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Elektroinstallation in der 4-Zimmer-Wohnung: Rohinstallation und Fertigmontage

Eine neue Elektroinstallation in einer 4-Zimmer-Wohnung bestimmt bei einer Sanierung stark, wie gut sich die Wohnung in den nächsten dreißig Jahren nutzen lässt. Das Paket aus Montage und Fertigstellung umfasst den ganzen Weg: von der ersten Skizze über Schlitze, Dosen und Leitungen bis zu montierten Steckdosen und Schaltern

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Roh- und Feininstallation
€ 2484,00
Richtwert-Spanne
€ 2484,00 - € 2484,00
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Elektroinstallation5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Pauschalpakete
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.€ 2 484,00-
Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.€ 1 656,00-
Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.€ 1 932,00-
Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.€ 2 139,00-
Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.-
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Was Rohinstallation und Fertigmontage in einer 4-Zimmer-Wohnung umfassen

Elektriker teilen die Arbeit in zwei Abschnitte. Zuerst kommt die Rohinstallation. Dabei werden die Leitungswege angezeichnet und die Schlitze gefräst oder gestemmt. Dann werden die Dosen gesetzt, die Leitungen eingezogen und das Verteilergehäuse eingebaut. Danach sind Verputzer, Trockenbauer, Fliesenleger und Maler an der Reihe. Der zweite Abschnitt ist die Fertigmontage. Hier werden Schalter und Steckdosen eingesetzt, der Verteiler wird verdrahtet und fix angeschlossene Geräte werden angeklemmt. Anschließend werden alle Stromkreise geprüft und gemessen. Das Ergebnis ist ein schriftlicher Prüfbefund.

Eine 4-Zimmer-Wohnung besteht meist aus Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, einem Arbeits- oder Gästezimmer, Küche, Vorraum, Gang und Bad. Oft gibt es noch ein separates WC oder ein zweites Bad. Jeder dieser Räume hat andere Anforderungen. Klären Sie deshalb gleich zu Beginn, was das Angebot genau enthält. Üblicherweise gehören dazu:

  • Leitungen für Steckdosen und Beleuchtung in allen Räumen
  • Eigene Zuleitungen für Kochfeld, Backrohr, Geschirrspüler, Waschmaschine und Warmwasserbereitung (Boiler oder Durchlauferhitzer)
  • Ein neuer Wohnungsverteiler mit Leitungsschutzschaltern, FI-Schaltern und meist auch Überspannungsschutz
  • Der zusätzliche Potentialausgleich im Bad, also das Verbinden metallischer Rohre und einer Metallwanne mit dem Schutzleiter
  • Montage von Schaltern und Steckdosen sowie das Anklemmen von Leuchten an vorhandene Auslässe
  • Prüfung der Anlage und Prüfbefund

Häufig unklar bleibt die Lieferung der Leuchten selbst. Dasselbe gilt für die Schwachstromtechnik wie Netzwerkdosen, TV-Leitungen, Klingel oder Gegensprechanlage. Auch die Zuleitung vom Zählerkasten im Stiegenhaus bis in die Wohnung und das Verputzen der Schlitze sind oft nicht eindeutig geregelt. Fragen Sie danach ausdrücklich, denn genau hier entstehen die meisten Missverständnisse zwischen Kunden und Firma.

Worin sich die 4-Zimmer-Wohnung von kleineren und größeren Varianten unterscheidet

In der Preisliste gibt es eigene Positionen für Wohnungen mit einem, zwei, drei, vier und fünf Zimmern. Der Unterschied liegt nicht nur in den Metern Leitung. Mit jedem Zimmer steigen die Zahl der Stromkreise, die Größe des Verteilers, der Planungsaufwand und die Zeit, die das Team für jeden Abschnitt braucht. Vereinfacht gesagt:

