Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Betonschneiden: Preis pro Laufmeter 2026, Kernbohrung und Durchbrüche

Beim Betonschneiden werden Wände, Böden und Elemente mit Diamanttechnik geschnitten, Öffnungen kerngebohrt und Durchführungen ausgefräst. Was Sie bezahlen, hängt davon ab, wie dick das Bauteil ist, um welchen Beton es sich handelt (Element, Ortbeton, armierte Wand) und wie gross Schnitt oder Öffnung werden sollen.

Aktualisiert 09/2026·14 Min. Lesezeit·17 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
80.13 CHF/ lfm
Richtwert-Spanne
64.08 CHF - 104.25 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Eine Betonwand bis 150 mm Stärke zu schneiden kostet gemäss aktueller Preisliste 80.13 CHF pro Laufmeter Arbeit. Für Element- und Bodenschnitte, Kernbohrungen und das Ausschneiden von Öffnungen gelten eigene Ansätze, je nach Stärke und Durchmesser. Ist die Armierung dicht oder kommt die Maschine schlecht an die Stelle, wird es teurer.

Leistungsarten und ihre Preise

80.13 CHF
pro lfm
Wände schneiden

Die Diamantsäge schneidet exakt entlang der angezeichneten Linie; eingesetzt beim Anpassen von Öffnungen oder beim teilweisen Rückbau einer tragenden Wand.

48.07 CHF
pro lfm
Element schneiden

Schnitt durch ein Stahlbetonelement, üblich beim Anpassen von Öffnungen in Elementbauten. Stärke des Elements und Dichte der Armierung bestimmen die Schnittzeit.

44.52 CHF
pro lfm
Böden schneiden

Dilatations- oder Trennschnitte in der Bodenplatte, auch als Vorbereitung, um einen Teil des Bodens für Leitungen herauszubrechen.

160.25 CHF
pro Stk.
Kernbohrung

Saubere runde Öffnungen für Rohrdurchführungen, Lüftungsleitungen oder Elektroinstallationen, ohne die Umgebung unnötig zu beschädigen.

133.55 CHF
pro Stk.
Loch ausschneiden

Grössere runde Öffnung in einer Elementkonstruktion, etwa für einen Kaminschacht oder eine Lüftungsleitung.

181.62 CHF
pro Stk.
Türzargen ausschneiden

Präzises Trennen einer Metallzarge vom umgebenden Beton beim Türersatz, ohne die tragende Konstruktion zu beschädigen.

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Betonschneiden und Kernbohrungen17 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonschneiden
Schneiden Betonwände bis 150 mm Stärkelfm80.13 CHF-
Schneiden Stahlbetonplatte bis 10 cmlfm48.07 CHF-
Schneiden Stahlbetonplatte bis 15 cmlfm78.34 CHF-
Schneiden Betonböden bis 100 mm Tiefelfm44.52 CHF-
Kernbohrung Ø bis 100 mmStk.160.25 CHF-
Kernbohrung Ø 100-200 mmStk.-
Kernbohrung Ø über 200 mmStk.-
Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 10 cmStk.133.55 CHF-
Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 15 cmStk.181.62 CHF-
Montage Stahlstütze (geschweisst)Stk.-
Stahlzarge in Stahlbeton bis 10 cm ausschneidenStk.181.62 CHF-
Stahlzarge in Stahlbeton bis 15 cm ausschneidenStk.217.23 CHF-
Schlitze für Installationen (Elektro, Wasser)lfm-
Ausschneiden Fenster- oder TüröffnungStk.-
Durchbruch in Stahlbetonplatte ausschneidenStk.-
Asphaltflächen schneidenlfm26.70 CHF-
Sonstige Arbeiten
Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im FachStd.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Modellumfang für das Ausschneiden einer Öffnung in einer tragenden Wand (Schnitt 6 Laufmeter)
Nur Wandschnitt
6 Laufmeter Schnitt in einer Wand bis 150 mm Stärke
480.77 CHF
Schneiden und Kernbohrung der Ecken
Schnitt 6 Laufmeter und Kernbohrung der Eckbohrungen auf 1 Laufmeter
641.02 CHF
Schneiden, Bohren und Zargenausschnitt
Schnitt 6 Laufmeter, Kernbohrung 1 Laufmeter und Ausschneiden der bestehenden Metallzarge
822.64 CHF
Richtwert für die Arbeit anhand der angegebenen Mengen. Nicht enthalten sind die Montage einer Stahlabstützung, die Abfuhr des Bauschutts und die Beurteilung durch den Bauingenieur.

