Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Treppen und Geländer | ||||
| Treppenstufen schleifen + 3× lackieren | Stk. | - | ||
| Montage Treppenstufen | Stk. | 64,30 € | - | |
| Montage Treppenstufen mit Setzstufe | Stk. | - | ||
| Montage Holzhandlauf am Geländer | lfm | 19,00 € | - | |
Wann Abschleifen reicht und wann nicht mehr
Abschleifen und neu lackieren lohnt sich, wenn vor allem die Oberfläche gelitten hat. Gehen Sie die Stiege deshalb vorher einmal bewusst ab und belasten Sie jede Stufe. Knarren, eine Stufe, die unter dem Fuß nachgibt, oder ein wackeliges Geländer lassen sich durch Schleifen nicht beheben.
Eine Renovierung der Oberfläche passt, wenn:
- Trittstufen und Wangen fest sitzen und sich nichts bewegt
- Das Holz weder von Holzschädlingen befallen noch morsch ist
- Die Schäden nur im Lack und in der obersten Holzschicht liegen
Finden Sie tiefe Risse in tragenden Teilen, eine gelockerte Befestigung an der Wand oder Stufen, die tief hinein beschädigt sind, sollte ein Tischler prüfen, ob einzelne Stufen ersetzt werden müssen. Wichtig ist auch die Stärke der Nutzschicht. Manche Stiegen haben nur ein dünnes Echtholzfurnier auf Spanplatte oder einem verleimten Träger. Solche Stufen lassen sich nur sehr vorsichtig oder gar nicht schleifen. Wie dick die Holzschicht ist, verrät meist die seitliche Kante der Stufe oder ein Blick von unten. In Altbauten und alten Bauernhäusern kommt eine weitere Frage dazu: Sehr alte Anstriche können Schadstoffe wie Blei enthalten. Im Zweifel lassen Sie die Beschichtung vorher prüfen, bevor Sie sie zu Staub schleifen.
So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab
Bei den meisten Holzstiegen ist der Ablauf gleich. Unterschiede gibt es vor allem bei der Zahl der Schleifgänge und beim Lack.
- Prüfen und vorbereiten. Der Professionist prüft die Stufen, entfernt störende Leisten und Abdeckungen und klebt die Umgebung mit Folie und Klebeband ab.
- Grobschliff. Mit grobem Schleifpapier entfernt er den alten Lack komplett und gleicht die ausgetretenen Stellen aus. Für die Flächen kommt ein Band- oder Exzenterschleifer zum Einsatz, für Ecken, Kanten und den Bereich am Geländer ein Deltaschleifer oder Handarbeit.
- Feinschliff. Danach geht es Schritt für Schritt zu feinerer Körnung. So verschwinden die Riefen vom Grobschliff, und die Maserung kommt zur Geltung.
- Spachteln. Kleine Risse und Löcher füllt man mit Holzkitt in einem Farbton, der zum gewählten Lack passt. Nach dem Trocknen schleift man die Stelle glatt.
- Entstauben. Den Staub absaugen und die Oberfläche anschließend mit einem leicht feuchten Tuch abwischen. Was liegen bleibt, schließt der Lack ein, und es bleibt sichtbar.
- Erste Lackschicht. Oft ist das eine Grundierung. Sie verschließt das Holz und sorgt dafür, dass die folgenden Schichten besser haften.
- Zwischenschliff und zwei weitere Schichten. Nach dem Trocknen jeder Schicht schleift man die Fläche leicht mit feinem Schleifmittel an, entstaubt sie und lackiert neu.
Die Trocknungszeiten gibt der Lackhersteller vor, sie hängen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum ab. Bei üblichem Wasserlack sind es meist einige Stunden zwischen den Schichten. Bis der Lack voll ausgehärtet ist, dauert es aber deutlich länger.
Welcher Lack passt und warum drei Schichten
Auf eine Stiege gehört ein Parkettlack oder ein ausdrücklich für Stiegen geeigneter Lack, kein Möbellack. Stiegen werden stärker beansprucht als der Boden im Wohnzimmer, weil Sie jeden Tag auf dieselben Stellen treten. Meist kommen abriebfeste Polyurethanlacke zum Einsatz.
- Wasserbasierte Lacke riechen weniger, trocknen schneller und lassen das Holz weniger vergilben. In bewohnten Häusern sind sie deshalb die übliche Wahl.
- Lösemittelhaltige Lacke können die Maserung stärker anfeuern und das Holz leicht abtönen. Sie riechen aber stark und brauchen gute Lüftung, offenes Feuer ist dabei tabu.
- Der Glanzgrad ist Geschmackssache. Matte und seidenmatte Oberflächen zeigen kleine Kratzer weniger, glänzender Lack wirkt edler, zeigt aber jede Spur.
Warum drei Schichten? Eine einzelne Schicht ist dünn und schnell abgelaufen. Drei Schichten mit Zwischenschliff bilden einen geschlossenen Film. Er schützt das Holz vor Abrieb und vor Nässe von den Schuhen, gerade im Winter bei Schnee und Streusplitt, und hält länger bis zur nächsten Renovierung. Manchmal wird stattdessen Öl verwendet, das aber mehr Pflege braucht.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Wie viel Zeit und Mühe die Arbeit kostet, hängt vor allem davon ab:
- Wie viele und wie breite Stufen es sind und ob die Setzstufen mitgeschliffen werden
- Welche Form die Stiege hat, gewendelte Stufen dauern länger als gerade
- Welches Holz verbaut ist, harte Eiche oder Buche braucht länger als Fichte oder Kiefer
- Welche alte Beschichtung drauf ist, manche älteren Lacke setzen das Schleifpapier schnell zu
- Wie tief die Laufspuren sind und wie viele Stellen gespachtelt werden müssen
- Ob Geländerstäbe und Steher direkt in den Stufen stehen, dann muss drumherum von Hand geschliffen werden
Leichter wird es, wenn die Stiege frei zugänglich ist, ohne Stufenmatten und aufgeklebte Antirutschstreifen, deren Kleber zuerst entfernt werden muss.
