Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage einer Gipskarton-Trennwand mit Knauf Habito Platten (extreme Festigkeit/Tragfähigkeit)

Eine Trennwand aus Knauf Habito oder Diamant sieht aus wie jede andere Trockenbauwand. Der Unterschied liegt in der Platte: Ihr Kern ist dichter und härter. Sie hält Stöße besser aus, und man kann Dinge fester daran befestigen. Gewählt wird sie vor allem, wenn an der neuen Wand Küchenkästen, ein Fernseher oder Regale hängen sollen und Sie

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
12,63 €/ m²
Richtwert-Spanne
2,10 € - 42,22 €
Wohnung 60 m²
1895,00 €
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Trockenbau10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Trockenbaukonstruktionen
Trockenbauwand mit Hartgipsplattenm²-
Gipskartonwand einfach beplanktm²27,14 €-
Trockenbau-Trennwand doppelt beplanktm²-
Gipskarton-Vorsatzschalem²24,12 €-
Gipskartondecke gerade abhängenm²33,17 €-
Gipskarton-Dachschrägenbekleidungm²42,22 €-
Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion)m²-
Dampfbremse in GK-Decke einbauenm²2,10 €-
Trockenbaudämmungm²5,28 €-
Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Deckenm²4,52 €-
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Habito oder Diamant: welche Platte wofür

Beide gehören zu den Gipsplatten mit erhöhter Festigkeit. Sie haben aber unterschiedliche Stärken.

  • Habito ist vor allem für Lasten gedacht. Laut Hersteller trägt eine richtig eingedrehte Schraube direkt in der Platte ungefähr 20 kg, ohne Dübel. Das passt gut für Küche, Wohnzimmer, Schrankraum und Arbeitszimmer.
  • Diamant wählt man vor allem wegen der harten Oberfläche und des besseren Schallschutzes zwischen Räumen. Die Platte eignet sich dort, wo die Wand Stöße aushalten muss und Ruhe wichtig ist, etwa zwischen Schlaf- und Wohnzimmer oder im Büro.

Warum reicht eine normale Gipskartonplatte nicht? In einfachen Gipskarton hängen Sie einen schweren Kasten nur mit Hohlraumdübeln oder an eine Verstärkung, die schon beim Bau in die Wand eingesetzt wurde. Bei der harten Platte verteilt sich die Last im Kern. Sie können also freier entscheiden, wo später etwas hängt. Für sehr schwere Dinge wie ein Wand-WC, ein Waschbecken oder ein massives Bücherregal plant man trotzdem ein Montageelement oder eine verstärkte Unterkonstruktion ein.

So entsteht die Wand Schritt für Schritt

Der Ablauf gleicht dem einer normalen Ständerwand. Die harten Platten verzeihen aber keine Ungenauigkeiten, und sie brauchen andere Schrauben und anderes Werkzeug.

  1. Lage der Wand ausmessen, auf Boden, Decke und angrenzenden Wänden anzeichnen und festhalten, wo Tür, Leitungen und schwere Gegenstände hinkommen.
  2. UW-Profile an Boden und Decke setzen, darunter ein Dichtungsband für den Schallschutz kleben und die Profile im tragfähigen Untergrund befestigen.
  3. CW-Profile im vorgegebenen Abstand einstellen. Üblich sind 62,5 cm, je nach System auch weniger. Lot und Flucht prüfen.
  4. An der Tür verstärkte UA-Profile oder Profile mit Holzeinlage verwenden, damit der Türstock beim Zuschlagen nicht nachgibt.
  5. Leitungen vorbereiten. Die Elektroinstallation in der Wand darf nur ein konzessionierter Elektrotechniker anschließen und in Betrieb nehmen.
  6. Eine Seite beplanken, Mineralwolle einlegen und die zweite Seite beplanken. Die Platten mit Schnellbauschrauben für harte Platten befestigen. Die Schraubabstände nach Herstellerangabe wählen, die Fugen beider Seiten versetzt anordnen.
  7. Fugen mit Bewehrungsstreifen spachteln, Kantenschutz setzen, schleifen und die Oberfläche für Grundierung und Anstrich oder Fliesen vorbereiten.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Zwei Wände mit gleicher Fläche können sehr unterschiedlich viel Arbeit machen. Diese Punkte spielen die größte Rolle:

