Preisverzeichnis 2026 · Österreich

Elektroinstallation in der 5-Zimmer-Wohnung: Montage und Fertigstellung

Die komplette Elektroinstallation in einer 5-Zimmer-Wohnung gehört zu den größten Arbeiten bei einer Wohnungssanierung. Das Paket „Montage und Fertigstellung“ umfasst den ganzen Weg von der leeren Wand bis zur funktionierenden Steckdose: Schlitze, Dosen, Leitungen, neuer Wohnungsverteiler

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Roh- und Feininstallation
€ 3243,00
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€ 3243,00 - € 3243,00
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Elektroinstallation5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Pauschalpakete
Elektroinstallation Wohnung (5 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.€ 3 243,00-
Elektroinstallation Wohnung (1 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.€ 1 656,00-
Elektroinstallation Wohnung (2 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.€ 1 932,00-
Elektroinstallation Wohnung (3 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.€ 2 139,00-
Elektroinstallation Wohnung (4 Zimmer) - Roh- und FeininstallationStk.-
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Was das Paket Montage und Fertigstellung umfasst

Pauschal heißt: Die Arbeit wird für die ganze Wohnung angeboten, nicht für jede Steckdose einzeln. Damit das fair funktioniert, müssen beide Seiten wissen, was enthalten ist und was nicht. In einer 5-Zimmer-Wohnung ist das wichtiger als in einer Garçonnière, weil die Zahl der Auslässe stark schwanken kann.

Rohinstallation (Montage)

  • Anzeichnen der Leitungswege und Dosenpositionen nach dem vereinbarten Plan
  • Schlitze fräsen und Dosenlöcher bohren
  • Setzen der Schalter-, Abzweig- und gegebenenfalls Geräteverbindungsdosen
  • Verlegen der Leitungen für Licht- und Steckdosenkreise, Küche, Bäder und eigene Gerätekreise
  • Montage und Verdrahtung des neuen Wohnungsverteilers
  • Anschluss an die Zuleitung vom Zählerkasten im Stiegenhaus, sofern vereinbart
  • Zusätzlicher Schutzpotentialausgleich in den Bädern, wo erforderlich

Fertigstellung

Die Fertigstellung kommt erst nach Verputz, Spachtelung und Malerarbeiten. Der Elektriker setzt Steckdosen, Schalter und Dimmer, schließt die Klemmen für die Leuchten an, bestückt den Verteiler mit den Schutzgeräten und prüft alles durch. Jetzt zeigt sich, ob die Rohinstallation sauber war: Eine zu tief oder schief gesetzte Dose lässt sich bei der Fertigstellung nur mehr mühsam korrigieren.

Was meist nicht dabei ist

Üblicherweise extra geregelt werden das Verschließen der Schlitze, die Montage der Leuchten (vor allem Luster und LED-Streifen), Schwachstrom wie Netzwerk, TV, Gegensprechanlage oder Alarm, Smart Home, eine Erneuerung der Steigleitung im Haus und eine Erhöhung der Anschlussleistung beim Netzbetreiber. Die Schalter und Steckdosen suchen sich viele Kunden selbst aus. Klären Sie daher vorab, wer sie liefert. Fragen Sie auch ausdrücklich, ob die Erstprüfung mit Prüfbefund im Paket enthalten ist.

Worin sich die 5-Zimmer-Wohnung von den kleineren Varianten unterscheidet

Im Preisverzeichnis finden Sie dieselbe Arbeit auch für die 1-, 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnung, jeweils auf einer eigenen Seite. Das Prinzip bleibt gleich, aber mit der Größe ändert sich nicht nur die Zahl der Steckdosen. Es ändert sich das Konzept der ganzen Anlage.

