Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Betonschneiden | ||||
| Stahlzarge in Stahlbeton bis 15 cm ausschneiden | Stk. | 217.23 CHF | - | |
| Schneiden Stahlbetonplatte bis 10 cm | lfm | 48.07 CHF | - | |
| Schneiden Stahlbetonplatte bis 15 cm | lfm | 78.34 CHF | - | |
| Schneiden Betonwände bis 150 mm Stärke | lfm | 80.13 CHF | - | |
| Schneiden Betonböden bis 100 mm Tiefe | lfm | 44.52 CHF | - | |
| Kernbohrung Ø bis 100 mm | Stk. | 160.25 CHF | - | |
| Kernbohrung Ø 100-200 mm | Stk. | - | ||
| Kernbohrung Ø über 200 mm | Stk. | - | ||
| Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 10 cm | Stk. | 133.55 CHF | - | |
| Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 15 cm | Stk. | 181.62 CHF | - | |
| Montage Stahlstütze (geschweisst) | Stk. | - | ||
| Stahlzarge in Stahlbeton bis 10 cm ausschneiden | Stk. | 181.62 CHF | - | |
| Schlitze für Installationen (Elektro, Wasser) | lfm | - | ||
| Ausschneiden Fenster- oder Türöffnung | Stk. | - | ||
| Durchbruch in Stahlbetonplatte ausschneiden | Stk. | - | ||
| Asphaltflächen schneiden | lfm | 26.70 CHF | - | |
So läuft das Ausschneiden der Zarge ab
Eine Zarge in der Betonwand ist nicht einfach angeschraubt. Ihre Anker, manchmal auch das ganze Profil, sind mit Beton vergossen. Mit dem Brecheisen bekommt man sie deshalb nicht heraus. Der Handwerker schneidet sie in Teilen frei und löst sie Stück für Stück. Der übliche Ablauf sieht so aus:
- Boden, Möbel und benachbarte Türen mit Folie abdecken, den Wohnungseingang mit einer Staubschutzwand abtrennen.
- Den Stromkreis im betroffenen Bereich ausschalten und Kabel sowie Leitungen rund um die Öffnung mit einem Ortungsgerät suchen.
- Die Schnittlinien auf dem Zargenprofil und auf dem Beton anzeichnen.
- Das Blechprofil durchtrennen, meist in den Ecken und bei den Ankern, damit die Zarge in Stücken herauskommt.
- Den Beton mit einer Diamantscheibe entlang der Zarge einschneiden, bei dickeren Wänden von beiden Seiten.
- Betonreste vorsichtig ausbrechen und die Zargenteile entfernen.
- Vorstehende Anker und Armierungseisen bündig mit dem Beton abtrennen.
- Die Öffnung von Staub und Bruchstücken reinigen und die Kanten für die weiteren Arbeiten vorbereiten.
Nach dem Ausbau bleibt eine rohe Öffnung in der Wand. Kanten mit Mörtel ausgleichen, Leibungen verputzen und die neue Zarge setzen sind in der Regel separate Arbeiten.
Wand bis 10 cm oder bis 15 cm: der Unterschied
Der wichtigste Unterschied ist die Dicke des Betons, der durchgeschnitten werden muss. Davon hängen das Werkzeug, der Zeitaufwand und die nötige Vorsicht ab.
- Wand bis 10 cm: Das ist oft eine Zwischenwand zwischen Zimmern oder beim Bad. Ein grosser Winkelschleifer mit Diamantscheibe schneidet sie meist von beiden Seiten durch. Die Arbeit geht schneller, es staubt weniger und die Scheibe nutzt sich weniger ab.
- Wand bis 15 cm: Solche Wände sind häufig tragend. Mit einem normalen Winkelschleifer kommt man nur etwa bis zur halben Wandstärke, deshalb wird von beiden Seiten sehr genau geschnitten oder mit einer stärkeren Diamantsäge gearbeitet. Der Beton ist meist dichter armiert, der Schnitt dauert länger, und die Statik muss vorher geklärt sein.
Ob eine Wand tragend ist, erkennen Sie nicht an ihrer Dicke. Schauen Sie in die Pläne des Hauses. Bei Stockwerkeigentum oder in einer Mietliegenschaft kann Ihnen die Liegenschaftsverwaltung die Unterlagen meist zur Verfügung stellen.
Welches Werkzeug wann zum Einsatz kommt
Das Werkzeug richtet sich nach der Wandstärke und danach, ob die Öffnung später vergrössert werden soll.
- Winkelschleifer mit Diamantscheibe für Beton und Metall: Er reicht für das Blechprofil und für dünnere Wände. In engen Räumen lässt er sich gut führen, ohne Absaugung staubt er aber stark.
- Handgeführte Betonsäge mit Diamantblatt: Sie schneidet tiefer und gerader. Sie passt für 15-cm-Wände und überall dort, wo die Kanten sauber werden sollen, etwa für eine Futterzarge.
- Wandsäge auf Führungsschiene: Sie kommt zum Einsatz, wenn die Öffnung gleichzeitig verbreitert oder erhöht wird. Der Schnitt ist präzise, die Wand bekommt kaum Erschütterungen ab.
- Kernbohrung: Damit werden die Ecken eines späteren Ausschnitts vorgebohrt, damit kein Schnitt überläuft. Sie dient auch für Bohrungen, wenn bei einer Verstärkung Armierung verankert wird.
Nassschneiden ist in einer bewohnten Wohnung sehr praktisch: Das Wasser kühlt die Scheibe und bindet den Staub. Wo kein Wasser möglich ist, wird mit einem Industriesauger gearbeitet, der direkt am Gerät angeschlossen ist. Das lohnt sich, denn Betonstaub enthält Quarz und ist schädlich für die Lunge.
Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht
Wie aufwendig und damit wie teuer die Arbeit wird, hängt von einigen Punkten ab, die sich schon vor dem Start klären lassen.
- Wandstärke und Armierung: Dickerer und dichter armierter Beton bedeutet längeres Schneiden und mehr Verschleiss an den Scheiben.
- Art des Einbaus: Eine rundum ausbetonierte Zarge ist schwieriger zu entfernen als eine, die nur an Ankern hält.
- Zugang: Ein schmaler Gang, eine Öffnung direkt neben einer Ecke oder einem Einbauschrank verlangsamen die Arbeit.
- Leitungen in der Wand: Kabel oder Rohre neben der Öffnung verlangen ein vorsichtigeres Vorgehen oder müssen umgelegt werden.
- Anforderungen an die Kanten: Kommt direkt eine Futterzarge hinein, müssen die Kanten gerade sein. Das ist mehr Arbeit, als nur den alten Rahmen herauszunehmen.
- Entsorgung: Altmetall und Bauschutt werden getrennt und abgeführt.
Tragende Wand, Statik und Mehrfamilienhaus
Bei einer nicht tragenden Zwischenwand ist das Entfernen der Zarge eine übliche Ausbauarbeit. Bei einer tragenden Wand sieht es anders aus. Beim reinen Ausschneiden der Zarge ändert sich die Grösse der Öffnung zwar meist nicht. Wer aber unvorsichtig schneidet, trennt schnell die Armierung rund um die Öffnung durch. Wird die Öffnung verbreitert oder erhöht, greift man in die Tragstruktur ein. Dann braucht es die Beurteilung durch einen Bauingenieur, und unter Umständen muss ein Stahlrahmen oder ein Sturz eingebaut werden.
In einem Mehrfamilienhaus gehören tragende Wände zu den gemeinsamen Teilen der Liegenschaft. Sprechen Sie deshalb frühzeitig mit der Verwaltung, sie kennt oft die Pläne und frühere Umbauten. Auch die Nachbarn sind dankbar, wenn sie wissen, an welchen Tagen es laut wird.
Liegt eine Gasleitung in der Nähe der Öffnung, wird dort nicht geschnitten. Riecht es nach Gas oder ist eine Leitung beschädigt, verlassen Sie die Wohnung und rufen den Notdienst Ihres Gasversorgers oder 112 an. Elektrische Leitungen, die umgelegt werden müssen, gehören in die Hände eines Elektroinstallateurs mit Bewilligung nach NIV.
Typische Fehler
In der Praxis wiederholen sich oft dieselben Probleme:
- Schneiden ohne Ortung: Ohne Ortungsgerät ist ein Kabel neben der Zarge schnell durchtrennt.
- Zu tiefe Schnitte in den Ecken: Der Schnitt läuft über die Ecke der Öffnung hinaus. Dieser Einschnitt im Beton kann später zum Ausgangspunkt eines Risses werden.
- Gewaltsames Ausbrechen: Wer die Zarge aufhebelt, bevor sie genug freigeschnitten ist, bricht die Betonkanten ab.
- Falsche Scheibe: Eine Scheibe nur für Metall oder nur für Beton ist schnell verschlissen, und der Schnitt wird unsauber.
- Unterschätzter Staub: Trockenes Schneiden ohne Absaugung verteilt Staub in der ganzen Wohnung und im Treppenhaus.
- Eingriff in eine tragende Wand ohne Bauingenieur: Beim Vergrössern der Öffnung ist das der schwerwiegendste Fehler.
Kontrolle bei der Übergabe
Schauen Sie sich die Öffnung genau an, bevor verputzt oder die neue Zarge gesetzt wird:
- Die Zarge ist vollständig entfernt, inklusive Anker
- Vorstehende Armierung ist bündig mit dem Beton abgetrennt
- Die Betonkanten sind nicht stark ausgebrochen, und in den Ecken laufen keine Schnitte über die Öffnung hinaus
- Rund um die Öffnung sind keine neuen Risse zu sehen
- Die Masse der Öffnung entsprechen dem, was für die neue Tür vereinbart wurde
- Der Strom in der Umgebung funktioniert, keine Leitung ist beschädigt
- Bauschutt und Altmetall sind abgeführt, der Raum ist gereinigt
Häufige Fragen
Ja, wenn die Zarge gerade ist und Ihnen die Grösse der Öffnung passt. Dann lässt sie sich mit einer Renovationszarge überdecken. Das Schneiden entfällt, die Öffnung wird aber etwas schmaler. Wünschen Sie eine breitere Tür oder ist die Zarge verzogen, ist der Ausbau meist die bessere Lösung.
Bei einer Zwischenwand bis 10 cm sind es meist einige Stunden. Bei einer 15-cm-Wand, dichter Armierung oder schlechtem Zugang dauert es länger. Dazu kommt die Zeit für das Abdecken und das Aufräumen.
Beim Betonschneiden entsteht immer Staub. Mit Nassschnitt oder einer Absaugung direkt an der Scheibe lässt er sich aber deutlich reduzieren. Staubschutzwände und abgedeckte Möbel braucht es trotzdem.
Bei einer Zwischenwand in der Regel nicht. Bei einer tragenden Wand ist ein Gespräch mit einem Bauingenieur immer sinnvoll, und wird die Öffnung vergrössert, ist seine Beurteilung unverzichtbar.
Es geht um das Schneiden von armiertem Beton, mit dem Risiko, die Tragstruktur oder verdeckte Elektroleitungen zu beschädigen. Diese Arbeit gehört deshalb in die Hände eines erfahrenen Handwerkers mit passendem Werkzeug.
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