  • 1-Zimmer-Wohnung: ein kleiner Verteiler, wenige Stromkreise, oft ein einphasiger Anschluss, Küche und Wohnraum häufig in einem Raum. Die Arbeit dauert einige Tage.
  • 2-Zimmer-Wohnung: Ein Schlafzimmer kommt dazu, die Steckdosenkreise werden schon nach Räumen getrennt, die Küche ist meist eigenständig.
  • 3-Zimmer-Wohnung: die klassische Familienwohnung, bei der sich ein Dreiphasen-Anschluss und getrennte FI-Schalter für Gruppen von Stromkreisen schon lohnen.
  • 4-Zimmer-Wohnung: drei Zimmer plus Wohnzimmer, oft zwei Nassräume, eine größere Küche und ein längerer Gang. Der Verteiler ist meist drei- bis vierreihig, es gibt deutlich mehr Stromkreise. Mit Induktionskochfeld und mehreren Großgeräten ist ein Dreiphasen-Anschluss praktisch immer sinnvoll.
  • 5-Zimmer-Wohnung: typischerweise eine Maisonette oder eine große Altbauwohnung. Hier kommen Leitungen durch die Decke zwischen den Ebenen, mehr Stiegenbeleuchtung und manchmal zwei Unterverteiler dazu.

Was bei vier Zimmern besonders ist

Der erste Punkt ist die Lastverteilung. Wenn vier oder fünf Personen in der Wohnung leben, laufen Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, Kochfeld, Backrohr, mehrere Computer und im Sommer vielleicht ein Klimagerät gleichzeitig. In einer kleinen Wohnung reicht eine vernünftige Aufteilung der Stromkreise. Hier müssen die Verbraucher so auf die drei Phasen verteilt werden, dass die Hauptsicherung nicht auslöst. Ein guter Elektriker sagt Ihnen schon bei der Planung, welches Gerät auf welcher Phase liegt.

Der zweite Punkt ist die Aufteilung der FI-Schalter. Hängt die ganze Wohnung an einem einzigen FI-Schalter, legt eine feuchte Steckdose auf dem Balkon den Strom in der gesamten Wohnung lahm, samt Kühlschrank und Tiefkühler. In einer 4-Zimmer-Wohnung werden die Stromkreise deshalb meist auf mehrere Gruppen mit eigenem FI-Schalter verteilt. Für empfindliche Kreise kommen oft FI/LS-Kombischalter zum Einsatz, die jeden Kreis einzeln absichern.

Der dritte Punkt ist die Leitungslänge. Ein Zimmer am Ende des Ganges kann vom Verteiler im Vorraum recht weit entfernt sein. Bei langen Wegen und höherer Belastung prüft der Elektriker den Spannungsfall und wählt danach den Leitungsquerschnitt. In einer Garçonnière spielt das kaum eine Rolle, hier gehört es zur normalen Planung.

Vorbereitung: was vor dem Eintreffen der Elektriker entschieden sein muss

Am meisten Geld und Nerven kosten Änderungen während der Arbeit. Ist der Schlitz gefräst und die Leitung eingezogen, bedeutet das Versetzen einer Steckdose um einen Meter erneutes Stemmen und Verputzen. Bevor das Team anfängt, sollten Sie deshalb folgende Punkte geklärt haben.

Möbel und Geräte einzeichnen

Zeichnen Sie jeden Raum mit Betten, Tisch, Fernseher, Kästen und Küchenzeile. Für die Küche ist ein Plan vom Küchenstudio mit den genauen Positionen von Geräten, Dunstabzug und Unterbauleuchten ideal. In den Zimmern braucht es Steckdosen an beiden Bettseiten, am Schreibtisch, hinter dem Fernseher und beim Platz für den Router. Wie viele Steckdosen sind genug? In der Praxis bereut man eher zu wenige als zu viele, besonders im Kinderzimmer und im Arbeitszimmer.

Hausverwaltung und Netzbetreiber

Nehmen Sie im Mehrparteienhaus immer Kontakt mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft auf. Sie interessieren vor allem Eingriffe in allgemeine Teile des Hauses: die Zuleitung vom Zählerkasten im Stiegenhaus und Durchbrüche durch Decken oder tragende Wände. Wichtig sind auch die Ruhezeiten laut Hausordnung, denn Stemmen und Fräsen sind laut.

Wollen Sie die Anschlussleistung erhöhen oder von einphasig auf dreiphasig wechseln, klären Sie das mit Ihrem Netzbetreiber. Das kann einige Wochen dauern. Beginnen Sie damit am besten schon vor der eigentlichen Sanierung.

