Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Gasinstallation | ||||
| Umlegen und Anschliessen der Gasleitung | Stk. | 233.80 CHF | - | |
| Innere Gasleitung biegen und schweissen | lfm | 32.62 CHF | - | |
| Verlegung der äusseren Gasleitung im Erdreich | lfm | 27.18 CHF | - | |
| Schlitzen für Gasleitung - Ziegel | lfm | 21.75 CHF | - | |
| Schlitzen für Gasleitung - Beton | lfm | 48.94 CHF | - | |
| Montage Gas-Kugelhahn | Stk. | 27.18 CHF | - | |
| Anschluss Gasherd | Stk. | 63.44 CHF | - | |
| Anschluss Gaskessel (Montage + Anschluss) | Stk. | - | ||
| Regelung und Einstellung des Kessels | Stk. | - | ||
| Gasleitung blind verschliessen | Stk. | - | ||
| Montage Warmwasserspeicher | Stk. | - | ||
| Dichtheitsprüfung der Gasleitung | Stk. | 108.74 CHF | - | |
| Sachverständigenprüfung (Revision) der Gasanlage | Stk. | - | ||
| Montage Gasmelder | Stk. | 36.25 CHF | - | |
| Versetzen des Gaszählers | Stk. | 217.50 CHF | - | |
Wann eine Gasleitung verlegt oder neu angeschlossen wird
Ein typischer Fall: In der neuen Küche soll das Kochfeld an einer anderen Wand stehen als der alte Herd. Der bisherige Gasanschluss endet dann hinter der Küchenzeile oder mitten in einem Schrank. Die Leitung muss verlängert oder versetzt werden. Ähnlich ist es, wenn mehrere alte Gas-Einzelgeräte durch einen zentralen Kessel ersetzt werden. Das Gas muss dann an eine neue Stelle geführt werden, die alten Anschlüsse werden abgetrennt und dicht verschlossen.
Wichtig ist der Unterschied zwischen zwei Arbeiten:
- Anpassung der Hausinstallation: Die Leitung nach dem Gaszähler ist vorhanden, es ändert sich nur ihr Verlauf oder es kommt ein Anschluss dazu. Um diese Arbeit geht es hier.
- Neuer Hausanschluss: Das Gebäude ist noch nicht am Gasnetz oder der Anschlusspunkt wird verlegt. Das ist eine eigene Sache, die der örtliche Gasversorger übernimmt.
Wird Gas im Haus gar nicht mehr gebraucht, wird die Leitung nach dem Zähler fachgerecht stillgelegt und verschlossen.
So läuft die Arbeit ab
- Besichtigung. Der Gasinstallateur schaut sich die bestehende Leitung an, das Material, die Lage der Absperrhahnen und den Platz für das neue Gerät. Er beurteilt, ob eine kurze Anpassung reicht oder ob eine neue Leitungsführung nötig ist.
- Lösung festlegen. Je nach Umfang entsteht eine Skizze oder ein Plan mit Leitungsführung, Durchmesser, Material und Lage der Absperrungen.
- Gas absperren. Vor dem Eingriff wird die Gaszufuhr geschlossen. In Mehrfamilienhäusern und im Stockwerkeigentum geschieht das oft zusammen mit dem Hauswart oder der Liegenschaftsverwaltung, wenn auch die gemeinsame Absperrung an der Steigleitung zu muss. Danach wird der betroffene Abschnitt entlüftet und geprüft, ob er gasfrei ist.
- Montage. Der alte Anschluss wird abgetrennt oder verschlossen, die neue Leitung verlegt, vor dem Gerät ein Absperrhahn gesetzt und das Gerät angeschlossen. Beim Herd geschieht das meist mit einem zertifizierten Gasschlauch.
- Dichtheitsprüfung. Die angepasste Leitung wird unter Druck gesetzt, und es wird beobachtet, ob der Druck stabil bleibt. Die Verbindungen werden zusätzlich mit einem Gasspürgerät oder Lecksuchspray kontrolliert.
- Inbetriebnahme. Erst wenn die Prüfung bestanden und protokolliert ist, wird das Gas wieder freigegeben und das Gerät eingestellt.
Ein einfaches Versetzen des Herdanschlusses dauert meist einige Stunden. Bei grösseren Anpassungen im Haus sollten Sie mit mehreren Tagen rechnen, Planung und Prüfung eingeschlossen.
Wer die Arbeit machen darf
Arbeiten an Gasleitungen gehören in die Hände eines ausgebildeten Gasinstallateurs. Oft ist das ein Sanitärinstallateur mit entsprechender Zusatzausbildung, der beim örtlichen Gasversorger als Gasfachbetrieb bekannt ist. Ein geschickter Nachbar oder ein Handwerker ohne Gasausbildung sollte die Leitung nicht anfassen, auch wenn es nur um ein paar Zentimeter Rohr geht.
Klären Sie vor Beginn:
- Qualifikation: Ein seriöser Betrieb nennt Ihnen ohne Zögern seine Ausbildung und Erfahrung mit Gas.
- Unterlagen: Fragen Sie, welche Skizze oder welchen Plan Sie nach der Arbeit erhalten.
- Arbeiten am Zähler: Gaszähler und Hausanschluss gehören dem Gasversorger. Sind sie betroffen, muss der Installateur das mit dem Versorger abstimmen.
