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Malerarbeiten - Wände streichen - Farbanstrich

Beim farbigen Anstrich bekommen die Wände statt des üblichen Weiß einen gewählten Farbton. Viele wünschen sich das beim Einzug, nach einer Renovierung oder nach dem Spachteln. Andere möchten einem Raum ohne Umbau einen neuen Charakter geben. Ein Farbton verzeiht weniger als Weiß: Jede Unebenheit, jeder Ansatz und jede Ausbesserung fällt s

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
4,88 €/ m²
Richtwert-Spanne
4,34 € - 11,62 €
Wohnung 60 m²
732,00 €
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Malerarbeiten8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Anstrich
Wände streichen - Farbanstrichm²-
Ausmalen - Standardanstrich weiß (2×)m²4,34 €-
Ölsockelanstrichm²11,62 €-
Decken streichenm²5,42 €-
Streichen senkrechter Heizungsrohrelfm4,65 €-
Streichen von GussheizkörpernStk.23,23 €-
Streichen von Heizkörpern (je Glied)Stk.3,72 €-
Tapezieren der Wändem²-
Summe Arbeit
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So läuft ein farbiger Anstrich ab

Ein Maler beginnt mit der Vorbereitung, nicht mit der Farbe. Er räumt die Möbel aus oder schiebt sie in die Raummitte und deckt Boden und Fenster ab. Steckdosen und Schalter klebt er ab oder nimmt die Abdeckrahmen ab. Danach folgen diese Schritte:

  • Untergrund reinigen: Staub, Fett und Spinnweben entfernen, lose Altanstriche abkratzen
  • Wände ausbessern: Risse und Löcher spachteln, ausgebesserte Stellen schleifen
  • Grundieren: Die Grundierung gleicht aus, wie stark die Wand Feuchtigkeit aufsaugt. So trocknet die Farbe auf gespachtelten Stellen genauso wie auf der restlichen Fläche.
  • Weißer Voranstrich, wenn die Wand dunkel, fleckig oder stark ausgebessert ist
  • Erster Farbanstrich mit der Rolle, Ecken und Kanten mit dem Pinsel
  • Zweiter Anstrich nach dem Trocknen, damit der Ton gleichmäßig wird und voll deckt

Warum zwei Anstriche? Bei einer einzigen Schicht sieht man fast immer, wo die Rolle weniger Farbe abgegeben hat. Bei kräftigen und dunklen Tönen braucht es manchmal einen dritten Anstrich oder einen Voranstrich in einem ähnlichen Ton, wie ihn der Hersteller empfiehlt.

In österreichischen Wohnungen sind die Wände meist verputzt und mit Dispersion ausgemalt. In Altbauten findet man auch Kalkanstriche, manchmal Raufaser oder andere Tapeten. Auf allen diesen Untergründen lässt sich farbig streichen. Ein alter Kalkanstrich muss aber fest sein und darf nicht abfärben. Wischen Sie mit der Hand darüber: Bleibt weißer Staub hängen, braucht die Wand eine passende Vorbehandlung. Bei Tapeten gilt: Sie müssen fest sitzen. Lose Nähte und Blasen sollten Sie vorher kleben oder ausbessern.

Welche Farbe und welcher Farbton

Zwei Fragen entscheiden: welche Farbart und welcher Ton. Für Innenwände nimmt man meist Dispersionsfarben, also wasserverdünnbare Farben. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie gut sie Abwischen und Abrieb aushalten. Auf dem Kübel steht dafür in der Regel die Nassabriebklasse nach ÖNORM EN 13300, ebenso das Deckvermögen. Je niedriger die Klasse, desto strapazierfähiger ist die Oberfläche. Klasse 1 verträgt am meisten.

  • Normale Dispersionsfarben sind diffusionsoffen. Sie passen ins Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Arbeitszimmer, wo kaum jemand die Wände berührt.
  • Scheuer- und waschbeständige Farben (oft als Latex- oder Acrylfarbe bezeichnet) haben eine festere Oberfläche, die feuchtes Abwischen verträgt. Sie eignen sich für Vorraum, Küche, Kinderzimmer oder die Wand am Esstisch.
  • Emissionsarme, geruchsarme Farben lohnen sich im Schlaf- und Kinderzimmer oder wenn Allergiker im Haushalt leben. Die genauen Eigenschaften finden Sie im technischen Merkblatt des Produkts.

Für den Farbton gibt es eine einfache Regel: Helle Töne lassen einen Raum größer und heller wirken. Dunkle Töne machen ihn gemütlicher, aber auch kleiner. Nordräume vertragen wärmere Töne, sonnige Zimmer eher kühlere, die das warme Tageslicht ausgleichen. Einen dunklen oder kräftigen Ton setzt man häufig nur auf eine Wand, etwa hinter dem Bett oder der Couch.

Ein Farbton wirkt auf der Farbkarte im Baumarkt anders als zu Hause. Streichen Sie deshalb eine Probefläche direkt auf die Wand und schauen Sie sie morgens, tagsüber und abends bei Lampenlicht an.

