Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anstrich | ||||
| Tapezieren der Wände | m² | - | ||
| Ausmalen - Standardanstrich weiß (2×) | m² | 4,34 € | - | |
| Wände streichen - Farbanstrich | m² | - | ||
| Ölsockelanstrich | m² | 11,62 € | - | |
| Decken streichen | m² | 5,42 € | - | |
| Streichen senkrechter Heizungsrohre | lfm | 4,65 € | - | |
| Streichen von Gussheizkörpern | Stk. | 23,23 € | - | |
| Streichen von Heizkörpern (je Glied) | Stk. | 3,72 € | - | |
Welche Tapete passt wohin
Im Handel begegnen Ihnen vor allem drei Arten. Sie unterscheiden sich im Aussehen, in der Strapazierfähigkeit und vor allem darin, wie sie geklebt werden.
Vliestapeten
Vlies ist ein Gewebe aus Zellstoff- und Kunstfasern. Die Bahnen sind formstabil und dehnen sich beim Kleben nicht. Meist kommt der Kleister direkt auf die Wand, die Tapete muss also nicht eingekleistert werden und keine Weichzeit abwarten. Das macht die Arbeit deutlich einfacher. Vliestapeten lassen Wasserdampf gut durch und eignen sich deshalb für Wohnräume und Neubauten. Viele lassen sich bei der nächsten Renovierung trocken von der Wand abziehen. Ob das bei Ihrer Tapete geht, zeigt das Symbol auf dem Etikett.
Vinyltapeten
Sie haben eine Oberschicht aus PVC und sind dadurch abwaschbar und abriebfest. Sinnvoll sind sie im Vorraum, im Kinderzimmer oder in der Küche, solange kein Spritzwasser hinkommt. Im Bad passen sie nur an Stellen, die trocken bleiben. Vinyl lässt Wasserdampf schlecht durch. Auf Wände, die feucht werden oder zu Schimmel neigen, gehört es deshalb nicht, denn darunter würde sich das Problem nur verstecken und verschlimmern. Viele Vinyltapeten haben heute einen Vliesträger, dann wird die Wand eingekleistert. Bei Papierträger kommt der Kleister auf die Rückseite der Tapete.
Papiertapeten und Raufaser
Papiertapeten sind die klassische Wahl für trockene Räume. Dazu zählt auch die Raufaser, die nach dem Kleben überstrichen wird. Der Kleister kommt auf die Rückseite, die Bahn wird zusammengelegt und weicht einige Minuten ein. Nasses Papier reißt leicht und dehnt sich etwas, daher braucht das Kleben mehr Übung. Für Feuchträume sind Papiertapeten nicht geeignet.
Die Vorbereitung entscheidet über das Ergebnis
Auch eine schöne Tapete sieht auf einem schlechten Untergrund nicht gut aus. Jede Unebenheit zeichnet sich durch, besonders bei dünnen und glänzenden Tapeten.
- Alte Tapete runter. Mit Wasser und etwas Spülmittel oder einem Tapetenlöser einweichen und mit dem Spachtel abziehen. Vinyltapeten vorher mit einer Stachelwalze perforieren, damit das Wasser unter die Kunststoffschicht kommt. Im Altbau kleben oft mehrere Schichten übereinander, das kostet Zeit.
- Schäden ausbessern. Risse, Dübellöcher und Abplatzungen mit Spachtelmasse oder Gips füllen und nach dem Trocknen glatt schleifen.
- Ebenheit prüfen. Eine lange Latte oder Wasserwaage an die Wand halten. Größere Wellen werden mit einer dünnen Spachtelschicht ausgeglichen.
- Grundieren. Ein Tiefengrund gleicht die Saugfähigkeit aus und festigt sandende Flächen. Ohne Grundierung zieht der Kleister an manchen Stellen zu schnell weg, und die Tapete löst sich dort später. Die Grundierung muss vor dem Kleben vollständig trocken sein, die Zeit steht auf dem Gebinde.
Vor dem Kleben sollte die Wand glatt, sauber, trocken und überall gleich saugfähig sein. Fettige Stellen in der Küche gründlich abwaschen, sonst hält dort kein Kleister.
Anleitung für Heimwerker: eine Wand tapezieren
Eine Akzentwand mit Vliestapete schaffen auch geübte Laien. Sie brauchen eine Tapezierbürste oder Andrückrolle, eine Kleisterrolle, ein scharfes Cuttermesser mit Metallschiene, Wasserwaage oder Laser, Meterstab, Bleistift, Nahtroller und einen sauberen, feuchten Schwamm. Eine stabile Haushaltsleiter genügt. Für hohe Wände, etwa im Stiegenhaus, holen Sie besser einen Maler.
- Sicherung des Stromkreises ausschalten und nur die Abdeckrahmen von Steckdosen und Schaltern abnehmen; bei Unsicherheit einen konzessionierten Elektrotechniker fragen.
- Prüfen, ob alle Rollen dieselbe Chargennummer haben, sonst können sie im Farbton abweichen.
- Kleister nach Herstellerangabe anrühren und die vorgegebene Zeit quellen lassen.
- Mit Wasserwaage oder Laser eine senkrechte Linie für die erste Bahn anzeichnen.