Baustelle vorbereiten

  • Alte Putzschichten, Fliesen und Abhängungen dort entfernt, wo sie erneuert werden
  • Klar festgelegt, ob in Räumen Gipskartondecken oder Vorsatzschalen kommen, weil Leitungen dort anders verlegt werden als im Mauerwerk
  • Höhe des fertigen Fußbodens markiert, weil von ihr aus die Dosenhöhen gemessen werden
  • Ein Baustromanschluss für das Werkzeug, wenn die alte Anlage auf einmal abgeklemmt wird

So läuft die Arbeit auf der Baustelle ab

Besichtigung, Planung und Anzeichnen

Der Elektriker sieht sich die Wohnung an. Er prüft die Zuleitung, den Zustand des Zählerkastens im Stiegenhaus und das Material der Wände. Dann geht er mit Ihnen Raum für Raum durch und zeichnet Dosen und Leitungswege direkt an die Wand. Das ist die wichtigste Stunde des ganzen Auftrags. Wenn möglich, seien Sie persönlich dabei und haben Sie die Möbelmaße zur Hand.

Alte Anlage entfernen

Alte Aluminiumleitungen werden bei einer Sanierung in der Regel herausgezogen oder stillgelegt. Aluminium wird mit der Zeit spröde, die Klemmstellen lockern sich und werden warm. Alte Leitungen mit neuer Kupferinstallation zu verbinden ist bei einer Komplettsanierung nicht sinnvoll.

Schlitze fräsen und Dosen setzen

Die Schlitze werden mit einer Mauernutfräse mit Absaugung geschnitten. Sie setzt zwei Schnitte, das Material dazwischen wird herausgestemmt. Staub gibt es trotzdem reichlich. Fenster, Türstöcke und Heizkörper sollten deshalb vorher abgedeckt werden. Die Leitungen verlaufen waagrecht und senkrecht, nie schräg, damit man sie später beim Bohren erahnen kann. Bei tragenden Betonwänden ist Vorsicht nötig: Tiefe waagrechte Schlitze in tragenden Wänden sind problematisch. Den Umfang klären Sie mit der Hausverwaltung, im Zweifel mit einem Baumeister oder Statiker. Oft führt man die Leitungen deshalb im Fußboden unter dem Estrich, in der abgehängten Decke oder in Zwischenwänden.

Die Dosen werden in Gips oder schnell abbindenden Mörtel gesetzt. Übliche Höhen ab fertigem Fußboden sind ungefähr 30 cm für Steckdosen in Zimmern und rund 105 cm für Schalter. Über der Küchenarbeitsplatte liegen sie meist bei etwa 110 cm. Im Bad entscheiden die Abstände zu Wanne und Dusche, denn sie legen die Schutzbereiche fest, in denen Steckdosen und Schalter erlaubt sind.

Leitungen und Verteiler

Vom Verteiler führt zu jeder Dose eine Leitung, jeder Stromkreis für sich. An den Enden bleiben ausreichende Reserven, und jede Leitung wird beschriftet, damit bei der Fertigmontage nichts geraten werden muss. Das Verteilergehäuse sitzt meist in der Wand im Vorraum oder Gang. Es sollte freie Plätze für spätere Erweiterungen haben, etwa für ein Klimagerät oder einen Ladeplatz für das E-Bike.

Pause für Verputz und Malerei

Nach der Rohinstallation kommen Verputzer und Trockenbauer. Bevor die Schlitze geschlossen werden, sollte der Elektriker Ihnen Gelegenheit geben, alles zu fotografieren. Fotos mit angelegtem Maßband helfen Ihnen bei jedem späteren Bohrloch.

Fertigmontage und Prüfung

Nach Malerei und Fliesen werden Steckdosen und Schalter eingesetzt und der Verteiler wird verdrahtet. Kochfeld, Backrohr und Warmwasserbereiter werden angeschlossen und die Leuchten an die Auslässe geklemmt. Danach wird gemessen: Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Auslösung der FI-Schalter und korrekter Anschluss des Schutzleiters. Der konzessionierte Elektrotechniker dokumentiert das im Prüfbefund. Ohne diesen sollten Sie die Anlage nicht in Betrieb nehmen. Bei einem Versicherungsfall kann ein fehlender Befund zu Problemen führen.

