Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage Warmwasserspeicher (Boiler)

Ein Warmwasserspeicher, in der Schweiz meist einfach Boiler genannt, hält erwärmtes Wasser zum Duschen, Abwaschen und Putzen bereit. Bei der Montage wird er befestigt, an Kalt- und Warmwasser angeschlossen, mit den nötigen Sicherheitsarmaturen ausgerüstet und mit der Wärmequelle verbunden. Das kann Strom sein, eine Gasheizung, ein Holzkes

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·15 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
58.90 CHF/ Stk.
Richtwert-Spanne
27.18 CHF - 233.80 CHF
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Gasinstallation15 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Gasinstallation
Montage WarmwasserspeicherStk.-
Innere Gasleitung biegen und schweissenlfm32.62 CHF-
Verlegung der äusseren Gasleitung im Erdreichlfm27.18 CHF-
Schlitzen für Gasleitung - Ziegellfm21.75 CHF-
Schlitzen für Gasleitung - Betonlfm48.94 CHF-
Montage Gas-KugelhahnStk.27.18 CHF-
Anschluss GasherdStk.63.44 CHF-
Anschluss Gaskessel (Montage + Anschluss)Stk.-
Regelung und Einstellung des KesselsStk.-
Gasleitung blind verschliessenStk.-
Umlegen und Anschliessen der GasleitungStk.233.80 CHF-
Dichtheitsprüfung der GasleitungStk.108.74 CHF-
Sachverständigenprüfung (Revision) der GasanlageStk.-
Montage GasmelderStk.36.25 CHF-
Versetzen des GaszählersStk.217.50 CHF-
Summe Arbeit
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Welche Speicher es gibt und wann welcher passt

Speicher unterscheiden sich vor allem darin, was das Wasser im Inneren erwärmt. Davon hängt die ganze Montage ab.

  • Elektroboiler mit direkter Erwärmung: Ein Heizeinsatz im Speicher erwärmt das Wasser. Die Montage ist einfach und unabhängig von der Heizung. Er passt in Wohnungen und überall dort, wo keine andere Wärmequelle vorhanden ist. Oft wird er nachts über die Tarifsteuerung des Elektrizitätswerks geladen.
  • Speicher mit indirekter Erwärmung: Im Inneren liegt ein Wärmetauscher, also eine Metallspirale, durch die heisses Wasser aus der Heizung oder der Wärmepumpe fliesst. Trinkwasser und Heizwasser vermischen sich nicht, das Trinkwasser nimmt nur die Wärme auf. Wenn Sie bereits eine Heizung haben, ist das im Betrieb meist die sparsamere Lösung.
  • Kombispeicher: Er hat einen Wärmetauscher und zusätzlich einen Elektroheizeinsatz. Sinnvoll ist das, wenn der Holzkessel nur im Winter läuft und Sie im Sommer elektrisch erwärmen möchten, wenn Sie eine Reserve bei einer Heizungsstörung wollen oder Überschüsse der eigenen Photovoltaikanlage nutzen möchten.
  • Wand- oder Standspeicher: Kleinere Speicher hängen an der Wand und sind in Wohnungen üblich. Grössere stehen am Boden, meist im Heizungs- oder Technikraum des Einfamilienhauses.

Der Inhalt sollte zur Anzahl Personen und zu ihren Gewohnheiten passen. Ein zu kleiner Speicher ist schnell leer, ein zu grosser hält ständig Wasser warm, das niemand braucht. Wer unsicher ist, bespricht das mit dem Sanitärinstallateur noch vor dem Kauf. Wird dabei ein alter Elektroboiler durch eine effizientere Lösung ersetzt, etwa einen Wärmepumpenboiler, lohnt sich ein Blick auf die Förderprogramme von Kanton und Gemeinde oder das Gebäudeprogramm.

