Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Maschineller Aushub einer Baugrube

Der maschinelle Aushub der Baugrube ist die erste Arbeit, bei der auf dem Grundstück sichtbar etwas passiert. Der Bagger entfernt das Erdreich dort, wo später das Untergeschoss, ein Keller, ein Tank, ein Schwimmbad oder ein tiefer fundierter Gebäudeteil entsteht.

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·12 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
CHF 24.20/ m³
Orientierungsspanne
CHF 19.36 - CHF 31.46
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Erdarbeiten12 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Erdaushub
Maschinenaushub der Baugrubem³CHF 24.20-
Handaushub (Boden Klasse 1-2)m³CHF 50.45-
Handaushub bis 1 m Tiefe (Boden Klasse 3)m³CHF 64.60-
Handaushub bis 1 m Tiefe (Boden Klasse 4)m³CHF 80.70-
Maschinenaushub Streifenfundament (Breite ab 50 cm)m³-
Maschinenaushub Einzelfundament (Breite ab 80 cm)m³CHF 50.45-
Maschinenaushub Graben für VersorgungsleitungenlfmCHF 15.15-
Sohlenreinigung Streifenfundament von Hand bis 1 mlfmCHF 24.20-
Sohlenreinigung Einzelfundament von Hand bis 1 mm²CHF 26.25-
Reinigung der Fundamentsohle von Handm²CHF 10.10-
Handbohrung bis Ø 25 cmStk.-
Handbohrung bis Ø 35 cmStk.-
Arbeit gesamt
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Was mit Baugrube gemeint ist und wann Sie eine brauchen

Eine Baugrube ist ein flächiger Aushub, meist mehrere Meter breit, der den ganzen Grundriss des Gebäudes oder einen grossen Teil davon umfasst. Gräben für Streifenfundamente und Werkleitungsgräben für Hausanschlüsse sind eigene Positionen und werden mit anderen Schaufeln und anders ausgeführt. Eine Baugrube brauchen Sie vor allem bei diesen Bauvorhaben:

  • Einfamilienhaus mit Keller oder teilweise eingegrabenem Untergeschoss
  • Haus am Hang, bei dem ein Teil des Geschosses ins Gelände eingeschnitten wird
  • Bodenplatte, unter der ungeeigneter Boden entfernt und durch verdichteten Kies ersetzt wird
  • Schwimmbad, Klärgrube, Kleinkläranlage, Retentionsbecken oder Tiefgarage
  • Anbau mit Untergeschoss neben einem bestehenden Haus

Warum wird auch bei kleineren Bauten mit der Maschine gegraben? Von Hand würden einige Dutzend Kubikmeter Wochen dauern, und die Wände würden in der Zwischenzeit vom Regen aufweichen. Ein Bagger schafft dieselbe Arbeit in ein bis zwei Tagen, und ein geübter Maschinist zieht die Sohle auf wenige Zentimeter genau ab.

Wie das Volumen in Kubikmetern berechnet wird

Der Aushub wird im gewachsenen Zustand gemessen, also im Volumen, das der Boden vor dem Graben im Gelände eingenommen hat. Man spricht vom Festmass. Dazu gehören der Grundriss des Gebäudes, der Arbeitsraum rundherum und das Volumen der schrägen Böschungen. Der Arbeitsraum ist der Streifen um die künftigen Kellerwände, den Maurer und Abdichter brauchen, um Abdichtung und Perimeterdämmung anzubringen. Er ist je nach Projekt in der Regel etwa einen halben bis einen Meter breit.

Beim Abtransport kommt hinzu, dass sich der Boden beim Lösen auflockert und mehr Platz braucht als im Gelände, das sogenannte Losemass. Bei sandigem Boden ist der Unterschied kleiner, bei lehmigem und steinigem grösser, oft ein Fünftel bis ein Drittel. Die Zahl der Lastwagenfahrten lässt sich deshalb nicht einfach aus den Grubenmassen ablesen. Achten Sie beim Vergleich von Offerten darauf, ob nach Plan, nach tatsächlicher Aufnahme oder nach Fuhren abgerechnet wird.