Wie lange es dauert

Für ein Zweierteam dauert die Rohinstallation in einer 4-Zimmer-Wohnung meist etwa ein bis zwei Wochen, je nach Wandmaterial und Zahl der Stromkreise. Die Fertigmontage braucht in der Regel zwei bis vier Tage, die Prüfung meist einen Tag. Dazwischen liegen Verputz, Trockenbau, Fliesen und Malerei. Insgesamt verteilt sich die Elektroinstallation also über mehrere Wochen der Sanierung.

Materialien und Varianten, über die Sie entscheiden sollten

Für fest verlegte Leitungen in Wohnungen werden in Österreich meist Mantelleitungen aus Kupfer verwendet, im Handel oft als YM-J bezeichnet. Für die Beleuchtung ist ein Querschnitt von 1,5 mm² üblich, für Steckdosenkreise 2,5 mm². Für ein dreiphasig angeschlossenes Kochfeld kommt eine fünfadrige Leitung mit dem Querschnitt laut Hersteller zum Einsatz. Im Gipskarton laufen die Leitungen in flexiblen Schutzrohren, dazu gibt es spezielle Hohlwanddosen mit Krallen.

Bei Schaltern und Steckdosen wählen Sie zwischen schraublosen Steckklemmen und klassischen Schraubklemmen. Steckklemmen sind schnell und zuverlässig, wenn die Adern richtig abisoliert sind. Nehmen Sie für die ganze Wohnung ein einziges Schalterprogramm. So passen die Rahmen zusammen und lassen sich später nachkaufen.

Im Verteiler gehören heute FI-Schalter mit 30 mA für Steckdosenkreise und ein Überspannungsschutz zum Standard. Planen Sie ein Smart Home mit Steuerung von Jalousien, Licht oder Heizung per App, entscheiden Sie das vorher. Manche Systeme brauchen einen Neutralleiter in der Schalterdose oder eigene Leitungen zum Verteiler. Nachträglich ist das schwer umzusetzen. Auch wenn Sie jetzt keine smarte Steuerung planen: Ein Neutralleiter in jeder Schalterdose und etwas tiefere Dosen halten Ihnen diese Möglichkeit offen.

Was die Arbeit erleichtert, was sie erschwert und wie die Gewerke zusammenspielen

Leichter wird es, wenn

  • Die Wohnung leer ist, ohne Möbel und ohne Bewohner während der Arbeit
  • Zwischenwände aus Ziegel oder Porenbeton und Decken aus Gipskarton bestehen, wo sich Leitungen leicht verlegen lassen
  • Ein genauer Küchenplan und eine Möbelplanung fertig sind
  • Die Sanierung in einem Zug erfolgt und der Elektriker nicht auf Entscheidungen warten muss

Schwieriger wird es, wenn

  • In harten Beton gefräst werden muss, was langsamer geht und durch die Tragfähigkeit der Wände begrenzt ist
  • Der Grundriss geändert wird und damit auch die Lage von Verteiler oder Küche
  • Auch die Zuleitung vom Zählerkasten im Stiegenhaus erneuert werden muss, was Abstimmung mit der Hausverwaltung und manchmal mit dem Netzbetreiber erfordert
  • Während der Sanierung in der Wohnung gewohnt wird und die Anlage abschnittsweise getauscht werden muss
  • Viele Lichtszenen, LED-Streifen, Wandleuchten und eine smarte Steuerung gewünscht sind

Abstimmung mit anderen Professionisten

Der Elektriker kommt bei einer Sanierung zweimal, und dazwischen berührt seine Arbeit fast jedes andere Gewerk. Vor der Rohinstallation sollten Abbrucharbeiten erledigt und neue Zwischenwände klar sein. Installateur und Elektriker stimmen die Leitungswege ab, damit Strom und Wasser sich nicht ungünstig kreuzen. Gleichzeitig wird festgelegt, wo Boiler, Waschmaschine und eine eventuelle elektrische Fußbodenheizung im Bad hinkommen. Prüfen Sie bei der Heizung, ob Therme oder elektronische Heizkörperthermostate eine Stromversorgung brauchen.

Der Trockenbauer muss wissen, wo Einbaustrahler sitzen, damit kein Profil genau dort liegt. Der Fliesenleger braucht die gesetzten Dosen, um die Fliesen exakt darum herum zu schneiden. Das Küchenstudio muss den Steckdosenplan liefern, bevor gefräst wird. Und der Maler: Schalter und Steckdosen kommen erst nach dem Ausmalen, sonst sind sie mit Farbe verschmiert.