- Bahnen mit einigen Zentimetern Zugabe oben und unten zuschneiden, bei Mustertapeten den Rapport beachten, also den Abstand, in dem sich das Muster wiederholt.
- Kleister etwas breiter als eine Bahn auf die Wand rollen, nicht mehr, damit er nicht antrocknet.
- Erste Bahn genau an der Linie ansetzen und von der Mitte nach außen und von oben nach unten andrücken.
- Weitere Bahnen auf Stoß ansetzen, ohne Überlappung, und das Muster ausrichten.
- Nähte mit dem Nahtroller andrücken und austretenden Kleister sofort mit dem feuchten Schwamm abnehmen.
- Überstände an Decke und Boden entlang der Metallschiene abschneiden, die Klinge oft abbrechen.
- Öffnungen für Steckdosen ausschneiden, Rahmen erst nach dem Trocknen wieder aufsetzen und dann die Sicherung einschalten.
- Tapete bei gleichmäßiger Zimmertemperatur trocknen lassen, Fenster geschlossen halten und nicht voll heizen.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Am schnellsten geht es bei einer ebenen Neubauwand, die nur grundiert werden muss, und einer Vliestapete ohne großes Muster. Mehr Zeit und Material braucht es in diesen Fällen:
- Auf der Wand klebt noch alte Tapete, vor allem Vinyl oder mehrere Schichten
- Die Wände sind rissig oder wellig und müssen gespachtelt werden
- Die Tapete hat einen großen Rapport, dadurch entsteht beim Ausrichten mehr Verschnitt
- Der Raum hat viele Ecken, Nischen, Fenster, Heizkörper und Steckdosen
- Es wird Papiertapete verarbeitet, die empfindlich ist
- Decke oder Dachschräge werden mit tapeziert
- Die Fläche ist klein, sodass Vorbereitung und Aufräumen fast so lange dauern wie das Kleben
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
Schiefe erste Bahn. Raumecken sind selten genau senkrecht, besonders im Altbau. Richten Sie die erste Bahn deshalb nach einer Lotlinie aus, nicht nach der Ecke. Jede Abweichung wird mit jeder weiteren Bahn größer.
Falscher Kleister. Ein einfacher Kleister für Papiertapeten hält schwere Vinyltapeten nicht. Verwenden Sie den Kleister, den der Tapetenhersteller empfiehlt, und halten Sie das Mischverhältnis ein.
Blasen und Falten. Sie entstehen durch schwaches Andrücken oder zu viel Kleister. Bei Papiertapeten verschwinden kleine Blasen oft beim Trocknen, warten Sie also ab. Bleibt eine Blase, mit einer Nadel einstechen und die Luft herausdrücken.
Offene Nähte. Sie zeigen sich, wenn die Tapete bei Zugluft oder starker Heizung zu schnell trocknet oder wenn Papiertapete zu kurz eingeweicht hat und erst an der Wand schrumpft.
Ausgefranste Kanten. Ein stumpfes Messer reißt die nasse Tapete. Brechen Sie die Klinge schon nach wenigen Schnitten ab.
Tapete auf feuchter Wand. Wird eine Wand feucht oder zeigt Schimmel, muss zuerst die Ursache behoben werden. Die Tapete beseitigt das Problem nicht, sie verdeckt es nur.
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Sehen Sie sich die Wand bei Tageslicht an und zusätzlich mit seitlichem Lampenlicht, das Unebenheiten sichtbar macht. Achten Sie bei der Abnahme auf diese Punkte:
- Die Bahnen sind senkrecht, das Muster schließt in Augenhöhe und am Boden an
- Die Nähte sind dicht, stehen nicht ab und lassen keinen Untergrund durchscheinen
- Keine Blasen, Falten oder angetrockneten Kleisterflecken auf der Oberfläche
- Schnitte an Decke, Boden, Fenstern und Türen sind gerade und sauber
- Um Steckdosen und Schalter ist genau ausgeschnitten, die Rahmen sitzen plan
- In den Ecken liegt die Tapete an und löst sich nicht
- Alle Bahnen haben denselben Farbton ohne sichtbaren Unterschied zwischen den Rollen
- Reste aus derselben Charge bleiben für spätere Ausbesserungen bei Ihnen
Häufige Fragen
Ja, wenn die Farbe fest haftet, nicht abfärbt und nicht abblättert. Dann reicht es, die Wand zu säubern, kleine Schäden auszubessern und zu grundieren. Bleibt beim Darüberstreichen mit der Hand Farbe hängen, muss der Anstrich vorher entfernt oder verfestigt werden.
Die meisten heutigen Tapeten werden auf Stoß geklebt, also Bahn dicht an Bahn. Überlappt wird nur in Ausnahmefällen, etwa in Ecken, und das ergibt eine sichtbare Kante. Die richtige Methode steht auf dem Etikett.
In der Regel etwa ein bis zwei Tage, je nach Tapete, Kleister und Raumklima. In dieser Zeit sollte es keine Zugluft geben und nicht stark geheizt werden.
Eine dickere Strukturtapete oder Raufaser kaschiert kleine Makel, größere Wellen und Risse aber nicht. Die sollten Sie vor dem Tapezieren spachteln.
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