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Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Prüfungen und Abnahmen | ||||
| Prüfbefund Elektroinstallation (Wohnung) | Stk. | - | ||
| Prüfbefund Niederspannungs-Hausanschluss | Stk. | - | ||
Was der Elektrobefund ist und wer ihn ausstellen darf
Bei der Prüfung kontrolliert der Elektrotechniker die Anlage und misst die wichtigsten Schutzfunktionen. Das Ergebnis ist ein Protokoll mit einer Beschreibung der Installation, den Messwerten, einer Liste der Mängel und einem klaren Urteil, ob die Anlage sicher betrieben werden kann.
Man unterscheidet zwei Arten der Prüfung:
- Erstprüfung: Sie erfolgt vor der ersten Inbetriebnahme einer neuen oder geänderten Anlage, also nach Neubau, Sanierung oder größerem Umbau der Leitungen. Grundlage ist die ÖVE/ÖNORM E 8101
- Wiederkehrende Prüfung: Sie wird in Abständen wiederholt und zeigt, ob sich der Zustand der Anlage inzwischen verschlechtert hat. Auch hier richtet sich der Elektrotechniker nach den einschlägigen ÖVE/ÖNORM-Bestimmungen
Prüfen darf nur eine Fachkraft mit passender Ausbildung und geeigneten Messgeräten, in der Regel ein konzessionierter Elektrotechniker. Das gilt erst recht für Arbeiten am Verteiler und am Zählerplatz. Fragen Sie im Zweifel nach, ob der Betrieb die Gewerbeberechtigung für Elektrotechnik hat und wer die Prüfung tatsächlich durchführt.
Wann Sie den Elektrobefund für Ihre Wohnung brauchen
Für selbst genutzte Wohnungen gibt es keine feste Prüffrist, wie sie etwa für Betriebe aus dem Arbeitnehmerschutz gilt. Nötig ist eine Prüfung trotzdem oft, zum Beispiel in diesen Situationen:
- Nach einer Sanierung der Elektrik, auch einer teilweisen, etwa nach dem Tausch des Sicherungskastens oder neuen Leitungen in Küche und Bad. Der ausführende Elektrotechniker muss hier ohnehin eine Erstprüfung machen und dokumentieren
- Beim Kauf oder Verkauf: Gesetzlich verlangt wird der Befund meist nicht, aber er sagt viel über den Zustand der Leitungen aus, besonders im Altbau
- Nach Kurzschluss, Brand oder Wasserschaden, um die Ursache zu finden und den Rest der Anlage zu kontrollieren
- Bei Vermietung: Vermieter müssen für eine sichere Anlage sorgen, und ein aktueller Elektrobefund ist dafür ein guter Nachweis. Viele lassen ihn bei jedem Mieterwechsel erneuern
Für ältere Wohnungen wird häufig eine Prüfung etwa alle zehn Jahre empfohlen, bei schlechtem Zustand oder vermieteten Wohnungen eher öfter. Wohnen kleine Kinder oder ältere Menschen im Haushalt, lohnt sich die Kontrolle umso mehr.
Achten Sie auf die Zuständigkeiten. Im Mehrparteienhaus ist für die Leitungen in der Wohnung in der Regel der Eigentümer verantwortlich. Stiegenhaus, Keller, Steigleitungen und andere allgemeine Teile betreut die Hausverwaltung im Auftrag der Wohnungseigentümergemeinschaft nach dem WEG 2002. Für Hausanschluss und Zähler gelten zusätzlich die Vorgaben des Netzbetreibers.
So läuft die Prüfung ab
In einer normalen Wohnung dauert die Prüfung meist ein bis drei Stunden. Bei großen Wohnungen oder aufwendiger Technik, zum Beispiel elektrischer Fußbodenheizung, dauert es länger. Der Ablauf sieht meist so aus:
- Der Elektrotechniker sichtet vorhandene Unterlagen: Stromlaufplan, Belegung des Sicherungskastens oder einen älteren Elektrobefund.
- Er macht eine Sichtprüfung: Zustand des Verteilers, Beschriftung der Sicherungen, Steckdosen, Schalter und sichtbare Leitungen, außerdem ob alles für den jeweiligen Raum geeignet ist, etwa im Bad.
- Er misst den Durchgang des Schutzleiters, also ob die Erdung bis zu jeder Steckdose und zu jedem Gerät reicht, das sie braucht.
- Er misst den Isolationswiderstand. Er zeigt, ob die Isolierung der Leitungen beschädigt oder gealtert ist.
- Er misst die Schleifenimpedanz. Damit lässt sich prüfen, ob die Sicherung im Fehlerfall schnell genug abschaltet.
- Er testet den FI-Schutzschalter auf richtigen Auslösestrom und richtige Auslösezeit.
- Er bewertet die Ergebnisse nach den ÖVE/ÖNORM-Bestimmungen und erstellt das Protokoll.
Während der Messungen ist der Strom zeitweise abgeschaltet. Denken Sie an Kühlschrank, Computer oder Aquarium. Für die Isolationsmessung müssen Geräte aus den Steckdosen gezogen werden, sonst verfälschen sie das Ergebnis oder nehmen Schaden.
