Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Kernbohrung in Stahlbeton bis 10 cm Durchmesser

Eine Kernbohrung in Stahlbeton ist ein präzises Bohren mit einer diamantbesetzten Bohrkrone. Dabei entsteht ein gerades, sauberes rundes Loch, ohne Spitzen und ohne abgeplatzten Verputz rundherum. Diese Position der Preisliste gilt für eine einzelne Bohrung mit einem Durchmesser bis etwa 10 cm.

Aktualisiert 09/2026·11 Min. Lesezeit·16 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 151.35/ Stk.
Richtwert-Spanne
CHF 121.08 - CHF 196.75
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Betonschneiden und Kernbohrungen16 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Betonschneiden
Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 10 cmStk.CHF 151.35-
Schneiden Stahlbetonplatte bis 10 cmlfmCHF 70.65-
Schneiden Stahlbetonplatte bis 15 cmlfmCHF 100.90-
Schneiden Betonwände bis 150 mm StärkelfmCHF 100.90-
Schneiden Betonböden bis 100 mm TiefelfmCHF 50.45-
Kernbohrung Ø bis 100 mmStk.CHF 181.65-
Kernbohrung Ø 100-200 mmStk.-
Kernbohrung Ø über 200 mmStk.-
Lochbohrung in Stahlbetonplatte bis 15 cmStk.CHF 211.90-
Montage Stahlstütze (geschweisst)Stk.-
Stahlzarge in Stahlbeton bis 10 cm ausschneidenStk.CHF 211.90-
Stahlzarge in Stahlbeton bis 15 cm ausschneidenStk.CHF 252.25-
Schlitze für Installationen (Elektro, Wasser)lfm-
Ausschneiden Fenster- oder TüröffnungStk.-
Durchbruch in Stahlbetonplatte ausschneidenStk.-
Asphaltflächen schneidenlfmCHF 30.25-
Summe Arbeit
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Wofür eine Bohrung bis 10 cm gebraucht wird

Ein Durchmesser bis 10 cm deckt einen grossen Teil der üblichen Durchführungen in einer Wohnung ab. Typische Fälle:

  • Klimagerät: Das Bündel aus Kältemittelleitungen, Kondensatschlauch und Kabel zwischen Innen- und Ausseneinheit passt in der Regel in eine Bohrung von etwa 6 bis 8 cm.
  • Kleinere Abflüsse: Ablauf von Lavabo, Spüle oder Waschmaschine in kleineren Dimensionen, wenn Küche oder Bad um eine Wand verschoben wird.
  • Wasser und Heizung: isolierte Leitungen oder Rohre im Schutzrohr, die durch die Wand in einen anderen Raum führen.
  • Elektro und Schwachstrom: Leerrohr für Kabel, Antenne oder Netzwerk zwischen Räumen. Das Anschliessen selbst ist Sache eines Elektroinstallateurs mit Bewilligung nach NIV.
  • Kleine Lüftung: Ventilator oder Zuluftelement mit kleinem Rohrquerschnitt.

Warum bohren und nicht spitzen? Stahlbeton bricht beim Spitzen unregelmässig, auf beiden Seiten platzen Stücke ab, und das Loch wird fast immer grösser als nötig. Die Diamantkrone schneidet dagegen einen exakten Zylinder heraus. Es gibt kaum Erschütterungen, die man im ganzen Haus hört, und der Beton rundherum bleibt intakt.

Bis 10 cm oder bis 15 cm: worin der Unterschied liegt

In der Preisliste gibt es auch die separate Position Kernbohrung in Stahlbeton bis 15 cm, mit eigener Seite und eigenem Preis. Massgebend ist der Aussendurchmesser dessen, was durch das Loch geht, nicht die Nennweite des Rohrs. Die Bohrung sollte meist einige Millimeter bis ein, zwei Zentimeter grösser sein, damit das Rohr samt Isolation, Schutzrohr oder Manschette hindurchpasst und Platz zum Abdichten bleibt.

