Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Auffüllen mit Erdmaterial und Verdichten

Das Auffüllen mit Erdmaterial und anschliessendes Verdichten fällt auf der Baustelle kaum auf. Trotzdem entscheidet es oft darüber, ob sich der Gartenweg nach zwei Jahren absenkt, die Platten auf der Terrasse brechen oder die Abwasserleitung undicht wird.

Aktualisiert 09/2026·12 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
CHF 60.55/ m³
Orientierungsspanne
CHF 48.44 - CHF 78.72
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorbereitungsarbeiten. Es ist nicht der Preis für den gesamten Auftrag.
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Erdarbeiten5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Verfüllung und Verdichtung
Verfüllung mit Erde inkl. Verdichtungm³CHF 60.55-
Verfüllung mit Schotter / Brechkornm³CHF 20.20-
Schüttungen aus Sandkies + Verdichtungm³CHF 19.15-
Verdichtung des Untergrundes mit Rüttelplattem²CHF 7.05-
Verdichtung mit Vibrationswalzem²CHF 5.65-
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Auffüllen, Aufschütten, Verdichten: was dahintersteckt

Auffüllen heisst, eine Vertiefung zu füllen: einen Graben, eine Grube, die Baugrube oder den Raum zwischen Kellerwand und gewachsenem Terrain. Bei der Wand spricht man auch von Hinterfüllung. Eine Aufschüttung hebt dagegen das Terrain an, etwa beim Ausgleichen des Grundstücks, unter einem Boden auf Erdreich oder unter einer Zufahrt. Bei beiden Arbeiten gilt dasselbe Prinzip: Das Material wird in Lagen eingebaut, und jede Lage wird verdichtet, bevor die nächste kommt.

Warum genügt es nicht, die Grube einfach zuzuschütten und abzuwarten, bis sich alles von selbst setzt? Zwischen den Körnern eines Schüttguts steckt viel Luft. Ausgehobene Erde lockert sich beim Aushub zudem auf und braucht danach mehr Platz als vorher. Bleibt sie unverdichtet, drücken Regen, Frost und Belastung sie über Jahre zusammen. Die Folgen sind Mulden rund ums Haus, Wasser, das zu den Fundamenten läuft, und Risse im Belag. Das Verdichten nimmt diesen Vorgang vorweg, kontrolliert und an einem einzigen Tag.

Abgerechnet wird nach Kubikmeter. Dieser lässt sich aber unterschiedlich ermitteln: nach dem Volumen des Aushubs, nach Plan im verdichteten Zustand oder nach angeliefertem, losem Material. Zwischen diesen Werten liegt oft ein spürbarer Unterschied. Klären Sie deshalb vor der Vergabe mit dem Unternehmer, wie das Volumen gemessen wird.

Erde, Kies oder Kiessand: welches Material wohin

Auf dieser Seite stehen drei verwandte Positionen. Sie unterscheiden sich im Material und damit darin, wo sie passen und wie man damit arbeitet.

Auffüllen mit Erdmaterial und Verdichten

Verwendet wird geeignetes Erdmaterial, meistens das, was auf der Baustelle ausgehoben wurde. Es passt in Gräben im Garten, zur Hinterfüllung von Fundamenten dort, wo später kein Belag kommt, und überall dort, wo das ursprüngliche Terrain wiederhergestellt werden soll. Das Material darf keinen Humus, keine Wurzeln, kein Holz, keinen Bauschutt und keine grossen Steine enthalten. Organische Reste verrotten mit der Zeit und hinterlassen Hohlräume.

Viel hängt von der Bodenart ab. Sandige und kiesige Böden lassen sich gut verdichten und sind durchlässig. Lehm und Ton reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit: Trocken bilden sie harte Schollen, die sich kaum verdichten lassen, durchnässt beginnen sie unter der Vibroplatte zu wabbeln wie ein Pudding. Mit lehmigem Material lässt sich arbeiten, aber nur bei passender Feuchte, in dünneren Lagen und mit dem richtigen Gerät.

