Der maschinelle Aushub einer Baugrube kostet gemäss aktueller Preisliste 15.12 CHF pro m³ Arbeitsleistung. Fundamentgräben sind teurer, weil sie schmaler sind und mehr Nacharbeit brauchen. Handarbeit, Hinterfüllen, Verdichten, Spriessung und Abtransport werden separat verrechnet. Schwerer Boden, hoher Grundwasserspiegel oder eine schlechte Zufahrt für den Bagger treiben den Preis in die Höhe.
Leistungsarten und ihre Preise
Der häufigste Auftrag bei Neubauten und Einfriedungen. Der Bagger gräbt genau nach Schnurgerüst, die Sohle wird danach von Hand nachgearbeitet.
Grosses Volumen für Untergeschoss oder Bodenplatte. Der Preis pro m³ ist tiefer, entscheidend sind aber Abtransport und Zwischenlagerung des Aushubs.
Aushub für Wasser, Kanalisation, Strom oder Gas. Die Tiefe richtet sich nach den Vorgaben des Werkeigentümers und der frostsicheren Tiefe, in der Schweiz je nach Region und Höhenlage meist etwa 0,8 bis 1,2 m, in höheren Lagen auch mehr.
Dort, wo keine Maschine hinkommt, oder in der Nähe von Leitungen. Der Preis hängt von der Bodenklasse ab: Klasse 1-2 Sand und Humus, Klasse 3 Lehm und Kies, Klasse 4 schwerer Ton und Kies mit Steinen. Die Klasse ergibt sich aus der Besichtigung oder dem geologischen Gutachten; auch die Maschine kommt in Ton oder Fels langsamer voran.
Das Material wird lagenweise eingebracht, und jede Lage wird verdichtet. Eine unverdichtete Hinterfüllung setzt sich später unter Pflästerung und Trottoir.
Ausgehobenes Material nimmt um ein Viertel bis ein Drittel an Volumen zu. Bei kleinen Grundstücken ist der Abtransport oft der grösste Kostenpunkt.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Erdaushub | ||||
| Maschinenaushub der Baugrube | m³ | 15.12 CHF | - | |
| Handaushub (Boden Klasse 1-2) | m³ | 41.60 CHF | - | |
| Handaushub bis 1 m Tiefe (Boden Klasse 3) | m³ | 60.50 CHF | - | |
| Handaushub bis 1 m Tiefe (Boden Klasse 4) | m³ | 75.60 CHF | - | |
| Maschinenaushub Streifenfundament (Breite ab 50 cm) | m³ | - | ||
| Maschinenaushub Einzelfundament (Breite ab 80 cm) | m³ | 37.80 CHF | - | |
| Maschinenaushub Graben für Versorgungsleitungen | lfm | 11.35 CHF | - | |
| Sohlenreinigung Streifenfundament von Hand bis 1 m | lfm | 15.12 CHF | - | |
| Sohlenreinigung Einzelfundament von Hand bis 1 m | m² | 21.73 CHF | - | |
| Reinigung der Fundamentsohle von Hand | m² | 9.45 CHF | - | |
| Handbohrung bis Ø 25 cm | Stk. | - | ||
| Handbohrung bis Ø 35 cm | Stk. | - | ||
| Verfüllung und Verdichtung | ||||
| Verfüllung mit Erde inkl. Verdichtung | m³ | - | ||
| Verfüllung mit Schotter / Brechkorn | m³ | 18.90 CHF | - | |
| Schüttungen aus Sandkies + Verdichtung | m³ | 16.07 CHF | - | |
| Verdichtung des Untergrundes mit Rüttelplatte | m² | 4.72 CHF | - | |
| Verdichtung mit Vibrationswalze | m² | 3.40 CHF | - | |
| Abtransport | ||||
| Abtransport von Überschussboden (inkl. Aufladen) | m³ | 18.90 CHF | - | |
| Abtransport Erde / Anlieferung Sandkies | km | 6.43 CHF | - | |
| Verbau | ||||
| Verbau der Baugrube bis 2 m | m² | - | ||
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur maschineller Aushub 40 m³ Baugrube ohne Nacharbeit und Abtransport | 604.87 CHF |
| Aushub mit Sohlenreinigung Aushub 40 m³ und Reinigung der Fundamentsohle von Hand auf 30 m² | 888.34 CHF |
| Aushub, Sohlenreinigung und Abtransport Aushub 40 m³, Sohlenreinigung 30 m² und Abtransport von 30 m³ Aushubmaterial (ohne Hinterfüllung) | 1455.54 CHF |
Vorbereitung und Ablauf des Aushubs
Vor dem Aushub werden die Gebäudegrenzen und alle bestehenden Leitungen im Boden markiert. Solange die Leitungspläne der Werkeigentümer nicht vorliegen, wird in deren Nähe nicht mit dem Bagger gegraben. Im Schutzbereich, meist bis 1 m von der Leitung gemäss Angaben des Werkeigentümers, wird nur von Hand gegraben.
