Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Pflaster | ||||
| Zuschlag für Kleinpflaster bis 10×10 cm | m² | 10.27 CHF | - | |
| Verlegung Verbundpflaster 4-6 cm | m² | 14.93 CHF | - | |
| Verlegung Verbundpflaster 8-10 cm | m² | - | ||
| Verlegung Designpflaster | m² | - | ||
| Schneiden Verbundpflaster 4-6 cm | lfm | 6.34 CHF | - | |
| Schneiden Verbundpflaster 8-10 cm | lfm | 10.27 CHF | - | |
| Fugen mit Quarzsand verfüllen | m² | 2.80 CHF | - | |
| Endabkehrung mit Fugenverfüllung | m² | 1.87 CHF | - | |
Warum das kleine Format mehr Aufwand bedeutet
Bei grossen Verbundsteinen deckt ein Stein ein schönes Stück Fläche ab. Beim Kleinpflaster ist das anders: Auf einen Quadratmeter kommen Dutzende bis Hunderte Steine. Jeder muss in die Hand genommen, gesetzt, ausgerichtet und kontrolliert werden. Die Arbeit geht deshalb deutlich langsamer voran, auch wenn die Fläche auf den ersten Blick klein wirkt.
Der zweite Grund ist die Genauigkeit. Ein grosses Format verzeiht eine kleine Abweichung, kleine Steine verstecken sie nicht. Läuft eine Reihe am Anfang leicht aus der Flucht, wird der Fehler nach ein paar Metern grösser und das Muster verzieht sich. Der Pflästerer prüft Höhe, Fugen und Reihenrichtung darum laufend und nicht erst am Schluss.
Bei Naturstein kommt etwas dazu: Die Steine sind nie ganz gleich hoch und gleich geformt. Jeder muss so ins Bett geklopft werden, dass seine Oberseite mit der Umgebung bündig liegt. Beim Kleinpflaster ist Handarbeit deshalb die Regel.
Wie das Verlegen abläuft
Der Ablauf gleicht dem bei normalem Pflaster. Der Unterschied liegt vor allem im Tempo und in der Kontrolle:
- Humus abtragen, das Planum ausgleichen und verdichten
- Die Fundationsschicht (Kieskoffer) aus Kies oder gebrochenem Material einbauen und verdichten, ihre Stärke richtet sich nach der Belastung
- Randsteine versetzen, die die Ränder halten und die Linie der Fläche vorgeben
- Das Bett aus Splitt oder Sand vorbereiten, bei gebundener Bauweise aus Mörtel
- Die Steine von Hand nach Schnur und Muster setzen und jeden mit Gummihammer oder Pflasterhammer festklopfen
- Die Fugen mit Sand, Splitt oder Fugenmörtel füllen
- Die Fläche abrütteln oder verdichten, Fugen nachfüllen und die Oberfläche reinigen
Für Gehwege ist die Fundationsschicht meist rund 15 bis 30 cm stark, das Bett etwa 3 bis 5 cm. Der genaue Aufbau hängt vom Untergrund ab und davon, ob nur Leute darüber gehen oder auch Autos darauf fahren und parkieren. Wird in Mörtel oder Beton verlegt, gelten die Angaben des Herstellers, auch zur Wartezeit, bis die Fläche belastet werden darf.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Der Zuschlag fällt nicht überall gleich aus. Mehr Zeit und damit mehr Aufwand braucht es vor allem bei:
- Unregelmässigem Naturstein statt gleichmässiger Betonsteine
- Aufwendigen Mustern wie Bögen, Segmentbögen, Fächern oder Farbkombinationen
- Kleinen, verwinkelten Flächen mit Ecken, Stufen, Schächten und viel Schneidarbeit
- Einem schlechten oder unfertigen Untergrund, der zuerst saniert werden muss
- Schwierigem Zugang, wenn das Material nicht bis zur Fläche geführt werden kann
Umgekehrt helfen gerade Reihen, eine grössere zusammenhängende Fläche, ein gut vorbereiteter Untergrund und freier Zugang spürbar.
Wofür sich Kleinpflaster eignet und worauf Sie achten sollten
Kleine Steine folgen Bögen, leichten Gefällen und unregelmässigen Formen gut. Deshalb sieht man sie in Altstädten, bei sanierten älteren Häusern und überall dort, wo eine Fläche fein und handwerklich wirken soll. Auf einem guten Unterbau verteilt sich die Last auf viele Steine, und die Fläche hält lange.
