Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Demontage | ||||
| Demontage gebundener Dachstuhlkonstruktionen | lfm | 2.72 CHF | - | |
| Demontage des alten Dachstuhls | m² | - | ||
| Demontage Dachschalung | m² | 2.18 CHF | - | |
| Demontage Dachlattung bei geneigtem Dach | m² | 3.64 CHF | - | |
Wann sich der Rückbau des Dachstuhls lohnt
Der häufigste Grund ist ein Dach, das über längere Zeit undicht war. Wasser zersetzt langsam die Sparrenenden, die Fusspfetten und die Verbindungen. Das Holz wird weich, reisst und verliert an Festigkeit, auch wenn das Dach von aussen noch ordentlich aussieht. In der Praxis zeigt sich der wirkliche Zustand oft erst, wenn die Eindeckung abgenommen ist.
Ein genauer Blick in den Estrich lohnt sich. Auf diese Warnzeichen sollten Sie achten:
- Dunkle Flecken und muffiger Geruch
- Feines, rieselndes Holzmehl unter den Balken, ein Hinweis auf Holzschädlinge
- Weiche Sparrenenden, in die sich ein Schraubenzieher leicht hineindrücken lässt
- Eine durchhängende Dachfläche oder Risse in den Balken
- Alte, unsachgemässe Umbauten, zum Beispiel herausgesägte Balken ohne Ersatz
Nicht immer muss alles weg. Sind nur einzelne Bauteile beschädigt, kann der Zimmermann oder ein Bauingenieur eine teilweise Demontage und den Ersatz bestimmter Balken vorschlagen. Bei starkem Befall durch Pilze oder Insekten ist ein kompletter Ersatz des Dachstuhls meist sinnvoller. So gelangt das Problem nicht ins neue Dach.
So läuft die Demontage Schritt für Schritt ab
Am Anfang steht eine Besichtigung. Ein erfahrener Zimmermann beurteilt den Zustand des Holzes, die Art der Eindeckung, Dachneigung und Gebäudehöhe, den Zustand von Kamin und Giebelmauern sowie den Zugang zum Haus. Erst danach wird das Vorgehen festgelegt.
- Besichtigung und Entscheid, ob ganz oder teilweise zurückgebaut wird.
- Gerüst stellen, Arbeiter sichern und eine Gefahrenzone rund ums Haus absperren.
- Elektroleitungen im Dachraum durch einen konzessionierten Elektroinstallateur abschalten lassen und prüfen, ob weitere Leitungen durch die Decke führen.
- Eindeckung, Lattung, Konterlattung, Spenglerarbeiten und Dachrinnen abbauen.
- Gefährdete Teile des Dachstuhls provisorisch abstützen.
- Bauteile abschnittsweise lösen, von den weniger belasteten bis zu den tragenden.
- Balken kontrolliert zu Boden lassen, nicht herunterwerfen.
- Material sortieren, abtransportieren, Decke und Mauerkrone reinigen.
- Das offene Gebäude gegen Regen abdecken, falls der neue Dachstuhl nicht sofort folgt.
Warum ist die Reihenfolge so wichtig? Die Teile eines Dachstuhls stützen und stabilisieren sich gegenseitig. Wird eine Pfette oder eine Stütze zu früh durchgesägt, kann sich ein grösserer Teil des Dachs bewegen. Dann lastet plötzlich Gewicht auf dem Giebel oder der Decke, wo diese dafür nicht gebaut sind.
Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht
Zwei Häuser mit gleich grosser Dachfläche können ganz unterschiedlich viel Arbeit bedeuten. Einfacher ist ein eingeschossiges Haus mit Satteldach, gutem Zugang von der Strasse und Platz für eine Mulde direkt beim Gebäude.
Aufwendiger wird es durch:
- Grössere Gebäudehöhe und steilere Dachneigung
- Ein verwinkeltes Dach mit Lukarnen, Kehlen und Kaminen
- Stark geschädigtes Holz, das mehr Abstützung braucht
- Schwere oder brüchige Eindeckung, die beim Abbau zerbricht
- Enge Bebauung, bei der das Material von Hand durch Hof oder Haus getragen werden muss
- Problematische Materialien, die separat entfernt werden müssen
Achten Sie beim Vergleichen von Offerten deshalb genau auf den Leistungsumfang. Klären Sie, ob Eindeckung, Gerüst, Mulde, Abtransport, Reinigung und Notabdeckung enthalten sind.