Der Bagger hebt nur bis knapp über die geplante Tiefe aus. So bleibt der gewachsene Boden, auf dem das Fundament steht, unberührt.
Sohle und Wände werden von Hand nachgearbeitet, gelockertes Material wird entfernt. Das Fundament muss auf festem, ungestörtem Boden stehen, der es sicher trägt.
Ist der Aushub tiefer als 1,3 m, muss er mit einer Spriessung oder einer Böschung gesichert werden, wie es die Vorschriften zur Arbeitssicherheit auf Baustellen (Suva) verlangen. Beim Einfamilienhaus wird oft geböscht, weil das günstiger ist, sofern das Grundstück genug Platz bietet.
Hinterfüllt wird in Lagen von 20 bis 30 cm, je nach Verdichtungsgerät, und jede Lage wird einzeln verdichtet. Unter der Bodenplatte zeigt ein Plattendruckversuch (ME-Wert), ob die Kiesschicht genügend verdichtet ist. Deshalb ist das Verdichten eine eigene Position im Kostenvoranschlag.
Arbeitsablauf
- 01Besichtigung des Grundstücks: Zufahrt für die Maschinen und Platz für das Zwischenlager des Aushubs.
- 02Abstecken des Gebäudes und der Werkleitungen gemäss Angaben der Werkeigentümer.
- 03Maschineller Aushub nach Plan, mit einer Reserve über der Fundamentsohle.
- 04Nacharbeit von Sohle und Wänden von Hand, Kontrolle von Tiefe und Ebenheit.
- 05Kontrolle der Fundamentsohle vor dem Betonieren und bei Zweifeln Beurteilung des Baugrunds.
- 06Lagenweise hinterfüllen, jede Lage verdichten und überschüssiges Material abführen.
5 häufige Fehler
Boden, den der Bagger gelockert hat, wird nicht mehr fest. Wurde zu tief gegraben, muss die Differenz mit Beton ausgeglichen werden, nicht mit Erde.
Ein durchtrenntes Kabel oder eine beschädigte Gasleitung bedeutet Schaden, Unterbruch und Busse. Die Leitungen müssen deshalb immer markiert sein, bevor die Maschine auffährt.
Eine dicke, unverdichtete Schicht setzt sich über Jahre. Pflästerung, Terrasse und Leitungen darüber reissen und sacken ab.
Wasser weicht die Fundamentsohle auf, danach trägt sie schlechter. Betoniert werden sollte deshalb möglichst bald nach der Kontrolle der Grube.
Ausgehobenes Material braucht mehr Platz als im gewachsenen Boden. Wer Abtransport und Deponie nicht einrechnet, dessen Budget geht nicht auf.
Was alles zu den Erd- und Aushubarbeiten gehört
In Offerten lesen Sie mal Erdarbeiten, mal Aushubarbeiten. Gemeint ist dasselbe: alles, was das Gelände verändert oder in den Baugrund eingreift. Dazu gehören der Humusabtrag, der Aushub für Fundamente, Keller und Hausanschlüsse, das Hinterfüllen und Umhüllen, das Verdichten, die Geländegestaltung rund ums Haus sowie das Umlagern oder Abführen von Material. Beim Einfamilienhaus sind das die allerersten Arbeiten auf der Baustelle. Sind sie fertig, sieht man nichts mehr davon. Fehler aus dieser Phase zeigen sich trotzdem, oft erst nach ein paar Jahren: als Risse im Mauerwerk, abgesackte Platten oder als feuchter Keller.
