Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Pflaster | ||||
| Endabkehrung mit Fugenverfüllung | m² | 1.87 CHF | - | |
| Verlegung Verbundpflaster 4-6 cm | m² | 14.93 CHF | - | |
| Verlegung Verbundpflaster 8-10 cm | m² | - | ||
| Verlegung Designpflaster | m² | - | ||
| Zuschlag für Kleinpflaster bis 10×10 cm | m² | 10.27 CHF | - | |
| Schneiden Verbundpflaster 4-6 cm | lfm | 6.34 CHF | - | |
| Schneiden Verbundpflaster 8-10 cm | lfm | 10.27 CHF | - | |
| Fugen mit Quarzsand verfüllen | m² | 2.80 CHF | - | |
So läuft das Absanden und Einkehren ab
Abgesandet wird erst, wenn das Pflaster verlegt ist, die Randsteine sitzen und die Ränder zugeschnitten sind. Die Fläche muss trocken und von Schneidresten befreit sein. Der Ablauf ist einfach, entscheidend ist die Sorgfalt.
- Sand verteilen: Trockener Sand wird in einer dünnen, gleichmässigen Schicht auf der Fläche verteilt.
- Einkehren: Der Besen wird abwechselnd in verschiedene Richtungen geführt, idealerweise schräg zu den Fugen. So fällt der Sand hinein und bleibt nicht auf der Oberfläche liegen.
- Abrütteln: Eine Rüttelplatte mit Schutzmatte aus Gummi oder Polyurethan fährt die Fläche mehrmals ab. Die Steine setzen sich ins Bett, und der Sand in den Fugen verdichtet sich.
- Nachfüllen: Nach dem Rütteln sackt der Sand in den Fugen ab. Darum wird nachgesandet und erneut eingekehrt, so lange, bis die Fugen bis zur Kante voll sind.
- Abkehren: Überschüssiger Sand wird weggekehrt. Manchmal bleibt eine dünne Schicht einige Tage liegen, damit Begehen und Regen sie nach und nach in die Fugen drücken. Danach wird der Rest entfernt.
Warum reicht einmal Kehren nicht? In einer schmalen Fuge bleibt der Sand anfangs nur im oberen Teil hängen. Erst das Rütteln und das wiederholte Nachfüllen bringen ihn in die ganze Tiefe, und nur eine volle Fuge hält die Steine wirklich fest.
Quarzsand, Polymer-Fugensand oder Splitt
Welches Material passt, hängt von der Fugenbreite, der Belastung der Fläche und davon ab, wie viel Unterhalt Sie leisten möchten.
Quarzsand
Er ist die übliche Wahl für Gartenwege, Terrassen und Hofplätze. Es handelt sich um trockenen, feinen und sauberen Sand, meist in einer Körnung von ungefähr 0 bis 2 mm, der auch in schmale Fugen gut eindringt. Der Nachteil: Regen und Kehren spülen ihn mit der Zeit teilweise aus, darum muss er ab und zu nachgefüllt werden.
Polymer-Fugensand
Das ist Sand mit einem beigemischten Bindemittel, das nach dem Anfeuchten mit einer feinen Brause aushärtet. Er wird weniger ausgewaschen und erschwert das Wachstum von Unkraut. Er eignet sich für Zufahrten und stark genutzte Flächen. Dafür verzeiht er weniger Fehler: Die Oberfläche muss vor dem Anfeuchten vollkommen sauber sein, sonst bleiben Schlieren auf den Steinen. Ausserdem darf es nicht regnen, bevor das Bindemittel ausgehärtet ist. Die minimale Fugenbreite und Fugentiefe sowie die Trocknungszeit gibt der Hersteller an, halten Sie sich daran.
Feiner Splitt
Bei Pflaster mit breiteren Fugen und bei Sickerpflaster, das Wasser durchlassen soll, kommt feiner Splitt in die Fugen, so wie es der Pflasterhersteller empfiehlt. Gewöhnlicher Sand würde aus solchen Fugen rasch ausgeschwemmt.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Der Aufwand fürs Absanden ist je nach Fläche sehr unterschiedlich. Davon hängen auch der Zeitbedarf und damit die Kosten der Arbeit ab.
- Grosse, ebene Flächen mit einfacher Form gehen rasch, die Rüttelplatte lässt sich darauf gut wenden.
- Verwinkelte Flächen mit Bögen, Stufen, Randsteinen und Bereichen um Schächte und Einlaufschächte müssen von Hand nachgearbeitet werden.
- Schmale Fugen füllen sich langsamer und brauchen mehr Durchgänge.
- Strukturierte oder gestrahlte Steinoberflächen halten Sand in kleinen Vertiefungen fest, das Abkehren dauert länger.
- Polymer-Fugensand verlangt mehr Aufmerksamkeit als gewöhnlicher Sand: reinigen, anfeuchten und das Wetter im Auge behalten.
- Das Ausbessern von altem Pflaster ist meist aufwendiger als eine neue Fläche, weil zuerst Unkraut, Moos und Erde aus den Fugen gekratzt werden müssen.
Fehler, die sich erst später zeigen
In der Praxis kommt es oft vor, dass eine Fläche fertig aussieht, die Steine nach dem ersten Winter aber zu wackeln beginnen. Die Ursache liegt fast immer in den Fugen.