  • 1- und 2-Zimmer-Wohnung: wenige Stromkreise, ein kleiner ein- oder zweireihiger Verteiler, Arbeit für ein bis zwei Elektriker über einige Tage. Küche und Bad sind die einzigen aufwendigeren Stellen.
  • 3-Zimmer-Wohnung: die klassische Familienwohnung. Mehr Kreise, der Verteiler braucht meist schon mehrere Reihen, das Konzept bleibt aber überschaubar.
  • 4-Zimmer-Wohnung: oft schon zwei Bäder oder ein eigenes WC mit Handwaschbecken, mehr Geräte und längere Wege.
  • 5-Zimmer-Wohnung: der größte Umfang. Typisch sind zwei Bäder, eine große Küche mit Induktionskochfeld, ein Arbeitszimmer mit vielen Steckdosen, ein Schrankraum, manchmal Klimageräte in mehreren Räumen. Die Zahl der Kreise erfordert einen mehrreihigen Verteiler und eine durchdachte Aufteilung auf mehrere FI-Schutzschalter.

Was das in der Praxis bedeutet:

  • Längere Leitungen: Vom Verteiler bis zum entferntesten Zimmer kommt einiges an Länge zusammen. Bei leistungsstarken Geräten muss der Elektriker auf den Spannungsfall achten und den Querschnitt passend wählen.
  • Mehrere FI-Schutzschalter: Hängt die ganze große Wohnung an einem einzigen FI, fällt bei einem Fehler alles aus. Die Kreise werden deshalb auf mehrere FI verteilt oder wichtige Kreise bekommen einen eigenen FI/LS-Schalter.
  • Anschlussleistung: Eine große Wohnung mit Induktion, Backrohr, zwei Boilern und Klimaanlage kann an die Grenze der vorhandenen Absicherung kommen. Dann wird eine höhere Anschlussleistung beim Netzbetreiber zum Thema.
  • Größere Partie: Für die Rohinstallation kommen meist mehrere Monteure gleichzeitig, sonst würde die Elektrik die anderen Professionisten wochenlang aufhalten.
  • Höheres Risiko für Planungslücken: In fünf Zimmern vergisst man leicht die Steckdose beim Bett oder den Schalter beim zweiten Eingang ins Wohnzimmer. Ein guter Plan zählt hier mehr als in einer kleinen Wohnung.

Vorbereitung, bevor der Elektriker kommt

Plan für Steckdosen und Licht

Den größten Wert hat ein Plan, der entsteht, bevor jemand den ersten Schlitz fräst. Ein Grundriss mit eingezeichneten Möbeln reicht: Wo steht das Bett, der Schreibtisch, der Fernseher, die Küchenzeile, die Waschmaschine, der Trockner? Erst dann werden Steckdosen und Schalter eingetragen. Warum diese Reihenfolge? Weil eine Steckdose hinter dem Kasten nutzlos ist und einen Schalter hinter der offenen Tür niemand findet. Für die Küche holen Sie sich vom Küchenstudio den Plan mit den Gerätepositionen, sonst müssen Dosen oft versetzt werden.

Abstimmung mit Hausverwaltung und Eigentümern

Im Mehrparteienhaus sind Sie nicht allein. Die Zuleitung kommt aus dem Allgemeinbereich, der Zähler gehört dem Netzbetreiber, und manche Wände sind tragend. Informieren Sie vor Beginn die Hausverwaltung oder die Wohnungseigentümergemeinschaft, vereinbaren Sie die Abschaltung der Zuleitung und den Zugang zum Zählerkasten im Stiegenhaus. Viele Häuser haben eigene Regeln für laute Arbeiten und den Schuttabtransport.

Netzbetreiber

Planen Sie mehr Leistung, etwa für Induktion, eine Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung oder eine Ladestation in der Hausgarage, klärt der Elektrotechniker die nötige Anschlussleistung mit Ihrem Netzbetreiber ab. Das dauert eine Weile, kümmern Sie sich also parallel zur Planung darum und nicht erst am Ende.

Zustand der Wohnung

Die Wohnung sollte leer sein, alte Fliesen und morscher Verputz an den Schlitzstellen entfernt und neue Zwischenwände bereits stehen. Der Elektriker muss wissen, wo die endgültigen Wände sind, sonst zeichnet er blind. Für das Werkzeug braucht es Baustrom, etwa einen Baustromverteiler oder einen vereinbarten provisorischen Kreis.