  • Bis 10 cm genügt für Klimageräte, kleinere Abflüsse, Wasser- und Heizungsleitungen und Kabel. Die Krone ist leichter, dreht schneller, belastet Ständer und Motor weniger und schneidet weniger Beton heraus. Die Wahrscheinlichkeit, ein Armierungseisen zu treffen, ist kleiner, ganz ausschliessen lässt sie sich aber nicht.
  • Bis 15 cm braucht es bei grösseren Abwasserleitungen, Dunstabzug, grösseren Lüftungsrohren oder einem Einzelraum-Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung. Hat das Rohr selbst schon rund 10 cm Durchmesser, überschreitet die Bohrung fast immer die Grenze der kleineren Variante.
  • Eingriff ins Tragwerk: Bei 15 cm werden eher mehrere Eisen durchtrennt, und ein Bauingenieur schaut sich so eine Öffnung in einer tragenden Wand oder Decke genauer an. Bei 10 cm ist die Beurteilung oft einfacher, aber nie selbstverständlich.
  • Zeit und Technik: Eine grössere Krone bohrt langsamer, braucht einen stärkeren Motor, eine festere Verankerung und erzeugt mehr Bohrschlamm.

In der Praxis kommt es oft vor, dass eine kleinere Bohrung bestellt wird und erst bei der Montage klar ist, dass das isolierte Rohr nicht durchgeht. Man kann an derselben Stelle mit einer grösseren Krone nachbohren, das ist aber zusätzliche Arbeit, und die Ränder werden selten so sauber. Lassen Sie sich den genauen Durchmesser deshalb vorher vom Sanitärinstallateur oder vom Klimamonteur bestätigen.

Was vor dem Termin geklärt und vorbereitet sein muss

Mit Verwaltung und Bauingenieur sprechen

Tragende Wände, Decken und die Fassade eines Mehrfamilienhauses gehören im Stockwerkeigentum zu den gemeinschaftlichen Teilen, auch wenn sie in Ihrer Wohnung liegen. Sprechen Sie deshalb vor dem Bohren mit der Liegenschaftsverwaltung oder der Gemeinschaft, in einer Mietwohnung mit dem Vermieter. Viele Liegenschaften haben eigene Regeln für Durchbrüche. Bei Bohrungen in tragenden Wänden und Decken ist der Rat eines Bauingenieurs sinnvoll. Er sagt, ob die Stelle passt, ob die Bohrung verschoben werden sollte und was gilt, wenn die Krone auf Armierung trifft.

Leitungen in Wand und Decke

In Betonwänden und vor allem in Betondecken liegen in der Schweiz häufig einbetonierte Elektro-Leerrohre, manchmal auch Wasser- oder Heizungsleitungen. Vor dem Bohren wird die Stelle mit einem Leitungsdetektor und einem Armierungsscanner geprüft, und zwar von beiden Seiten. Achten Sie auch darauf, wo die Krone austritt: Im Nachbarzimmer kann eine Steckdose, die Küchenkombination oder ein Schalter sein. Bei einer Deckenbohrung ist zu klären, was beim Nachbarn darunter liegt.

Ein Punkt, der oft vergessen wird: Wird von oben durch die Decke gebohrt, geht die Krone zuerst durch den Unterlagsboden. Dort liegt in vielen Wohnungen eine Bodenheizung. Die Lage der Heizschlaufen sollte bekannt sein, etwa aus Plänen, oder mit einer Wärmebildkamera bei laufender Heizung sichtbar gemacht werden.

In der Nähe einer Gasleitung wird nicht ohne Absprache mit einer konzessionierten Fachfirma gebohrt. Riechen Sie Gas, schalten Sie nichts ein oder aus, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie die Notfallnummer Ihres Gasversorgers oder 112 an.

Platz und Schutz der Wohnung

  • Rund um die Bohrstelle mindestens ein bis zwei Meter Platz für Ständer und Bohrer schaffen.
  • Möbel und Boden auf beiden Seiten der Wand wegräumen oder abdecken.
  • Eine Steckdose mit FI-Schutzschalter bereitstellen oder klären, ob der Bohrer einen mobilen FI mitbringt, weil mit Wasser gearbeitet wird.
  • Bei der Aussenwand den Zugang von aussen klären, falls jemand den Bohrkern auffangen muss.
  • Nachbarn und Hauswart den Termin mitteilen und die Ruhezeiten der Hausordnung einhalten.