So läuft die Montage ab

Eine gute Montage beginnt mit einem Augenschein vor Ort. Der Installateur prüft, ob die Wand den gefüllten Speicher trägt. Wasser wiegt ungefähr ein Kilo pro Liter, ein gefüllter Wandboiler ist also richtig schwer. Er schaut auch, wo Wasser-, Strom- und Heizleitungen verlaufen und wohin das Wasser aus dem Sicherheitsventil abgeleitet werden kann. Danach geht es meist so weiter:

  1. Wasserzufuhr schliessen, Strom abschalten, beim Ersatz den alten Speicher entleeren und demontieren.
  2. Konsolen montieren oder für den Standspeicher einen ebenen, tragfähigen Untergrund vorbereiten.
  3. Speicher befestigen und prüfen, ob er senkrecht und fest sitzt.
  4. In die Kaltwasserzuleitung ein Absperrventil und die Sicherheitsgruppe mit Rückflussverhinderer nach Herstellerangaben einbauen.
  5. Ablauf des Sicherheitsventils über einen sichtbaren Trichter in die Abwasserleitung führen.
  6. Bei Bedarf ein Ausdehnungsgefäss einbauen, das für Trinkwasser zugelassen ist.
  7. Warmwasseraustritt an die Leitungen anschliessen, falls vorhanden auch die Zirkulationsleitung.
  8. Bei indirekter Erwärmung den Wärmetauscher an den Heizkreis anschliessen.
  9. Speicher füllen, durch Öffnen des Warmwassers an einer Armatur entlüften und alle Verbindungen auf Dichtheit prüfen.
  10. Erst mit vollem Speicher die Erwärmung einschalten, Thermostat einstellen und kontrollieren, ob das Wasser warm wird.

Den elektrischen Anschluss des Heizeinsatzes darf nur ein Elektroinstallateur mit entsprechender Bewilligung nach der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) ausführen, mit eigener Absicherung und korrektem Personenschutz. Ein häufiger Fehler ist das Einschalten bei leerem Speicher: Der Heizeinsatz ist dann innert kurzer Zeit kaputt.

Anschluss an die Heizung: worauf es ankommt

Bei einem Speicher mit indirekter Erwärmung reicht es nicht, zwei Rohre anzuschliessen. Die Heizung muss wissen, wann sie Warmwasser bereiten und wann sie heizen soll. Deshalb geht es um folgende Punkte:

  • Hydraulischer Anschluss: Vor- und Rücklauf des Wärmetauschers werden nach der Kennzeichnung des Herstellers angeschlossen, sonst erwärmt sich der Speicher langsam und ungleichmässig.
  • Ladepumpe oder Umschaltventil: Sie sorgen dafür, dass heisses Wasser genau dann in den Wärmetauscher fliesst, wenn es gebraucht wird.
  • Temperaturfühler und Regelung: Ein Fühler im Speicher meldet der Heizung die Temperatur, und die Heizung schaltet die Ladung entsprechend ein.
  • Warmwasservorrang: Bei den meisten Heizungen hat das Laden des Speichers Vorrang vor dem Heizen, damit rasch warmes Wasser da ist.
  • Entlüften und Druck: Nach dem Anschluss wird der Heizkreis entlüftet und auf den Druck aufgefüllt, den der Heizungshersteller vorgibt.

Wichtig ist, ob Speicher und Heizung zueinander passen. Nicht jede Heizung hat einen Anschluss für einen Speicherfühler, und nicht jeder Wärmetauscher ist gross genug für eine Wärmepumpe, die mit tieferen Wassertemperaturen arbeitet. Die Auslegung der Heizungsanlage richtet sich nach SN EN 12828, für die Trinkwasserseite gelten die Richtlinien des SVGW.

Gehört zur Montage irgendein Eingriff an einer Gasheizung oder an der Gasleitung, darf ihn nur eine Fachperson ausführen, die für Gasinstallationen anerkannt ist. Riechen Sie zu Hause Gas, betätigen Sie keine Schalter und kein offenes Feuer, öffnen Sie die Fenster, verlassen Sie den Raum und rufen Sie den Pikettdienst Ihres Gasversorgers oder die Nummer 112 an.