In der Praxis teilen sich die Erdarbeiten meist in drei Etappen, und nicht selten arbeiten verschiedene Firmen daran. Zuerst kommt der Aushub für Fundamente und Leitungen, dann das Hinterfüllen und Verdichten nach dem Rohbau des Untergeschosses, zum Schluss die Umgebungsarbeiten. Klären Sie deshalb früh, wer für welchen Teil zuständig ist. Gerade an der Schnittstelle zwischen Baumeister und Gartenbauer gehen das Abführen des Materials, das Nachreinigen oder das Verdichten gerne vergessen.
Der Baugrund: Warum Sie den Boden kennen sollten, bevor der Bagger kommt
Wie tief und wie breit ein Fundament sein muss, hängt davon ab, wie viel der Boden tragen kann und wie er sich verhält. Beim Neubau klärt das in der Regel ein geologisches Gutachten, manchmal zumindest eine einfache Baugrunduntersuchung. Bei kleineren Bauten stützt sich der Bauingenieur auf Sondierungen und auf Erfahrungen aus der Nachbarschaft. Ein Sondierschlitz, den ein Minibagger an der Stelle des künftigen Hauses aushebt, ist im Vergleich zum ganzen Bau ein kleiner Aufwand. Oft zeigt er, ob auf Fundamenttiefe Lehm, eine Auffüllung oder Grundwasser liegt.
Auch in der Schweiz unterscheiden die Unternehmer in ihren Offerten verschiedene Bodenarten und Aushubklassen, je nachdem, wie schwer sich das Material lösen lässt. Für Sie heisst das vor allem eines: Je schwerer und bindiger der Boden, desto langsamer geht der Aushub, desto stärker nutzt sich die Maschine ab und desto teurer wird jeder Kubikmeter. Lehm und Ton haben zudem eine unangenehme Eigenschaft. Trocknen sie aus, schwinden sie, werden sie nass, quellen sie auf. Fundamente werden in solchen Böden deshalb tiefer gesetzt, und man schützt die Umgebung des Hauses vor dem Wechsel von Trockenheit und Nässe, etwa mit einer Sickerleitung oder indem grosse Bäume nicht direkt am Haus stehen.
Ein eigenes Kapitel sind Auffüllungen: zugeschüttete Gruben, alte Kellerfundamente oder aufgefüllte Feuchtgebiete. Man stösst häufiger darauf, als man denkt, gerade auf Grundstücken in älteren Dorfkernen. Eine Auffüllung ist kein tragfähiger Baugrund. Das Fundament wird entweder durch sie hindurch tiefer geführt oder sie wird durch verdichteten Kies ersetzt, immer nach Vorgabe des Bauingenieurs. Ob Ihr Grundstück als belasteter Standort erfasst ist, sehen Sie im kantonalen Kataster der belasteten Standorte. Ein kurzer Blick lohnt sich, bevor der Aushub beginnt.
Warum dasselbe Material drei verschiedene Volumen hat
Bei Erdarbeiten rechnet man mit drei Volumen für ein und dasselbe Material. Der gewachsene Boden liegt noch ungestört im Untergrund, nach ihm wird der Aushub berechnet. Sobald er ausgehoben ist, lockert er sich auf und braucht mehr Platz, grob gesagt ein Viertel bis ein Drittel mehr. Sand legt weniger zu, Lehm und Fels mehr. Nach dem Wiedereinbau und Verdichten schrumpft das Volumen wieder, kommt aber fast nie genau auf den ursprünglichen Zustand zurück.
Daraus folgen zwei praktische Punkte. Erstens: Prüfen Sie in der Offerte, ob das Abführen in Kubikmetern fest oder lose gerechnet wird. Zwei Offerten können sich allein darin unterscheiden. Zweitens: Sie brauchen auf dem Grundstück genug Platz für ein Zwischendepot. Das Material aus einer Kellergrube beansprucht eine erstaunlich grosse Fläche. Und es darf nicht direkt am Grubenrand liegen, weil es die Böschung belastet.