Vorbereitung und Ablauf des Schneidens

01
Schnittlinie anzeichnen

Der Fachmann zeichnet Grösse und Lage der Öffnung genau nach Plan an. Geht es um ein tragendes Bauteil, muss der Bauingenieur die Öffnung vorher beurteilen.

02
Armierung und Leitungen prüfen

Vor dem Schneiden prüft er mit einem Scanner, wo Armierung und allfällige verdeckte Leitungen in der Wand liegen. So beschädigt er nichts.

03
Ecken vorbohren

Bei grösseren Öffnungen bohrt er die Ecken zuerst mit der Kernbohrmaschine vor. Das erleichtert das Schneiden und senkt das Risiko, dass ausserhalb der Linie Risse entstehen.

160.25 CHF/Stk.
04
Mit der Diamantsäge schneiden

Er schneidet Schritt für Schritt entlang der Linie und kühlt dabei mit Wasser. Das hält den Staub gering und schont die Trennscheibe.

80.13 CHF/lfm
05
Abstützung montieren

Kommt eine Öffnung in eine tragende Wand, montiert er vor dem Herausnehmen des Teils eine Stahlabstützung nach den Vorgaben des Bauingenieurs.

Arbeitsablauf

  1. 01Bauteil vor Ort besichtigen und bei Eingriffen in tragende Teile vom Bauingenieur beurteilen lassen.
  2. 02Genaue Schnittlinie oder Durchmesser der Öffnung anzeichnen.
  3. 03Vor dem Schneiden Armierung und verdeckte Leitungen prüfen.
  4. 04Kernbohren oder mit der Diamantsäge schneiden, dabei mit Wasser kühlen.
  5. 05Bei Eingriffen in eine tragende Wand oder ein Element eine Abstützung montieren.
  6. 06Ausgeschnittenes Teil herausnehmen und die Kanten der Öffnung sauber nachbearbeiten.
  7. 07Bauschutt abführen und die fertige Öffnung für die nächsten Arbeiten übergeben.

5 häufige Fehler

01
Schneiden, ohne die Armierung zu prüfen

Trifft die Säge tragende Armierung oder eine verdeckte Leitung, muss das Bauteil saniert und die beschädigte Installation instand gestellt werden.

02
Tragende Wand öffnen ohne Bauingenieur

Schon eine kleine Öffnung in einem tragenden Bauteil kann die Statik des Gebäudes gefährden. Der Bauingenieur muss vorher beurteilen, nicht erst hinterher.

03
Keine Abstützung eingebaut

Wer das ausgeschnittene Teil ohne provisorische Abstützung herausnimmt, riskiert Risse oder sogar den Einsturz des umliegenden Bauteils.

04
Trocken geschnitten

Ohne Wasserkühlung nützt sich die Scheibe schneller ab und es staubt stark. Dann lässt sich auch kaum noch genau schneiden.

05
Schuttabfuhr nicht eingeplant

Ausgeschnittene Beton- und Stahlteile sind schwer und sperrig. Ist die Abfuhr nicht geplant, dauert es länger, bis der Auftrag abgeschlossen ist.

