Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Tischlerarbeiten bei der Renovierung: Preise pro Stück 2026 und Ablauf

Tischlerarbeiten 2026 im Überblick: Vergleichen Sie die Montage von Türen, Türstöcken, Stiegen und Leisten. Sie erfahren, worauf es beim genauen Einbau ankommt, und berechnen den Arbeitspreis mit der aktuellen Preisliste.

Aktualisiert 09/2026·15 Min. Lesezeit·26 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
58,46 €/ Stk.
Richtwert-Spanne
46,70 € - 76,00 €
Der angegebene Satz gilt für die Arbeitsleistung beim Einbau eines Türblatts in den vorhandenen Türstock. Material für Türen, Türstöcke, Leisten sowie Zuschnitte werden gesondert verrechnet.
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Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Eine Innentür in den vorhandenen Türstock einzubauen kostet laut aktueller Preisliste 58,46 € pro Stück Arbeitsleistung. Für eine Futterzarge samt Einhängen der Tür rechnen Sie mit 64,30 € pro Stück, für Sockelleisten mit 5,85 € pro Laufmeter. Der Endpreis hängt vor allem davon ab, in welchem Zustand die Öffnung ist und wie eben sie ist, wie viele Türen auf einmal anstehen und wie gut sich die Arbeit mit Bodenleger und Maler abstimmen lässt. Das Material für Türen, Türstöcke und Leisten wird extra verrechnet.

Leistungsarten und ihre Preise

58,46 €
pro Stk.
Tausch des Türblatts

Einsetzen eines neuen Türblatts in den vorhandenen, erhaltenen Türstock. Erfordert ein genaues Aufmaß der Öffnung und das Einstellen von Bändern und Schloss.

64,30 €
pro Stk.
Kompletter Türtausch mit Türstock

Montage einer neuen Futterzarge und Einhängen des Türblatts. Kommt auch dann zum Einsatz, wenn sich die Breite der Öffnung oder die Anschlagrichtung ändert.

64,30 €
pro Stk.
Stiegenverkleidung

Montage von Holzstufen auf die vorhandene tragende Stiegenkonstruktion. Erfordert genaue Zuschnitte und eine stabile Verankerung jeder Stufe.

19,00 €
pro lfm
Handlauf aus Holz

Montage des Handlaufs auf vorhandene Steher oder Konsolen. Höhe und Neigung werden an die geltenden Sicherheitsanforderungen angepasst.

5,85 €
pro lfm
Sockel- und Deckenleisten

Abschlussarbeit nach dem Verlegen des Bodens. Die Leisten werden an der Wand befestigt, nicht durch den Bodenbelag hindurch, mit sauberen Eckverbindungen.

32,16 €
pro m²
Wandvertäfelung

Wandverkleidung aus Holz oder mit Holzdekor. Sie wird auf eine Lattung montiert, die Unebenheiten des Untergrunds ausgleicht und eine Hinterlüftung ermöglicht.

