Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Gasinstallationen: Leitungspreis pro Laufmeter 2026, Absperrungen und Kontrolle

Bei Gasinstallationsarbeiten werden Gasleitungen innen und aussen verlegt, Absperrarmaturen und Gaswarngeräte montiert und Geräte angeschlossen. Vor der Inbetriebnahme folgt die Druckprobe. An der Gasleitung arbeiten darf nur, wer die nötige fachliche Qualifikation hat.

Aktualisiert 09/2026·14 Min. Lesezeit·16 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
32.62 CHF/ lfm
Richtwert-Spanne
26.04 CHF - 42.50 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorarbeiten. Kein Preis für den Gesamtauftrag.
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Aktualisierte Preise
Kurze Antwort

Das Formen und Schweissen der Innengasleitung kostet gemäss aktueller Preisliste 32.62 CHF pro Laufmeter Arbeitsleistung. Schlitze, Absperrarmaturen, Druckprobe und Kontrolle werden je nach Umfang separat verrechnet. Für die Aussenleitung im Erdreich und den Geräteanschluss gelten eigene Ansätze.

Leistungsarten und ihre Preise

32.62 CHF
pro lfm
Innenleitung

Leitung von der Hauptabsperrarmatur zu den Geräten, auf der Wand oder im Schlitz geführt und durch Schweissen oder Pressverbindungen verbunden.

21.75 CHF
pro lfm
Schlitze in Backstein

Für die Verlegung unter Putz im Mauerwerk braucht es einen Schlitz mit genauer Tiefe, damit die Überdeckung eingehalten wird.

48.94 CHF
pro lfm
Schlitze in Beton

In Stahlbeton ist das Schlitzen aufwendiger und langsamer als in Backstein, der Preis pro Laufmeter ist daher höher.

27.18 CHF
pro Stk.
Kugelhahn

Haupt- und Geräteabsperrarmatur müssen zugänglich und beschriftet sein; die Lage legt die Planung der Gasinstallation fest.

108.74 CHF
pro Stk.
Druckprobe

Bevor die Leitung verdeckt oder an die Versorgung angeschlossen wird, prüft man die Dichtheit des ganzen Rohrnetzes mit Prüfdruck.

36.25 CHF
pro Stk.
Gaswarngerät

Sicherheitselement, das bei einem Gasaustritt die Zufuhr absperrt oder Alarm auslöst.

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Gasinstallation16 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Gasinstallation
Innere Gasleitung biegen und schweissenlfm32.62 CHF-
Verlegung der äusseren Gasleitung im Erdreichlfm27.18 CHF-
Schlitzen für Gasleitung - Ziegellfm21.75 CHF-
Schlitzen für Gasleitung - Betonlfm48.94 CHF-
Montage Gas-KugelhahnStk.27.18 CHF-
Anschluss GasherdStk.63.44 CHF-
Anschluss Gaskessel (Montage + Anschluss)Stk.-
Regelung und Einstellung des KesselsStk.-
Gasleitung blind verschliessenStk.-
Umlegen und Anschliessen der GasleitungStk.233.80 CHF-
Montage WarmwasserspeicherStk.-
Dichtheitsprüfung der GasleitungStk.108.74 CHF-
Sachverständigenprüfung (Revision) der GasanlageStk.-
Montage GasmelderStk.36.25 CHF-
Versetzen des GaszählersStk.217.50 CHF-
Sonstige Arbeiten
Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im FachStd.-
Summe Arbeit
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Was kostet das je nach Umfang

Modellumfang einer Innengasleitung zu einem Gerät (8 Laufmeter)
Nur Rohrleitung
8 Laufmeter geschweisste Leitung ohne Schlitze und Prüfung
261.00 CHF
Leitung und Schlitze im Mauerwerk
Leitung 8 Laufmeter und Schlitze im Backsteinmauerwerk auf 6 Laufmetern
391.50 CHF
Leitung, Schlitze, Absperrarmatur und Prüfung
Leitung 8 Laufmeter, Schlitze 6 Laufmeter, Kugelhahn und Druckprobe
527.44 CHF
Richtwert für die Arbeit gemäss den angegebenen Mengen. Nicht enthalten sind das Gerät selbst, der Kontrollbericht und der Anschluss des Gaszählers.

