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Malerarbeiten: Wände streichen, 2x weiß

Beim zweifachen Weißanstrich bekommen Wände und Decken zwei Schichten weiße Innenfarbe. Das ist nötig nach dem Spachteln, im Neubau, nach dem Auszug von Mietern, wenn ein alter Farbton verschwinden soll oder wenn Sie einfach wieder helle, saubere Wände haben möchten. Weiß kann als fertige Oberfläche bleiben oder als gleichmäßiger Untergru

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
4,34 €/ m²
Richtwert-Spanne
3,40 € - 5,70 €
Wohnung 60 m²
651,00 €
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Malerarbeiten8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Anstrich
Ausmalen - Standardanstrich weiß (2×)m²4,34 €-
Wände streichen - Farbanstrichm²-
Ölsockelanstrichm²11,62 €-
Decken streichenm²5,42 €-
Streichen senkrechter Heizungsrohrelfm4,65 €-
Streichen von GussheizkörpernStk.23,23 €-
Streichen von Heizkörpern (je Glied)Stk.3,72 €-
Tapezieren der Wändem²-
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Wann sich der zweifache Weißanstrich lohnt

Meist nach dem Spachteln und Ausbessern. Spachtelmasse, Füller und alter Putz saugen die Farbe unterschiedlich stark auf. Nach einer Schicht sieht man das als matte und leicht glänzende Flecken, die vor allem bei seitlichem Licht vom Fenster auffallen. Die zweite Schicht gleicht diese Unterschiede aus.

Im Neubau bestehen die Wände oft aus Gipsputz oder Trockenbauplatten. Diese Flächen saugen stark und ungleichmäßig, eine einzelne Schicht verschwindet dort regelrecht im Untergrund. Erst der zweite Anstrich bildet einen geschlossenen Film, auf dem ein späterer Farbton leichter und mit weniger Farbe deckt.

Wollen Sie dunkle Töne wie Blau, Grau oder Rot überstreichen, brauchen Sie eine weiße Zwischenschicht. Bei sehr kräftigen Farben reichen zwei Schichten aber manchmal nicht. Dann braucht es eine dritte Schicht oder eine Farbe mit höherem Deckvermögen.

Auch vor dem Verkauf oder der Neuvermietung einer Wohnung wird gern weiß gestrichen. Weiß wirkt neutral, lässt Räume größer erscheinen, und neue Bewohner können es leicht nach eigenem Geschmack überstreichen. Als Mieter lohnt vor dem Auszug ein Blick in den Mietvertrag, was dort zum Zustand der Wände vereinbart ist.

So läuft die Arbeit ab

Über die Qualität des Anstrichs entscheidet zum großen Teil die Vorbereitung. Auch eine gute Farbe verdeckt keinen Staub, kein Fett und keine offenen Risse.

  1. Möbel ausräumen oder abdecken, Boden abdecken, Fenster, Türstöcke und Sockelleisten abkleben.
  2. Wände von Staub, Spinnweben und Fettflecken befreien, lose alte Farbe abkratzen.
  3. Löcher und Risse spachteln, nach dem Trocknen schleifen und abstauben.
  4. Untergrund grundieren, vor allem neuen Putz, Spachtelflächen, Gipskartonplatten und ausgebesserte Stellen.
  5. Ecken, Übergänge zur Decke, Bereiche um Steckdosen und hinter Heizkörpern mit dem Pinsel vorstreichen.
  6. Erste Schicht mit der Rolle auftragen und vollständig trocknen lassen.
  7. Wand prüfen, kleine Fehler nachspachteln und überstreichen.
  8. Zweite Schicht auftragen, wieder zuerst die Ecken, dann die Fläche.

Warum zuerst die Decke und dann die Wände? Von der Decke tropft und spritzt immer etwas herunter. Diese Spuren landen dann auf Wänden, die ohnehin noch gestrichen werden.

Welche weiße Farbe passt

In Wohnräumen nimmt man meist Dispersionsfarbe für innen. Sie ist diffusionsoffen, trocknet schnell und deckt gut. Für Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Arbeitszimmer reicht sie völlig. Auf dem Kübel finden Sie Angaben zur Nassabriebklasse und zum Deckvermögen nach ÖNORM EN 13300. Sie helfen beim Vergleich, wie strapazierfähig und deckend eine Farbe ist.

Scheuerbeständige, abwaschbare Farbe eignet sich für Vorräume, Kinderzimmer und Küchen, wo Wände öfter schmutzig werden und Sie sie ab und zu feucht abwischen möchten. Sie nimmt weniger auf, Flecken dringen also nicht so tief ein.

Grundierfarbe in Weiß verbindet Grundierung und ersten Anstrich. Sie spart auf neuem Putz und Trockenbau einen Arbeitsgang. Auf staubigem, sandendem oder stark saugendem Untergrund ist ein separater Tiefgrund aber die sicherere Wahl.