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Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Tischlerarbeiten26 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Türen und Zargen
Montage von InnentürenStk.58,46 €-
Montage Umfassungszarge + TüreinhängenStk.64,30 €-
Montage Schiebetür-Kassette (Eclisse)Stk.-
Montage Schiebetür in der KassetteStk.-
Leisten und Verkleidungen
Demontage alter Leistenlfm2,20 €-
Montage von Sockelleistenlfm5,85 €-
Montage von Deckenleistenlfm5,85 €-
Wandvertäfelung (Profilholz-Paneele)m²32,16 €-
Sonnenschutz
Montage Gardinenstangen und VorhangschienenStk.21,92 €-
Montage InnenjalousienStk.21,92 €-
Montage Außenrollläden / -jalousienStk.-
Treppen und Geländer
Montage TreppenstufenStk.64,30 €-
Montage Treppenstufen mit SetzstufeStk.-
Treppenstufen schleifen + 3× lackierenStk.-
Montage Holzhandlauf am Geländerlfm19,00 €-
Fenster und Fensterbänke
Montage Kunststoff- oder HolzfensterStk.-
Montage Außenfensterbanklfm11,70 €-
Montage Innenfensterbanklfm10,23 €-
Möbel und Regale
Montage und Aufhängen von HolzregalenStk.14,62 €-
Montage Einbauschrank nach MaßStd.-
Küchenmontagen
Montage Küchenzeilelfm-
Unsichtbare Gehrungsfräsung der ArbeitsplatteStk.-
Einbau der Geräte in die KüchenzeileStk.64,30 €-
Montage und Anschluss des DunstabzugsrohresStk.64,30 €-
Zuschnitt und Anpassung der Arbeitsplattelfm21,92 €-
Sonstige Arbeiten
Sonstige, nicht näher definierte Arbeiten (Regiestunde)Std.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Richtwert für den Arbeitspreis in einer Wohnung mit 4 Türen
Tausch der Türblätter in vorhandenen Türstöcken
Montage von 4 Türblättern in erhaltene Türstöcke
233,84 €
Kompletter Tausch von Türen, Türstöcken und Sockelleisten
Montage von 4 Futterzargen mit Einhängen der Türen und 40 Laufmeter Sockelleisten in den angrenzenden Räumen
491,24 €
Kompletter Tausch von Türen, Leisten und Holzregalen im Vorzimmer
Montage von 4 Futterzargen mit Einhängen der Türen, 40 Laufmeter Sockel- und 40 Laufmeter Deckenleisten sowie Montage von 3 Holzregalen
769,10 €
Die Modellsummen beruhen auf aktuellen Preisen und den angegebenen Mengen. Türen, Türstöcke, Leisten und sonstiges Material sind nicht enthalten.

Vorbereitung vor der Montage

01
Öffnungen ausmessen

Bevor Türen und Türstöcke bestellt werden, misst der Tischler die Öffnungen samt Diagonalen aus, dazu die Wandstärke und die Höhe des fertigen Bodens.

02
Alten Türstock prüfen

Wird nur das Türblatt getauscht, prüft der Tischler, ob der Türstock gerade, fest und unbeschädigt ist. Ist das nicht der Fall, muss auch der Türstock getauscht werden.

03
Alte Teile ausbauen

Alte Türen, Türstöcke oder Leisten baut der Tischler vorsichtig aus, damit Wand und Boden rundherum nicht beschädigt werden.

2,20 €/lfm
04
Material akklimatisieren lassen

Türen, Türstöcke und andere Holzteile lagern vor dem Einbau so lange im Raum, in dem sie montiert werden, wie der Hersteller vorgibt. So verziehen oder schwinden sie später nicht.

Arbeitsablauf

  1. 01Der Tischler misst die Öffnung aus und prüft, ob Rohbauöffnung oder vorhandener Türstock lotrecht und waagrecht sind.
  2. 02Er setzt den Türstock ein, richtet ihn mit Keilen lotrecht und über die Diagonale aus und verankert ihn fest.
  3. 03Den Spalt zwischen Türstock und Mauerwerk füllt er mit Montageschaum oder einem anderen vorgeschriebenen Material und lässt ihn aushärten.
  4. 04Ist der Schaum ausgehärtet, montiert er die Verkleidungen des Türstocks und prüft, ob die Sichtfläche eben ist.
  5. 05Dann hängt er das Türblatt in die Bänder ein, stellt Anschlag und Spaltmaße ein und prüft Schloss und Drücker.
  6. 06Wenn der Boden fertig ist, setzt er Sockelleisten und bei Bedarf Deckenleisten und schneidet die Ecken sauber auf Gehrung.
  7. 07Bei Stiege oder Geländer verankert er ein Teil nach dem anderen und prüft laufend Festigkeit und gleichmäßige Neigung.
  8. 08Zum Schluss reinigt er alles, prüft den Lauf der Tür und die Festigkeit der Verbindungen und übergibt den Raum ohne beschädigte Oberflächen.

5 häufige Fehler

01
Türstock ohne Diagonalkontrolle eingebaut

Sitzt der Türstock schief oder verdreht, liegt die Tür ungleichmäßig an. Mit der Zeit geht sie dann von selbst auf oder zu.

02
Verkleidungen auf frischen Schaum gesetzt

Werden die Verkleidungen auf noch nicht ausgehärteten Schaum montiert, können sie sich später verschieben und in den Ecken reißen.