Vorbereitung und Ablauf der Gasleitungsmontage

01
Leitungsführung festlegen

Der Gasinstallateur plant die Leitung gemäss Planung möglichst kurz. Sie soll für spätere Kontrollen gut zugänglich bleiben.

02
Schlitze spitzen

Der Schlitz wird genau so tief ausgeführt, wie es der Rohrdurchmesser und die nötige Putzüberdeckung verlangen.

21.75 CHF/lfm
03
Leitung und Absperrarmaturen montieren

Das Rohr wird geformt und durch Schweissen oder Pressen verbunden. Die Absperrarmaturen kommen an gut erreichbare Stellen.

32.62 CHF/lfm
04
Druckprobe durchführen

Bevor die Leitung verschwindet, folgt die Druckprobe. Erst wenn sie bestanden ist, darf das Rohr eingeputzt oder in Betrieb genommen werden.

108.74 CHF/Stk.
05
Kontrolle vor der Inbetriebnahme

Eine qualifizierte Fachperson kontrolliert die fertige Leitung bei einer fachlichen Prüfung (Revision). Ohne gültigen Kontrollbericht wird die Gasleitung nicht an die Versorgung angeschlossen.

Arbeitsablauf

  1. 01Vor Ort alles besichtigen und die Leitungsführung nach Lage der Geräte und der Hauptabsperrarmatur planen.
  2. 02Schlitze spitzen oder die Leitungsführung auf der Wand vorbereiten.
  3. 03Rohr formen und verbinden, Absperrarmaturen an den vorgesehenen Stellen einbauen.
  4. 04Die ganze Leitung mit einer Druckprobe prüfen, bevor sie verdeckt wird.
  5. 05Schlitze zuputzen und rund um die Leitung sauber abschliessen.
  6. 06Geräte anschliessen und die Betriebswerte einstellen.
  7. 07Fachliche Prüfung (Revision) durchführen und vor der Inbetriebnahme die Unterlagen übergeben.

5 häufige Fehler

01
Arbeiten ohne fachliche Qualifikation

Gasanlagen dürfen nur Fachleute mit der nötigen Qualifikation montieren und prüfen. Andernfalls gilt die Anlage auch gegenüber der Versicherung als mangelhaft.

02
Leitung vor der Druckprobe verdeckt

Steckt ein Leck bereits unter Putz oder Beton, findet man es nur, wenn die ganze Leitungsführung wieder freigelegt wird.

03
Hauptabsperrarmatur verstellt oder verbaut

Die Armatur muss jederzeit erreichbar sein, damit sich das Gas schnell absperren lässt. Hinter Möbeln oder einer Verkleidung hat sie nichts zu suchen.

04
Fachliche Prüfung ausgelassen

Ohne gültigen Kontrollbericht schliesst der Gasversorger die Anlage nicht an. Und im Schadenfall fehlt der Nachweis, dass die Anlage sicher betrieben wurde.

05
Belüftung im Geräteraum unterschätzt

Ein Gasgerät braucht genug Verbrennungsluft. Stimmt die Belüftung nicht, ist der sichere Betrieb gefährdet.

Wer an Gasleitungen arbeiten darf und warum das keine Formalität ist

Gasleitungen und Gasgeräte gehören in der Schweiz in die Hände von Fachleuten. Montieren, umbauen, reparieren und prüfen darf sie nur ein Gasinstallateur mit entsprechender Ausbildung, der für einen anerkannten Fachbetrieb arbeitet. Der Betrieb muss beim örtlichen Gasversorger als Installateur eingetragen sein. Gearbeitet wird nach den Regeln des SVGW, des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches. Das gilt auch für Arbeiten, die nach einer Kleinigkeit aussehen: die Leitung um einen halben Meter verlängern, einen Hahn ersetzen oder den Anschluss des Kochherds in der Küchenzeile etwas verschieben.

Warum ist das so streng? Eine undichte Gasleitung können Sie nicht wie einen tropfenden Wasserhahn «später nachziehen». Erdgas, das sich mit Luft mischt, kann schon bei geringer Konzentration explodieren. Ein falsch angeschlossenes oder schlecht eingestelltes Gerät kann zudem Kohlenmonoxid bilden. Dieses Gas sehen und riechen Sie nicht. Als Laie sollten Sie deshalb an einer Gasinstallation nichts tun, bei dem Sie eine Verbindung lösen, etwas demontieren oder an der Leitung arbeiten müssten.