So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab

  1. Abschalten und Rückbau der alten Anlage. Alte Leitungen bleiben oft stillgelegt in der Wand, wenn das Herausziehen den Verputz beschädigen würde. Entscheidend ist, dass nirgends etwas unter Spannung bleibt.
  2. Rundgang mit Ihnen und Anzeichnen aller Dosen und Leitungswege an den Wänden. In einer 5-Zimmer-Wohnung dauert das oft einen ganzen Tag, und dieser Tag lohnt sich.
  3. Schlitze fräsen und Dosen bohren. Verwendet wird eine Mauernutfräse mit Absaugung, die den Staub deutlich reduziert. Die Leitungen laufen senkrecht und waagrecht in festgelegten Installationszonen, nie schräg über die Wand.
  4. Dosen in Gips oder Schnellzement setzen. Sie müssen bündig mit der späteren Wandoberfläche sitzen, also unter Berücksichtigung von Verputz- oder Fliesenstärke.
  5. Leitungen verlegen. Je nach Ausführung werden Mantelleitungen direkt verlegt oder Installationsrohre gelegt, in die später die Drähte eingezogen werden. Jeder Kreis wird am Verteilerende beschriftet.
  6. Verteiler setzen und Zuleitung anschließen. Die Zuleitung aus dem Stiegenhaus wird erst nach Absprache mit der Hausverwaltung und in abgeschaltetem Zustand angeschlossen.
  7. Kontrollmessung der Rohinstallation und Fotodokumentation aller Leitungswege vor dem Verschließen. Diese Fotos sind später Gold wert, wenn Sie in die Wand bohren.
  8. Schlitze verputzen, spachteln, malen, verfliesen. Das übernehmen andere Professionisten.
  9. Fertigstellung: Schalter und Steckdosen einbauen, Verteiler bestücken, Leuchtenklemmen anschließen.
  10. Abschließende Messung und Erstprüfung durch den Elektrotechniker nach ÖVE/ÖNORM E 8101, Übergabe von Prüfbefund und Anlagendokumentation.

Zusammenspiel mit den anderen Gewerken

Der Elektriker kommt zweimal, dazwischen arbeiten andere. Die Rohinstallation folgt nach Abbruch und Zwischenwänden, aber vor Verputz, Spachtelung, Estrich und Fliesen. Mit dem Installateur muss abgestimmt sein, wie sich Leitungen und Wasserrohre in Bad und Küche kreuzen, und zwar nach Plan und nicht zufällig. Bei Fußbodenheizung muss klar sein, wo Thermostat und Fühler sitzen.

Der Fliesenleger braucht die Dosenpositionen, um sauber auszuschneiden, ideal mittig in der Fliese oder in der Fuge. Der Trockenbauer muss wissen, wo Einbauspots hinkommen, bevor er die Decke schließt. Der Maler streicht vor der Fertigstellung, nicht danach, sonst landen Farbspritzer auf den Abdeckrahmen.

Wie lange es dauert

Die Rohinstallation in einer 5-Zimmer-Wohnung dauert mit einer eingespielten Partie meist ein bis zwei Wochen, je nach Wandmaterial und Zahl der Auslässe. Die Fertigstellung geht schneller, meist einige Tage. Dazwischen liegen Verputz, Trocknung und Malerarbeiten, oft mehrere Wochen. Gips unter den Dosen zieht rasch an, der Verputz in den Schlitzen muss aber laut Herstellerangabe trocknen, bevor gespachtelt wird.

Materialien und Ausführungsvarianten

Leitungen und Rohre

In Wohnungen wird Kupfer verwendet. In Österreich sind zwei Wege verbreitet: Mantelleitungen direkt im Schlitz oder Installationsrohre mit eingezogenen Einzeldrähten. Rohre sind etwas aufwendiger, erlauben aber später das Nachziehen zusätzlicher Leitungen, was in einer großen Wohnung oft geschätzt wird. Lichtkreise haben üblicherweise 1,5 mm², Steckdosenkreise 2,5 mm². Das Kochfeld bekommt eine eigene mehradrige Zuleitung zur Herdanschlussdose, meist als Drehstrom, nach den Vorgaben des Geräteherstellers. Bei langen Wegen zu starken Verbrauchern kann der Elektriker einen größeren Querschnitt wählen.