03
Höhe des künftigen Bodens vergessen

Wird beim Setzen des Türstocks die Höhe des fertigen Bodens nicht eingeplant, fehlt später der nötige Abstand zwischen Tür und Belag.

04
Leisten durch den schwimmenden Boden geschraubt

Sockelleisten gehören an die Wand, nicht mit einer Schraube durch den Belag in den Untergrund. Sonst kann der Boden nicht mehr arbeiten und sich ausdehnen.

05
Holz gleich nach der Lieferung eingebaut

Werden Türen, Stiegenstufen oder Vertäfelungen direkt nach der Lieferung montiert, ohne sich an die Raumfeuchte anzupassen, entstehen später oft Fugen oder die Teile verziehen sich.

Wann der Tischler an der Reihe ist

Bei einer Renovierung kommt der Tischler fast immer zum Schluss. Der Grund ist einfach: Holz und Holzwerkstoffe reagieren auf die Feuchtigkeit in der Luft. Solange im Raum noch Putz, Estrich oder Spachtelmasse trocknen, haben dort Umfassungszargen, Türen, Leisten, Verkleidungen und Einbaukästen nichts zu suchen. Zementestrich braucht als grobe Faustregel etwa eine Woche pro Zentimeter Dicke. Bei dickeren Schichten oder in der kalten Jahreszeit dauert es länger. Verlassen Sie sich trotzdem nicht nur auf den Kalender. Wie trocken der Untergrund wirklich ist, misst der Bodenleger vor Ort.

Die übliche Reihenfolge sieht so aus: erst die Nassarbeiten, dann der Bodenbelag und die Malerarbeiten, ganz am Ende Zargen, Türen und Leisten. Eine Ausnahme ist die Stahlzarge, die schon beim Mauern oder vor dem Verputzen eingesetzt wird. In der Praxis sieht man oft, dass die Türen gleich zu Beginn bestellt werden und dann wochenlang verpackt auf der Baustelle stehen. Wird in dieser Zeit verputzt, nehmen die Türblätter Feuchtigkeit auf und können sich beim Trocknen verziehen. Entspannter wird es, wenn Sie die Lieferung erst nach den Nassarbeiten vereinbaren.

Stahlzarge oder Umfassungszarge

Die Art der Zarge, umgangssprachlich oft Türstock genannt, bestimmt, wann sie eingebaut wird und wie die Tür später aussieht. Beide Lösungen haben ihren Platz:

  • Stahlzarge: Sie verträgt Stöße und Feuchtigkeit und passt deshalb gut in den Keller, den Heizraum oder einen viel genutzten Gang. Sie sitzt im Mauerwerk und wird mit Mörtel hinterfüllt. Wollen Sie sie irgendwann austauschen, müssen Sie stemmen und den Putz rund um die Öffnung ausbessern.
  • Umfassungszarge: Sie umschließt die ganze Wanddicke und passt farblich zum Türblatt. Der Tischler setzt sie erst in die fertige Öffnung, gehalten wird sie von Montageschaum und Spreizen. Beim Austausch bleibt die Wand heil. Dafür reagiert sie empfindlicher auf Stöße und dauerhafte Nässe.

Jede Umfassungszarge passt nur für einen bestimmten Bereich der Wanddicke. Messen Sie die Wand deshalb mit Putz und Fliesen. Im Bad machen die Fliesen die Wand schnell ein paar Zentimeter dicker, und das muss in die Bestellung. Für das Bad lohnt sich eine Zarge mit feuchtebeständigem unterem Abschluss oder eine saubere Abdichtung am Boden. Sonst zieht Wasser vom nassen Boden in den Spanplattenkern.

Maße, Öffnungsrichtung und Lüftung

In Österreich richten sich Innentüren nach den gängigen ÖNORM-Baurichtmaßen. Üblich sind Breiten um 70, 80 oder 90 cm, für barrierefreie Durchgänge auch breiter. Die Wandöffnung fällt etwas größer aus, die genauen Maße und Toleranzen nennt der Hersteller. Die Höhe zählt immer ab dem fertigen Fußboden, nicht ab dem Rohbeton. Deshalb fragt man Sie bei der Bestellung auch, wie hoch der gesamte Bodenaufbau samt Belag wird.