So läuft die Bohrung vor Ort ab

Bei einer Bohrung bis 10 cm ist der Ablauf fast immer ähnlich. Unterschiede gibt es vor allem zwischen Wand und Decke und dort, wo die Bohrung durch eine gedämmte Aussenwand geht.

  1. Mitte der Bohrung nach Absprache mit dem Installateur anzeichnen und die Austrittsstelle auf der anderen Seite nochmals prüfen.
  2. Stelle auf Leitungen und dichte Armierung scannen und die Bohrung bei Bedarf um einige Zentimeter verschieben.
  3. Bohrständer befestigen. Meist wird dafür ein kleines Loch für einen Dübel gebohrt, auf glatten Flächen geht auch eine Vakuumplatte.
  4. Rechtwinkligkeit oder Neigung einstellen. Für Kondensat vom Klimagerät erhält die Bohrung ein leichtes Gefälle nach aussen, in der Regel einige Grad.
  5. Wasserzufuhr an die Krone anschliessen und Nasssauger oder Auffangring für den Schlamm bereitstellen.
  6. Langsam und mit wenig Druck anbohren, bis die Krone eine Spur hat und nicht mehr wandert.
  7. Gleichmässig weiterbohren. Trifft die Krone auf Armierung, ändern sich Geräusch und Tempo. Dann wird so vorgegangen, wie es mit dem Bauingenieur besprochen wurde.
  8. Kurz vor dem Durchbruch den Druck verringern, damit der Beton auf der Austrittsseite nicht ausbricht, oder von der anderen Seite fertig bohren.
  9. Bohrkern entnehmen. Manchmal bleibt der Betonzylinder in der Krone stecken und wird herausgeklopft.
  10. Ständer abbauen, Dübelloch verschliessen, Schlamm absaugen und die Umgebung reinigen.

Das eigentliche Bohren durch eine übliche Wand dauert bei diesem Durchmesser meist nur einige Minuten bis wenige Dutzend Minuten. Das hängt von der Dicke und davon ab, wie viel Eisen die Krone trifft. Vorbereiten, Verankern und Aufräumen brauchen oft mehr Zeit als das Bohren selbst. Mehrere Bohrungen am selben Termin sind deshalb sinnvoll, auch wenn jedes Stück einzeln verrechnet wird.

Nass oder trocken, Ständer oder freihändig

In Stahlbeton wird fast immer nass gebohrt. Das Wasser kühlt die Diamantsegmente, spült das Bohrmehl weg und bindet den Staub. Trockenes Bohren in Beton erzeugt feinen, quarzhaltigen Staub, der der Lunge schadet, die Krone überhitzt und verschleisst schneller. Trocken wird nur ausnahmsweise gebohrt, wenn kein Wasser in die Umgebung gelangen darf, und dann mit starker Absaugung und Atemschutzmaske.

Kleine Durchmesser lassen sich in weichem Material auch freihändig bohren. In Stahlbeton setzt ein erfahrener Bohrer aber in der Regel einen Ständer ein. Trifft die Krone auf ein Eisen, kann eine Handmaschine schlagartig blockieren und sich verdrehen. Die Bohrung wird dann schief, und die Krone leidet. Der Ständer hält Richtung und Neigung und sorgt für gleichmässigen Druck.

Bohrung durch die Decke

Bei einer Deckenbohrung von unten arbeitet man über Kopf, und das Wasser läuft an der Krone herunter. Ein Auffangring mit Absaugung und eine Abdeckung am Boden sind Pflicht. Wird von oben gebohrt, fallen Bohrkern und Wasser beim Nachbarn herunter. Ohne Absprache mit ihm und ohne Schutz seines Raums wird nicht gebohrt. Manche Decken haben Hohlkörper oder eine besondere Armierung. Ob und wo dort gebohrt werden darf, beurteilt der Bauingenieur.

Aussenwand mit Wärmedämmung

Aussenwände bestehen häufig aus einer tragenden Betonschicht mit aussenliegender, verputzter Wärmedämmung, manchmal auch aus einem zweischaligen Aufbau. Die Krone muss lang genug sein, um alle Schichten in einem Zug zu durchdringen. Die Dämmung reisst beim Bohren aus, deshalb wird die Öffnung am Schluss nachgeputzt und die Durchführung sorgfältig abgedichtet. Sonst dringt Wasser ein und es entsteht eine Wärmebrücke.