In der Praxis kommt es oft vor, dass beim Umbau von Küche oder Bad ein Helfer den Gasanschluss «nur rasch versetzt» und der Gasinstallateur erst am Schluss zur Kontrolle kommt. Für fremde Arbeit unterschreibt aber kein Fachmann ein Prüfprotokoll, und die Leitung muss neu gemacht werden. Günstiger fahren Sie, wenn Sie den Gasinstallateur gleich zu Beginn beiziehen, solange noch offen ist, wo die Geräte hinkommen.

Vom Gaszähler zum Gerät: wer wofür zuständig ist

Das Gas kommt über das Verteilnetz und die Hausanschlussleitung ins Haus. Diese endet bei der Hauptabsperrarmatur. Danach folgen Druckregler und Gaszähler. Der Gaszähler gehört dem Gasversorger und ist plombiert. Wer die Plombe bricht oder den Zähler selbst verschiebt, greift unerlaubt in fremde Anlagen ein, und das nimmt der Gasversorger sehr ernst. Möchten Sie Zählerkasten oder Zähler an einem anderen Ort haben, besprechen Sie das vorher mit dem Gasversorger.

Nach dem Zähler beginnt die Hausinstallation, also alle Leitungen im Haus oder in der Wohnung bis zu den Geräten. Diese gehört Ihnen als Eigentümerin oder Eigentümer. Sie sind dafür verantwortlich, dass sie in sicherem Zustand ist und regelmässig kontrolliert und gewartet wird.

In einem Mehrfamilienhaus ist es etwas komplizierter. Steigleitungen und gemeinsame Leitungen gehören im Stockwerkeigentum zu den gemeinschaftlichen Teilen. Daran arbeiten dürfen Sie nur mit Zustimmung der Stockwerkeigentümergemeinschaft oder der Liegenschaftsverwaltung. Wenn Sie zur Miete wohnen, ist ohnehin zuerst der Vermieter oder der Hauswart Ihr Ansprechpartner. Oft organisiert die Verwaltung auch Kontrollen für das ganze Haus. Dann müssen Sie den Fachmann in die Wohnung lassen, sonst bleibt die Kontrolle unvollständig.

Bei einem neuen Anschluss, einer Änderung der Gasbezugsmenge oder einem grösseren Umbau der Leitungen braucht es in der Regel eine Planung durch den Fachbetrieb. Klären Sie früh mit dem Gasversorger, was er von Ihnen braucht, bevor er Gas freigibt.

Aus welchem Material Gasleitungen bestehen

Klassisch werden Gasleitungen im Haus aus Stahlrohr gebaut, das verschweisst wird. Eine Schweissnaht lässt sich nicht mehr lösen, und sauber ausgeführt ist sie sehr zuverlässig. Darum wird geschweisster Stahl bis heute vor allem in Schlitzen und auf längeren Strecken eingesetzt.

Häufig kommt auch Kupfer zum Einsatz, das hart gelötet wird. Das Weichlöten, das Sie vielleicht von Wasserleitungen kennen, ist für Gas nicht zulässig. Schnell und ohne offene Flamme lässt sich mit Presssystemen aus Stahl, Kupfer oder Chromstahl arbeiten. Für Gas dürfen aber nur Fittings und Dichtungen verwendet werden, die ausdrücklich dafür bestimmt sind. Der Hersteller kennzeichnet sie, oft mit einem gelben Streifen oder einem Symbol. Ein Pressfitting für Wasser und eines für Gas sehen sich ähnlich, eine Verwechslung ist trotzdem ein schwerer Fehler.

Leitungen im Erdreich werden aus Polyethylenrohr für Gas verlegt, meist gelb. Das Rohr liegt in einem Sandbett, in der Tiefe gemäss Planung, ungefähr um 0,8 m, und darüber kommt ein gelbes Warnband. Wo die Leitung aus dem Boden ins Gebäude führt, sitzt ein Übergangsstück von PE auf Stahl, und durch die Wand läuft das Rohr in einem Schutzrohr.