Brauchen Sie eine linke oder eine rechte Tür? Üblicherweise stellen Sie sich auf die Seite, zu der die Tür aufgeht, also dorthin, wo Sie die Bänder sehen. Sitzen die Bänder links, ist es eine linke Tür. Wie der Hersteller links und rechts bezeichnet, steht in seinen Unterlagen, ein kurzer Blick dorthin erspart Ärger. Eine vertauschte Richtung gehört zu den typischen Reklamationen, obwohl das Produkt in Ordnung ist und der Fehler bei der Bestellung passiert ist.

Türen zu Bad, WC und Küche helfen auch beim Lüften. Läuft dort ein Abluftventilator oder ein Dunstabzug, muss Luft von irgendwo nachströmen. Dafür sorgen ein größerer Spalt unter dem Türblatt, ein Lüftungsgitter oder ein Unterschnitt. Steht in der Wohnung eine Gastherme, die ihre Verbrennungsluft aus dem Raum holt, entscheiden der Rauchfangkehrer oder ein Gasinstallateur über die Luftzufuhr, nicht der Tischler. Und falls Sie einmal Gas riechen: Wohnung sofort verlassen, kein Licht schalten und von draußen den Gasnotruf 128 oder den Notruf 112 wählen.

Wohnungseingangstür im Mehrparteienhaus

Die Tür von der Wohnung ins Stiegenhaus ist keine gewöhnliche Innentür. Je nach Gebäude und Brandschutzkonzept muss sie zum Beispiel dicht- und selbstschließend oder brandhemmend sein, oft mit Türschließer. Brandschutztüren sind immer als Ganzes geprüft und klassifiziert: Türblatt, Zarge, Beschläge und die Art des Einbaus. Tauschen Sie nur das Türblatt und lassen die alte Zarge stehen, oder schrauben Sie statt der geprüften Garnitur eine normale Türschnalle an, kann die Klassifizierung damit verloren gehen.

Bevor Sie loslegen, sprechen Sie mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft. Als Mieter wenden Sie sich zuerst an den Vermieter. Dort weiß man, was das Haus verlangt und wie die Türen im Stiegenhaus aussehen sollen. In vielen Häusern betrifft die Wohnungseingangstür auch die allgemeinen Teile des Hauses, dann reden die anderen Eigentümer ohnehin mit. Soll die Öffnung verbreitert oder in eine tragende Wand eingegriffen werden, muss das ein Statiker oder Baumeister beurteilen.

Warum Holz arbeitet und was das für Sie bedeutet

Holz ist hygroskopisch, es nimmt also Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab. Massivholz bewegt sich vor allem quer zur Faser. Trittstufen, Fensterbretter und Verkleidungen dürfen deshalb nicht von allen Seiten fest eingespannt sein, das Holz braucht etwas Spielraum. Im Innenausbau verwendet man üblicherweise Holz mit einer Feuchte von etwa 8 bis 12 %. In Wohnräumen tut eine relative Luftfeuchte von ungefähr 40 bis 60 % dem Holz und den Bewohnern gut.

Für normale Türen und Möbel kommen auch Holzwerkstoffe und Beschichtungen zum Einsatz:

  • Spanplatte und MDF: Sie verändern ihre Maße weniger als Massivholz. Saugen sie sich aber mit Wasser voll, quellen sie auf und gehen nicht mehr in die alte Form zurück.
  • Furnier: eine dünne Schicht echtes Holz. Sie lässt sich anschleifen, aber nur einmal, höchstens zweimal.
  • Folie und Laminat (CPL oder HPL): robust und pflegeleicht. Schäden lassen sich allerdings schwer reparieren, meist muss das ganze Teil ersetzt werden.

Es lohnt sich zu wissen, was Sie genau bekommen. Ein furniertes Türblatt können Sie in ein paar Jahren aufarbeiten lassen, ein foliertes nicht.

