Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Trockenbaukonstruktionen | ||||
| Gipskartonwand einfach beplankt | m² | 27,14 € | - | |
| Trockenbau-Trennwand doppelt beplankt | m² | - | ||
| Gipskarton-Vorsatzschale | m² | 24,12 € | - | |
| Gipskartondecke gerade abhängen | m² | 33,17 € | - | |
| Gipskarton-Dachschrägenbekleidung | m² | 42,22 € | - | |
| Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion) | m² | - | ||
| Trockenbauwand mit Hartgipsplatten | m² | - | ||
| Dampfbremse in GK-Decke einbauen | m² | 2,10 € | - | |
| Trockenbaudämmung | m² | 5,28 € | - | |
| Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Decken | m² | 4,52 € | - | |
Einlagig oder doppelt beplankt: worin der Unterschied liegt
Das Ständerwerk ist bei beiden Varianten gleich. Am Boden und an der Decke werden UW-Profile befestigt, in diese stellt man senkrechte CW-Profile. Den Hohlraum füllt in der Regel Mineralwolle. Der Unterschied liegt in der Zahl der Plattenlagen.
- Einlagig beplankt heißt: eine Platte pro Seite, meist 12,5 mm dick. Mit einem 75er-Profil ist die Wand rund 100 mm stark. Sie ist leichter, schneller gebaut und passt gut für normale Raumteilungen, einen Schrankraum, ein Vorzimmer oder ein Arbeitszimmer, solange nichts Schweres an der Wand hängen soll.
- Doppelt beplankt heißt: zwei Platten pro Seite mit versetzten Fugen, bei gleichem Profil etwa 125 mm stark. Diese Wand ist steifer, stoßfester, dämpft Schall besser und hält Lasten sicherer. Sie lohnt sich zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer, beim Kinderzimmer, im Homeoffice oder dort, wo Küchenkästen, Fernseher oder Regale hängen sollen.
Warum dämmt die doppelte Beplankung besser? Eine schwerere Schale lässt sich vom Schall schwerer in Schwingung bringen, und versetzte Fugen bilden keinen durchgehenden Spalt. Ob die Wand am Ende wirklich ruhig ist, hängt aber genauso davon ab, wie sorgfältig die Anschlüsse an Decke, Boden und Seitenwände abgedichtet sind.
Auch die Plattenart spielt eine Rolle. In Bad und Küche gehören imprägnierte Platten (die grünen GKBI-Platten, nach EN 520 Typ H2). Wo Brandschutz verlangt wird, kommen Feuerschutzplatten (GKF) zum Einsatz.
So entsteht die Wand Schritt für Schritt
- Einmessen. Mit Laser oder Wasserwaage wird die Wandachse auf Boden, Decke und Seitenwänden angezeichnet, ebenso die Lage der Tür.
- Anschlussprofile. Auf die UW-Profile kommt ein Dichtungsband. Es trennt die Wand von Decke und Boden und bremst die Schallübertragung. Die Profile werden mit Dübeln befestigt, die zum Untergrund passen. Die äußeren CW-Profile an den Seitenwänden bekommen ebenfalls Dichtungsband und werden fest verdübelt.
- Ständer. Die CW-Profile werden in die UW-Profile gestellt, meist im Abstand von 625 mm oder 600 mm, je nach Plattenbreite. So liegt jede Plattenfuge auf einem Profil. An der Türöffnung kommen stabilere UA-Profile zum Einsatz, über der Öffnung ein Sturz.
- Leitungen und Verstärkungen. Bevor die Wand geschlossen wird, verlegt man die Kabel und baut Verstärkungen ein, überall dort, wo später Kästen oder ein Fernseher hängen sollen.
- Erste Seite und Dämmung. Eine Seite wird beplankt, dann kommt Mineralwolle in den Hohlraum, lückenlos und ohne sie zusammenzudrücken.
- Zweite Seite. Die zweite Seite bekommt ebenfalls eine Lage Platten. Die Schrauben setzt man im Abstand nach Herstellerangabe, bei einlagiger Beplankung meist um 25 cm.
- Spachteln und Schleifen. Die Fugen werden gefüllt und ein Bewehrungsstreifen eingelegt, danach folgen weitere Spachtelgänge und das Schleifen. Außenecken erhalten Eckschutzprofile.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Wie viel Aufwand in der Wand steckt, hängt vor allem davon ab, was alles darin passieren soll:
- Wandhöhe: Hohe Wände brauchen breitere oder doppelte Profile und mehr Arbeit beim Hantieren mit den Platten.
- Öffnungen: Jede Tür, jede Revisionsklappe und jeder Leitungsdurchgang bedeutet Verstärkung und genaue Zuschnitte.
