Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Pauschalpakete | ||||
| Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Roh- und Feininstallation | Stk. | 2 013,22 € | - | |
| Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Roh- und Feininstallation | Stk. | 1 438,02 € | - | |
| Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Roh- und Feininstallation | Stk. | 1 649,93 € | - | |
| Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Roh- und Feininstallation | Stk. | - | ||
| Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Roh- und Feininstallation | Stk. | - | ||
Was zu dieser Arbeit gehört
Die Arbeit läuft in zwei Abschnitten. Dazwischen kommen in der Regel Verputzen, Spachteln und Ausmalen.
Rohinstallation: Das ist das Gerüst der Anlage. Der Elektrotechniker zeichnet die Leitungswege an, fräst Schlitze, verlegt die Leitungen, setzt Dosen für Steckdosen und Schalter und bereitet Auslässe für Leuchten und Geräte vor. Verlegt wird die Starkstromseite, also Steckdosen, Licht und Zuleitungen zu Herd, Boiler oder Durchlauferhitzer. Auf Wunsch kommt Schwachstrom dazu: Netzwerkkabel, TV, Klingel oder Alarmanlage.
Komplettierung: Das ist der sichtbare Teil. Steckdosen, Schalter und Rahmen werden montiert, Leuchten und Geräte angeschlossen, der Verteiler bekommt Leitungsschutzschalter, Fehlerstromschutzschalter (FI) und oft einen Überspannungsschutz. Jeder Stromkreis wird beschriftet.
Zum Schluss steht die Erstprüfung nach ÖVE/ÖNORM E 8101. Dabei werden unter anderem Isolationswiderstand, Schutzleiter und die Auslösung der FI-Schalter gemessen. Sie erhalten ein Prüfprotokoll, in Österreich meist Elektrobefund genannt, oft zusammen mit einem Anlagenbuch. Ohne diese Unterlagen ist die Anlage nicht ordentlich übergeben, und bei einem Schaden fragt die Versicherung häufig danach.
So läuft die Arbeit in der Praxis ab
- Planung: Wo kommen Steckdosen, Schalter und Lampen hin, wo stehen Küche, Fernseher, Bett und Schreibtisch? Eine Skizze im Grundriss mit eingezeichneten Möbeln spart später viel Ärger.
- Alte Leitungen ausbauen und neue Leitungswege anzeichnen.
- Schlitze fräsen. Sie laufen waagrecht oder senkrecht in festgelegten Installationszonen, nie schräg über die Wand. So weiß später jeder, wo er nicht bohren darf.
- Leitungen verlegen, Dosen setzen und Schlitze mit Gips oder Mörtel schließen.
- Verputzen, Spachteln und Ausmalen durch andere Professionisten.
- Komplettierung: Steckdosen, Schalter, Leuchten, Geräteanschlüsse und Verteiler.
- Alle Stromkreise testen, Erstprüfung durchführen, Unterlagen übergeben.
Üblich sind Kupfer-Mantelleitungen, in Österreich meist vom Typ YM-J oder NYM-J: für Licht meist 3×1,5 mm², für Steckdosen 3×1,5 oder 3×2,5 mm², für ein Kochfeld mit Drehstrom in der Regel 5×2,5 mm². Den genauen Querschnitt legt der Elektrotechniker nach Leistung und Leitungslänge fest. Netzwerkkabel werden mit Abstand zur Stromleitung geführt, damit das Signal nicht gestört wird.
Was eine 3-Zimmer-Wohnung typischerweise braucht
Die 3-Zimmer-Wohnung ist in österreichischen Mehrparteienhäusern ein sehr verbreiteter Grundriss: Wohnzimmer, Schlafzimmer, ein drittes Zimmer als Kinder- oder Arbeitszimmer, dazu Küche, Bad und Vorzimmer. Daraus ergeben sich einige typische Punkte:
- Eigene Stromkreise für Backofen, Kochfeld, Geschirrspüler, Waschmaschine und Wäschetrockner
- In der Küche mehrere Steckdosen über der Arbeitsplatte, verteilt auf mehr als einen Stromkreis
- Im Arbeitszimmer genug Steckdosen am Schreibtisch und eine Netzwerkdose
- Im Wohnzimmer eine gut bestückte TV-Wand mit Strom, Netzwerk und eventuell Antenne
- Vorbereitung für eine Klimaanlage, falls sie irgendwann kommen soll
- Ein Verteiler mit Reserveplätzen für spätere Erweiterungen oder Smart-Home-Module
Wie viele Steckdosen und Stromkreise sinnvoll sind, hängt davon ab, wie Sie wohnen und welche Geräte Sie nutzen. Gehen Sie die Räume mit dem Elektrotechniker einzeln durch und planen Sie lieber eine Steckdose mehr ein. Nachrüsten ist später deutlich mühsamer.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
- Wandaufbau: In Beton, etwa in Wohnbauten ab den 1960er-Jahren, wird langsamer gefräst. Ziegelmauerwerk geht leichter, staubt aber stark. Im Gründerzeit-Altbau mit Holztramdecken und Putz auf Schilfrohr ist oft Fingerspitzengefühl nötig.