Was die Arbeit leichter oder schwieriger macht

Auch bei gleichem Durchmesser kann eine Bohrung Routine sein und die nächste eine knifflige Aufgabe. Was meist hilft:

  • Freier Zugang zur Wand und genug Platz für den Ständer.
  • Übliche Wanddicke. Innenwände aus Beton sind je nach Gebäude oft etwa 15 bis 25 cm dick, Decken meist etwas dicker.
  • Eine klar angezeichnete Stelle und vorher geklärte Fragen mit Verwaltung und Installateur.
  • Strom und Wasser in der Nähe.
  • Mehrere Bohrungen am selben Termin.

Was die Arbeit erschwert:

  • Dicke Aussenwand mit Dämmung, für die eine längere Krone nötig ist.
  • Dichte Armierung, die das Bohren verlangsamt und die Krone abnutzt.
  • Bohrung direkt unter der Decke, in einer Ecke oder neben einem Türrahmen, wo sich der Ständer schlecht befestigen lässt.
  • Deckenbohrung über Kopf mit Schutz der Wohnung darunter.
  • Schräge Bohrung oder genau vorgegebenes Gefälle.
  • Bewohnte, eingerichtete Wohnung, in der Möbel, Parkett und Platten geschützt werden müssen.
  • Arbeit in der Höhe oder vom Gerüst, etwa bei der Ausseneinheit eines Klimageräts.

Vorsicht bei Fugen zwischen Betonelementen und bei Wandenden. Dort liegen Anschlussarmierung, Fugenmaterial und oft eine Abdichtung. Eine Bohrung gehört in der Regel in die Fläche der Wand, mit genügend Abstand zu Kanten und Öffnungen.

Zusammenspiel mit anderen Handwerkern

Der Bohrer macht nur das Loch. Was hineinkommt und wie es verschlossen wird, erledigt ein anderes Gewerbe. Deshalb lohnt es sich, alles vorher abzusprechen.

  • Vor dem Bohren: Sanitärinstallateur oder Klimamonteur legen Lage, Durchmesser und Neigung fest, der Elektroinstallateur bestätigt den Verlauf der Leitungen, Bauingenieur und Verwaltung sind informiert.
  • Direkt danach: Der Installateur setzt Rohr, Schutzrohr oder Durchführung ein und füllt den Zwischenraum je nach Zweck mit Dichtstoff, Manschette oder Mörtel.
  • An der Aussenwand: Die Aussenseite wird gegen Schlagregen abgedichtet und der Fassadenputz rund um die Durchführung so ausgebessert, dass Wasser vom Loch wegläuft. Bei Blechanschlüssen kann der Spengler gefragt sein.
  • Zum Schluss: Maler, Gipser oder Plattenleger bessern die Umgebung aus. Weil die Kernbohrung sauber ist, bleibt meist wenig zu tun.

Führt die Bohrung in einen anderen Brandabschnitt, etwa in einen Installationsschacht oder ins Treppenhaus, muss die Durchführung oft mit Brandschutzmaterial verschlossen werden. Fragen Sie die Verwaltung schon vor Beginn danach.

Typische Fehler und wie sie sich später zeigen

  • Zu kleiner Durchmesser. Das isolierte Rohr geht nicht durch, die Isolation wird beim Einziehen abgestreift. Später bildet sich Kondenswasser am Rohr oder Schimmel in der Öffnung.
  • Austritt nicht kontrolliert. Die Krone kommt in der Küchenkombination, in einer Steckdose oder in den Platten des Nachbarn heraus. Die Reparatur kostet dann mehr als die Bohrung.
  • Kondensat ohne Gefälle. Das Wasser vom Klimagerät bleibt in der Bohrung, läuft innen an der Wand herunter und hinterlässt Flecken.
  • Ausgebrochene Austrittsseite. Ohne weniger Druck kurz vor dem Durchbruch platzt auf der anderen Seite ein Stück Beton ab.
  • Armierung ohne Rücksprache durchtrennt. Man sieht es nicht sofort, aber in einer tragenden Wand oder Decke ist es ein Eingriff ins Tragwerk.
  • Bodenheizung getroffen. Bei Deckenbohrungen von oben tritt plötzlich Heizungswasser aus, der Unterlagsboden muss geöffnet werden.
  • Undichte Durchführung in der Aussenwand. Bei Regen dringt Wasser in die Dämmung, im Winter entsteht eine kalte, feuchte Stelle.
  • Wasser durch die Decke. Ohne Auffangen des Schlamms sickert Wasser zum Nachbarn und verschmutzt seine Decke.