Wohnen Sie in Miete, denken Sie bei kräftigen Farben an den Auszug. Viele Vermieter erwarten bei der Rückgabe helle, neutrale Wände. Was genau gilt, steht meist im Mietvertrag. Ein Blick hinein oder ein kurzes Gespräch mit dem Vermieter vorab erspart später Ärger.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Zwei gleich große Räume können sehr unterschiedlich viel Arbeit machen. Leichter wird es bei:

  • Einem leeren Raum, zum Beispiel im Neubau
  • Neuen, trockenen und ebenen gespachtelten Wänden
  • Einem hellen Ton, der gut deckt
  • Normaler Raumhöhe, bei der Leiter oder Teleskopstange reichen

Mehr Zeit und Material brauchen dagegen:

  • Alte, abblätternde, kreidende oder fettige Anstriche, die erst entfernt oder gefestigt werden müssen
  • Viele Risse und Ausbesserungen
  • Ein Wechsel von Dunkel auf Hell oder umgekehrt sowie kräftige Töne mit zusätzlichem Anstrich
  • Stiegenhäuser und hohe Wände, etwa im Altbau, für die ein Gerüst nötig ist
  • Viele Ecken, Nischen, scharfe Farbkanten zwischen zwei Tönen und dekorative Techniken
  • Ein möblierter Raum, in dem alles abgedeckt und umgestellt werden muss

Prüfen Sie beim Angebot des Malerbetriebs, was alles enthalten ist: Abdecken von Möbeln und Böden, Ausbesserungen, Grundierung, Zahl der Anstriche und das Aufräumen danach.

Typische Fehler beim farbigen Anstrich

In der Praxis entsteht das Problem oft nicht beim Streichen, sondern schon bei der Vorbereitung. Diese Fehler sieht man immer wieder:

  • Streichen auf feuchten Spachtel oder Putz: Die Farbe wird fleckig oder blättert ab. Warten Sie, bis der Untergrund ganz trocken ist.
  • Grundierung weggelassen: Ausgebesserte Stellen zeichnen sich nach dem Trocknen als mattere oder dunklere Flecken ab.
  • Falsch verdünnte Farbe: Zu dicke Farbe zieht und streift, zu dünne deckt schlecht. Verdünnen Sie nur nach Herstellerangabe.
  • Pause mitten in der Wand: Wo die Farbe angetrocknet ist und später weitergestrichen wurde, bleibt ein sichtbarer Streifen.
  • Farbe aus verschiedenen Mischungen: Abgetönte Farbe kann von Kübel zu Kübel leicht abweichen. Lassen Sie die ganze Menge auf einmal mischen oder leeren Sie die Kübel vorher zusammen.
  • Zweiter Anstrich zu früh: Die erste Schicht muss so lange trocknen, wie der Hersteller angibt. Bei Kälte und hoher Luftfeuchte dauert das länger.

Anleitung für Heimwerker: farbiger Anstrich im Wohnraum

Einen normalen Wohnraum können Sie gut selbst ausmalen, wenn Sie Geduld und eine standsichere Leiter haben. Hohe Wände im Stiegenhaus und Arbeiten auf dem Gerüst überlassen Sie besser einem Malerbetrieb.

  1. Möbel ausräumen oder in die Raummitte schieben und mit Folie abdecken.
  2. Boden abdecken, Sockelleisten, Fenster und Türstöcke mit Malerkrepp abkleben.
  3. Sicherung für Steckdosen und Schalter im Raum ausschalten und erst dann die Abdeckrahmen abnehmen.
  4. Wand reinigen, lose Stellen abkratzen, Risse spachteln und nach dem Trocknen schleifen.
  5. Grundierung mit der Rolle auftragen und nach Anleitung trocknen lassen.
  6. Dunklen oder fleckigen Untergrund zuerst weiß vorstreichen.
  7. Farbe gründlich aufrühren, bei abgetönter Farbe alle Kübel zusammenmischen.
  8. Mit dem Pinsel einen Streifen in den Ecken, an der Decke und um Öffnungen vorstreichen.
  9. Die ganze Wand ohne Pause mit der Rolle streichen, von oben nach unten, kreuzweise und immer nass in nass.
  10. Nach Herstellerangabe trocknen lassen und den zweiten Anstrich genauso auftragen.
  11. Klebeband abziehen, solange die Farbe noch leicht feucht ist, damit die Kante nicht mit abreißt.
  12. Lüften, dabei während des Trocknens Durchzug und starke direkte Sonne auf der frischen Wand vermeiden.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Sehen Sie sich die Wand bei Tageslicht an und leuchten Sie danach mit einer Lampe schräg über die Fläche. Streiflicht zeigt Fehler, die man von vorn nicht sieht. Achten Sie bei der Abnahme auf Folgendes:

  • Die Farbe ist auf der ganzen Wand gleichmäßig, ohne Streifen und ohne mattere oder glänzendere Flecken
  • Der alte Farbton und ausgebesserte Stellen scheinen nicht durch
  • Ecken, Bereiche um Steckdosen und der Übergang zur Decke sind sauber gestrichen
  • Trennkanten zwischen zwei Farbtönen sind gerade und scharf
  • Auf der Wand kleben keine Fusseln von der Rolle, keine Tropfen und keine Läufer
  • Böden, Fenster, Leisten und Möbel sind sauber und frei von Farbspritzern
  • Die Restfarbe ist aufbewahrt und mit dem Farbton beschriftet, damit Sie später ausbessern können

Häufige Fragen

Meist zwei. Bei kräftigen, dunklen oder sehr intensiven Tönen kann ein dritter nötig sein. Ein Voranstrich, wie ihn der Farbhersteller empfiehlt, hilft dabei.

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