des Handlaufs an. Der Handlauf folgt der Steigung der Stiege, deshalb misst man die Höhe senkrecht ab der Vorderkante der Stufe und nicht vom Boden. In Wohnungen und Einfamilienhäusern sitzt der Handlauf meist etwa 90 bis 100 cm hoch. Orientierung geben die ÖNORM B 5371 für Treppen, Geländer und Brüstungen, die OIB-Richtlinie 4 und gegebenenfalls die Planung der Stiege.

Bohren und Befestigen

In Vollziegel und Beton halten gute Dübel zuverlässig. In Hochlochziegeln oder älterem Mauerwerk, wie man es im Altbau oft findet, ist ein Injektionsanker meist die bessere Wahl. Bei einer Trockenbauwand muss die Schraube ein tragendes Ständerprofil oder eine vorher eingebaute Holzverstärkung treffen. Die Gipskartonplatte allein hält keinen Handlauf.

Halter und Handlauf setzen

Die Halter sitzen meist in Abständen von etwa 80 bis 120 cm, bei schweren Profilen lieber etwas enger. Am Anfang und am Ende braucht der Handlauf immer einen festen Punkt. Er wird von unten an die Halter geschraubt, damit man die Schrauben weder sieht noch unter der Hand spürt. Zum Schluss werden die Enden bearbeitet, die Kanten geschliffen und die Oberfläche fertiggestellt.

Sitzt der Handlauf auf einem Geländer, wird er an den Stehern oder am oberen Gurt befestigt. An Knicken und Podesten verbindet man die Teile mit Dübeln, Handlaufverbindern oder gebogenen Stücken, damit die Fuge unter der Handfläche nicht zu spüren ist.

Holzart und Oberfläche: was wann passt

Für Handläufe nimmt man meist Buche, Eiche oder Esche. Wichtig sind Härte und gute Trocknung. Feuchtes Holz verzieht sich nach dem Einbau und bekommt Risse.

  • Buche ist fest, hat eine feine, gleichmäßige Maserung und lässt sich gut beizen, sie passt deshalb in die meisten Räume
  • Eiche ist härter und formstabil, hat eine kräftige Maserung und steckt den täglichen Gebrauch gut weg
  • Esche ist hell und elastisch und harmoniert gut mit Metallhaltern und schlichten, modernen Räumen

Bei der Oberfläche wählen Sie zwischen Lack und Öl. Lack bildet eine harte Schicht, ist abriebfest und leicht abzuwischen. Ist er aber einmal beschädigt, lässt er sich schwerer ausbessern. Öl betont die Maserung und fühlt sich wärmer an. Eine abgegriffene Stelle schleift man einfach örtlich an und ölt sie nach. Dafür muss Öl von Zeit zu Zeit aufgefrischt werden, wie der Hersteller es angibt. Für viel genutzte Stiegen eignet sich ein harter Lack oder ein Öl, das für stark beanspruchte Flächen gedacht ist.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist eine gerade, einläufige Stiege an einer massiven Ziegel- oder Betonwand. Mehr Aufwand entsteht bei:

  • Wendel- oder gewinkelten Stiegen, bei denen der Handlauf gebogen oder in Winkeln verbunden werden muss
  • Schwachem oder hohlem Untergrund, der Injektionsanker oder zusätzliche Verstärkungen braucht
  • Schiefen Wänden, an denen die Halter unterfüttert werden müssen, damit der Handlauf in einer Linie läuft
  • Handläufen über mehrere Stockwerke oder Podeste mit durchgehendem Verlauf
  • Sonderprofilen nach Maß und Oberflächen, die erst vor Ort fertig behandelt werden
  • Abbau des alten Handlaufs und Verschließen der alten Bohrlöcher

Im Mehrparteienhaus gilt noch etwas: Gehört die Stiege zum gemeinsamen Stiegenhaus, sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft. Als Mieter fragen Sie den Vermieter. Kündigen Sie lautes Bohren außerdem rechtzeitig bei der Hausverwaltung oder den Nachbarn an.