Wann man Beton sägt und wann man abbricht

Beim Betonsägen trennt ein Diamantwerkzeug einen Teil der Wand genau dort ab, wo er weg soll. Ein Abbauhammer schlägt dagegen auf die Wand ein, und die Erschütterungen laufen in die Decken und in die angrenzenden Wände weiter. Die Säge verursacht solche Schläge nicht, und die Kante der Öffnung bleibt gerade. Deshalb wird überall dort gesägt, wo der Rest des Hauses weiter genutzt wird: eine neue Türöffnung in einer Betonwand, ein grösseres Fenster, ein Durchbruch für die Lüftung oder das Abwasser, Anpassungen am Boden in einer bewohnten Wohnung.

Abbrechen lohnt sich dann, wenn ein ganzes Bauteil verschwindet und die Umgebung Erschütterungen verträgt. In einem Mehrfamilienhaus mit Betonwänden ist Sägen praktisch der einzige Weg, den Grundriss zu ändern, ohne die Nachbarwohnungen zu beschädigen. Wer eine Stahlbetonwand mit dem Abbauhammer bearbeitet, zerstört den Beton, der die Bewehrung rund um die Öffnung schützt. Bei den Nachbarn unter und über Ihnen kann dann der Verputz reissen.

Mit welcher Technik Beton gesägt wird

Übliche Wandöffnungen entstehen mit einer Wandsäge auf einer Führungsschiene. Die Fachfirma dübelt die Schiene an die Wand, und die Säge fährt genau der angezeichneten Linie entlang. So werden die Kanten senkrecht und sauber. Eine Handsäge mit kleinerem Blatt dient für kurze Schnitte, für das Nachschneiden der Ecken und für Stellen, an denen die Schiene keinen Platz hat.

  • Die Seilsäge kommt bei dicken, massiven Bauteilen zum Einsatz, bei Fundamenten und überall dort, wo eine Trennscheibe nicht tief genug reicht. Ein Diamantseil wird durch vorgebohrte Löcher gezogen und schneidet das Bauteil durch Zug.
  • Das Kernbohrgerät mit Diamantbohrkrone bohrt ein rundes Loch und zieht einen ganzen zylindrischen Kern heraus. Es eignet sich für Leitungsdurchführungen, für die Ecken von Öffnungen und beim Seilsägen dafür, das Seil durch die Wand zu führen.
  • Die Betonkettensäge schneidet eine rechtwinklige Ecke ohne Überschnitt. Eine runde Trennscheibe geht in der Ecke immer ein Stück darüber hinaus, die Kette nicht.

Das Diamantsegment: woraus es besteht und warum es sich abnutzt

Werkzeuge zum Betonsägen arbeiten mit synthetischen Diamanten, die unter hohem Druck und hoher Temperatur entstehen. Das ist kein billiger Ersatz. Ein synthetischer Diamant hat dieselbe Kristallstruktur aus Kohlenstoff wie ein natürlicher, er wird nur nicht für Schmuck hergestellt, sondern als feine technische Körner.

Diese Körner sind in eine Metallbindung eingebettet, meist auf Basis von Kobalt, Eisen oder Bronze. Aus dieser Mischung entstehen Segmente, die auf den Stahlkörper der Scheibe oder der Bohrkrone geschweisst werden. Die Diamantmischung steckt also nicht in der ganzen Scheibe, geschnitten wird nur am Rand. Während der Arbeit schleift sich die Bindung langsam ab und legt laufend neue Körner frei. Hat der Beton hartes Gestein und viel Stahl, nutzen sich die Segmente schneller ab. Deshalb fragt die Firma bei der Offerte nach der Betonart und nach der Menge der Bewehrung.

Wird ein Segment zu heiss, fallen die Diamanten heraus, und das Segment kann sogar abreissen. Die Scheibe wird darum mit Wasser gekühlt, oder es wird mit Absaugung und mit Pausen gesägt, so wie es der Werkzeughersteller empfiehlt.