Leitungsführung und Schlitze

Die Leitung soll kurz und übersichtlich verlaufen. Unter dem Verputz dürfen nur Verbindungen liegen, die sich nicht lösen lassen: Schweissnähte, Hartlötstellen oder Pressverbindungen, die für die Unterputzverlegung zugelassen sind. Lösbare Verbindungen, zum Beispiel der Gewindeanschluss eines Absperrhahns, müssen zugänglich bleiben. Einen Hahn sollten Sie also nie einmauern oder hinter einer festen Verkleidung ohne Revisionstürchen verschwinden lassen.

Gasleitungen brauchen einen vorgeschriebenen Abstand zu Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen. Als Erdung dürfen sie nie dienen. Den Potenzialausgleich im Haus macht ein konzessionierter Elektroinstallateur, denn elektrische Arbeiten sind in der Schweiz Fachleuten mit Bewilligung nach NIV vorbehalten. Wo die Gasleitung durch eine Wand oder Decke führt, liegt sie in einem Schutzrohr, damit Bewegungen im Bau sie nicht beschädigen. In Hohlräume von Gipsständerwänden, in unbelüftete Schächte oder unter den Unterlagsboden, wo niemand hinschauen kann, kommt eine Gasleitung nur, wenn die Planung und die SVGW-Regeln das ausdrücklich zulassen.

Sichtbare Leitungen werden gelb gestrichen oder gekennzeichnet, damit jeder sofort weiss, was darin fliesst. Wenn in ein paar Jahren jemand in der Wohnung ein Loch bohrt, spart ihm das Zeit und Nerven.

Dichtheitsprüfung, Kontrolle und was die Unterlagen bedeuten

Mit der Dichtheitsprüfung wird kontrolliert, ob die Leitung dicht ist, bevor sie zugedeckt wird und die Geräte angeschlossen werden. Der Installateur setzt die Leitung mit Luft oder einem Inertgas unter Prüfdruck und beobachtet, ob der Druck während der vorgegebenen Zeit stabil bleibt. Das Ergebnis hält er in einem Prüfprotokoll fest. Viele Gasversorger geben das Gas erst frei, wenn dieses Protokoll vorliegt.

Das Prüfprotokoll bestätigt, dass die Installation am Tag der Prüfung dicht und sicher war. Eine Garantie für alle Zukunft ist es nicht. Wird später ein Gerät ersetzt oder die Leitung verändert, braucht es eine neue Prüfung.

Auch nach der ersten Inbetriebnahme sollte die Installation regelmässig kontrolliert werden. Wie oft, hängt von der Anlage ab, Ihr Fachbetrieb oder Gasversorger kann Ihnen das sagen. Der Gaskessel hat zusätzlich seinen eigenen Service nach Herstellerangaben, oft einmal jährlich, und davon hängt meist die Garantie ab. Dazu kommen der Kaminfeger, der die Abgasanlage kontrolliert, und die Feuerungskontrolle, die in regelmässigen Abständen die Abgaswerte misst. Die Intervalle sind je nach Kanton etwas unterschiedlich.

Kesselersatz und Kamin

Seit einigen Jahren gelten in der EU und in ähnlicher Form auch in der Schweiz Effizienzvorgaben, die klassische Kessel ohne Brennwerttechnik praktisch vom Markt verdrängt haben. Wenn Sie einen alten Gaskessel ersetzen, bekommen Sie fast immer ein Brennwertgerät. Damit kommen Änderungen, die man bei der Planung leicht vergisst.

  • Abgasführung: Die Abgase eines Brennwertkessels sind kühl und feucht. Ein alter gemauerter Kamin würde das nicht lange aushalten. Deshalb wird ein Kunststoff- oder Chromstahlrohr eingezogen, das für Brennwertbetrieb geeignet ist, oder es kommt ein konzentrisches Luft-Abgas-System zum Einsatz.
  • Kondensat: Der Kessel produziert saures Kondensat, das über einen Siphon ins Abwasser fliesst. Sie brauchen also einen Ablauf in der Nähe des Kessels.
  • Kaminfeger: Vor der Inbetriebnahme wird die Abgasanlage geprüft. Danach kontrolliert der Kaminfeger sie regelmässig, bei Gas meist einmal pro Jahr oder gemäss kantonalen Vorgaben.
  • Erste Inbetriebnahme: Diese übernimmt der Kundendienst des Herstellers oder ein dafür geschulter Fachbetrieb. Er stellt die Verbrennung ein und protokolliert die Inbetriebnahme.

