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Vorsatzschale aus Gipskarton

Eine Vorsatzschale aus Gipskarton ist eine leichte Konstruktion aus Metallprofilen und Platten. Sie steht knapp vor einer bestehenden Wand. Der Grundriss bleibt gleich, die Wand bekommt nur eine neue, gerade Oberfläche. Häufig kommt sie bei der Renovation älterer Wohnungen und Häuser zum Einsatz: wenn Wände schief oder rissig sind oder we

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
30.67 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
24.46 CHF - 39.90 CHF
Wohnung 60 m²
4600.70 CHF
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Trockenbau10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Trockenbaukonstruktionen
Gipskarton-Vorsatzschalem²30.67 CHF-
Gipskartonwand einfach beplanktm²34.50 CHF-
Trockenbau-Trennwand doppelt beplanktm²-
Gipskartondecke gerade abhängenm²42.17 CHF-
Gipskarton-Dachschrägenbekleidungm²53.67 CHF-
Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion)m²-
Trockenbauwand mit Hartgipsplattenm²-
Dampfbremse in GK-Decke einbauenm²2.70 CHF-
Trockenbaudämmungm²6.70 CHF-
Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Deckenm²5.75 CHF-
Summe Arbeit
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Wann sich eine Vorsatzschale lohnt und wann nicht

Vorsatzschale und Trennwand werden oft verwechselt. Eine Trennwand steht frei im Raum und teilt ihn. Eine Vorsatzschale folgt der bestehenden Wand und dient vor allem der technischen und optischen Verbesserung. Möchten Sie also nichts am Grundriss ändern, aber eine gerade Wand für Farbe, Tapete oder Plättli, ist sie die passende Lösung.

Die Variante ohne Dämmung ist vor allem in diesen Fällen sinnvoll:

  • Alte, unebene Verputze, die sonst aufwendig ausgeglichen werden müssten
  • Leitungen verstecken, wenn Sie nicht ins Mauerwerk spitzen wollen oder können
  • Schnelle Renovation einer bewohnten Wohnung ohne nasse Arbeiten und lange Trocknungszeiten
  • Korridore, Büros und Räume ohne besondere Anforderungen an Schall oder Wärme

Wann ist etwas anderes besser? Stört Sie Lärm aus der Nachbarwohnung, bringt ein leerer Hohlraum wenig. Manchmal klingt die Wand danach sogar hohl. Dann ist eine Vorsatzschale mit Mineralwolle die bessere Wahl. Bei Aussenwänden ist Vorsicht geboten, wenn Sie innen dämmen möchten. Ohne Planung durch eine Fachperson und ohne korrekt ausgeführte Dampfbremse kann sich hinter der Platte Feuchtigkeit niederschlagen.

So läuft die Montage ab

Ausmessen und vorbereiten

Zuerst prüft der Gipser oder Trockenbauer die bestehende Wand mit einem Laser oder einer langen Latte und sucht die Stelle, die am weitesten vorsteht. Von dort aus legt er die neue Ebene fest. Auf Boden und Decke zeichnet er die Linien für die Randprofile an. Gleichzeitig plant er, wo Leitungen durchgehen und wo Steckdosen, Schalter und schwere Gegenstände hinkommen.

Unterkonstruktion

Am Boden und an der Decke werden waagrechte UW-Profile befestigt, darunter kommt ein Dichtungsband. In diese Profile stellt man senkrechte CW-Profile, meist im Abstand von rund 62,5 cm, damit die Plattenstösse auf einem Profil liegen. Bei Plättli oder höherer Belastung wird der Abstand nach den Vorgaben des Systemherstellers verringert. Bei höheren Wänden befestigt man die CW-Profile zusätzlich mit Abhängern an der bestehenden Wand, damit sich die Konstruktion nicht durchbiegt.

Beplanken und spachteln

Die Platten werden auf die Profile geschraubt, die Schrauben sitzen meist etwa 25 cm auseinander. Am Boden bleibt eine kleine Fuge frei, damit die Platte keine Feuchtigkeit aufsaugt und sich bewegen kann. Danach werden die Fugen mit Bewehrungsstreifen gespachtelt, die Schraubenköpfe überspachtelt und alles geschliffen. Je nach gewünschter Oberfläche braucht es eine oder mehrere Spachtelschichten. Unter glänzenden Farben und bei Streiflicht lohnt sich eine vollflächig gespachtelte Oberfläche.