Einbaukästen und Möbelmontage

Ein Kasten nach Maß entsteht nach dem Aufmaß im fertigen Raum, also nach Putz und Bodenbelag. Wände, Decken und Böden sind nie ganz rechtwinkelig, gerade im Altbau. Deshalb richtet der Tischler die Korpusse mit verstellbaren Füßen aus und schneidet die Passleisten erst vor Ort zu. Bei Schiebetüren kommt es auf die obere Führungsschiene an: Sie muss gerade sein und fest an der Decke sitzen. Haben Sie eine abgehängte Trockenbaudecke, braucht es darin ein tragendes Profil oder eine Holzverstärkung.

Steht der Kasten an einer Außenwand? Dann braucht er hinter der Rückwand einen Lüftungsspalt und Öffnungen unten im Sockel und oben. Ohne Luftbewegung schlägt sich an der kühlen Wand Feuchtigkeit nieder, und hinter dem Kasten wächst Schimmel. Bemerkt wird er meist erst, wenn der Kasten beim Übersiedeln abgerückt wird.

Hängekästen in der Küche und Regale hält der passende Dübel. In Porenbeton, Hochlochziegel und Gipskarton gehören Spezialdübel oder eine Verstärkung, die schon beim Bau der Trockenbauwand eingeplant wird. Prüfen Sie vor dem Bohren, wo Leitungen liegen. Üblicherweise verlaufen sie in den Installationszonen unter der Decke, in den Ecken und rund um Fenster und Türen, im Altbau aber nicht immer. Den Festanschluss von Geräten, die Beleuchtung in der Küchenzeile und neue Steckdosen übernimmt ein konzessionierter Elektrotechniker, nicht der Tischler und auch nicht Sie selbst.

Holzstiegen, Stufen und Handläufe

Bevor Sie eine Betonstiege mit Holz belegen, messen Sie, ob alle Stufen gleich hoch sind. Schon ein Zentimeter Unterschied fühlt sich beim Gehen wie ein Stolpern an. Ausgeglichen wird unter der Trittstufe, nicht durch unterschiedlich dickes Holz. Ob sich eine Stiege bequem geht, verrät die Schrittmaßregel: doppelte Stufenhöhe plus Auftrittsbreite sollte etwa 600 bis 650 mm ergeben. Die genauen Maße legen die Planung, die ÖNORM B 5371 und die OIB-Richtlinie 4 fest.

Trittstufen werden mit elastischem Holzkleber auf den Beton geklebt oder verschraubt. Der Untergrund muss trocken und eben sein. Setzstufen schließen die Lücke zwischen den Stufen. Die Stiege wirkt dadurch ruhiger, und kleine Dinge fallen nicht durch. Für die Tragfähigkeit spielen sie keine Rolle, die übernimmt die tragende Konstruktion.

Bei der Holzart entscheidet die Beanspruchung. Weichholz wie Fichte oder Kiefer ist günstiger, bekommt auf Stiegen aber schnell Druckstellen. Für Trittstufen nimmt man deshalb meist Hartholz wie Eiche oder Buche. Alte Massivholzstiegen lassen sich abschleifen und in drei Schichten neu lackieren. Bei furnierten Stufen prüfen Sie zuerst, wie dick das Furnier ist, sonst ist es schnell durchgeschliffen. Lack bildet einen harten Film auf der Oberfläche. Öl zieht ins Holz ein, und Sie können später nur die beschädigte Stelle ausbessern, ohne die ganze Stufe zu schleifen. Denken Sie bei beiden Varianten auch an eine rutschhemmende Ausführung.

Handlauf und Geländer schützen vor Stürzen. Wie hoch sie sein müssen und wie groß die Abstände in der Füllung sein dürfen, regeln die OIB-Richtlinie 4, die ÖNORM B 5371 und die Planung. Die Halter des Handlaufs gehören in den tragenden Teil der Wand, nicht nur in den Putz.

Holzverkleidungen, Leisten und Fensterbretter

Profilholz und andere Holzverkleidungen sitzen auf einer Lattung. Sie gleicht Unebenheiten der Wand aus und lässt hinter der Verkleidung einen belüfteten Spalt. Senkrechte Bretter brauchen eine waagrechte Lattung, waagrechte eine senkrechte. An Boden und Decke bleibt eine Dehnfuge, die später eine Leiste abdeckt. Verdeckte Profilholzkrallen lassen dem Holz Raum zum Arbeiten. Nageln Sie die Bretter direkt durch die Sichtseite, reißen sie früher oder später.