Rechnen Sie aber mit vielen Fugen. Sind sie nicht sauber gefüllt, spült das Wasser sie aus, Schmutz setzt sich fest und Unkraut wächst durch. Zudem zeigt Kleinpflaster jede Unebenheit sofort. Und wie so oft beim Pflaster gehen die meisten späteren Schäden auf einen unterschätzten Unterbau zurück, nicht auf die Steine selbst.
Typische Fehler
- Zu wenig verdichteter Unterbau, mit der Zeit entstehen Mulden und Spurrinnen
- Fehlendes Gefälle, das Wasser bleibt stehen oder läuft zum Haus (üblich ist ein Gefälle von rund 2 % vom Gebäude weg)
- Muster nicht im Voraus geplant, an den Rändern bleiben schmale Reststücke
- Ungleiche Fugen, die Optik und Stabilität stören
- Schlecht gefüllte Fugen, die Steine lockern sich und beginnen zu wackeln
- Fehlende oder schlecht versetzte Randsteine, das Pflaster läuft an den Rändern auseinander
Anleitung für Heimwerker: kleine Einfassung oder Gartenweg aus Kleinpflaster
Einen kurzen Gartenweg oder eine Beeteinfassung schaffen Sie mit etwas Geduld auch selbst. Bei einer Zufahrt oder einer grossen Fläche ist eine Fachperson die vernünftigere Wahl, weil der Unterbau dort ein Auto tragen muss.
- Fläche mit Pflöcken und Schnur abstecken, Höhe und Gefälle markieren.
- Erdreich bis zur nötigen Tiefe ausheben und die Sohle verdichten.
- Kies oder gebrochenes Material lagenweise einbauen und jede Lage verdichten.
- Randsteine in Beton versetzen und aushärten lassen.
- Splittbett verteilen und mit einer Latte eben abziehen.
- Steine von einem festen Rand aus nach der Schnur setzen und jeden mit dem Gummihammer festklopfen.
- Nach jeder Reihe die Ebenheit mit Latte und Wasserwaage prüfen.
- Fugen mit Sand oder Splitt füllen, einwischen und die Fläche verdichten.
- Nach einigen Tagen die Fugen kontrollieren und nachfüllen.
So prüfen Sie die fertige Fläche
- Die Fläche ist eben, unter einer langen Latte zeigen sich keine deutlichen Mulden oder vorstehenden Steine
- Beim Darübergehen wackelt oder klappert kein Stein
- Die Fugen sind gleichmässig und voll gefüllt
- Reihen und Muster laufen gerade, Bögen sind fliessend
- Nach Regen fliesst das Wasser ab und bleibt nicht in Pfützen stehen
- Die Randsteine sitzen fest und das Pflaster schliesst dicht an
- Die Umgebung ist gereinigt und das Restmaterial abgeführt
Häufige Fragen
Der Zuschlag hängt am kleinen Format, er gilt also meist für Beton- wie für Natursteinpflaster. Bei Naturstein dauert die Arbeit oft noch länger, weil die Steine unterschiedlich hoch sind und mehr ausgeglichen werden müssen.
Ein einfaches Muster, wenig Schneidarbeit, eine zusammenhängende Fläche ohne unnötige Ecken und ein gut vorbereiteter Untergrund helfen. Beim Unterbau oder beim Verfugen zu sparen lohnt sich aber nicht, denn spätere Reparaturen kommen teurer.
Für Gartenwege und Sitzplätze reicht meist ein gut verdichteter Kieskoffer mit Splittbett, der Wasser versickern lässt. In Mörtel wird vor allem dort verlegt, wo die Belastung höher ist oder feste Fugen gewünscht sind. Entscheidend sind der Untergrund und das, was später über die Fläche fährt.
Sand oder Splitt setzen sich in den Fugen nach und ein Teil wird vom Regen ausgewaschen. Es ist normal, dass die Fugen nach einiger Zeit ein- oder zweimal nachgefüllt werden. Wackeln die Steine gleichzeitig, liegt die Ursache meist in einem schlecht verdichteten Unterbau oder Bett.
Ähnliche Arbeiten
Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Arbeit
Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.