Materialien und Varianten

  • CW- und UW-Profile in passender Breite: Für Vorsatzschalen reichen meist schmale Profile, breitere braucht es nur bei hohen Wänden oder dicken Leitungen
  • Standardplatten (GKB) für trockene Räume, imprägnierte Platten für Bad und Küche, in der Dusche unter den Plättli zusätzlich eine Flüssigabdichtung
  • Einfache oder doppelte Beplankung: Zwei Plattenlagen sind stabiler und tragen Tablare oder Hängeschränke besser
  • Befestigte oder freistehende Konstruktion: Die befestigte ist schlanker, die freistehende eignet sich, wenn die bestehende Wand zu wenig fest für Befestigungen ist
  • Befestigungs- und Spachtelmaterial aus einem System, damit Profile, Schrauben, Streifen und Spachtel zusammenpassen

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Am schnellsten geht es bei einer geraden, geschlossenen Wand in einem rechteckigen Raum mit normaler Raumhöhe und ohne Öffnungen. Mehr Aufwand bedeuten dagegen:

  • Fenster, Türen und Nischen mit Leibungen und Ecken
  • Viele Steckdosen, Schalter und Rohrdurchführungen
  • Hohe Räume und ein weicher oder bröckeliger Untergrund, der das Befestigen erschwert
  • Verstärkungen für schwere Gegenstände wie Küche, Fernseher oder Wand-WC
  • Eine hohe Oberflächenqualität mit mehr Spachteln und Schleifen
  • Arbeiten in einer bewohnten Wohnung, wo abgedeckt, geputzt und Möbel verschoben werden müssen

Typische Fehler und wie man sie vermeidet

In der Praxis entsteht das Problem oft nicht bei der Montage, sondern schon bei der Planung. Wird eine Steckdose oder eine Verstärkung vergessen, muss die fertige Wand wieder geöffnet werden. Weitere häufige Fehler sind:

  • Profile ohne Kontrolle der Ebene gesetzt, die Wand zeigt danach Wellen
  • Zu wenige Profile oder Schrauben, die Platte gibt nach und die Fugen reissen
  • Kreuzfugen statt versetzter Plattenstösse
  • Fugen ohne Bewehrungsstreifen, Risse zeigen sich nach dem Streichen
  • Standardplatten im Bad oder Platten, die direkt auf dem Boden stehen
  • Kein Zugang mehr zu Ventilen oder Revisionsstellen hinter der Wand

Anleitung für Heimwerker: Vorsatzschale ohne Dämmung

Geübte Heimwerker schaffen eine Vorsatzschale selbst, wenn sie einen Laser oder eine Wasserwaage, einen Akkuschrauber mit einstellbarer Tiefe und Geduld beim Spachteln mitbringen. Elektrische Leitungen darf aber nur ein Elektroinstallateur mit Bewilligung nach NIV verlegen und prüfen. Betrifft die Arbeit gemeinsame Leitungen im Stockwerkeigentum oder in einem Mietshaus, sprechen Sie vorher mit der Liegenschaftsverwaltung oder dem Hauswart.

  1. Bestehende Wand prüfen, die am weitesten vorstehende Stelle suchen und die neue Ebene festlegen.
  2. Profillinien auf Boden und Decke anzeichnen.
  3. Dichtungsband auf die UW-Profile kleben und diese mit passenden Dübeln für den Untergrund befestigen.
  4. Senkrechte CW-Profile im vorgegebenen Abstand einstellen und ins Lot bringen.
  5. Bei höheren Wänden die CW-Profile mit Abhängern an der bestehenden Wand befestigen.
  6. Verstärkungen für schwere Gegenstände einbauen und die Elektroleitungen vom Elektroinstallateur verlegen lassen.
  7. Lage aller Leitungen vor dem Schliessen fotografieren.
  8. Platten mit kleiner Fuge am Boden anschrauben und die Stösse versetzen.
  9. Fugen mit Bewehrungsstreifen spachteln, Schrauben überspachteln und nach dem Trocknen schleifen.
  10. Oberfläche vor dem Streichen oder Plätteln grundieren.

So prüfen Sie die fertige Wand

Schauen Sie die Wand bei der Abnahme auch mit einer Taschenlampe von der Seite an. Streiflicht zeigt Unebenheiten, die bei normalem Licht nicht auffallen.

  • Die Wand ist gerade, eine lange Latte liegt ohne grössere Spalten an
  • Die Platte gibt beim Drücken nicht nach und knarrt nicht
  • Fugen und Schraubenköpfe sind weder sichtbar noch spürbar
  • Ecken und Anschlüsse an Decke und Nachbarwände sind sauber und ohne Risse
  • Die Platten stehen nicht direkt auf dem Boden
  • Im Bad sind imprägnierte Platten und dort, wo Wasser hinkommt, eine Abdichtung verbaut
  • Dosen für Steckdosen und Schalter sitzen fest und am geplanten Ort
  • Sie haben Fotos oder eine Skizze der Leitungen und Verstärkungen hinter der Wand
  • Revisionsstellen sind zugänglich

Häufige Fragen

Das hängt von der Profilbreite, der Anzahl Plattenlagen und davon ab, wie schief die bestehende Wand ist. Bei einer schlanken, befestigten Konstruktion sind es meist einige Zentimeter. Laufen dickere Rohre dahinter, etwa ein Abwasserrohr, wird die Wand entsprechend dicker.

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