Das Innenfensterbrett wird unter den Fensterrahmen oder an dessen Anschlussprofil geschoben. Es wird unterfüttert und verklebt, damit es sich nicht durchbiegt, wenn sich jemand darauf stützt. Vor dem Putz steht es meist etwa 2 bis 5 cm über. Hängt darunter ein Heizkörper, darf das Fensterbrett die warme Luft nicht ausbremsen. Bei großem Überstand gehört deshalb ein Lüftungsgitter hinein. Sonst beschlägt das Fenster, und in den Ecken kann sich Schimmel bilden.

Anleitung für Heimwerker: Tür einstellen und Türschnalle wechseln

Schleift eine Tür an der Zarge oder fällt sie nicht ins Schloss, müssen Sie sie oft nicht austauschen, Nachstellen genügt. Bei einer Wohnungseingangstür mit Brandschutzanforderung tauschen Sie Beschläge aber nur gegen geprüfte Teile, die zum System passen.

  1. Bandtyp feststellen, also Einbohrbänder mit Stellschraube oder verdeckt liegende verstellbare Bänder, und die passende Herstelleranleitung heraussuchen.
  2. Nachsehen, wo das Türblatt schleift und wie die Spalte ringsum aussehen, und daraus ableiten, in welche Richtung es wandern muss.
  3. Tür öffnen und einen Keil unter die Unterkante schieben, damit das Türblatt beim Lösen der Bänder nicht absackt.
  4. Stellschrauben in kleinen Schritten drehen und nach jeder Änderung prüfen, wie die Tür schließt.
  5. Kontrollieren, ob die Spalte zwischen Türblatt und Zarge überall gleich sind, meist einige Millimeter nach Herstellerangabe.
  6. Für den Wechsel der Türschnalle die Schrauben der Schilder oder Rosetten lösen und die Schnalle samt Vierkantstift herausziehen.
  7. Vierkant messen, innen meist 8 mm, und den Lochabstand des Schlosses prüfen, damit die neue Schnalle passt.
  8. Neue Schnalle aufsetzen, Schrauben anziehen, ohne sie zu überdrehen, und prüfen, ob die Schnalle zurückfedert und die Falle einrastet.

So nehmen Sie die Tischlerarbeiten ab

Achten Sie bei der Abnahme darauf, wie alles funktioniert und wie es aussieht. Nehmen Sie sich dafür Zeit bei Tageslicht und halten Sie eine Wasserwaage bereit:

  • Zargen stehen lotrecht, schließen bündig mit der Wand ab und zeigen keine Fugen zwischen Bekleidung und Putz
  • Türen gehen in keiner Stellung von selbst auf oder zu
  • Die Spalte rund um das Türblatt sind gleichmäßig, die Bodenluft entspricht der Herstellerangabe oder dem Lüftungsbedarf
  • Schlösser, Türschnallen und Schlüssel funktionieren, die Falle rastet ohne Nachdrücken ein
  • Für die Wohnungseingangstür liegen Nachweise zum Brandschutz des gesamten Systems vor
  • Stiegenstufen sitzen fest, knarren nicht und sind gleich hoch
  • Der Handlauf ist fest verankert und hat keine scharfen Kanten
  • Sesselleisten halten an der Wand und sind in den Ecken sauber verbunden
  • Kästen sind ausgerichtet, Türen und Laden haben gleichmäßige Fugen
  • Auf den Oberflächen gibt es keine Kratzer, Kleberspuren oder Schaumreste
  • Sie haben Pflegeanleitungen, Garantieunterlagen und Angaben zur Oberflächenbehandlung erhalten

Häufige Fragen

Ein Türblatt in den vorhandenen Türstock einzuhängen kostet laut aktueller Preisliste <strong>58,46 € pro Stück Arbeitsleistung</strong>. Wird alles samt Futterzarge getauscht, sind es 64,30 € pro Stück.

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