Verteiler

Für eine große Wohnung wählt man einen mehrreihigen Verteiler mit Reserveplätzen. Die Reserve zahlt sich aus: Kommt später eine Klimaanlage oder Ladestation dazu, bleibt der Kasten derselbe. Ein Unterputzverteiler sieht schöner aus, braucht aber eine ausreichend starke Wand. In tragende Betonwände sollte man keine großen Öffnungen stemmen, dann bietet sich ein Aufputzverteiler oder ein anderer Standort an.

Schutzgeräte

  • FI-Schutzschalter 30 mA: schützt Menschen bei Berührung. Heute auf Steckdosenkreisen und in Bädern Standard.
  • FI/LS-Schalter: vereint Fehlerstrom- und Leitungsschutz für einen einzelnen Kreis. Bei einem Fehler fällt nur dieser Kreis aus, nicht die halbe Wohnung. Bei fünf Zimmern sinnvoll, etwa für Kühlschrank oder Arbeitsplatz-PC.
  • Überspannungsschutz: schützt die Elektronik vor Spannungsspitzen aus dem Netz. Ob und welche Ausführung passt, beurteilt der Elektriker anhand der Hausanlage.

Dosen und Schalterprogramm

In Gipskarton kommen Hohlwanddosen, in Ziegel und Beton klassische Unterputzdosen. Tiefere Dosen erleichtern das Anschließen, vor allem bei vielen Leitungen oder einem Dimmer. Bei Schaltern und Steckdosen liegt der Unterschied zwischen billig und gut vor allem in den Klemmen und der Mechanik. In fünf Zimmern sind es sehr viele Stück, und die Ersparnis pro Stück zeigt sich später oft als lockere Steckdose.

Klassische Schalter oder Smart Home

Wenn Sie über eine smarte Steuerung von Licht und Jalousien nachdenken, entscheiden Sie das vor der Rohinstallation. Manche Systeme brauchen einen Neutralleiter in jeder Schalterdose, andere eine eigene Busleitung wie bei KNX oder tiefere Dosen. In der fertigen Wohnung lässt sich das nur schwer nachrüsten.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Der Aufwand hängt nicht nur von der Zimmerzahl ab. Zwei gleich große Wohnungen können sich deutlich unterscheiden.

Leichter wird es durch:

  • Einen fertigen, abgestimmten Plan, der sich während der Arbeit nicht mehr ändert
  • Eine leere Wohnung mit fertigen Zwischenwänden
  • Vorsatzschalen und abgehängte Decken, in denen Leitungen ohne Schlitze laufen
  • Ziegelwände, die sich leichter fräsen lassen als Beton
  • Einen gut zugänglichen Zählerkasten und eine kooperative Hausverwaltung

Schwerer wird es durch:

  • Stahlbetonwände, in denen Fräsen langsam geht und in tragenden Teilen nur eingeschränkt möglich ist
  • Decken ohne Abhängung, wenn Leitungen zu den Leuchten im Deckenputz oder in Deckenschlitzen geführt werden müssen
  • Planänderungen während der Arbeit, also neue Schlitze und versetzte Dosen
  • Viele Sonderpunkte: Fußbodenheizung in zwei Bädern, Klimageräte, elektrische Jalousien, versenkbare Steckdosen in der Küche
  • Zusammengelegte Wohnungen mit zwei ursprünglichen Zuleitungen und eventuell einem Zähler, der wegfällt
  • Gründerzeit-Altbau mit hohen Räumen, Gewölben oder Holzdecken, wo Leitungswege mehr Überlegung brauchen

