Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Stahlbetonwand bis 15 cm schneiden

Beim Schneiden einer Stahlbetonwand sägt ein Betrieb mit Diamantwerkzeug eine passgenaue Öffnung in die Wand. Meist ist das für eine neue Tür, ein Fenster, einen Durchgang zwischen zwei Räumen oder einen Leitungsdurchbruch. Gebraucht wird das vor allem bei Sanierungen im Mehrparteienhaus, etwa wenn Sie Küche und Wohnzimmer zusammenlegen,

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·16 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
61,63 €/ lfm
Richtwert-Spanne
49,30 € - 80,20 €
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Betonschneiden und Kernbohrungen16 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonschneiden
Schneiden Stahlbetonplatte bis 15 cmlfm61,63 €-
Schneiden Stahlbetonplatte bis 10 cmlfm37,82 €-
Schneiden Betonwände bis 150 mm Stärkelfm63,03 €-
Schneiden Betonböden bis 100 mm Tiefelfm35,02 €-
Kernbohrung Ø bis 100 mmStk.126,05 €-
Kernbohrung Ø 100-200 mmStk.-
Kernbohrung Ø über 200 mmStk.-
Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 10 cmStk.105,05 €-
Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 15 cmStk.142,86 €-
Montage Stahl-Stützkonstruktion (geschweißt)Stk.-
Stahlzarge in Stahlbeton bis 10 cm ausschneidenStk.142,86 €-
Stahlzarge in Stahlbeton bis 15 cm ausschneidenStk.170,87 €-
Schlitze für Installationen (Elektro, Wasser)lfm-
Ausschneiden Fenster- oder TüröffnungStk.-
Durchbruch in Stahlbetonplatte ausschneidenStk.-
Asphaltflächen schneidenlfm21,00 €-
Summe Arbeit
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Wann geschnitten wird und was die Varianten bis 10 cm und bis 15 cm unterscheidet

Die beiden Positionen unterscheiden sich vor allem durch die Dicke des Betons. Davon hängt ab, welche Maschine zum Einsatz kommt, ob ein Schnitt von einer Seite reicht und wie lange die Arbeit dauert.

  • Schneiden bis 10 cm betrifft meist dünnere Wandelemente und Trennwände. Typisch sind eine neue Tür in einer Innenwand, das Vergrößern einer vorhandenen Öffnung oder das Freischneiden einer alten Stahlzarge.
  • Schneiden bis 15 cm gilt für dickere Wände. In Fertigteilbauten und in vielen Mehrparteienhäusern aus Stahlbeton sind das oft tragende Wände. Deshalb muss die Statik hier besonders sorgfältig geklärt werden.

Die Wanddicke müssen Sie nicht schätzen. Sie lässt sich an einer vorhandenen Öffnung messen, zum Beispiel an der Türzarge. Oft steht sie auch in den Bauunterlagen des Hauses, die meist bei der Hausverwaltung liegen.

Tragende Wand oder Trennwand: was die Statik sagt

Warum ist das die wichtigste Frage des ganzen Auftrags? Eine tragende Wand leitet die Lasten der oberen Stockwerke ab. Schneidet jemand ohne Planung eine Öffnung hinein, können Risse entstehen. Der Bereich über der Öffnung kann sich durchbiegen, und im schlimmsten Fall leidet die Standsicherheit eines ganzen Gebäudeteils.

Woran erkennt man eine tragende Wand? Grob gilt: Tragende Wände sind dicker, Trennwände dünner. Die Dicke allein beweist aber nichts. Eine verlässliche Antwort geben die Bauunterlagen und ein Statiker, in Österreich meist ein Ziviltechniker oder ein Baumeister mit statischer Erfahrung. Soll in eine tragende Wand geschnitten werden, legt der Statiker Größe und Lage der Öffnung fest. Meist plant er eine Verstärkung aus Stahl, zum Beispiel einen Rahmen oder einen Sturz aus Stahlprofilen.

In einer Eigentumswohnung entscheiden Sie das nie allein. Tragende Wände gehören in der Regel zu den allgemeinen Teilen des Hauses. Sprechen Sie deshalb früh mit der Hausverwaltung und der Wohnungseigentümergemeinschaft. In der Mietwohnung ist der Vermieter Ihr erster Ansprechpartner, bevor irgendjemand eine Säge ansetzt.

So läuft das Schneiden einer Öffnung ab

  1. Der Betrieb sieht sich die Stelle an, prüft die Wanddicke und verlangt bei tragenden Wänden die statische Berechnung.
  2. Die Öffnung wird nach den Maßen der Tür oder des Fensters genau angezeichnet, mit Luft für Zarge oder Rahmen.
  3. Es wird geprüft, ob im Schnittbereich Strom, Wasser, Gas oder Heizung verlaufen. Leitungen werden abgeschaltet oder verlegt.
  4. Bei tragenden Wänden wird die Decke vor dem Schneiden abgestützt und die Stahlverstärkung nach Vorgabe des Statikers eingebaut.
  5. Die Umgebung wird mit Folie abgedeckt, der Boden gegen Wasser und Schlamm geschützt.
  6. Die Wand wird mit der Diamantsäge nass geschnitten. Bei dickeren Wänden sägt man oft von beiden Seiten, und die Schnitte müssen sich genau treffen. In den Ecken setzt man manchmal Kernbohrungen, damit der Schnitt nicht über die Öffnung hinausläuft.
  7. Der herausgeschnittene Block wird in kleinere Stücke geteilt, die sich sicher heraustragen lassen. Kein Teil darf unkontrolliert auf den Boden fallen.
  8. Zum Schluss werden der Schlamm abgesaugt, die Kanten nachgearbeitet und der Bauschutt abtransportiert.