Was vor dem Eintreffen des Baggers bereit sein muss

Projekt und Absteckung

Die Ausführungspläne des Untergeschosses und der Fundation sollten vorliegen, bevor der Bagger kommt. Daraus ergeben sich Lage, Tiefe der Baugrubensohle und Breite des Arbeitsraums. Vor dem Aushub steckt der Geometer das Gebäude nach Plan ab, und es werden Schnurgerüste oder Fixpunkte ausserhalb der künftigen Grube gesetzt, damit sie der Bagger nicht zerstört. Ohne Absteckung passiert es leicht, dass das Haus einige Dezimeter neben der vorgesehenen Lage landet oder zu nah an die Grundstücksgrenze rückt.

Werkleitungen im Boden

Unter dem Rasen können Gasleitungen, Stromkabel, Wasserleitungen, Kanalisation oder Telekommunikationsleitungen liegen. Ihre Lage erfragen Sie vorgängig bei den Werkeigentümern und der Gemeinde, die den Leitungskataster führt, und lassen sie im Gelände markieren. In der Nähe markierter Leitungen wird nicht mit der Schaufel gegraben, sondern von Hand oder sehr vorsichtig, nach den Vorgaben des Werkeigentümers.

Wenn der Bagger eine Gasleitung beschädigt oder Sie Gas riechen, stoppen Sie sofort die Maschine, entfernen sich, lassen niemanden in die Nähe und rufen den Pikettdienst des örtlichen Gasversorgers oder die Notrufnummer 112 an. Kein offenes Feuer, keine Schalter betätigen. Bei einem Brand gilt die Feuerwehr-Nummer 118. Ein beschädigtes Stromkabel darf niemand berühren, die Reparatur ist ausschliesslich Sache des Netzbetreibers bzw. eines berechtigten Elektroinstallateurs gemäss NIV.

Geologische Untersuchung

Bei einem Haus mit Untergeschoss oder am Hang lohnt sich ein geotechnisches Gutachten sehr. Der Geologe klärt, welcher Boden auf Fundationstiefe ansteht, ob Grundwasser vorhanden ist und welche Böschungsneigungen sicher sind. Fehlen diese Angaben, werden Neigung und Wasserhaltung erst beim Graben festgelegt, oft nach der ersten Rutschung.

Zufahrt, Platz und Abtransport

  • Die Zufahrt muss Bagger und Lastwagen tragen, weicher Boden nach Regen tut das oft nicht
  • Auf dem Grundstück braucht es Platz für ein Zwischendepot des Materials für die spätere Hinterfüllung
  • Bäume, Freileitungen oder Zäune dürfen die Maschine nicht behindern oder durch sie beschädigt werden
  • Klären Sie vorher, wohin das überschüssige Material geht und wer Deponie oder Weiterverwertung organisiert

Bei Nachbargebäuden ist es sinnvoll, vor Arbeitsbeginn ihren Zustand mit Fotos zu dokumentieren, idealerweise gemeinsam mit dem Nachbarn. Taucht später ein Riss auf, lässt sich belegen, ob er vorher schon da war.

Wie der Aushub auf der Baustelle abläuft

Der Ablauf hängt von der Grösse der Grube ab, die Grundschritte sind aber fast immer gleich:

  1. Absteckung, Höhenfixpunkt und Lage der markierten Werkleitungen kontrollieren.
  2. Humus, also die oberste fruchtbare Schicht, abtragen und getrennt am Grundstücksrand lagern.
  3. Umriss der Grube inklusive Arbeitsraum und Böschungsoberkante markieren.
  4. Lagenweise von einer Seite her ausheben, Material direkt auf Lastwagen oder ins Zwischendepot laden.
  5. Böschungen laufend in der festgelegten Neigung formen oder Baugrubensicherung einbauen.
  6. Tiefe mit Nivelliergerät oder Laser gegenüber dem Höhenfixpunkt prüfen.
  7. Die letzten Zentimeter über der Fundationssohle mit einer glatten Böschungsschaufel ohne Zähne oder von Hand abziehen.
  8. Pumpensumpf und Entwässerung der Sohle erstellen, falls Wasser auftritt.
  9. Grube zur Abnahme der Fundationssohle an Bauingenieur oder Geologe übergeben, falls das Projekt dies vorsieht.

Der Humus wird getrennt, weil er später wieder in den Garten kommt. Vermischt mit Lehm und Kies aus der Tiefe ist er kaum mehr brauchbar und vergrössert zudem unnötig die Menge, die abgeführt werden muss.