Auffüllen mit Kies oder Schotter

Kies oder gebrochenes Material wählt man dort, wo die Auffüllung Lasten tragen muss und sich nicht setzen darf: unter dem Gartenweg, der Terrasse, der Garagenzufahrt, bei Leitungen unter Strassen oder bei Fundamenten, an die später ein Plattenbelag anschliesst. Für verdichtete Lagen braucht es ein abgestuftes Gemisch, zum Beispiel ein Kiesgemisch 0/32 oder 0/45, bei dem die feinen Körner die Zwischenräume der groben füllen. Daraus entsteht eine feste, tragfähige Schicht.

Etwas ganz anderes ist gewaschener Rundkies, etwa 16/32. Zwischen den Körnern bleiben Hohlräume, durch die Wasser abfliesst. Deshalb dient er als Sickerpackung um die Sickerleitung. Verdichten lässt er sich nur wenig, als Tragschicht unter Platten eignet er sich ohne Weiteres nicht. In der Praxis kommt es oft vor, dass die beiden Materialien verwechselt werden. Dann wundert sich jemand, warum sich der Kies nicht verdichten lässt.

Aufschüttungen aus Kiessand mit Verdichtung

Kiessand, beispielsweise 0/32 oder 0/45, ist natürlich abgebautes Material mit eher runden Körnern und einem Sandanteil. Er wird für grössere Schüttungen verwendet: wenn das Terrain unter einem Boden auf Erdreich, unter der Bodenplatte nach Plan oder unter befestigten Flächen angehoben werden soll oder wenn das Grundstück ausgeglichen wird. Er lässt sich gleichmässig verdichten und kommt mit Wasser besser zurecht als lehmige Erde. Unter dem Boden eines Einfamilienhauses schreibt der Ingenieur oft direkt Kiessand oder ein Kiesgemisch vor, mit bestimmter Stärke und verlangter Tragfähigkeit. Auch Recyclingmaterial wird in der Schweiz häufig eingesetzt. Ob es für Ihren Fall zulässig und geeignet ist, legt die Planung fest.

Wie Sie sich entscheiden

  • Es bleibt Garten oder Rasen: In der Regel reicht sauberes Aushubmaterial, obendrauf Humus.
  • Es kommt ein Plattenbelag, ein Weg oder eine Zufahrt: Kiesgemisch oder Kiessand, mindestens in den oberen Lagen.
  • Das Terrain unter dem Gebäude wird angehoben: Kiessand oder Kiesgemisch nach Plan, mit geprüfter Tragfähigkeit.
  • Wasser soll abgeleitet werden: Gewaschener Kies mit Geotextil, kein Lehm.

Was vor dem Auffüllen bereit sein muss

Eine Auffüllung lässt sich nicht rückgängig machen, ohne neu zu graben. Es lohnt sich deshalb, vorher kurz innezuhalten und zu prüfen, ob unter dem Boden wirklich alles fertig ist.

  • Leitungen und Kabel sind verlegt und kontrolliert. Die Abwasserleitung hat das richtige Gefälle, die Wasserleitung ist druckgeprüft. Gas- und Elektroleitungen verlegt und schliesst ausschliesslich der zuständige Fachbetrieb an. Sprechen Sie mit ihm ab, wann der Graben zugedeckt werden darf.
  • Die Leitungen sind eingemessen. Hausanschlüsse und Werkleitungen werden vor dem Zudecken durch den Geometer oder den Netzbetreiber eingemessen. Später geht das nicht mehr.
  • Die Abdichtung der Fundamente ist geschützt. Auf der Abdichtung liegt eine Noppenbahn, eine Wärmedämmung aus XPS oder ein anderer Schutz, damit Steine in der Auffüllung sie nicht beschädigen.
  • Der Beton ist ausreichend fest. Keller- und Fundamentwände werden erst hinterfüllt, wenn sie genug ausgehärtet sind, und nach Vorgabe des Ingenieurs oft erst, wenn die Decke darüber die Wand oben abstützt.
  • Auf der Grabensohle liegen weder Wasser noch Schnee oder Schlamm. In stehendes Wasser oder auf gefrorenen Grund wird nicht eingefüllt.
  • Lagerplatz und Zufahrt sind geklärt. Bagger, Dumper und Vibroplatte brauchen Platz. Ein schmaler Durchgang am Zaun des Nachbarn oder ein Beet, das unversehrt bleiben muss, verändert den ganzen Ablauf.