Fehler, die sich erst nach einiger Zeit zeigen

Die meisten Fehler entstehen nicht beim Anklemmen, sondern bei der Planung. Typische Situationen aus der Praxis:

  • Zu wenige Steckdosen am Bett und am Schreibtisch, sodass sich in der Wohnung Verlängerungskabel sammeln
  • Steckdosen hinter der Küchenzeile an unerreichbaren Stellen oder umgekehrt eine fehlende Steckdose für Dunstabzug oder Unterbauleuchten
  • Alle Stromkreise an einem FI-Schalter, sodass eine kleine Störung die ganze Wohnung abschaltet
  • Großgeräte auf einer einzigen Phase, was sich durch eine auslösende Hauptsicherung beim gleichzeitigen Kochen und Waschen zeigt
  • Schräge oder nicht dokumentierte Leitungswege, die beim Aufhängen eines Regals angebohrt werden
  • Ein unbeschrifteter Verteiler, bei dem nach Jahren niemand mehr weiß, welcher Schalter zu welchem Zimmer gehört
  • Nicht nachgezogene Klemmen im Verteiler, die sich später durch Erwärmung oder Geruch bemerkbar machen
  • Ein fehlender Potentialausgleich im Bad, der bei der Prüfung auffällt

Anleitung für Heimwerker: Vorbereitung ohne Arbeit an der Elektrik

Elektroarbeiten dürfen in Österreich nur von einem konzessionierten Elektrotechniker ausgeführt werden. Anklemmen, Verdrahten und Messen sind daher keine Aufgaben für Heimwerker. Bei der Vorbereitung können Sie aber viel beitragen und dem Team Zeit sparen:

  1. Wohnung vollständig ausräumen, auch Kästen und Lampen abnehmen lassen.
  2. Jeden Raum im Maßstab zeichnen und Möbel, Bett, Fernseher und Schreibtisch eintragen.
  3. Liste aller Großgeräte mit ihrer Leistung laut Typenschild oder Datenblatt erstellen.
  4. Küchenplan vom Küchenstudio besorgen und an den Elektriker weitergeben.
  5. Fenster, Türstöcke, Heizkörper und Böden, die bleiben, mit Folie und Malerkrepp abdecken.
  6. Hausverwaltung über Arbeitsbeginn und laute Arbeiten informieren und Nachbarn Bescheid geben.
  7. Nach der Rohinstallation alle offenen Schlitze mit angelegtem Maßband fotografieren.
  8. Fotos geordnet nach Räumen speichern und ausgedruckt zu den Wohnungsunterlagen legen.

Prüfung und Übernahme der fertigen Anlage

Gehen Sie bei der Übernahme die Wohnung gemeinsam mit dem Elektriker durch und probieren Sie alles aus, was sich ausprobieren lässt. Eine 4-Zimmer-Wohnung hat Dutzende Schalter und Steckdosen. Nehmen Sie sich deshalb mindestens eine Stunde Zeit und prüfen Sie:

  • Prüfbefund mit Datum, Unterschrift und ohne offene Mängel
  • Schaltplan des Verteilers und Beschriftung aller Leitungsschutz- und FI-Schalter nach Räumen
  • Auslösung jedes FI-Schalters über die Prüftaste
  • Jede Steckdose mit einem Prüfgerät oder einem Handyladegerät
  • Jeden Schalter sowie die Wechselschaltungen im Gang und im Wohnzimmer
  • Anschluss von Kochfeld, Backrohr, Warmwasserbereiter und Geschirrspüler im echten Betrieb
  • Gerade sitzende Rahmen ohne Spalt zwischen Rahmen und Fliese
  • Fotodokumentation der Leitungswege vor dem Verputzen
  • Freie Plätze im Verteiler für spätere Erweiterungen
  • Gewährleistungsbedingungen und Kontakt der Firma für Reklamationen

Häufige Fragen

Nicht immer. Bei einer alten Aluminiumzuleitung oder beim Wechsel auf einen Dreiphasen-Anschluss ist es aber meist sinnvoll. Die Zuleitung führt durch allgemeine Teile des Hauses. Klären Sie das deshalb mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft, bei mehr Anschlussleistung auch mit dem Netzbetreiber.

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