  • Die Raumhöhe: Hohe Wände brauchen stärkere Profile, und gearbeitet wird vom Gerüst aus
  • Die Zahl der Türen, Ecken und Nischen sowie Anschlüsse an schräge oder schiefe Wände, wie sie im Altbau, etwa in Gründerzeithäusern, häufig vorkommen
  • Die Zahl der Plattenlagen pro Seite und die Anforderungen an den Schallschutz
  • Die Menge der Leitungen, Dosen und Durchbrüche, die ausgespart werden müssen
  • Die gewünschte Oberflächengüte: Eine Wand im Streiflicht oder mit glänzender Farbe braucht eine höhere Qualitätsstufe (Q3 oder Q4) und mehr Spachtelarbeit
  • Der Zugang zur Baustelle, das Tragen der schweren Platten über die Stiege in obere Stockwerke eines Mehrparteienhauses und die Arbeit in einer bewohnten Wohnung

Rechnen Sie auch damit, dass Platten mit erhöhter Festigkeit schwerer sind und sich schlechter schneiden lassen. Die Montage dauert deshalb meist länger als bei normalem Gipskarton.

Fehler, die die Festigkeit zunichtemachen

Eine teurere Platte allein macht noch keine stabile Wand. In der Praxis liegt das Problem oft nicht am Material, sondern an Details der Montage.

  • Normale Schrauben in harter Platte: Sie greifen nicht, reißen den Karton auf oder bleiben stehen. Nehmen Sie Schrauben, die für den Plattentyp vorgesehen sind.
  • Zu wenige Schrauben oder zu weit gesetzte Profile: Die Wand biegt sich unter Last durch, und an den Fugen entstehen Risse.
  • Ungenaue Unterkonstruktion: Schiefe Profile gleicht die Platte nicht aus. Das sieht man später an der Spachtelung und an den hängenden Kästen.
  • Teile aus verschiedenen Systemen gemischt: Der Hersteller gibt seine Werte für seinen Systemaufbau an. Bei gemischten Teilen gelten sie nicht.
  • Keine Verstärkung an der Tür: Der Türstock lockert sich mit der Zeit, und rundherum bilden sich Risse.
  • Zu viel Last an einem Punkt: Auch Habito hat Grenzen. Hängen Sie Schweres an mehrere Schrauben oder an eine Schiene, die die Last verteilt.

Absprache mit der Hausverwaltung

In einer Eigentumswohnung sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft. Das gilt vor allem, wenn in Decken gebohrt oder an gemeinsamen Leitungen gearbeitet wird. Als Mieter klären Sie den Umbau zuerst mit dem Vermieter. Sagen Sie der Hausverwaltung und den Nachbarn auch rechtzeitig Bescheid, wann laute Arbeiten wie Bohren und Schrauben anstehen. Eine leichte Trockenbauwand beeinflusst die Statik normalerweise nicht. Soll gleichzeitig eine tragende Wand verändert werden, brauchen Sie einen Statiker.

So prüfen Sie die fertige Wand

Lassen Sie sich bei der Abnahme zeigen, welche Platten und Schrauben verbaut wurden. Sehen Sie sich die Wand im seitlichen Licht an.

  • Die Wand steht lotrecht und eben, eine angelegte Richtlatte zeigt in keiner Richtung größere Spalten
  • Der Plattentyp ist auf den Platten lesbar, oder Sie haben einen Lieferschein
  • Fugen und Ecken sind ohne Risse, Blasen und sichtbare Streifen verspachtelt
  • Die Schraubenköpfe sitzen knapp unter der Oberfläche und haben den Karton nicht durchstoßen
  • Die Tür schließt leicht, der Türstock bewegt sich beim Zuschlagen nicht
  • Die Anschlüsse an Decke und Wände sind elastisch abgedichtet und ohne offene Fugen
  • Dosen und Auslässe sitzen an den vereinbarten Stellen, und bei neuer Elektroinstallation liegt ein Prüfbefund des Elektrotechnikers vor
  • Sie haben notiert, wo Leitungen und Profile verlaufen, damit Sie später beim Bohren nichts beschädigen

Häufige Fragen

Ja, genau dafür wird Habito meist gewählt. Die Kästen hängen in der Regel an einer Aufhängeschiene oder an mehreren Schrauben, damit sich die Last verteilt. Beachten Sie die Angaben des Plattenherstellers und des Küchenherstellers.

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