Im Stockwerkeigentum oder bei gemeinsam genutzter Umgebung sprechen Sie Arbeiten im Aussenbereich vorher mit der Liegenschaftsverwaltung ab. So weiss auch der Hauswart, wann Zugänge und Parkplätze gesperrt sind und wo der Bagger parkiert.

Wie Auffüllen und Verdichten auf der Baustelle ablaufen

Leitungszone und erste Lagen

Bei Rohren und Kabeln kommt zuerst die Leitungszone: feines Material rund um die Leitung, meist Sand oder ein feines Gemisch ohne scharfkantige Steine. Diese Umhüllung reicht in der Regel rund 10 bis 30 cm über den Rohrscheitel, die genaue Stärke gibt die Planung oder der Rohrhersteller vor. Seitlich des Rohrs wird das Material von Hand oder mit einem leichten Stampfer sorgfältig eingestopft, damit das Rohr satt aufliegt und nicht seitlich wandert. Direkt über dem Rohr wird nicht mit schwerem Gerät verdichtet, solange die Überdeckung zu gering ist. In oder knapp über der Leitungszone kommt ein Warnband in der passenden Farbe. Es zeigt beim nächsten Graben, dass darunter eine Leitung liegt.

Einbau in Lagen

Über der Leitungszone wird das Material in gleichmässigen Lagen eingebaut. Bei einer üblichen Vibroplatte beträgt eine lose Lage meist etwa 20 bis 30 cm, bei einer leichten Platte weniger, bei einer schweren Walze mehr. Die genauen Werte nennt der Hersteller des Geräts. Eine zu dicke Lage wird nur oben verdichtet, darunter bleibt lockeres Material. Das ist der häufigste Grund für spätere Setzungen.

Jede Lage wird mehrmals in überlappenden Bahnen befahren, bis sich die Oberfläche sichtbar nicht mehr setzt und die Platte zu springen beginnt. Rund um ein Gebäude wird gleichmässig ringsum gearbeitet, damit nicht eine Seite der Wand stärker belastet wird als die andere.

Das passende Gerät

  • Vibroplatte: Das Allroundgerät für Sand, Kies und Kiesgemisch. Eine leichte Platte für schmale Gräben, eine schwerere, reversierbare Platte für Flächen und dickere Lagen.
  • Vibrationsstampfer: Schmal und schlagkräftig, für Gräben, an Wänden, um Schächte herum und für bindige, lehmige Böden, die die Platte schlecht verdichtet.
  • Walze: Für grosse Flächen und Schüttungen unter Strassen und Parkplätzen.
  • Bagger mit Anbauverdichter: Für tiefe und breite Gruben, in die niemand mit der Platte gefahrlos hineinsteigen kann.

Feuchtigkeit des Materials

Material verdichtet sich gut bei der sogenannten optimalen Feuchte. Praktisch heisst das: Die Erde lässt sich in der Hand zu einem Klumpen drücken, der hält, aber nicht schmiert und aus dem kein Wasser tropft. Zu trockener Kies oder Sand wird leicht angefeuchtet. Durchnässter Lehm wird ausgebreitet und abgetrocknet oder durch geeigneteres Material ersetzt. Nassen Ton zu verdichten ist meist verlorene Zeit, das Material wird nur hin und her geschoben.

An Fundamenten und Kellerwänden

Direkt an der Wand wird vorsichtig verdichtet, mit leichterem Gerät und in dünneren Lagen. Eine schwere Platte oder Walze kann frisches Mauerwerk eindrücken und beschädigen. Die oberste Lage am Haus erhält ein Gefälle vom Gebäude weg, damit das Wasser nicht zu den Fundamenten läuft. Kommen später Plattenbelag, Kiesstreifen oder Terrasse, werden die oberen Lagen aus Kiesgemisch eingebaut.

Wie lange es dauert

Ein Graben für einen Hausanschluss ist meist in einigen Stunden bis einem Tag aufgefüllt. Die Hinterfüllung eines Einfamilienhauses oder eine grössere Schüttung unter einen Boden dauert je nach Zugang und Menge einen bis mehrere Tage. Anders als bei Beton müssen Sie hier nicht auf eine Aushärtung warten. Wird jedoch die Tragfähigkeit gemessen, beginnen die Folgearbeiten wie der Magerbeton erst nach der Auswertung.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Der Aufwand hängt nicht nur vom Volumen ab. Die gleiche Anzahl Kubikmeter kann einmal bequeme Arbeit mit dem Lader bedeuten und ein anderes Mal einen ganzen Tag mit Schubkarren.

