Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Verlegen und Montage der Dampfbremse/Dampfsperre

Eine Dampfbremse oder Dampfsperre ist eine dünne Folie auf der warmen Innenseite der Wärmedämmung. Sie verhindert, dass feuchte Raumluft in die Dämmung zieht und dort als Wasser ausfällt. Sie brauchen sie, wenn Sie das Dachgeschoss, die Dachschrägen oder die Decke unter einem kalten Dachboden dämmen, im Neubau genauso wie bei der Sanierun

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
2,10 €/ m²
Richtwert-Spanne
1,60 € - 2,80 €
Wohnung 60 m²
317,00 €
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Trockenbau10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Trockenbaukonstruktionen
Dampfbremse in GK-Decke einbauenm²2,10 €-
Gipskartonwand einfach beplanktm²27,14 €-
Trockenbau-Trennwand doppelt beplanktm²-
Gipskarton-Vorsatzschalem²24,12 €-
Gipskartondecke gerade abhängenm²33,17 €-
Gipskarton-Dachschrägenbekleidungm²42,22 €-
Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion)m²-
Trockenbauwand mit Hartgipsplattenm²-
Trockenbaudämmungm²5,28 €-
Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Deckenm²4,52 €-
Summe Arbeit
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Wozu die Folie dient und wo sie hingehört

In jedem Haushalt entsteht viel Wasserdampf: beim Kochen, Duschen, Wäschetrocknen und schon beim Atmen. Warme, feuchte Luft drängt nach draußen. Gelangt sie in die Dämmung und kühlt dort ab, kondensiert sie. Nasse Dämmung dämmt schlechter, Sparren und Balken nehmen Feuchtigkeit auf, Schimmel bildet sich, und auch Gipskartonplatten und Metallprofile leiden.

Deshalb gilt eine einfache Regel: Die Folie gehört immer auf die warme Seite der Dämmung, also zum Raum hin. Zwischen Dämmung und Außenseite hätte sie den gegenteiligen Effekt und würde Feuchtigkeit im Bauteil einsperren.

In der Praxis begegnen Ihnen zwei Situationen:

  • Folie im Steildach: Sie wird unter den Sparren bzw. unter der Zwischensparrendämmung in den Dachschrägen verlegt und schließt an die übrigen Schichten des Dachs an
  • Folie in der Trockenbaudecke: Sie liegt über den Gipskartonplatten und unter der Dämmung der obersten Geschossdecke

Bei der Trockenbaudecke ist die Reihenfolge vom Raum aus nach oben: Gipskartonplatte, Unterkonstruktion, Folie, Dämmung, darüber die Decken- oder Dachkonstruktion. Im Dachgeschoss treffen beide Varianten oft aufeinander, weil die gerade Decke in die Schrägen übergeht. Genau an diesem Übergang darf die Folie nicht unterbrochen sein.

Dampfsperre, Dampfbremse oder feuchtevariable Folie

Umgangssprachlich heißt jede dieser Folien Dampfsperre. Technisch gibt es aber wichtige Unterschiede:

  • Dampfsperre (Polyethylen oder mit Aluminiumschicht): Sie lässt praktisch keinen Dampf durch und passt zu klassischen, außen dichten Aufbauten
  • Dampfbremse: Sie bremst den Dampf nur und lässt das Bauteil kontrolliert austrocknen, gedacht für diffusionsoffene Aufbauten
  • Feuchtevariable Dampfbremse: Sie ändert ihre Durchlässigkeit mit der Luftfeuchte, schützt im Winter die Dämmung und lässt im Sommer Feuchtigkeit nach innen abtrocknen, häufig gewählt im Dachgeschoss und bei Altbausanierungen

Welche Folie richtig ist, hängt vom gesamten Aufbau ab: Welche Unterdeckbahn liegt außen, welche Dämmung wird verwendet, ist das Dach belüftet? Die Grundlagen zum Feuchte- und Wärmeschutz beschreibt in Österreich die ÖNORM B 8110. Die OIB-Richtlinie 6 verlangt außerdem eine dauerhaft luftdichte Gebäudehülle, und die Folie übernimmt im Dach meist genau diese Aufgabe. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie den Aufbau von einem Energieberater, Planer, Baumeister oder erfahrenen Dachdecker beurteilen. Bei Folien mit reflektierender Schicht richtet sich die Ausrichtung nach den Herstellerangaben, meist zeigt die glänzende Seite zum Raum.

Genauso wichtig wie die Folie ist das Systemzubehör: Klebebänder für die Stöße, dauerelastischer Anschlusskleber für Mauerwerk und Manschetten für Kabel, Rohre und Leuchten. Folie und Zubehör sollten vom selben Hersteller stammen, damit sie zuverlässig zusammen halten.