Wichtig ist der letzte Grabschritt. Die Zähne der Schaufel lockern den Boden unter der Sohle auf. Wird zu tief gegraben und danach mit losem Material aufgefüllt, entsteht eine weiche Stelle, die sich setzt. Ein erfahrener Maschinist gräbt deshalb knapp über das Sollniveau und zieht die Sohle mit der glatten Schaufel in einem flachen Zug ab.

Wie lange es dauert

Die Grube für ein übliches Einfamilienhaus mit Keller ist bei guter Zufahrt und leichtem Boden meist in ein bis drei Tagen ausgehoben. Länger dauert es bei felsigem Untergrund, engen Platzverhältnissen, langsamem Abtransport oder Grundwasser. Die fertige Grube sollte nicht unnötig lange offen stehen. Regen und Frost verschlechtern die Tragfähigkeit der Sohle. Deshalb folgt idealerweise rasch der Magerbeton oder ein Kiesbett, das schützt die fertige Sohle.

Grubenwände, Böschung und Grundwasser

Böschung oder Baugrubensicherung

Eine senkrechte, ungesicherte Grubenwand ist in üblichem Boden nur bis zu geringer Tiefe sicher, und auch das nur in bindigem, trockenem Boden. Die Vorgaben der Suva setzen hier klare Grenzen, die das Bauunternehmen kennen muss: Tiefere Gruben werden entweder geböscht oder gesichert. Eine abrutschende Wand kann einen Menschen verschütten, auch wenn sie vorher fest aussah.

Böschen ist die einfachste Lösung, wenn genug Platz vorhanden ist. Die Wände werden schräg ausgehoben, mit einer Neigung je nach Bodenart. Lockerer Sand braucht eine flachere Böschung, fester Lehm eine steilere. Der Nachteil ist mehr Aushub und später mehr Hinterfüllung.

Baugrubensicherung kommt dort zum Einsatz, wo keine Böschung möglich ist, etwa an der Grundstücksgrenze, beim Nachbarhaus oder an der Strasse. Üblich sind Spundwände aus Stahl, Rühlwände mit Holz- oder Betonausfachung, Grabenverbauboxen, Nagelwände oder Bohrpfähle. Die Sicherung wird vom Bauingenieur bemessen und ist eine eigene Position. Fragen Sie bei der Wahl des Unternehmens, ob es sie selbst ausführt oder mit welchem Spezialtiefbauer es zusammenarbeitet.

Aushub neben einem Nachbargebäude

Reicht die Grube tiefer als die Fundamente des Nachbarhauses und liegt sie nahe daran, kann der Boden unter dessen Fundamenten den Halt verlieren. Diese Situation muss ein Bauingenieur lösen. Typisch sind Aushub in kurzen Etappen, Unterfangung der Fundamente oder eine Baugrubensicherung. Ohne Konzept wird hier nicht gegraben, auch wenn es nur ein kurzes Stück scheint.

Grund- und Regenwasser

Wasser in der Grube weicht die Sohle auf und schwächt die Böschungen. Bei geringem Zufluss genügt ein Pumpensumpf in der tiefsten Ecke mit einer Tauchpumpe für Schmutzwasser. Bei höherem Grundwasserspiegel muss dieser abgesenkt werden, zum Beispiel mit Filterbrunnen oder Wellpoints. Das plant eine Fachperson. Regenwasser aus dem umliegenden Gelände leitet man am besten von der Grubenkante weg, damit es nicht über die Böschungen läuft.

Stellt der Geologe hohes Grundwasser fest, beeinflusst das auch die Planung des Untergeschosses. Wahrscheinlich braucht es eine weisse Wanne aus wasserundurchlässigem Beton oder eine Abdichtung gegen drückendes Wasser. Das weiss man besser vor dem Aushub als danach.

Maschinenwahl und was den Aufwand bestimmt

Für kleinere Gruben und enge Grundstücke werden Kleinbagger und Baggerlader eingesetzt. Für grössere Gruben kommen Raupen- oder Pneubagger mit grösserer Reichweite zum Einsatz, die direkt auf Lastwagen laden. Eine grössere Maschine ist schneller, braucht aber eine tragfähige Zufahrt und Platz zum Drehen. Fragen Sie bei der Offerte nach, welche Maschine geplant ist und wie sie auf das Grundstück gelangt.