Leichter wird es mit:

  • Guter Zufahrt für Bagger oder Dumper und Materialdepot direkt am Graben
  • Sandigem oder kiesigem Boden mit passender Feuchte
  • Einem breiten Graben, in dem die Platte ungehindert arbeiten kann
  • Trockenem Wetter und einer Grube ohne Grundwasser

Aufwendiger wird es durch:

  • Materialtransport von Hand durch den Garten, das Haus oder einen schmalen Durchgang
  • Viele Leitungen in einem Graben, Schächte und Kreuzungen, um die herum von Hand verdichtet werden muss
  • Lehmigen oder tonigen Boden, nass nach Regen, der abtrocknen muss oder ersetzt wird
  • Ungeeignetes Aushubmaterial, das abgeführt und durch angeliefertes Material ersetzt wird
  • Verlangte Tragfähigkeitsmessungen und erneutes Nachverdichten, wenn eine Prüfung nicht besteht
  • Tiefe Gräben mit Verbau, bei denen die Verbauplatten Schritt für Schritt mit dem Auffüllen gezogen werden

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Alles auf einmal, ohne Lagen. Der ganze Graben wird mit dem Bagger zugeschüttet, oben fährt man einmal mit der Platte drüber. Die Oberfläche wirkt fest, nach ein, zwei Wintern zeigt sich entlang des Grabens eine Mulde.
  • Erde mit Humus, Wurzeln oder Schutt. Organisches verrottet, Schutt bildet Hohlräume. Es entstehen örtliche Einbrüche, oft erst nach Jahren.
  • Steine an Rohr oder Abdichtung. Ein spitzer Stein durchstösst unter Last das Rohr oder die Abdichtung. Die Folge sind ein feuchter Keller oder eine undichte Abwasserleitung, die wieder freigelegt werden muss.
  • Schweres Gerät direkt über dem Rohr. Das Rohr verformt sich oder eine Muffe geht auf. Bei der Kanalfernsehaufnahme zeigt sich dann ein durchgebogenes Rohr oder stehendes Wasser in der Senke.
  • Nasser Lehm oder gefrorenes Material. Nasser Ton lässt sich nicht verdichten, gefrorene Erde sackt nach dem Auftauen zusammen. Dasselbe gilt für Schnee, der in die Grube geschoben wurde.
  • Hinterfüllung an jungem Mauerwerk oder einseitiger Druck. Die Wand kann sich neigen oder reissen. Eine teure Reparatur, die sich mit etwas Geduld vermeiden lässt.
  • Sickerkies statt Tragschicht. Unter Platten verschiebt sich der gewaschene Kies, der Belag wird wellig und kippt.
  • Gefälle zum Haus hin. Regenwasser läuft in die Hinterfüllung zu den Fundamenten und sucht sich den Weg in den Keller.
  • Fehlendes Warnband oder keine Einmessung. Niemand weiss genau, wo die Leitung liegt, und beim nächsten Graben wird sie beschädigt.

Anleitung für Heimwerker: flachen Graben oder kleine Fläche auffüllen

In Eigenleistung gut machbar ist das Auffüllen eines flachen Grabens, etwa für eine Bewässerung, ein Gartenkabel, das der Elektroinstallateur verlegt hat, oder eine Sickerleitung, sowie das Verdichten des Untergrunds für einen kleinen Weg. Eine Vibroplatte können Sie bei einem Baumaschinenvermieter mieten. Tiefe Gräben, Gruben mit unstabilen Wänden und die Anschlussleitungen für Gas, Strom oder Wasser sind dagegen Sache einer Fachfirma. Riechen Sie bei der Arbeit Gas, verlassen Sie sofort den Bereich, verwenden Sie kein Feuer und keine elektrischen Schalter und rufen Sie den Pikettdienst Ihres Gasversorgers oder die 112 an. Bei Brand gilt die 118.