Bevor Sie einen Gaskessel eins zu eins ersetzen, lohnt sich ein Blick auf die Alternativen. Viele Hauseigentümer prüfen heute eine Wärmepumpe oder einen Anschluss an einen Wärmeverbund. Für den Umstieg auf erneuerbare Heizungen gibt es je nach Kanton Förderbeiträge, eine erste Übersicht bietet das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen.

Beim Warmwasser mit Gas gibt es zwei Varianten. Ein gasbeheizter Speicher hängt direkt am Gas und hat eine eigene Abgasführung. Ein indirekt beheizter Speicher wird gar nicht ans Gas angeschlossen: Ihn erwärmt das Heizwasser des Kessels über einen Wärmetauscher, und der Anschluss ist Sache des Heizungs- und Sanitärinstallateurs.

Gaskochherd und Gaskochfeld

Kochherd oder Kochfeld werden fest oder mit einem zugelassenen flexiblen Schlauch an die Leitung angeschlossen, und vor dem Gerät braucht es einen Absperrhahn. Anschliessen und abhängen darf das Gerät nur ein Fachmann, der dabei auch Dichtheit und Funktion prüft. Wenn Leute beim Zügeln oder bei einer neuen Küche den Schlauch selbst wechseln, ist das ein typischer und oft unterschätzter Risikoeingriff im Haushalt.

Flexible Schläuche halten nicht ewig. Herstell- oder Ablaufdatum stehen direkt auf dem Schlauch. Gummischläuche werden früher ersetzt, meist nach einigen Jahren, gewellte Chromstahlschläuche halten länger. Der Schlauch darf nicht hinter dem Backofen oder über heissen Flächen verlaufen und darf weder gespannt noch geknickt oder von einer Schublade eingeklemmt sein.

Neuere Kochfelder haben bei jedem Brenner eine Zündsicherung: Geht die Flamme aus, schliesst sie die Gaszufuhr. Bei einem alten Herd ohne diese Sicherung reicht übergekochte Milch, und das Gas strömt ohne Flamme aus. Auch das ist ein praktischer Grund, warum sich der Ersatz eines alten Gasherds lohnt.

Gasmelder, CO-Melder und Lüftung

Erdgas ist leichter als Luft und steigt zur Decke. Darum gehört ein Erdgasmelder nach oben, meist knapp unter die Decke. Propan aus Flaschen, wie es in Ferienhäusern oder für den Grill üblich ist, ist dagegen schwerer, sammelt sich am Boden, und der Melder kommt knapp über den Boden. Wechseln Sie von Flaschengas auf Erdgas, muss der Melder versetzt oder ersetzt werden.

Ein Gasmelder ersetzt keinen Kohlenmonoxidmelder. Kohlenmonoxid entsteht bei unvollständiger Verbrennung, zum Beispiel wenn der Kamin verstopft ist oder Luft fehlt, und dabei muss gar kein Gas austreten. In einem Raum mit Kessel oder Durchlauferhitzer mit offener Brennkammer ist ein CO-Melder eine sinnvolle Absicherung. Die Sensoren in den Meldern haben eine begrenzte Lebensdauer, die der Hersteller auf dem Gerät angibt.

Kessel und Wassererwärmer, die ihre Verbrennungsluft aus dem Raum nehmen, brauchen eine ständige Luftzufuhr. Ersetzen Sie alte Fenster durch dichte neue ohne Lüftungsschlitz oder montieren Sie eine starke Dunstabzugshaube mit Abluft nach draussen, können sich die Druckverhältnisse in der Wohnung ändern. Dann können Abgase in den Raum zurückströmen. Besprechen Sie solche Änderungen deshalb vorher mit dem Gasinstallateur.