So läuft die Montage ab

  1. Untergrund prüfen: trocken, sauber und ohne scharfe Kanten, die die Folie aufreißen könnten.
  2. Dämmung lückenlos einbauen, damit keine Wärmebrücken entstehen.
  3. Bahnen so einteilen, dass möglichst wenige Stöße entstehen.
  4. Folie mit der richtigen Seite zum Raum verlegen, locker und nicht straff gespannt, und laufend mit Klammern befestigen.
  5. Bahnen überlappen lassen, in der Regel um etwa 10 cm oder nach Herstellerangabe, und jeden Stoß mit Systemklebeband verkleben.
  6. Am Rand an Wände, Giebel und Kniestock mit Anschlusskleber anschließen und mit Latte oder Profil anpressen.
  7. Durchdringungen von Rauchfang, Rohren und Kabeln mit Manschetten oder Klebeband abdichten.
  8. Alles vor dem Schließen kontrollieren, erst dann Unterkonstruktion und Gipskarton montieren.

Bewährt hat sich eine Installationsebene: Unter der Folie wird eine Lattung oder eine Profilebene montiert, und erst darunter kommen die Platten. Kabel und Dosen für Leuchten liegen dann in diesem Zwischenraum, und die Folie bleibt unversehrt. Laufen am Dach noch andere Arbeiten, etwa Konterlattung oder Spenglerarbeiten an Anschlüssen, stimmen Sie die Reihenfolge so ab, dass niemand die fertige Folie beschädigt.

Elektroarbeiten in der Decke darf nur ein konzessionierter Elektrotechniker ausführen. In einer Eigentumswohnung im Mehrparteienhaus sprechen Sie vorher mit der Hausverwaltung bzw. der Wohnungseigentümergemeinschaft. Wenn Sie für die Dämmung Förderungen von Bund und Land nutzen möchten, etwa den Sanierungsbonus, klären Sie die Voraussetzungen vor Beginn der Arbeiten.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Den Aufwand bestimmen vor allem die Details, weniger die Fläche. Einfach ist eine gerade Decke im Neubau mit klarem Grundriss und wenigen Durchdringungen. Mehr Arbeit machen:

  • Dachgeschosse mit gerader Decke und Schrägen, bei denen die Folie sauber von einer Ebene in die andere übergehen muss
  • Viele Einbaustrahler, Lüftungsauslässe oder Lautsprecher in der Decke
  • Dachfenster, Rauchfang und Kniestock, um die herum die Folie zugeschnitten und verklebt wird
  • Sanierungen mit altem, unebenem Mauerwerk, an dem der Anschluss schwerer dicht wird
  • Feuchtevariable Folien und hochwertigeres Systemzubehör
  • Arbeiten hoch unter dem First, für die ein Gerüst nötig ist

Klebebänder und Kleber haben einen Temperaturbereich. Bei Frost oder auf staubigem Untergrund halten sie nicht, deshalb wird die Arbeit im unbeheizten Dachgeschoss im Winter manchmal verschoben.

Typische Fehler beim Verlegen

  • Folie auf der falschen Seite. Ein schwerer Fehler, die Feuchtigkeit bleibt dann direkt im Bauteil
  • Überlappung ohne Klebeband. Eine bloße Überlappung ist nicht dicht, auch wenn es so aussieht
  • Billiges Universalklebeband. Es löst sich mit der Zeit, und der Stoß wird undicht
  • Fehlender Wandanschluss. Eine nur angelegte Folie hinterlässt rundum eine durchgehende Fuge
  • Beschädigte Folie. Beim Montieren der Profile reißt oder durchbohrt man sie leicht, und niemand bessert nach
  • Nachträgliche Löcher für Leuchten. Häufig sieht man, dass Öffnungen in die fertige Decke geschnitten werden und die Folie dort offen bleibt
  • Unterbrechungen in Ecken und am Übergang zur Schräge. Gerade diese Stellen werden oft unterschätzt

Die Folgen zeigen sich meist nicht sofort. Feuchte Flecken, Schimmel in den Ecken oder höhere Heizkosten fallen oft erst nach einigen Heizperioden auf, wenn die Decke längst geschlossen ist und eine Reparatur ihren Rückbau bedeutet.

Abnahme vor dem Schließen der Decke

Prüfen Sie die Folie, bevor Gipskarton oder Verkleidung sie verdecken. Danach sieht man nichts mehr davon. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Die Folie liegt nach Herstellerangabe mit der richtigen Seite zum Raum
  • Alle Bahnen überlappen, jeder Stoß ist vollständig verklebt, ohne Falten und lose Ränder
  • Rundum ist die Folie mit Kleber oder Band an Wände und Giebel angeschlossen
  • Der Übergang zwischen gerader Decke und Schräge ist durchgehend
  • Rauchfang, Rohre und Kabel haben Manschetten oder sind sorgfältig abgeklebt
  • In der Fläche gibt es keine Löcher, Risse oder Einstiche von Klammern und Schrauben
  • Klebebänder und Kleber gehören zum selben System wie die Folie
  • Bei anspruchsvolleren Bauvorhaben wurde die Dichtheit mit einem Blower-Door-Test geprüft

Häufige Fragen

Immer auf die warme Seite der Dämmung, also zum beheizten Raum hin. Bei Folien mit reflektierender Schicht gelten die Herstellerangaben, meist zeigt die glänzende Seite nach innen.

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