Öffnung in einer tragenden Wand: Statik und die richtige Reihenfolge

Woran erkennt man eine tragende Wand? In vielen Mehrfamilienhäusern tragen die Betonwände die Decken, während die leichteren Zwischenwände nichts tragen. Auf den ersten Blick sehen Sie den Unterschied aber oft nicht, vor allem wenn die Wohnung früher schon einmal umgebaut wurde. Der Bauingenieur schaut deshalb nicht nur Ihre Wohnung an, sondern auch die Umbauten in den Wohnungen darüber und darunter. Öffnungen, die übereinander liegen, beeinflussen sich nämlich gegenseitig.

Wird eine tragende Wand geöffnet, entscheidet die Reihenfolge:

  1. Die Decke vor dem ersten Schnitt auf beiden Seiten der Wand mit Spriessen abstützen.
  2. Die Öffnung aussägen und in Teilen herausnehmen.
  3. Einen dauerhaften Stahlrahmen oder Sturz nach den Angaben des Bauingenieurs einbauen, meist aus Stahlprofilen geschweisst und untergossen oder verankert.
  4. Die Spriessen erst entfernen, wenn die dauerhafte Konstruktion die Last übernommen hat.

Bei kleineren Öffnungen in gemauerten Wänden genügen statt eines Stahlrahmens manchmal vorgefertigte Stürze aus Backstein. Welche Art und Grösse der Verstärkung die Öffnung bekommt, legt immer die statische Berechnung fest. Die Erfahrung der Sägefirma ersetzt sie nicht.

Vorgefertigtes Element oder Ortbeton

Ein vorgefertigtes Betonelement und eine vor Ort betonierte Wand gleicher Dicke werden ähnlich gesägt. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Stahl drin ist und wo. Elemente haben die Bewehrung oft rund um die ursprünglichen Öffnungen und an den Fugen konzentriert, Ortbetonwände meist über die ganze Fläche an beiden Oberflächen. Wichtig sind also die tatsächliche Wanddicke und die Dichte der Bewehrung, die ein Scan zeigt. Richten Sie sich bei der Auswahl der Position in der Preisliste nach der Dicke des Bauteils, nicht danach, wie die Wand im Haus genannt wird.

Staub, Wasser und Schlamm in einer bewohnten Wohnung

Beton enthält Quarzsand. Beim Trockensägen entsteht daraus sehr feiner Quarzfeinstaub, der tief in die Lunge gelangt und als krebserregend gilt. Die Suva weist bei solchen Arbeiten ausdrücklich auf Schutzmassnahmen hin. Wasser oder Absaugung schützen also nicht nur die Scheibe, sondern vor allem die Gesundheit.

Nasssägen in der Wohnung hat allerdings seine Tücken. Es entsteht Betonschlamm, der den Boden verfärbt, die Abläufe verstopft und bei undichtem Boden zu den Nachbarn durchlaufen kann. Im Innenraum wählt man deshalb meist einen von zwei Wegen:

  • Nasssägen, wobei der Schlamm in Wannen unter dem Schnitt aufgefangen und mit einem Nasssauger abgesaugt wird
  • Trockensägen mit einem Industriesauger der Staubklasse H, der direkt an der Schutzhaube der Scheibe angeschlossen ist, und mit Atemschutz für die Arbeiter

In beiden Fällen lohnt es sich, die Böden mit Folie und darüber mit festen Platten abzudecken, die Möbel hinauszutragen, die Türen zu den übrigen Zimmern zu schliessen und die Stromkreise auszuschalten, die in der Wand verlaufen. In Betonwänden sind Elektroleitungen oft direkt einbetoniert, deshalb werden sie vor dem Schnitt geprüft und abgehängt. Abhängen und neu verlegen darf nur ein Elektroinstallateur mit Bewilligung nach NIV.

Vorsicht gilt auch bei Installationsschächten in Häusern, die vor 1990 gebaut wurden. Platten rund um die Steigleitungen können Asbestzement enthalten. Solches Material sägen oder entfernen Sie nicht selbst, das gehört in die Hände einer anerkannten Asbestsanierungsfirma.