Was tun, wenn es nach Gas riecht

Erdgas selbst riecht nicht. Der Gasversorger gibt einen Geruchsstoff dazu, damit Sie ein Leck bemerken, bevor eine gefährliche Konzentration entsteht. Wenn Sie Gas riechen, halten Sie sich an diese Regeln:

  • Kein offenes Feuer, nicht rauchen und keine Geräte anzünden
  • Kein Licht und keine elektrischen Geräte ein- oder ausschalten, keine Stecker ziehen und nicht bei den Nachbarn klingeln, denn ein Funke im Schalter kann das Gemisch zünden
  • Fenster und Türen öffnen und, wenn es gefahrlos geht, die Hauptabsperrarmatur schliessen
  • Den Raum verlassen und andere durch Klopfen und Rufen warnen
  • Erst draussen an einem sicheren Ort den Pikettdienst Ihres Gasversorgers anrufen (die Nummer steht meist am Zählerkasten oder auf der Rechnung) oder die Notrufnummer 112, bei Brand die Feuerwehr unter 118

Suchen Sie ein Leck nie mit einer Flamme oder einem Feuerzeug. Ist der Geruch nur schwach, nur beim Herd wahrnehmbar und verschwindet er, nachdem Sie den Hahn vor dem Gerät geschlossen haben, benutzen Sie den Herd nicht mehr, bis ein Fachmann ihn geprüft hat.

Anleitung für Heimwerker: sichere Kontrolle von Gasherd und Unterlagen zu Hause

Bei dieser Kontrolle bauen Sie nichts auseinander und arbeiten weder an Leitungen noch an Verbindungen. Es geht um einen regelmässigen Check, den jede Wohnungs- oder Hauseigentümerin schafft. So merken Sie früh, wann es Zeit ist, den Gasinstallateur zu rufen.

  1. Hauptabsperrarmatur und Absperrhahn vor dem Herd suchen und prüfen, ob beide frei zugänglich und nicht verstellt sind.
  2. Das letzte Prüf- oder Serviceprotokoll heraussuchen und nachsehen, wann die nächste Kontrolle fällig ist.
  3. Bei kaltem Herd und geschlossenem Hahn den Anschlussschlauch ansehen, das Ablaufdatum prüfen und kontrollieren, ob er rissig, geknickt, gespannt oder über eine heisse Stelle geführt ist.
  4. Brennerdeckel und Flammenverteiler abnehmen, gemäss Herstelleranleitung mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen und vollständig trocknen lassen.
  5. Die Teile genau an ihren Platz zurücksetzen, den Brenner anzünden und die Flamme prüfen: Sie soll blau, ruhig und rundum gleichmässig brennen.
  6. Die Testtaste am Gasmelder und am CO-Melder drücken und das Ablaufdatum der Sensoren kontrollieren.
  7. Prüfen, ob Lüftungsöffnungen und Gitter im Raum mit dem Gasgerät frei und nicht zugeklebt sind.
  8. Gelbe oder russende Flammen, abhebende Flammen, einen beschädigten Schlauch oder eine überfällige Kontrolle notieren und einen Fachbetrieb bestellen.

Worauf Sie bei der Übergabe der Gasinstallation achten

  • Angaben zum ausführenden Fachbetrieb und Bestätigung, dass er beim Gasversorger als Installateur eingetragen ist
  • Protokoll der Dichtheitsprüfung, erstellt bevor die Leitung zugedeckt wurde
  • Prüfprotokoll mit positivem Ergebnis und Hinweis auf die nächste Kontrolle
  • Prüfbericht zur Abgasanlage bei Geräten mit Abgasführung
  • Inbetriebnahmeprotokoll des Kessels durch den Kundendienst oder Fachbetrieb
  • Hauptabsperrarmatur und Absperrhähne vor den Geräten zugänglich, beschriftet und funktionstüchtig
  • Sichtbare Leitungen gestrichen oder gekennzeichnet, Schlitze erst nach der Prüfung geschlossen
  • Geräteschläuche für Gas zugelassen und mit lesbarem Datum
  • Melder passend zur Gasart platziert und funktionstüchtig
  • Skizze der Leitungsführung in den Wänden für spätere Arbeiten

Häufige Fragen

Das Formen und Schweissen der Innengasleitung kostet gemäss aktueller Preisliste 32.62 CHF pro Laufmeter Arbeitsleistung. Schlitze, Absperrarmaturen und Prüfung werden je nach Umfang separat verrechnet.

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