Welche Technik eingesetzt wird

Die Handwandsäge mit Diamantblatt ist in Wohnungen die übliche Wahl. Sie ist mobil, passt auch in kleinere Räume und schneidet mit Wasserkühlung recht sauber. Bei Wänden bis 10 cm reicht oft ein Schnitt von einer Seite, bei bis zu 15 cm arbeitet man meist von beiden Seiten.

Die Wandsäge auf Schiene kommt bei größeren Öffnungen zum Einsatz und dort, wo es auf eine wirklich gerade Kante ankommt. Die Führung auf der Schiene sorgt für einen präzisen Schnitt mit wenig Erschütterung.

Kernbohrungen eignen sich für runde Durchbrüche für Rohre, Kabel oder Lüftung und für die Ecken rechteckiger Öffnungen. Für die Türöffnung selbst verwendet man sie nicht.

Der Winkelschleifer mit Diamantscheibe taugt nur für kleine Korrekturen und zum Nachschneiden. Er reicht nicht tief, staubt stark, und die Kanten werden gröber.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

  • Wanddicke. Dickerer Beton bedeutet langsameres Arbeiten, mehr Verschleiß am Sägeblatt und häufiger Schnitte von beiden Seiten.
  • Tragende Wand. Dazu kommen Statiker, Abstützung und der Einbau der Stahlverstärkung.
  • Zugang. Ein enger Gang, ein höherer Stock ohne Lift oder wenig Platz vor der Wand verlängern Vorbereitung und Abtransport.
  • Wasser und Strom vor Ort. Nassschneiden braucht einen Wasseranschluss und eine Schlammabsaugung. Fehlt beides, muss man anders planen.
  • Leitungen in der Wand. Das Verlegen von Kabeln oder Rohren ist eine eigene Arbeit. Elektrik gehört in die Hand eines konzessionierten Elektrotechnikers. Gasleitungen bearbeitet immer ein konzessionierter Gasinstallateur, der mit dem Netzbetreiber zusammenarbeitet. Riechen Sie Gas, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie den Gasnotruf 128 an.
  • Entsorgung. Stahlbeton ist schwer und gehört nicht in die Restmülltonne. Planen Sie eine Bauschuttmulde oder die Abgabe im Altstoffsammelzentrum nach den Regeln Ihrer Gemeinde ein.

Typische Fehler

  • Schneiden ohne Statiker. Häufig sieht man, dass eine Wand für eine Trennwand gehalten wird, nur weil sie dünn wirkt. Die Folgen zu beheben ist viel aufwendiger als eine Berechnung vorab.
  • Ungenaues Anzeichnen. Fehlt die Luft für Zarge oder Rahmen, muss nachgeschnitten werden. Ist die Öffnung zu groß, muss nachträglich zugemauert werden.
  • Durchtrennte Leitungen. Kabel und Rohre in der Wand sieht man von außen nicht. Die Leitungswege müssen vorher geklärt sein.
  • Überschnitte in den Ecken. Das runde Sägeblatt schneidet in den Ecken über die Öffnung hinaus und schwächt die Wand unnötig. Kernbohrungen in den Ecken oder Nacharbeit von Hand verhindern das.
  • Trockenschneiden in bewohnten Räumen. Feiner Betonstaub mit Quarzanteil verteilt sich überall und schadet der Gesundheit. Nassschnitt oder eine Absaugung mit passendem Filter, etwa Staubklasse M oder H, ist Pflicht.
  • Ungesicherter Block. Ein schweres Betonstück kann den Boden beschädigen oder jemanden verletzen, wenn es auf einmal fällt.
  • Nachbarn vergessen. Betonschneiden ist laut. Informieren Sie die Hausverwaltung und die Nachbarn rechtzeitig und halten Sie die Ruhezeiten der Hausordnung ein.

So prüfen Sie die fertige Öffnung

Sehen Sie sich die Öffnung vor der Übernahme bei gutem Licht und mit der Wasserwaage an. Bei einer tragenden Wand sollte möglichst auch der Statiker oder die Bauleitung dabei sein.

  • Die Maße entsprechen der Vereinbarung und lassen Luft für Zarge oder Rahmen
  • Die Kanten sind senkrecht und waagrecht, mit der Wasserwaage geprüft
  • Die Schnitte von beiden Seiten treffen sich ohne Versatz, in den Ecken gibt es keine Überschnitte
  • Rund um die Öffnung sind keine neuen Risse oder Abplatzungen zu sehen
  • Die Stahlverstärkung ist nach den Vorgaben des Statikers eingebaut
  • Die angrenzenden Leitungen sind unbeschädigt und funktionieren
  • Schlamm und Staub sind entfernt, Boden und Möbel unbeschädigt
  • Der Bauschutt ist abgeführt, und Sie haben die statische Berechnung in der Hand

Häufige Fragen

Davon ist abzuraten. Es ist ein Eingriff in die Konstruktion des Hauses, gearbeitet wird mit schweren Maschinen und viel Staub. Bei tragenden Wänden braucht es außerdem einen Statiker und die Abstimmung mit Eigentümergemeinschaft oder Vermieter. Diese Arbeit gehört in die Hand eines Betriebs mit Diamanttechnik.

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