Im Mehrfamilienhaus gilt ausserdem die Hausordnung. Lärmige Arbeiten gehören in die erlaubten Zeiten, und informieren Sie die Nachbarn und den Hauswart vorher, was auf sie zukommt.

Warum mehr Schnittmeter herauskommen, als die Öffnung Umfang hat

Beton wiegt ungefähr 2 400 kg/m³. Der Ausschnitt einer Türöffnung von rund 900 × 2 000 mm in einer 150 mm dicken Wand wiegt also etwa 650 bis 750 kg. Ein solches Stück holen Sie in der Wohnung nicht sicher heraus, und niemand trägt es die Treppe hinunter. Der Ausschnitt wird deshalb mit weiteren Schnitten in kleinere Teile zerlegt, die zwei Personen oder ein kleines Hebegerät bewältigen, meist mit einem Gewicht von etwa 50 bis 100 kg.

Die Schnittlänge ergibt sich daher aus allen Schnitten, welche die Säge macht, nicht nur aus dem Umfang der Öffnung. In der Praxis hat eine Türöffnung oft einen Umfang von etwa 5 bis 6 Laufmetern, die Schnitte zusammen liegen aber näher beim Doppelten. Wenn Sie Offerten vergleichen, achten Sie darauf, ob die Firma die Trennschnitte einrechnet.

Das Zweite sind die Ecken. Eine runde Scheibe schafft keine rechtwinklige Ecke, ohne dass der Schnitt auf einer Seite über die Ecke hinausgeht. Ein solcher Überschnitt schwächt die Wand genau dort, wo sie am stärksten beansprucht wird. Abhilfe schafft eine Kernbohrung in jeder Ecke, zwischen denen dann gerade geschnitten wird, oder das Nachschneiden der Ecken mit der Kettensäge. Bei einer rechteckigen Öffnung heisst das vier Bohrungen, nicht eine.

Schlitze und Durchbrüche für Leitungen

In neuem Mauerwerk werden Schlitze für Elektro- und Wasserleitungen mit einer Mauernutfräse mit zwei Scheiben und Absaugung gefräst. In tragende Betonwände werden Schlitze in der Regel nicht gemacht, höchstens in dem Umfang, den der Bauingenieur freigibt. Ein tiefer waagrechter Schlitz kann die Bewehrung durchtrennen und die Wand auf der ganzen Länge schwächen. Neue Leitungen führt man deshalb lieber in Vorwänden, in Kanälen oder im Boden.

Halten Sie bei Schlitzen die üblichen Installationszonen ein: waagrechte Leitungen unter der Decke und über dem Boden, senkrechte bei den Ecken und neben Öffnungen. Wer später in die Wand bohrt, weiss dann, wo Leitungen zu erwarten sind.

Durch Betonwände entstehen am häufigsten Durchbrüche für die Dunstabzugshaube, die Badlüftung, den Kondensatablauf einer Klimaanlage oder eine neue Abwasserleitung. Die Kernbohrung sollte ein leichtes Gefälle nach aussen haben, damit kein Wasser hineinläuft. Nach dem Einbau des Rohrs wird der Spalt je nach Art des Durchbruchs abgedichtet. Führt die Leitung durch eine brandabschnittsbildende Wand oder Decke, kommt ein geprüftes Brandschutzsystem nach den VKF-Brandschutzvorschriften zum Einsatz.

Was mit dem Beton nach dem Sägen passiert

Ausgesägter Beton ist Bauabfall, nicht Siedlungsabfall, und in der Regel kein Sonderabfall. Sauberer Beton ohne Fremdstoffe wird von Recyclinganlagen angenommen und zu Betongranulat aufbereitet. Den Beleg, dass der Abfall korrekt entsorgt wurde, bewahren Sie auf, die Liegenschaftsverwaltung kann danach fragen. Anders ist es bei asbesthaltigem Material, das als Sonderabfall separat entsorgt werden muss.