- Neubau oder Sanierung: Bei einer Sanierung müssen zuerst die alten Leitungen raus und die Wände ausgebessert werden.
- Anzahl der Punkte und Stromkreise: Jede zusätzliche Steckdose, Leuchte und jeder eigene Stromkreis bedeutet mehr Arbeit und Material.
- Ausstattung: Designschalter, Dimmer, USB-Steckdosen oder Smart-Home-Module brauchen bei der Komplettierung mehr Zeit.
- Zustand der Wohnung: Eine leere, unbewohnte Wohnung und ein fertiger Möbelplan sparen Zeit.
- Spätere Änderungen: Wird eine Steckdose nach dem Verputzen versetzt, muss die Wand erneut aufgestemmt und repariert werden.
Typische Fehler
- Zu wenige Steckdosen, vor allem in der Küche, an der TV-Wand, am Bett und am Schreibtisch. Mehrfachsteckdosen erhöhen dann das Risiko einer Überlastung
- Steckdosen hinter dem Kasten oder der Küchenzeile, weil die Möbel bei der Planung nicht bedacht wurden
- Ein einziger Stromkreis für die ganze Küche, sodass beim normalen Kochen die Sicherung fällt
- Ein zu kleiner Verteiler ohne freie Plätze
- Fehlende FI-Schalter, die vor gefährlichen Stromschlägen schützen
- Kein Stromlaufplan und kein Elektrobefund
In der Praxis bewährt es sich, Leerrohre in Decken und Wände zu legen, auch für Dinge, die heute noch nicht geplant sind. Nachträglich in fertige Wände zu stemmen, ist deutlich aufwendiger.
Wer die Arbeit macht und was Sie vorher klären
Eine neue Elektroinstallation darf nur ein konzessionierter Elektrotechniker ausführen. Das gilt auch für Arbeiten am Zählerplatz und für den Anschluss an das Netz, die er mit dem Netzbetreiber abstimmt. Das ist keine Aufgabe für Heimwerker: Ein Anschlussfehler kann zu Stromschlag oder Brand führen, und die Versicherung muss dann unter Umständen nicht zahlen.
In einer Eigentumswohnung sprechen Sie vorab mit der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft. Steigleitung, Zählerplatz und Hauptleitung gehören in der Regel zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Informieren Sie die Hausverwaltung auch rechtzeitig über die lauten Stemm- und Fräsarbeiten, damit die Nachbarn Bescheid wissen. Als Mieter sprechen Sie das Vorhaben vorher mit dem Vermieter ab. Gehört zur Sanierung auch das Entfernen einer Wand, ziehen Sie bei tragenden Wänden unbedingt einen Statiker oder Baumeister bei.
Geplant und ausgeführt wird nach ÖVE/ÖNORM E 8101 für Niederspannungsanlagen. Dass die Vorgaben eingehalten wurden, belegt der Elektrobefund.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Gehen Sie bei der Abnahme durch die ganze Wohnung und achten Sie auf diese Punkte:
- Steckdosen und Schalter sitzen in einheitlicher Höhe, gerade, fest und bündig mit der Wand
- Jede Steckdose hat Spannung, jede Leuchte schaltet am richtigen Schalter
- Im Bad passen Schutzart und Lage der Geräte zu den Schutzbereichen
- Der Verteiler hat FI-Schalter, und deren Prüftaste löst aus
- Jede Sicherung ist verständlich beschriftet, zum Beispiel „Steckdosen Küche“
- Im Verteiler sind Reserveplätze frei geblieben
- Sie haben einen Stromlaufplan und den Elektrobefund mit Messwerten erhalten
- Von der Rohinstallation gibt es Fotos der Wände mit Leitungen vor dem Verputzen
Häufige Fragen
Das hängt vom Wandaufbau und vom Umfang ab. Die Rohinstallation dauert meist mehrere Tage, in Betonwänden auch länger. Dazu kommt die Zeit für Verputzen und Ausmalen, bevor die Komplettierung starten kann.
Bei einer kompletten Erneuerung eher nicht. Der Strom ist oft abgeschaltet, das Fräsen macht viel Staub und überall liegt Werkzeug. Wenn es möglich ist, wohnen Sie in dieser Zeit besser woanders.
Für eine 3-Zimmer-Wohnung reicht oft ein genauer Plan, den Sie mit dem Elektrotechniker in den Grundriss einzeichnen. Bei Smart-Home oder vielen Sonderwünschen lohnt sich eine ausführlichere Planung, weil sie Umbauten vermeidet und die Stromkreise sauber aufteilt.
Bei einer Sanierung wird fast immer unter Putz verlegt, weil die Leitungen versteckt und gut geschützt sind. Kabelkanäle gehen schneller, bleiben aber sichtbar. Sie passen dort, wo nicht in die Wand eingegriffen werden kann, zum Beispiel bei denkmalgeschützten Oberflächen.
Wenn der Rest der Wohnung noch alte Leitungen ohne Schutzleiter und ohne FI-Schalter hat, löst eine Teilerneuerung das Problem nicht. In älteren Wohnungen ist es meist sinnvoller, die Installation in einem Zug komplett zu erneuern.
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