- Raumform: Dachschrägen, Nischen und unebene Decken bedeuten viel Schneiden und Anpassen.
- Platten und Dämmung: Imprägnierte, Feuerschutz- oder besonders harte Platten sind schwerer und lassen sich mühsamer schneiden.
- Oberflächenqualität: Die Qualitätsstufen Q1 bis Q4 sind in der einschlägigen ÖNORM für Gipsplattensysteme beschrieben. Für normale Wandfarbe reicht meist Q2. Bei Streiflicht oder glänzender Farbe wird Q3 oder Q4 nötig, das heißt deutlich mehr Spachtelarbeit.
Anleitung für Heimwerker: einlagige Wand in Eigenregie
Eine einfache Wand in normaler Raumhöhe schaffen auch geübte Heimwerker. Die Elektroinstallation in der Wand muss jedoch ein konzessionierter Elektrotechniker übernehmen.
- Wandachse mit dem Laser auf Boden, Decke und Seitenwänden anzeichnen.
- Dichtungsband auf die UW-Profile und die äußeren CW-Profile kleben.
- UW-Profile mit passenden Dübeln an Boden und Decke befestigen.
- CW-Profile im Abstand passend zur Plattenbreite einstellen und mit der Wasserwaage auf Lot prüfen.
- Türöffnung und Stellen für spätere Hängelasten verstärken.
- Kabel und Dosen vom konzessionierten Elektrotechniker setzen lassen.
- Erste Seite beplanken, Plattenfugen auf ein Profil legen und gegeneinander versetzen.
- Mineralwolle lückenlos und ohne Stauchen in den Hohlraum stellen.
- Zweite Seite beplanken, Schraubenköpfe knapp unter die Kartonoberfläche versenken.
- Fugen mit Bewehrungsstreifen spachteln, trocknen lassen, weitere Spachtelgänge auftragen und schleifen.
- Oberfläche vor dem Streichen oder Tapezieren grundieren.
Typische Fehler
- Zu schwach befestigte Profile. Die Wand schwingt und reißt später an den Fugen.
- Fehlendes Dichtungsband. Schall und Vibrationen laufen über Decke und Boden, selbst wenn Dämmung in der Wand steckt.
- Lücken in der Dämmung. Gestauchte oder zu knapp geschnittene Wolle verschlechtert den Schallschutz.
- Fugen neben dem Profil. Liegt ein Plattenstoß frei zwischen zwei Ständern, gibt die Stelle nach und reißt.
- Hastiges Spachteln. Ohne Bewehrungsstreifen oder ohne Trockenzeit zeigen sich nach dem Streichen Risse und Flecken.
- Vergessene Verstärkungen. Ein Hängekasten nur in einer einlagigen Gipsplatte ist ein unnötiges Risiko. Verstärkungen kommen vor dem Beplanken in die Wand, nicht danach.
So prüfen Sie die fertige Wand
- Die Wand steht lotrecht und zeigt mit einer langen Richtlatte keine deutlichen Wellen
- Bei Druck mit der Hand bewegt oder knarzt nichts
- Die Anschlüsse an Decke, Boden und Seitenwänden sind ohne sichtbare Spalten abgedichtet
- Fugen und Schrauben sind nach dem Grundieren auch im Streiflicht nicht zu sehen
- Der Türstock sitzt fest und die Tür schließt, ohne zu schleifen
- Die vereinbarte Qualitätsstufe der Oberfläche ist erreicht
- Sie haben Fotos oder eine Skizze von Verstärkungen und Leitungswegen
Häufige Fragen
Das hängt vom Profil ab. Am häufigsten wird das 75er-Profil verwendet, damit ist die Wand rund 100 mm dick. Mit einem 50er- oder 100er-Profil ändert sich die Stärke entsprechend.
Wenn Sie vor allem einen Raum teilen wollen und an Ruhe und Belastbarkeit keine hohen Ansprüche stellen, etwa beim Schrankraum oder im Vorzimmer. Für Schlafzimmer, Kinderzimmer oder Wände mit Hängekästen ist die doppelt beplankte Wand meist sinnvoller.
Ja, wenn das vorher geplant wird. Vor dem Beplanken kommen Verstärkungen in die Wand, zum Beispiel ein Streifen OSB-Platte oder ein Tragprofil, und daran wird befestigt. Leichte Dinge wie Bilder halten mit speziellen Hohlraumdübeln auch ohne Verstärkung.
Vorgeschrieben ist sie nicht. Ohne Dämmung dämpft die Wand Schall aber kaum, der Hohlraum klingt hohl. In Wohnräumen wird sie deshalb fast immer eingebaut.
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