Lagern Sie schwere Teile nicht auf dem Balkon und nicht auf einem einzigen Haufen am Boden. Sie würden die Decke unnötig belasten.

Anleitung für Heimwerker: Durchbruch mit der Bohrkrone durch eine nichttragende Backsteinwand

Ein kleineres rundes Loch, etwa für ein Kabel oder ein dünnes Rohr, in einer nichttragenden Backsteinwand oder durch Verputz schaffen Sie selbst. In tragende Betonwände, Decken oder Aussenwände eines Mehrfamilienhauses bohren Sie nicht selbst. Dort gehört eine Kernbohrung durch eine Fachfirma hin, und zwar erst nach der Beurteilung durch einen Bauingenieur.

  1. Prüfen, dass es sich um eine nichttragende Wand aus Backstein oder Steinen handelt, nicht um Beton. Bei Unsicherheit die Arbeit abbrechen und eine Fachperson beiziehen.
  2. Die Umgebung der Bohrstelle mit einem Leitungssucher absuchen und die Installationszonen bei den Ecken, über dem Boden und unter der Decke meiden.
  3. Die Sicherung des Stromkreises in dieser Wand ausschalten und an Steckdose oder Schalter prüfen, dass kein Strom anliegt.
  4. Den Boden abdecken, einen Sauger mit Feinfilter an die Bohrmaschine anschliessen, eine Atemschutzmaske FFP2 oder FFP3, eine Schutzbrille und einen Gehörschutz tragen.
  5. Die Mitte des Lochs auf beiden Seiten der Wand anzeichnen, mit dem Zentrierbohrer ganz durchbohren und erst dann die Krone aufsetzen.
  6. Mit der Krone ohne Schlag und mit niedriger Drehzahl bohren, von einer Seite bis zur halben Wanddicke und den Rest von der anderen Seite, damit der Verputz nicht ausbricht.
  7. Den Kern herausnehmen, den Staub aus dem Loch und der Umgebung absaugen und ein Schutzrohr oder eine Durchführung einsetzen.
  8. Die Sicherung wieder einschalten und prüfen, ob der Stromkreis funktioniert. Wenn beim Bohren Metall oder ein ungewöhnlicher Widerstand auftaucht, das Loch nicht fertig bohren und einen Elektroinstallateur oder Sanitärinstallateur rufen.

Worauf Sie bei der Abnahme der Öffnung oder Bohrung achten

  • Die statische Beurteilung durch den Bauingenieur lag vor Beginn der Sägearbeiten vor
  • Die Spriessen stützten die Decke während der ganzen Arbeit und wurden erst nach dem Einbau der dauerhaften Konstruktion entfernt
  • Grösse und Lage der Öffnung stimmen mit dem Plan überein, und die Kanten sind senkrecht
  • In den Ecken der Öffnung gibt es keine Überschnitte über die Öffnungslinie hinaus
  • Stahlrahmen oder Sturz sind nach den Angaben des Bauingenieurs eingebaut und untergossen
  • An der Wand und an der Decke über der Öffnung sind keine neuen Risse aufgetreten
  • Unterbrochene Leitungen sind fachgerecht abgehängt oder verlegt, und Sie haben die Unterlagen dazu
  • Durchbrüche haben Gefälle nach aussen, und der Spalt um das Rohr ist abgedichtet
  • Böden, Abläufe und angrenzende Räume sind sauber und ohne Schlammspuren
  • Den Entsorgungsbeleg haben Sie zusammen mit der Abnahme der Arbeiten erhalten

Häufige Fragen

Eine Betonwand bis 150 mm Stärke zu schneiden kostet gemäss aktueller Preisliste 80.13 CHF pro Laufmeter Arbeit. Bei dickeren Bauteilen und Kernbohrungen mit grösserem Durchmesser bezahlen Sie mehr.

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