  1. Verlauf aller Leitungen im Boden abklären und nicht blind graben oder verdichten.
  2. Grabensohle von Wasser, Schlamm, Wurzeln und Steinen befreien.
  3. Material bereitstellen: Sand für die Leitungszone, sauberes Erdmaterial ohne Humus und Schutt, bei Bedarf Kiesgemisch.
  4. Sand rund um Rohr oder Kabel einfüllen und seitlich von Hand einstopfen.
  5. Eine schützende Sandschicht über die Leitung geben und das Warnband einlegen.
  6. Weiteres Material in Lagen von etwa 15 bis 20 cm einbauen.
  7. Feuchte prüfen: Die Erde soll in der Hand die Form halten, aber nicht schmieren.
  8. Jede Lage mehrmals in überlappenden Bahnen mit der Platte befahren.
  9. An Wänden, Schächten und in Ecken mit dem Handstampfer nachverdichten.
  10. Oberste Lage mit Gefälle vom Haus weg abziehen und Humus oder Unterbau für den Belag einbringen.
  11. Nach einigen Regenfällen prüfen, ob sich die Fläche gesetzt hat, und Senken nachfüllen.

Tragen Sie bei der Arbeit mit der Platte feste Schuhe, Gehörschutz und Handschuhe. Lassen Sie die Platte nicht an Ort laufen und heben Sie sie zu zweit in den Graben, statt sie hineinzuwerfen.

Wie Sie die Verdichtung prüfen

Bei einer gewöhnlichen Auffüllung im Garten genügt eine einfache Kontrolle. Eine verdichtete Fläche gibt unter dem Schuh nicht nach, ein Stahlstab lässt sich nur schwer hineindrücken, und nach dem Überfahren mit der Platte bleiben keine tiefen Spuren. Stellen, an denen der Stab plötzlich leicht eindringt, verraten eine ungenügend verdichtete Lage.

Unter Böden, Bodenplatten, Strassen und Parkplätzen schreibt die Planung in der Regel eine Tragfähigkeit oder einen Verdichtungsgrad vor. Geprüft wird mit dem Plattendruckversuch, bei dem der ME-Wert gemessen wird, oder mit dem schnelleren dynamischen Plattendruckversuch. Bei wichtigen Schüttungen wird manchmal die Dichte der verdichteten Lage mit einem Laborversuch am Material verglichen. Welche Werte zu erreichen sind, legt der Ingenieur nach den einschlägigen SN-EN- und SIA-Normen fest, nicht der Unternehmer, der auffüllt. Besteht eine Prüfung nicht, wird die Lage nachverdichtet oder ersetzt und erneut gemessen.

Bei einer Abwasserleitung lohnt sich nach dem Auffüllen eine Kanalfernsehaufnahme. Sie zeigt, ob sich das Rohr beim Verdichten verformt hat und ob die Verbindungen dicht sind.

Abnahme der fertigen Auffüllung

Gehen Sie bei der Abnahme die Fläche ab, vergleichen Sie sie mit den Plänen und verlangen Sie die Unterlagen, die Sie später für weitere Arbeiten brauchen.

  • Leitungen wurden vor dem Zudecken kontrolliert, geprüft und eingemessen
  • Die Leitungszone besteht aus Sand oder feinem Material ohne scharfkantige Steine
  • Über allen Leitungen liegt ein Warnband
  • Das Material entspricht der Vereinbarung oder dem Plan und enthält weder Humus noch Wurzeln oder Schutt
  • Es wurde in Lagen eingebaut und jede Lage wurde verdichtet
  • Abdichtung und Schutzschicht an den Fundamenten sind unbeschädigt
  • Die Oberfläche ist eben, ohne Mulden und weiche Stellen
  • Das Terrain ums Haus hat Gefälle vom Gebäude weg
  • Bei Flächen mit verlangter Tragfähigkeit liegt ein Prüfprotokoll vor
  • Es ist festgehalten, wie das Volumen gemessen wurde und was gilt, wenn sich die Auffüllung in den ersten Monaten setzt

Häufige Fragen

Oft ja, wenn es frei von Humus, Wurzeln, Schutt und grossen Steinen ist und eine passende Feuchte hat. Sandige und kiesige Böden sind unproblematisch. Bei Ton oder nassem Lehm müssen Sie mit dünneren Lagen, Abtrocknen oder einem Ersatz durch Kiesgemisch rechnen, besonders unter einem künftigen Belag.

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