Humus, Aushub und wohin mit dem Material, das übrig bleibt
Der Humus, also die oberste fruchtbare Bodenschicht, wird separat abgetragen und auf ein eigenes Depot gelegt. Sie brauchen ihn später für die Umgebung und für Pflanzungen. Wird er mit dem Unterboden vermischt, legen Sie den Garten später auf magerem Lehm an und müssen Humus zukaufen. In Hinterfüllungen unter Böden, Wegen und um Fundamente gehört Humus aber nicht. Die organischen Bestandteile zersetzen sich mit der Zeit, und die Füllung sackt nach.
Sauberes Aushubmaterial, das auf dem eigenen Grundstück bleibt, ist in der Regel unproblematisch. Verlässt es die Baustelle, gelten die Vorschriften zur Abfallverwertung. Unverschmutzter Aushub wird möglichst verwertet, etwa zum Auffüllen einer Kiesgrube, oder er landet auf einer dafür vorgesehenen Deponie. Die Deponiegebühren sind selten im Arbeitspreis enthalten und machen bei grösseren Mengen einen spürbaren Teil des Budgets aus. Es lohnt sich deshalb, die Umgebung so zu planen, dass möglichst viel Material auf dem Grundstück bleibt, zum Beispiel zum Ausgleichen eines Hangs oder zum Anheben des Terrains ums Haus.
Wenn Wasser in die Baugrube kommt oder der Frost einsetzt
Grundwasser in der Baugrube macht die Arbeit deutlich schwieriger. Die Böschungen beginnen zu rutschen, die Sohle weicht auf, und in stehendes Wasser darf ohne besonderes Vorgehen nicht betoniert werden. Liegt das Grundwasser nur knapp über der Sohle, reicht meist ein Pumpensumpf: eine kleine, tiefer ausgehobene Grube in einer Ecke, aus der das Wasser abgepumpt wird. Bei höherem Wasserspiegel braucht es eine Lösung von einer Fachperson.
Der Grundwasserspiegel schwankt übers Jahr. Ein trockener Aushub im Hochsommer sagt deshalb nichts darüber, ob der Keller im Frühling trocken bleibt. Die Abdichtung wird nach dem höchsten zu erwartenden Wasserstand bemessen, nicht nach dem, was beim Graben zu sehen war.
Im Winter gilt eine einfache Regel: Auf eine gefrorene Fundamentsohle wird nicht betoniert. Gefrorener Boden verliert beim Auftauen seine Tragfähigkeit, und das Fundament setzt sich. Lässt sich die Grube vor dem Frost nicht mehr betonieren, wird die Sohle abgedeckt, oder man hebt die letzte Schicht über der Fundamentsohle erst kurz vor dem Betonieren aus.
Sicherheit in der Baugrube und Leitungen im Boden
Dass eine Grubenwand einstürzt, gehört zu den ernsten Gefahren auf dem Bau, und es passiert auch dort, wo die Wand stabil aussieht. Bindiger Lehm hält eine senkrechte Wand oft stundenlang. Dann schwächen sie Regen, die Erschütterung eines vorbeifahrenden Baggers oder ein Materialhaufen an der Kante, und sie bricht zusammen. In eine tiefere, nicht gesicherte Grube steigt deshalb niemand, auch nicht für einen kurzen Kontrollblick. Material, Baustoffe und Maschinen bleiben in sicherem Abstand zum Rand. In der Praxis spricht man von mindestens einem halben Meter, bei schweren Maschinen von mehr.
Fordern Sie die Werkleitungspläne frühzeitig an: beim Elektrizitätswerk, beim Gasversorger, bei der Wasserversorgung, für die Kanalisation sowie bei Swisscom und dem Kabelnetzbetreiber. Bis alle Unterlagen da sind, vergehen oft einige Wochen. Viele Werke stecken ihre Leitungen selbst ab und verlangen, dass beim Graben in der Nähe einer Gasleitung oder eines Hochspannungskabels eine eigene Fachperson dabei ist. Der Graben selbst ist gewöhnliche Erdarbeit. Gas- und Stromanschlüsse dürfen aber nur dafür zugelassene Fachleute ausführen, elektrische Anschlüsse nur ein Elektroinstallateur mit entsprechender Bewilligung nach Niederspannungs-Installationsverordnung.