Für Bäder und Räume mit Schimmelneigung gibt es Farben mit Zusätzen gegen Schimmel. Die Farbe allein löst das Problem aber nicht, solange die Ursache bleibt, also Feuchtigkeit und zu wenig Lüften.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Am einfachsten ist ein leerer Raum mit normaler Raumhöhe und glatten, bereits gestrichenen Wänden. Mehr Zeit und Aufwand bedeuten:

  • Neuer oder stark saugender Untergrund, der Grundierung und mehr Farbe braucht
  • Viele Ausbesserungen, viel Spachteln und Schleifen
  • Ein dunkler oder kräftig farbiger Altanstrich
  • Hohe Decken im Altbau, etwa im Gründerzeithaus, Stiegenhäuser und Stellen, an denen ein Gerüst nötig ist
  • Verwinkelte Wände, Nischen, viele Ecken, Rohre und Heizkörper
  • Möbel, die im Raum bleiben und verschoben und abgedeckt werden müssen
  • Raufasertapete, die mehr Farbe aufnimmt als eine glatte Wand

Bei großen, leeren Flächen, etwa im Neubau, bietet der Maler manchmal das Spritzverfahren an. Es geht schnell und hinterlässt keine Rollspuren, verlangt aber gründliches Abdecken und Erfahrung. Für eine eingerichtete Wohnung ist es nicht geeignet.

Anleitung für Heimwerker: zweimal weiß streichen

Ein normales Zimmer können Sie gut selbst streichen. Sie brauchen eine standsichere, niedrige Leiter oder eine Teleskopstange, eine Farbrolle mit mittlerer Florlänge (für glatte Wände meist etwa 12 bis 18 mm), einen Flachpinsel, ein Abstreifgitter und Abdeckfolie. Lüften Sie während der Arbeit und beim Trocknen, vermeiden Sie aber Durchzug und direkte Sonne auf der frischen Farbe.

  1. Sicherung für den Raum ausschalten, falls Abdeckrahmen von Schaltern und Steckdosen abgenommen werden sollen.
  2. Boden und Möbel abdecken, Sockelleisten, Türstöcke und Fensterrahmen abkleben.
  3. Fettflecken abwaschen, Wände abstauben, kleine Löcher spachteln.
  4. Ausgebesserte und saugende Stellen nach Herstellerangabe grundieren.
  5. Farbe gründlich umrühren, nur so weit verdünnen, wie der Hersteller angibt.
  6. Einen Streifen an Ecken, Decke und um Steckdosen mit dem Pinsel vorstreichen.
  7. Rolle eintauchen, am Gitter abstreifen und die Farbe in sich überlappenden Bahnen auftragen.
  8. Eine Wand immer in einem Zug fertig streichen, ohne Pause mitten in der Fläche.
  9. Schicht so lange trocknen lassen, wie auf dem Kübel angegeben, meist einige Stunden.
  10. Zweite Schicht mit demselben Werkzeug und auf dieselbe Weise auftragen.
  11. Klebeband abziehen, solange die Farbe noch nicht ganz durchgetrocknet ist, damit die Kante nicht mitreißt.

Fehler, die man auf Weiß sofort sieht

Weiße Farbe zeigt jede Unebenheit und jeden schlechten Strich. Häufig sieht man diese Fehler:

  • Grundierung weggelassen: Die Farbe zieht ungleichmäßig ein, es entstehen Flecken, und der Anstrich hält schlechter
  • Farbe nicht umgerührt: Pigmente setzen sich unten ab, die Wand deckt ungleich
  • Farbe zu dick oder zu dünn: Dicke Farbe hinterlässt Rollspuren, dünne deckt schlecht und rinnt
  • Über angetrocknete Stellen rollen: An den Übergängen entstehen sichtbare Streifen und Ansätze
  • Zweite Schicht zu früh: Die Rolle reißt die noch weiche erste Schicht wieder auf
  • Zu wenig Farbe auf der Rolle: Wer die Farbe über eine große Fläche „zieht“, bekommt durchscheinende Stellen

So prüfen Sie den fertigen Anstrich

Sehen Sie sich die Wände bei Tageslicht und am Abend an. Am meisten verrät eine Lampe oder Taschenlampe, die Sie schräg an die Wand halten.

  • Der Anstrich ist geschlossen, Spachtelstellen, Ausbesserungen und alte Farbe scheinen nicht durch
  • Es gibt keine matten oder glänzenden Flecken und keine Rollstreifen
  • Ecken und Kanten sind genauso gestrichen wie die Fläche, ohne graue Ränder
  • Keine Farbnasen, Tropfen oder Fusseln von der Rolle
  • Die Kante zwischen Wand und Decke ist gerade und sauber
  • Boden, Fenster, Türstöcke und Schalter sind frei von Farbspritzern
  • Der Raum ist aufgeräumt, Folie und Klebeband sind entfernt

Häufige Fragen

Nur ausnahmsweise, etwa wenn eine bereits weiße Wand in gutem Zustand nur aufgefrischt wird. Nach dem Spachteln, im Neubau oder auf farbigem Untergrund scheint eine einzelne Schicht fast immer durch.

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