Bei tragenden Wänden gilt: Tiefe waagrechte Schlitze können die Wand schwächen. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Wände tragen, fragen Sie bei der Hausverwaltung nach den Plänen des Hauses oder lassen Sie es von einem Baumeister oder Statiker beurteilen.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Zu wenige Steckdosen im Arbeitszimmer und beim Bett: zeigt sich gleich nach dem Einzug als Verlängerungskabel am Boden. In der großen Wohnung passiert das vor allem in Zimmern, die bei der Planung „noch keinen Zweck“ hatten.
  • Dosen zu tief oder vorstehend: Rahmen liegen nicht an, Steckdosen wackeln.
  • Alles auf einem FI: Ein defektes Gerät legt die ganze Wohnung lahm, samt Kühlschrank.
  • Unbeschriftete Kreise im Verteiler: Im Störfall weiß niemand, was abzuschalten ist.
  • Schräge Leitungswege: Beim Bohren für das Regal trifft man die Leitung.
  • Zu schwache Küchenzuleitung: Die Induktion löst aus oder lässt sich nicht nach Herstellerangabe anschließen.
  • Vergessener Schwachstrom: Netzwerkkabel werden nach dem Ausmalen nur mehr in Kabelkanälen verlegt.
  • Fehlende Fotodokumentation: Bei späteren Umbauten wird mit dem Leitungssucher und mit Risiko gesucht.

Zur Sicherheit: Die Elektroinstallation darf nur ein konzessionierter Elektrotechniker ausführen, und vor der Inbetriebnahme ist sie zu prüfen. Kein Teil der eigentlichen Elektroarbeit eignet sich für Eigenleistung. Riechen Sie während der Arbeiten Gas, betätigen Sie keine Schalter, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie den Gasnotruf 128 oder den Notruf 112.

Anleitung für Heimwerker: was Sie selbst vorbereiten können

An der Elektrik selbst haben Sie nichts zu tun. Sie können aber viel dazu beitragen, dass die Arbeit in fünf Zimmern rund läuft und nichts vergessen wird:

  1. Grundriss besorgen oder maßstäblich aufzeichnen.
  2. Alle Möbel, Geräte und Türanschläge in jedem Zimmer einzeichnen.
  3. Für jedes Zimmer festlegen, wie es genutzt wird, auch für Gäste- oder Hobbyräume.
  4. Gewünschte Steckdosen, Schalter, Leuchten und Netzwerkdosen mit Farbe eintragen.
  5. Küchenplan mit Gerätepositionen vom Küchenstudio anfordern und beilegen.
  6. Liste der großen Verbraucher mit Leistungsangaben aus den Datenblättern erstellen.
  7. Wohnung vollständig ausräumen und Zugang zum Zählerkasten mit der Hausverwaltung klären.
  8. Vor dem Verputzen jede Wand mit den Leitungen fotografieren, mit Zollstock im Bild.
  9. Fotos zimmerweise ablegen und zusammen mit dem Plan aufbewahren.

Kontrolle der fertigen Arbeit und Übergabe

Nehmen Sie sich für die Übernahme genug Zeit und gehen Sie Zimmer für Zimmer durch. Schalten Sie jedes Licht ein, testen Sie jede Steckdose, etwa mit einem einfachen Steckdosentester, und drücken Sie bei jedem FI die Prüftaste. Lassen Sie sich den Verteiler erklären.

  • Prüfbefund und Anlagendokumentation sind übergeben und unterschrieben
  • Alle Kreise im Verteiler sind lesbar beschriftet und stimmen mit der Wirklichkeit überein
  • Jeder FI-Schutzschalter löst beim Drücken der Prüftaste aus
  • Alle Steckdosen und Schalter sitzen fest und gerade, die Rahmen liegen an der Wand an
  • Jedes Licht schaltet von den vereinbarten Stellen, bei Wechselschaltung von beiden
  • Die Küchenzuleitung für Kochfeld und Backrohr entspricht den Herstellerangaben
  • In den Bädern ist der Potentialausgleich ausgeführt und die Geräte passen zu den Schutzbereichen bei Wanne und Dusche
  • Es gibt keine offenen Leitungsenden und keine Dosen ohne Abdeckung
  • Fotodokumentation und aktueller Bestandsplan liegen vor
  • Zusätzliche oder entfallene Auslässe sind im Übergabeprotokoll festgehalten

Häufige Fragen

Bei einer Generalsanierung ist das in aller Regel vernünftig. Alte Leitungen haben oft keinen eigenen Schutzleiter, Aluminium wird mit den Jahrzehnten spröde, Klemmstellen lockern sich und werden warm. Die alte Anlage war auch nicht für heutige Geräte ausgelegt. Wenn die Wände ohnehin offen sind, ist das der richtige Zeitpunkt.

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