Sicherheit und Asbest
Hier wird in der Höhe gearbeitet, auf altem und oft geschwächtem Holz. Vom Rückbau eines Einfamilienhausdachs in Eigenregie ist deshalb abzuraten. Die ausführende Firma sorgt für Absturzsicherung, einen sicheren Zugang, Helme und Anseilschutz. Niemand darf sich in Bereichen aufhalten, in die Material fallen kann. Bei Reihenhäusern oder enger Bebauung müssen auch Nachbargrundstücke, Fenster und parkierte Autos geschützt werden.
Ältere Dächer in der Schweiz sind oft mit Faserzementplatten, Dachschiefer aus Faserzement oder Wellplatten eingedeckt. Vor allem bei Gebäuden, die vor 1990 erstellt wurden, können diese Asbest enthalten. Solche Platten darf nur eine anerkannte Asbestsanierungsfirma entfernen, nach den Vorgaben der Suva. Brechen oder schneiden Sie sie keinesfalls selbst. Im Zweifel bringt eine Materialprobe vorab Klarheit.
Abtransport und Trennung des Materials
Selbst bei einem gewöhnlichen Dach fällt überraschend viel Material an. Es lohnt sich, schon auf der Baustelle zu trennen:
- Holz, also Sparren, Pfetten, Latten und Zangen
- Eindeckung nach Art
- Metalle wie Nägel, Schrauben, Anker und Bleche
- Gemischter Bauschutt und alte Dämmung
Gesunde Balken ohne Fäulnis und Schädlingsbefall eignen sich noch für Schöpfe oder Gartenbauten. Faules, befallenes oder mit alten Holzschutzmitteln behandeltes Holz gehört nicht in eine neue Konstruktion. Es darf auch nicht im Ofen oder Cheminée verbrannt werden, sondern kommt als Altholz in die Entsorgung. Sprechen Sie vorab ab, wo die Mulde steht und wer was abführt.
Typische Fehler
- Ohne Besichtigung beginnen und sich darauf verlassen, wie das Dach von aussen aussieht
- Balken ohne provisorische Abstützung durchsägen
- Schwere Teile vom Dach werfen, statt sie abzuseilen
- Das offene Haus ungeschützt dem Regen überlassen
- Sämtliches Material in eine einzige Mulde werfen
- Nicht vereinbaren, wie Zusatzarbeiten freigegeben werden, wenn versteckte Schäden auftauchen
So prüfen Sie die fertige Arbeit
Gehen Sie vor der Abnahme gemeinsam mit der ausführenden Firma über die Baustelle:
- Der vereinbarte Umfang ist entfernt, verbleibende Bauteile sind stabil
- Giebelmauern, Kamin und Decke sind unbeschädigt
- Die Mauerkrone ist gereinigt und für die neue Fusspfette vorbereitet
- Versteckte Schäden an Mauerwerk oder Ringanker sind notiert und fotografiert
- Das Gebäude ist gegen Regen abgedeckt, falls der neue Dachstuhl nicht sofort folgt
- Auf den Decken liegen keine Nägel, Ziegelreste oder Dämmreste mehr
- Das Material ist abgeführt und Sie haben einen Entsorgungsnachweis
- Umgebung, Fassade und Fenster sind ohne Schäden
Häufige Fragen
Ja. Bei örtlichen Schäden werden oft nur einzelne Sparren, Fusspfetten oder Pfetten ersetzt. Auch ein teilweiser Eingriff muss aber die Statik berücksichtigen, damit der Rest des Dachs sicher bleibt.
Bei einem kleinen Unterstand vielleicht, bei einem Wohnhaus ist davon abzuraten. Es ist Arbeit in der Höhe mit schweren, tragenden Bauteilen. Ein falsches Vorgehen kann Mauerwerk oder Kamin beschädigen oder zu einem Unfall führen.
Das hängt von Grösse und Form des Dachs, der Gebäudehöhe, dem Zugang und dem Zustand des Holzes ab. Planen Sie so, dass der neue Dachstuhl möglichst bald folgt und das Haus nicht lange offen steht.
Die ungefähre Dachfläche, die Anzahl Geschosse, Art und Zustand der Eindeckung sowie Fotos vom Estrich, von den beschädigten Stellen und vom Platz rund ums Haus. Hilfreich ist auch die Angabe, ob die Entsorgung in der Offerte enthalten sein soll.
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