Wird beim Graben eine Gasleitung beschädigt oder riecht es nach Gas, verlassen Sie sofort den Ort. Kein offenes Feuer, keine elektrischen Geräte, kein Lichtschalter. Rufen Sie aus sicherer Entfernung den Pikettdienst Ihres Gasversorgers oder die 112 an. Bei Brand wählen Sie die 118.
Geländeanpassungen auf dem Grundstück und die Nachbarn
Der Aushub für die Fundamente ist Teil des Hausbaus. Kommen Terrainveränderungen, Stützmauern oder Aufschüttungen dazu, lohnt es sich, diese von Anfang an mitzuplanen statt nachträglich anzustückeln. So bleibt mehr Aushub auf dem Grundstück und die Übergänge zum Haus stimmen.
Denken Sie dabei auch an die Nachbarn. Heben Sie das Terrain an der Grundstücksgrenze an, fliesst das Regenwasser oft zum Nachbarn hinüber oder drückt gegen seinen Zaun. Bei Aufschüttungen an der Grenze gehören deshalb eine Entwässerung und manchmal eine kleine Stützmauer dazu. Muss die Mauer eine grössere Höhe Erdreich halten, bemisst sie ein Bauingenieur. Ein Gespräch über den Zaun, bevor der Bagger anfährt, erspart in der Praxis viel Ärger.
Zufahrt zur Baustelle und welche Maschine passt
Von der Wahl der Maschine hängen Tempo und Kosten ab. Ein Minibagger passt durch das Gartentor eines bewohnten Grundstücks und schont die Umgebung, für eine grosse Baugrube ist er aber langsam. Ein grösserer Bagger hebt eine Kellergrube viel schneller aus. Er braucht jedoch eine tragfähige Zufahrt, Platz zum Wenden und Zugang für die Lastwagen, die das Material abführen. Bei kleinen Aufträgen, etwa für eine Hausanschlussleitung oder einen Zaun, macht oft schon der Transport der Maschine einen grossen Teil der Kosten aus.
Prüfen Sie, bevor die Maschinen kommen, Breite und Tragfähigkeit der Zufahrt, Freileitungen über dem Grundstück und auch Sickerschächte, Jauchegruben, Brunnen oder Erdtanks. Diese stehen oft in keinem Plan, und ihre Lage kennen nur Sie. Ein schwerer Bagger hinterlässt auf Rasen oder Verbundsteinen Spuren. Legen Sie die Fahrspur deshalb vorher fest und schützen Sie sie bei Bedarf mit Platten oder Bohlen.
Hinterfüllen um Fundamente und Leitungen
Womit hinterfüllt wird, ist genauso wichtig wie das Verdichten. Um Fundamente und unter Böden gehören kein Material mit organischen Resten, kein Bauschutt mit Holz- und Folienstücken und kein gefrorener Boden. Beim Hinterfüllen der Kellerwände muss die Abdichtung geschützt werden, meist mit einer Noppenbahn oder Dämmplatten. Ein spitzer Stein in der Füllung kann sie aufreissen, und niemand merkt es, bis Wasser in den Keller dringt.
Rohre und Kabel der Hausanschlüsse werden in ein Sandbett gelegt und mit Sand umhüllt, damit keine Steine darauf drücken. Über der Leitung kommt ein Warnband in der passenden Farbe in die Füllung. Wer in ein paar Jahren gräbt, wird so gewarnt, dass darunter eine Leitung liegt. Kunststoffrohre verdichtet man vorsichtig. Eine schwere Vibrationsplatte direkt darüber kann sie verformen.
Anleitung für Heimwerker: Löcher für Zaunpfosten von Hand ausheben
Flache Löcher für Zaun- oder Pergolapfosten können Sie gut selbst ausheben, wenn Sie ein paar Grundregeln einhalten. Bei tieferen Gruben, grösseren Mengen oder in der Nähe von Leitungen ist es klüger, eine Fachfirma zu beauftragen.