Was die Montage einfacher oder aufwendiger macht

Auch beim gleichen Speicher kann der Aufwand stark schwanken. Einfacher ist es meist, wenn:

  • Sie einen Speicher eins zu eins durch einen mit gleichen Anschlussmassen ersetzen
  • Wasser-, Strom- und Abwasserleitungen direkt am Montageort liegen
  • es sich um einen Elektroboiler ohne Anschluss an die Heizung handelt

Länger dauert die Arbeit dagegen bei:

  • einem Wechsel von elektrischer Erwärmung auf Erwärmung über die Heizung, wenn neue Leitungen und eine Regelung nötig sind
  • einem Kombispeicher mit mehreren Wärmequellen
  • einer schwachen oder hohlen Wand, die eine andere Befestigung braucht
  • engen Platzverhältnissen, einem Estrichraum oder einem Keller mit schmaler Treppe, durch die ein grosser Speicher kaum passt
  • alten, korrodierten Leitungen, die beim Demontieren brechen

Im Stockwerkeigentum oder in einer Mietwohnung sprechen Sie vorher mit der Liegenschaftsverwaltung oder dem Hauswart, vor allem wenn gemeinsame Leitungen betroffen sein könnten.

Typische Fehler bei der Montage

In der Praxis sieht man immer wieder dieselben Fehler:

  • Das Sicherheitsventil fehlt oder zwischen Ventil und Speicher sitzt eine Absperrung, was gefährlich ist
  • Der Ablauf des Sicherheitsventils führt nicht ins Abwasser, das Wasser tropft auf den Boden oder das Ventil wird verschlossen, um das Tropfen zu stoppen
  • Der Speicher wird eingeschaltet, bevor er gefüllt ist
  • Vor- und Rücklauf des Wärmetauschers sind vertauscht, oder eine falsch eingestellte Regelung lässt die Heizung ständig ein- und ausschalten
  • Die Befestigung ist zu schwach und gibt mit der Zeit nach
  • Erdung oder eigene Sicherung des Heizeinsatzes fehlen
  • Die Montage widerspricht der Herstelleranleitung, was die Garantie kosten kann

Bleibt das Wasser lange auf tiefer Temperatur, können sich im Speicher Bakterien wie Legionellen vermehren. Hersteller empfehlen deshalb meist, das Wasser regelmässig auf eine höhere Temperatur aufzuheizen. Viele Regelungen erledigen das mit einer Legionellenschaltung automatisch.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Lassen Sie sich bei der Abnahme zeigen, wie der Speicher funktioniert, und gehen Sie diese Punkte durch:

  • Der Speicher sitzt fest, bewegt sich nicht und hängt oder steht senkrecht
  • Keine Verbindung tropft, auch nicht nach dem Aufheizen
  • Das Sicherheitsventil ist eingebaut, zwischen ihm und dem Speicher gibt es keine Absperrung und der Ablauf führt über einen Trichter ins Abwasser
  • Das Absperrventil in der Kaltwasserzuleitung ist gut zugänglich
  • Das Wasser erreicht die eingestellte Temperatur und der Thermostat hält sie
  • Bei Erwärmung über die Heizung reagiert diese auf die Anforderung des Speichers und der Heizkreis ist entlüftet
  • Bei elektrischer Erwärmung erhalten Sie einen Sicherheitsnachweis (SiNa) des Elektroinstallateurs
  • Bei einem Eingriff an der Gasanlage erhalten Sie eine Bestätigung der Fachperson
  • Sie bekommen Anleitung, Garantieschein und eine Erklärung, wie man den Speicher entleert und wann die Anode kontrolliert werden muss

Häufige Fragen

Den mechanischen Teil schafft eine geübte Person, der elektrische Anschluss gehört aber in die Hände eines bewilligten Elektroinstallateurs und Arbeiten an einer Gasheizung zu einer Gasfachperson. Eine unsachgemässe Montage führt zudem oft zum Verlust der Garantie, deshalb lohnt es sich, die Arbeit einer Fachperson zu überlassen.

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