Den Aufwand und damit den Preis bestimmen vor allem diese Punkte:

  • Bodenart: Sand und Lehm lassen sich leicht graben, harter Ton und Kies schwerer, Fels kann einen Abbauhammer erfordern
  • Tiefe der Grube und nötige Böschung oder Sicherung
  • Zufahrt, Breite der Einfahrt, Hangneigung und Distanz zur Strasse
  • Werkleitungen im Boden, die Handaushub verlangen
  • Grundwasser und Wasserhaltung
  • Distanz zur Deponie und Art des Verladens
  • Alte Fundamente, Beton, Wurzelstöcke oder Bauschutt im Boden
  • Anforderungen an die Genauigkeit der Sohle und die Reinigung der Strasse nach den Fahrten

Auf älteren Grundstücken in Dörfern kommt es in der Praxis oft vor, dass unter dem Rasen Reste eines alten Hauses, ein Sodbrunnen, eine Jauchegrube oder eingegrabener Abfall auftauchen. Solche Funde verlängern die Arbeit, manchmal muss auch die Entsorgung gelöst werden. Wenn Sie davon wissen, sagen Sie es dem Unternehmen vorher.

Wohin mit dem Aushubmaterial

Ein Teil bleibt meist auf dem Grundstück für Hinterfüllung und Umgebungsarbeiten. Der Rest wird abgeführt. Sauberer Aushub geht in der Regel in eine Aushubdeponie oder zur Wiederauffüllung einer Kiesgrube, verschmutztes Material muss an einen Ort, der es annehmen darf. Klären Sie vorher, ob das Aushubunternehmen Abtransport und Ablagerung übernimmt oder ob Sie das selbst organisieren. Material, das mit Öl, Bauschutt oder altem Abfall belastet ist, lässt sich nicht einfach im Garten verteilen.

Schnittstellen zu den nachfolgenden Arbeiten

Der Aushub ist nur der Anfang einer Kette, und jedes Glied braucht etwas vom vorherigen:

  • Der Geometer steckt das Gebäude vor dem Aushub ab und nimmt bei grösseren Bauten auch die fertige Grube auf
  • Geologe oder Bauingenieur prüfen die Fundationssohle, also ob der Boden den Annahmen des Projekts entspricht
  • Der Baumeister braucht die Grube direkt nach der Übergabe, damit die Sohle nicht nass wird oder gefriert
  • Der Sanitärinstallateur muss wissen, wo Kanalisation und Hausanschlüsse durch die Fundation geführt werden
  • Die Abdichter brauchen genügend Arbeitsraum um die Kellerwände
  • Die Hinterfüllung erfolgt erst nach Abdichtung, Schutzschicht und Sickerleitung, lagenweise und verdichtet

Warum ist die zeitliche Abstimmung so wichtig? Kommt der Baumeister erst zwei Wochen später, kann die Grube nach Regen ganz anders aussehen. Eine aufgeweichte Sohle muss gereinigt, manchmal vertieft und mit Kies ersetzt werden. Deshalb plant man den Aushubtermin nach dem Betoniertermin und nicht umgekehrt.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Zu tief gegrabene Sohle, mit losem Material aufgefüllt: Unter den Fundamenten entsteht eine weiche Stelle, das Haus setzt sich ungleichmässig, im Mauerwerk erscheinen Risse
  • Fehlender Arbeitsraum: Die Abdichter haben keinen Platz, die Abdichtung wird hastig erstellt, der Keller wird später feucht
  • Zu steile Böschungen: Die Wände rutschen in die Grube, gefährden Menschen und verschütten die fertige Sohle
  • Material direkt an der Kante gelagert: Es belastet die Böschung und erhöht das Rutschrisiko, gelagert wird in der Regel mindestens einen Meter von der Kante entfernt, bei tieferen Gruben weiter
  • Ungelöste Wasserfrage: Die aufgeweichte Sohle verliert Tragfähigkeit, unter dem Beton bleibt Schlamm
  • Vermischter Humus und Unterboden: Dem Garten fehlt eine gute oberste Schicht, der Abtransport wird unnötig grösser
  • Graben ohne markierte Werkleitungen: Beschädigte Leitung oder Kabel, Arbeitsunterbruch und Unfallgefahr
  • Lange offene Grube: Regen und Frost verschlechtern die Sohle, die Böschungen bröckeln allmählich ab

Viele dieser Fehler sieht man nicht sofort. Eine weiche Stelle unter den Fundamenten zeigt sich oft erst nach Jahren, wenn das Haus fertig ist und eine Sanierung sehr aufwendig wird. Deshalb lohnt sich die Kontrolle der Sohle auch bei kleineren Bauten.