Anleitung für Heimwerker: Holzstiege schleifen und lackieren
Mit Geduld und ausgeliehenen Schleifmaschinen können Sie die Renovierung auch selbst schaffen. Rechnen Sie mit viel Staub und tragen Sie mindestens eine FFP2-Maske und eine Schutzbrille. Wohnen Sie in einem Mehrparteienhaus, etwa in einer Maisonettewohnung, schauen Sie in die Hausordnung oder fragen Sie die Hausverwaltung, wann laute Arbeiten erlaubt sind.
- Festigkeit der Stufen und Stärke der Holzschicht prüfen.
- Leisten, Stufenmatten und Kleberreste entfernen.
- Umgebung, Geländer und angrenzenden Boden abdecken.
- Alten Lack mit grober Körnung bis auf das blanke Holz abschleifen.
- Kanten und Ecken mit dem Deltaschleifer oder von Hand nachschleifen.
- Fläche mit feinerer Körnung in Faserrichtung schleifen.
- Risse spachteln und nach dem Trocknen glatt schleifen.
- Staub absaugen und die Fläche mit einem leicht feuchten Tuch abwischen.
- Erste Lackschicht dünn und gleichmäßig auftragen.
- Nach dem Trocknen zwischenschleifen und entstauben.
- Zweite und dritte Schicht genauso auftragen.
- Lack nach Herstellerangaben aushärten lassen und die Stiege bis dahin schonen.
Wenn Sie die Stiege während der Arbeiten weiter nutzen müssen, können Sie zuerst jede zweite Stufe lackieren und die übrigen erst nach dem Trocknen. Das verlängert die Arbeit allerdings deutlich.
Typische Fehler
- Reste vom alten Lack. Der neue Lack hält darauf schlecht, es entstehen Flecken, und später blättert er ab.
- Ungleichmäßiges Schleifen. Wer eine Körnung überspringt oder an einer Stelle zu stark drückt, schleift Wellen und Mulden, die der Lack noch betont.
- Durchgeschliffenes Furnier oder Kanten. Bei dünner Nutzschicht reicht ein unaufmerksamer Moment, und der Träger kommt zum Vorschein.
- Kein Zwischenschliff. Die Schichten verbinden sich schlechter, und die Oberfläche fühlt sich durch Staub rau an.
- Möbellack statt Parkettlack. Er sieht nur kurz gut aus und ist auf den Laufflächen schnell abgerieben.
- Zu frühe Belastung. Wer mit Schuhen über die Stiege geht, bevor der Lack ausgehärtet ist, hinterlässt Abdrücke.
So prüfen Sie die fertige Stiege
Sehen Sie sich die Stiege bei der Abnahme bei Tageslicht an, auch einmal schräg gegen das Fenster. So erkennen Sie Unebenheiten, die von oben nicht auffallen.
- Der Lack glänzt auf allen Stufen gleich, ohne matte oder glänzende Flecken
- Keine Rollerspuren, Läufer, eingeschlossenen Härchen oder Staubkörner
- Die Stufenkanten sind glatt, nirgends scheint der Untergrund durch
- Gespachtelte Stellen passen farblich zum Holz und sind mit dem Finger nicht zu spüren
- Ecken an der Wand und rund um die Geländersteher sind geschliffen und lackiert
- Wände, Boden und Geländer sind sauber und frei von Lackspritzern
- Sie wissen, welcher Lack verwendet wurde und ab wann die Stiege voll belastbar ist
Häufige Fragen
Bei einer üblichen Stiege im Einfamilienhaus meist einige Tage. Das Schleifen selbst ist der kleinere Teil, mehr Zeit brauchen die Lackschichten zum Trocknen. Voll belastbar ist der Lack erst, wenn er laut Hersteller ausgehärtet ist.
Meistens ja. Ältere Stiegen sind oft aus gutem Massivholz, das nach dem Schleifen schön zur Geltung kommt. Voraussetzung ist eine stabile Konstruktion und Holz ohne Fäulnis und Schädlingsbefall. Bei sehr alten Anstrichen lohnt sich vorher ein Blick auf mögliche Schadstoffe.
Saugen Sie regelmäßig und wischen Sie mit einem gut ausgewrungenen Tuch und einem Pflegemittel für lackiertes Holz. Scharfe Reiniger machen den Lack stumpf. Holz mag eine gleichmäßige Temperatur und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 40 bis 60 Prozent, sonst kann es schwinden und reißen. Gerade in der Heizsaison ist die Luft oft trockener.
Laut ist nur die Schleifphase. Maschinen mit Absaugung fangen den Großteil des Staubs auf, feiner Staub verteilt sich trotzdem. Decken Sie deshalb Möbel in der Nähe ab und schließen Sie die Türen zu den anderen Räumen.
Nicht unbedingt, denn auf sie tritt niemand. Sind sie aber vergilbt oder passen farblich nicht zu den frisch lackierten Trittstufen, lohnt es sich, sie gleich mitzuschleifen und zu lackieren. Dann wirkt die Stiege wie aus einem Guss.
Ähnliche Arbeiten
Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Leistung
Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.