Typische Fehler bei der Montage

  • Halter nur im Putz: Der Halter sitzt nur im Putz oder in der Gipskartonplatte ohne Profil und gibt bei der ersten kräftigen Belastung nach
  • Falsche Höhe: Bei einem zu niedrigen Handlauf muss man sich vorbeugen, bei einem zu hohen fehlt der natürliche Halt, was beim Hinuntergehen am meisten stört
  • Zu wenige Halter: Der Handlauf biegt sich zwischen ihnen durch und die Verbindungen lockern sich
  • Zu wenig Platz für die Hand: Sitzt der Handlauf zu dicht an der Wand, schürfen sich beim Greifen die Finger auf, deshalb bleibt mindestens etwa fünf Zentimeter Luft
  • Nicht akklimatisiertes Holz: Ein Handlauf direkt aus dem kalten Lager arbeitet nach dem Einbau im warmen Raum, er sollte deshalb einige Tage im Raum liegen
  • Scharfe Enden: Ein gerade abgeschnittenes Ende bleibt am Ärmel oder am Taschengurt hängen, deshalb rundet man die Enden ab oder führt sie zur Wand

Anleitung für Heimwerker: Handlauf an der Wand

Einen Handlauf an einer geraden, massiven Wand bei einer normalen Stiege schaffen Sie auch selbst, wenn Sie Bohrmaschine, Wasserwaage und etwas Geduld mitbringen. Ist der Untergrund unsicher, die Stiege gewendelt oder gehört der Handlauf zu einem tragenden Geländer, überlassen Sie die Arbeit dem Tischler. In der Wand können Stromleitungen und Rohre liegen, prüfen Sie deshalb vor dem Bohren jede Stelle mit einem Leitungssucher. Wird dabei eine Leitung beschädigt, gehört die Reparatur in die Hände eines konzessionierten Elektrotechnikers.

  1. Handlauf einige Tage in dem Raum lagern, in dem er montiert wird.
  2. Senkrechte Höhe ab der Kante der ersten und der letzten Stufe messen und beide Punkte an der Wand markieren.
  3. Markierungen mit Laser oder Richtlatte und Wasserwaage zu einer geraden Linie verbinden.
  4. Position der Halter einteilen, den ersten und letzten kurz vor dem Ende des Handlaufs setzen.
  5. Bohrstellen mit dem Leitungssucher auf Kabel und Rohre prüfen.
  6. Löcher mit einem passenden Bohrer für das Wandmaterial bohren und vom Staub befreien.
  7. Dübel oder Anker setzen und Halter befestigen, noch nicht ganz festziehen.
  8. Handlauf anlegen, Linie und Höhe an jeder Stufe prüfen, dann Halter festziehen.
  9. Handlauf von unten mit Schrauben passender Länge an die Halter schrauben, damit sie oben nicht durchkommen.
  10. Enden abrunden oder mit Kappen versehen und Schnittflächen mit derselben Oberfläche behandeln.
  11. Mit dem Gewicht eines Erwachsenen seitlich und von oben gegen den Handlauf drücken und prüfen, dass sich nichts bewegt.

So prüfen Sie den fertigen Handlauf

  • Der Handlauf bewegt sich bei kräftigem Druck weder seitlich noch nach unten, die Halter knarren nicht
  • Die Höhe ist auf der ganzen Länge gleich, gemessen ab der Stufenkante
  • Der Handlauf beginnt an der ersten und endet an der letzten Stufe, nicht mitten im Lauf
  • Zwischen Handlauf und Wand ist genug Platz, um ihn bequem zu umgreifen
  • Unter der Hand sind keine Schrauben, Fugen oder scharfen Kanten zu spüren
  • Die Enden sind abgerundet oder zur Wand geführt, nichts bleibt daran hängen
  • Die Oberfläche ist gleichmäßig, ohne Lacknasen und ungeschliffene Stellen
  • Rund um die Halter ist alles sauber, ohne ausgebrochenen Putz und alte Löcher

Häufige Fragen

Ja, aber nur am tragenden Metallprofil oder an Holzverstärkungen, die beim Bau der Wand eingesetzt wurden. Fehlen sie, gibt es Hohlraumdübel, deren Tragfähigkeit Sie aber in den Herstellerangaben prüfen sollten. Die Gipskartonplatte allein hält einen Handlauf nicht sicher.

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