- Arbeiten bei Nässe: Feuchter Sand klebt zusammen, bleibt oben liegen und gelangt nicht in die Tiefe.
- Fugen nur oberflächlich gefüllt: Nach dem ersten Regen sackt der Sand ab, und die Steine verlieren ihren Halt.
- Rütteln weggelassen: Ohne Rütteln setzen sich die Steine nicht, und der Sand wird nicht verdichtet.
- Rütteln ohne Schutzmatte: Die Stahlplatte zerkratzt die Steine oder schlägt Kanten ab.
- Rütteln auf nasser oder verschmutzter Fläche: Der Schmutz wird in die Oberfläche gedrückt und hinterlässt Flecken.
- Ungeeignetes Material: Lehmiger, staubiger oder zu grober Sand füllt die Fugen nicht und kann auf hellem Pflaster Flecken hinterlassen.
- Starker Wasserstrahl: Wer gleich nach dem Absanden mit dem Hochdruckreiniger putzt, spült den Sand wieder aus den Fugen.
Anleitung für Heimwerker: Sand in die Fugen einkehren
Das Absanden und das Nachfüllen von Fugensand können Sie gut selbst erledigen. Eine Rüttelplatte bekommen Sie im Baumaschinenverleih, verlangen Sie ein Gerät mit Schutzmatte für Pflaster. Gehört die Fläche zu einem Mehrfamilienhaus oder zum Stockwerkeigentum, sprechen Sie sich vorher mit der Liegenschaftsverwaltung oder dem Hauswart ab.
- Trockenes Wetter abwarten und prüfen, ob Pflaster und Sand trocken sind.
- Fläche wischen und Schneidreste, Laub und Erde entfernen.
- Bei altem Pflaster Unkraut und Schmutz aus den Fugen kratzen.
- Sand abschnittweise in einer dünnen Schicht verteilen.
- Mit dem Besen abwechselnd in verschiedene Richtungen einkehren, bis der Sand an der Oberfläche liegen bleibt.
- Fläche mit der Rüttelplatte samt Schutzmatte abfahren, von den Rändern zur Mitte hin und in überlappenden Bahnen.
- Sand nachfüllen, erneut einkehren und bei Bedarf nochmals rütteln.
- Überschüssigen Sand abkehren oder eine dünne Schicht einige Tage liegen lassen und danach entfernen.
- Bei Polymer-Fugensand nach Anleitung des Herstellers vorgehen: Oberfläche vollständig reinigen und erst dann fein anfeuchten.
So prüfen Sie die fertigen Fugen
Bei der Abnahme oder nach dem eigenen Absanden lohnt sich ein aufmerksamer Rundgang über die Fläche, idealerweise bei Tageslicht.
- Die Fugen sind bis zur Steinkante gefüllt, ohne sichtbare Löcher
- Beim Begehen wackelt oder klappert kein Stein
- Die Oberfläche ist eben, ohne abgesackte Stellen bei Randsteinen und Schächten
- Die Steinkanten sind vom Rütteln weder zerkratzt noch abgeplatzt
- Auf dem Pflaster sind keine Schmutzflecken und keine Schlieren von Polymer-Fugensand
- Überschüssiger Sand ist entfernt oder es ist abgemacht, wann er abgekehrt wird
- Sie wissen, welches Material verwendet wurde, damit Sie später passend nachfüllen können
Häufige Fragen
Kontrollieren Sie die Fläche mindestens einmal pro Jahr, meist im Frühling nach dem Winter. Bei neuem Pflaster sackt der Sand in den ersten Monaten sichtbar ab, füllen Sie in dieser Zeit deshalb öfter nach. Polymer-Fugensand hält länger, sollte aber ebenfalls ab und zu kontrolliert werden.
Ja. Das Rütteln setzt die Steine ins Bett und verdichtet den Sand in den Fugen bis in die ganze Tiefe. Ohne Rütteln bleibt der Sand oben, und die Fläche geht eher auseinander. Bei kleinen Ausbesserungen auf einer Fläche, die schon gut sitzt, genügt gründliches Einkehren.
Eine voll gefüllte Fuge lässt dem Unkraut weniger Platz, ganz verhindern kann sie es aber nicht. Samen werden vom Wind herangetragen und keimen im Staub an der Oberfläche. Polymer-Fugensand erschwert das Wachstum stärker. Hilfreich ist auch regelmässiges Wischen, damit sich keine Erde in den Fugen sammelt.
Davon wird abgeraten. Bausand ist oft feucht, enthält Lehm, und seine Körnung passt nicht unbedingt in schmale Fugen. Lehm hinterlässt Flecken auf dem Pflaster und hält in der Fuge Feuchtigkeit, was Unkraut begünstigt. In die Fugen gehört trockener, sauberer, gesiebter Sand, der für diesen Zweck gedacht ist.
Bei gewöhnlichem Sand meist gleich nach dem Rütteln und Nachfüllen der Fugen. Bei Polymer-Fugensand warten Sie, bis das Bindemittel ausgehärtet ist. Die Zeit steht in der Regel in der Anleitung auf der Verpackung. Im Zweifel richten Sie sich nach den Angaben des Pflaster- und des Materialherstellers.
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