- Bei den Werken und in den Unterlagen zum Grundstück abklären, ob im Bereich des Zauns Kabel, Gas- oder Wasserleitungen liegen.
- Die Zaunachse mit Schnur und Pflöcken abstecken und jeden Pfostenstandort nach dem geplanten Abstand markieren.
- Rasen und Humus an der Lochstelle abstechen und separat beiseitelegen, damit sie später wieder eingebaut werden können.
- Das Loch mit Spaten oder Handerdbohrer mindestens bis auf frostfreie Tiefe ausheben, wie sie die Anleitung des Zaunsystems oder die Planung angibt. Im Mittelland sind das meist rund 80 Zentimeter, in höheren Lagen mehr.
- Das Aushubmaterial auf einer Plane mit Abstand zum Lochrand ablegen, damit es nicht zurückfällt und die Wand nicht belastet.
- Die Sohle sauber ausputzen, aufgelockertes Material entfernen und bei Bedarf durch eine Kiesschicht ersetzen, nicht durch Erde.
- Tiefe und Lage aller Löcher an der Schnur prüfen, bevor die Pfosten gesetzt werden.
- Offene Löcher mit einem Brett abdecken, wenn sie nicht am selben Tag betoniert werden, damit niemand hineintritt und kein Wasser hineinläuft.
So nehmen Sie die Aushubarbeiten ab
Nehmen Sie den Aushub vor dem Betonieren ab, solange Sohle und Wände sichtbar sind. Ist der Beton einmal drin, lässt sich nichts mehr prüfen. Bei wichtigen Fundamenten ziehen Sie für die Abnahme der Fundamentsohle den Bauingenieur oder die Bauleitung bei.
- Abmessungen und Tiefe der Grube entsprechen den Plänen und der Absteckung
- Die Sohle ist sauber, ohne aufgelockertes Material, Steine und stehendes Wasser
- Stellen, an denen zu tief ausgehoben wurde, sind markiert und werden mit Magerbeton aufgefüllt
- Die Wände tieferer Gruben sind mit Spriessung oder Böschung gesichert
- Das Aushubmaterial liegt in sicherem Abstand zum Rand
- Der Humus ist getrennt vom übrigen Material gelagert
- Beim Aushub freigelegte Leitungen sind unbeschädigt und dokumentiert
- Für die Hinterfüllung sind Material, Schichtstärke und Verdichtungsart vereinbart
- Die Menge des abgeführten Materials und sein Verbleib sind belegt
Häufige Fragen
Der maschinelle Aushub einer Baugrube kostet gemäss aktueller Preisliste 15.12 CHF pro m³ Arbeitsleistung. Schmale Gräben für Streifen- und Einzelfundamente sind teurer. Nacharbeit, Hinterfüllung und Abtransport werden separat verrechnet.
Weil eine Person mit der Schaufel pro Stunde nur einen Bruchteil dessen schafft, was ein Bagger bewegt, in hartem Boden noch weniger. Von Hand wird deshalb nur dort gegraben, wo keine Maschine hinkommt, oder in der Nähe von Leitungen.
Am meisten zählen Bodenklasse, Aushubtiefe, Zufahrt für die Maschinen, Grundwasser und vor allem die Menge an Material, die abgeführt werden muss. Auf kleinen Grundstücken kostet der Abtransport oft mehr als der Aushub selbst.
Eine Spriessung oder Böschung braucht es bei Aushüben tiefer als 1,3 m, bei wenig standfestem Boden auch schon früher. Die genaue Lösung legen Projekt und Arbeitssicherheitsvorschriften (Suva) fest. Ist rund um die Grube genug Platz, ist eine Böschung günstiger.
Bei einem Hausanschluss oder einer Einfriedung wird der Minibagger mit Maschinist meist nach Stunden verrechnet, dazu kommt der Transport der Maschine zur Baustelle. Bei grösseren Mengen wird pro m³ gemäss Preisliste abgerechnet.
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