- Mehrfamilienhaus: Wird die Steigleitung oder ein gemeinsamer Raum berührt, sprechen Sie früh mit der Liegenschaftsverwaltung oder der Stockwerkeigentümergemeinschaft.
Gasinstallationen in Gebäuden richten sich in der Schweiz nach den Regeln des SVGW, vor allem nach der Gasrichtlinie G1. Diese einzuhalten ist Sache des Installateurs. Sie sollten aber ein Protokoll erhalten, das zeigt, wie geprüft wurde.
Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht
Der Aufwand und damit der Preis hängen vor allem von diesen Punkten ab:
- Distanz und Leitungsführung: Ein kurzes Versetzen an derselben Wand ist einfach. Führt die Leitung durch mehrere Wände oder Räume, braucht es mehr Material und Zeit.
- Zustand der alten Leitung: Alte verzinkte Rohre mit angerosteten Gewinden lassen sich oft nicht sicher weiterverwenden, dann muss ein Stück ersetzt werden.
- Art der Verlegung: Sichtbar auf der Wand ist am einfachsten. Unter Putz oder hinter einer Verkleidung gelten strengere Regeln, etwa keine lösbaren Verbindungen im verdeckten Teil und gut erreichbare Absperrhahnen.
- Mehrfamilienhaus: Muss die ganze Steigleitung abgesperrt werden, braucht es Planung mit Verwaltung und Nachbarn.
- Vorbereiteter Raum: Freier Zugang zur Leitung und abgeschlossene Rohbauarbeiten ersparen Wartezeiten.
Bei einem grösseren Umbau lohnt es sich zu überlegen, alte Leitungen gleich mit zu ersetzen und einen verschlossenen Abzweig für ein späteres Gerät vorzusehen. Sagen Sie dem Installateur rechtzeitig, was Sie in den nächsten Jahren planen. Wer umgekehrt einen Wechsel auf ein anderes Heizsystem erwägt, findet beim kantonalen Gebäudeprogramm Hinweise auf mögliche Förderbeiträge.
Typische Fehler bei Arbeiten am Gas
- Selbst Hand anlegen: Das ist gefährlich für Sie und die Nachbarn. Bei einem Schaden kann die Versicherung ihre Leistung kürzen.
- Fehlende Dichtheitsprüfung: Ohne Prüfung und Protokoll ist die Leitung nicht betriebsbereit, auch wenn alles zu funktionieren scheint.
- Falsches Material: Für Gas dürfen nur dafür vorgesehene Rohre und Formstücke verwendet werden, etwa Stahl, Kupfer oder zertifizierte Systeme. Gewinde brauchen ein Dichtmittel, das für Gas geeignet ist.
- Verdeckter Absperrhahn: Der Hahn vor dem Gerät muss erreichbar bleiben, nicht hinter einer Schrankwand ohne Tür verschwinden.
- Zu langer oder geknickter Herdschlauch: Der Schlauch soll zertifiziert, möglichst kurz, ohne Zug und fern von heissen Teilen des Backofens sein.
- Nur an heute denken: Wer spätere Geräte nicht mitplant, muss in ein paar Jahren erneut aufspitzen.
Wenn Sie Gas riechen: kein Licht und keine Geräte einschalten, Haupthahn schliessen, Fenster öffnen und das Gebäude verlassen. Rufen Sie von draussen den Pikettdienst Ihres Gasversorgers oder die Notrufnummer 112 an. Bei Feuer gilt die Nummer 118.
Worauf Sie bei der Übergabe achten
Bevor der Installateur geht, gehen Sie diese Punkte mit ihm durch:
- Die Leitung ist fest befestigt, ohne Knicke und sichtbare Schäden
- Vor dem Gerät gibt es einen erreichbaren Absperrhahn und Sie wissen, wie man ihn schliesst
- Alte, nicht mehr benutzte Anschlüsse sind dicht verschlossen
- Der Herdschlauch ist zertifiziert, nicht gespannt und nicht geknickt
- Das Gerät brennt mit gleichmässiger blauer Flamme und die Flammenüberwachung funktioniert
- Sie haben ein Protokoll der Dichtheitsprüfung mit Datum und Unterschrift
- Sie haben eine Skizze oder einen Plan der neuen Leitungsführung
- Hauswart oder Verwaltung wissen Bescheid, falls gemeinsame Leitungen betroffen waren
Häufige Fragen
Nein. Arbeiten an der Gasleitung gehören zu einem ausgebildeten Gasinstallateur. Ein Eingriff in Eigenregie gefährdet Sie und Ihre Nachbarn und kann bei einem Schaden Probleme mit der Versicherung bringen.
Ja. Nach jedem Eingriff in die Leitung, auch einem kleinen, wird eine Dichtheitsprüfung gemacht und protokolliert. Sie ist der Nachweis, dass die Anpassung dicht und sicher ist.
Unter bestimmten Bedingungen ja, die Regeln sind aber strenger als bei sichtbaren Leitungen. Meist dürfen im verdeckten Teil keine lösbaren Verbindungen sein, und die Absperrhahnen müssen erreichbar bleiben. Die passende Lösung schlägt der Installateur nach den SVGW-Regeln vor.
Beim einfachen Versetzen eines Anschlusses meist nur einen Teil des Tages. Bei grösseren Anpassungen oder in einem Mehrfamilienhaus, in dem die ganze Steigleitung abgesperrt wird, plant man den Unterbruch im Voraus. Er kann länger dauern, bis Prüfung und Inbetriebnahme abgeschlossen sind.
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