Was die Prüfung leichter oder aufwendiger macht
Wie viel Zeit der Elektrotechniker braucht, hängt vor allem von Wohnung und Unterlagen ab:
- Unterlagen: Gibt es einen Plan und einen alten Befund, muss niemand erst herausfinden, welche Sicherung zu welchem Zimmer gehört
- Anzahl der Stromkreise: Mehr Stromkreise, Steckdosen und FI-Schutzschalter bedeuten mehr Messungen
- Zugang zum Sicherungskasten: Ein zugestellter oder verkleideter Verteiler kostet Zeit
- Alter der Leitungen: Bei alten Anlagen und unübersichtlichen Umbauten muss die Verdrahtung erst nachverfolgt werden
- Feuchträume: Bad und Balkon haben strengere Anforderungen und werden gründlicher kontrolliert
- Gefundene Mängel: Die Prüfung behebt keine Fehler. Die Reparatur ist ein eigener Auftrag, danach wird erneut geprüft
Typische Mängel in älteren Wohnungen
Bestimmte Fehler tauchen in der Praxis immer wieder auf, gerade in Altbau- und Gemeindebauwohnungen aus früheren Jahrzehnten. Wer sie kennt, ist vom Ergebnis weniger überrascht:
- Kein FI-Schutzschalter: In vielen Altbauwohnungen fehlt er, obwohl gerade er bei einem Stromunfall in Sekundenbruchteilen abschaltet
- Zweiadrige Leitungen ohne eigenen Schutzleiter, wie sie in alten Installationen noch vorkommen, sowie spröde Isolierungen
- Lockere oder überhitzte Klemmstellen, die einen Brand auslösen können
- Laienhafte Umbauten: Steckdose ohne Schutzleiter angeschlossen, Lampe nach eigenem Gutdünken verdrahtet, falsch bemessene Sicherung
- Billiges Material ohne Prüfzeichen: Steckdosen und Mehrfachsteckdosen, die unter Last heiß werden
- Fehlende Beschriftung im Sicherungskasten, sodass im Notfall niemand weiß, was abzuschalten ist
Findet der Elektrotechniker einen schweren Mangel, bewertet er die Anlage als nicht in Ordnung und rät gegebenenfalls, einen Teil bis zur Reparatur nicht zu nutzen. Das ist keine Schikane, sondern Schutz vor Unfall und Brand. Haben Sie selbst etwas umgebaut, sagen Sie es offen, das spart beiden Seiten Zeit.
Arbeiten an der Elektroinstallation gehören in die Hände eines konzessionierten Elektrotechnikers. Beheben Sie gefundene Mängel deshalb nicht selbst.
So prüfen Sie den übergebenen Befund
Sie erhalten den Elektrobefund schriftlich. Bewahren Sie ihn bei den Unterlagen zur Wohnung auf und geben Sie ihn beim Verkauf an den neuen Eigentümer weiter. Kontrollieren Sie vor der Übernahme, ob Folgendes enthalten ist:
- Adresse und genaue Bezeichnung der Wohnung, etwa Stiege und Top-Nummer
- Art der Prüfung, also Erstprüfung oder wiederkehrende Prüfung
- Name des Prüfers, ausführender Betrieb und Unterschrift
- Datum der Prüfung und empfohlener Termin für die nächste Prüfung
- Beschreibung der Anlage mit Leitungsart, Zahl der Stromkreise, Sicherungen und FI-Schutzschalter
- Messwerte für die einzelnen Stromkreise, nicht nur ein pauschales „in Ordnung“
- Liste der Mängel mit Ort und Vorschlag zur Behebung
- Eindeutiges Ergebnis, ob die Anlage sicher betrieben werden kann
Häufige Fragen
Beim normalen Verkauf ist er in der Regel nicht vorgeschrieben. Käufer fragen aber oft danach, weil er viel über den Zustand der Leitungen verrät. Gerade bei einer Altbauwohnung erleichtert ein aktueller Befund die Verhandlung.
Für Privatwohnungen gibt es keine feste Gültigkeitsdauer. Der Elektrotechniker nennt im Protokoll meist einen empfohlenen Termin für die nächste Prüfung. Seinen Wert verliert der Befund vor allem, wenn die Anlage seitdem geändert wurde oder er sehr alt ist.
Ja, nach einer Sanierung gehört die Erstprüfung sogar zu seinem Auftrag. Manche Eigentümer lassen zusätzlich einen unabhängigen Betrieb prüfen, damit nicht dieselbe Person die eigene Arbeit kontrolliert.
Ein Elektrotechniker behebt die Mängel anhand der Liste im Protokoll. Danach wird erneut geprüft und ein Befund mit positivem Ergebnis ausgestellt. Schwere Mängel sollten Sie sofort beheben lassen.
Das hängt vom Vertrag Ihrer Haushalts- oder Eigenheimversicherung ab. Nach einem Brand oder einem Schaden durch Strom kann die Versicherung nach dem Zustand der Anlage fragen. Ein aktueller Befund zeigt, dass Sie sich um Ihre Elektrik gekümmert haben. Die genauen Regeln stehen in Ihren Versicherungsbedingungen.
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