Sicherheit auf der Baustelle

Eine offene Grube ist vor allem für Kinder gefährlich und für Leute, die abends auf die Baustelle kommen. Der Grubenrand wird abgesperrt oder deutlich markiert. Während die Maschine arbeitet, hält sich niemand im Schwenkbereich des Auslegers oder unter dem beladenen Lastwagen auf. Die Grube betritt man erst, wenn der Maschinist fertig ist und die Böschungen sicher stehen. Zum Ein- und Aussteigen dienen eine Leiter oder eine geböschte Rampe, nicht der Sprung von der Wand.

Anleitung für Heimwerker: Grundstück vorbereiten und Baugrube sichern

Den Aushub selbst sollten Sie einem Unternehmen mit Maschinist überlassen. Gruben, Böschungen und Werkleitungen sind kein Feld für Laien. Einiges vor und nach dem Aushub können Sie aber gut selbst erledigen und so der Equipe die Arbeit erleichtern:

  1. Pflanzen, Sträucher und Gartenmöbel aus dem Bereich der Grube und der Zufahrt entfernen.
  2. Zäune, Tore oder Mauerteile, die der Maschine im Weg stehen, nach Absprache abbauen.
  3. Bekannte alte Schächte, Brunnen oder Leitungen auf einer Skizze festhalten und dem Unternehmen übergeben.
  4. Zustand der Nachbargebäude, Mauern und Strasse mit datierten Fotos dokumentieren.
  5. Platz für Humusdepot und Zwischendepot mit Pflöcken markieren, mit genug Abstand zur späteren Grubenkante.
  6. Absteckungspunkte und Schnurgerüst gut sichtbar kennzeichnen und vor Beschädigung schützen.
  7. Nach dem Aushub den Grubenrand mit Bauzaun oder Absperrband sichern, ohne in die Grube zu steigen.
  8. Bei Regen- oder Frostgefahr die Sohle nach Anweisung der Bauleitung abdecken lassen und die Abdeckung von oben kontrollieren.

Kontrolle und Abnahme der fertigen Grube

Nehmen Sie bei der Abnahme die Pläne mit und gehen Sie die Grube in Ruhe mit dem Maschinisten oder dem Bauleiter durch. Die Tiefe lassen Sie mit dem Nivelliergerät gegenüber dem Höhenfixpunkt prüfen, nicht nach Augenmass. Verlangt das Projekt eine Abnahme der Fundationssohle durch Geologe oder Bauingenieur, bewahren Sie das Protokoll auf, es wird später nützlich.

  • Die Grubenmasse entsprechen dem Plan inklusive Arbeitsraum
  • Die Sohlentiefe stimmt in angemessener Toleranz mit dem Plan überein und ist mit dem Gerät geprüft
  • Die Sohle ist eben, ohne aufgeweichte Stellen, loses Material oder Spuren der Schaufelzähne
  • Die Böschungen haben die vereinbarte Neigung und zeigen keine Risse oder Abbrüche
  • Eine nötige Baugrubensicherung ist nach Konzept des Bauingenieurs eingebaut
  • Pumpensumpf und Entwässerung funktionieren, auf der Sohle steht kein Wasser
  • Markierte Werkleitungen sind unbeschädigt und gut sichtbar gekennzeichnet
  • Humus und Hinterfüllmaterial sind getrennt und mit Abstand zur Grubenkante gelagert
  • Schnurgerüst und Höhenfixpunkt sind unversehrt
  • Zufahrt und Strasse sind gereinigt
  • Der Grubenrand ist gegen Absturz gesichert
  • Der Termin des Baumeisters ist vereinbart und die Sohle ist bis dahin geschützt

Häufige Fragen

Zum Grundriss kommen der Arbeitsraum um die Wände und das Volumen der Böschungen hinzu. Bei tieferen Gruben machen die Böschungen einen grossen Teil des Gesamtvolumens aus. Beim Abtransport kommt die Auflockerung dazu, deshalb braucht es mehr Fuhren, als die Berechnung im Festmass vermuten lässt.

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