Anleitung für Heimwerker: Bohrstelle vorbereiten

Die Kernbohrung selbst gehört in Stahlbeton in die Hände eines Profis mit Ständer und Scanner. Sie können aber vieles vorbereiten, damit der Termin kurz und sauber bleibt und nichts beschädigt wird.

  1. Mit Installateur oder Klimamonteur Lage, Durchmesser und Gefälle festlegen und schriftlich festhalten.
  2. Pläne der Wohnung heraussuchen, vor allem Elektro- und Heizungspläne, und für den Bohrer bereitlegen.
  3. Austrittsstelle auf der anderen Seite der Wand oder Decke prüfen und dort Schränke, Bilder und Geräte entfernen.
  4. Möbel auf beiden Seiten mindestens ein bis zwei Meter wegrücken.
  5. Boden mit Abdeckvlies oder Folie und Kartonplatten schützen, Ränder mit Klebeband sichern.
  6. Empfindliche Gegenstände im Raum mit Folie abdecken, weil feiner Schlamm spritzen kann.
  7. Nachbarn, Hauswart und Verwaltung über den Termin informieren, bei Deckenbohrungen den Zugang zur unteren Wohnung vereinbaren.
  8. Nach der Arbeit die Bohrung offen lassen, bis der Installateur das Rohr einsetzt, und sie bei einer Aussenwand provisorisch gegen Regen abdecken.

Fertige Bohrung prüfen und abnehmen

Eine Kernbohrung lässt sich sofort prüfen, es muss nichts trocknen. Ein Meter und eine Wasserwaage genügen. Messen Sie den Durchmesser und vergleichen Sie ihn mit der Vereinbarung. Gehen Sie auf die andere Seite und schauen Sie sich den Austritt an. Die Bohrung soll am richtigen Ort liegen, saubere Ränder haben und nicht stark ausgebrochen sein. Bei einer Bohrung für Kondensat legen Sie die Wasserwaage hinein oder giessen etwas Wasser hinein und beobachten, ob es nach aussen abläuft.

Fragen Sie den Bohrer, ob die Krone auf Armierung gestossen ist und wie viele Eisen durchtrennt wurden. Diese Angabe gehört zu den Unterlagen über die Umbauten in der Wohnung, Verwaltung oder Bauingenieur können sie verlangen. Wurde die Bohrung wegen Armierung verschoben, prüfen Sie, ob die neue Lage für den Installateur noch passt.

  • Durchmesser entspricht der vereinbarten Grösse, das Rohr mit Isolation passt hindurch
  • Lage und Austritt auf der anderen Seite stimmen mit dem Plan überein
  • Bohrung ist rechtwinklig oder hat das vereinbarte Gefälle, bei Kondensat nach aussen
  • Ränder auf beiden Seiten sind intakt, ohne grössere Ausbrüche
  • In der Bohrung sind keine Reste von Bohrkern oder Dämmung
  • Dübelloch des Ständers ist verschlossen
  • Schlamm ist abgesaugt, Boden und Möbel sind unbeschädigt
  • Beim Nachbarn gibt es nach Decken- oder Wandbohrung keine Wasserspuren oder Schäden
  • Bohrer hat mitgeteilt, ob und wie viel Armierung durchtrennt wurde
  • Bei der Aussenwand ist geklärt, wer die Durchführung wann abdichtet

Häufige Fragen

Bei einer tragenden Stahlbetonwand oder Decke ist davon abzuraten. Es ist ein Eingriff in die Struktur des Hauses, der mit Verwaltung und oft mit einem Bauingenieur abgesprochen werden sollte. Ausserdem ist Kernbohren in Armierung ohne Ständer und Erfahrung riskant, weil die Maschine beim Treffen eines Eisens schlagartig blockieren kann. Vorbereiten, Räumen und Abdecken können Sie gut selbst übernehmen.

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