Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Trockenbaukonstruktionen | ||||
| Gipskarton-Dachschrägenbekleidung | m² | 53.67 CHF | - | |
| Gipskartonwand einfach beplankt | m² | 34.50 CHF | - | |
| Trockenbau-Trennwand doppelt beplankt | m² | - | ||
| Gipskarton-Vorsatzschale | m² | 30.67 CHF | - | |
| Gipskartondecke gerade abhängen | m² | 42.17 CHF | - | |
| Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion) | m² | - | ||
| Trockenbauwand mit Hartgipsplatten | m² | - | ||
| Dampfbremse in GK-Decke einbauen | m² | 2.70 CHF | - | |
| Trockenbaudämmung | m² | 6.70 CHF | - | |
| Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Decken | m² | 5.75 CHF | - | |
So wird die Dachschräge montiert
Der Ablauf gleicht dem einer normalen Gipskartondecke. Der Unterschied liegt im Untergrund: Der hölzerne Dachstuhl bewegt sich ein Leben lang mit Temperatur und Feuchtigkeit. Deshalb schraubt der Gipser die Platten nicht direkt aufs Holz. Er montiert sie auf Abhänger und Profile, die kleine Bewegungen auffangen.
- Dachstuhl prüfen: trockenes Holz, feste Sparren, keine Wasserflecken und keine Spuren von Schädlingen.
- Wärmedämmung, meist Mineralwolle, zwischen die Sparren einbauen. Sie muss den ganzen Zwischenraum ohne Lücken ausfüllen.
- Abhänger an den Sparren befestigen und CD-Profile einhängen, am Rand UD-Profile setzen. Der Profilabstand richtet sich nach Plattentyp und Herstellerangaben, meist sind es ungefähr 40 bis 50 cm.
- Eine zweite Dämmlage unter den Sparren zwischen die Profile legen. Sie deckt das Holz ab und vermindert Wärmebrücken.
- Dampfbremse auf der warmen Seite, also zum Raum hin, verlegen, die Stösse abkleben und luftdicht an Giebelwände, Fenster und Durchdringungen anschliessen.
- Platten auf die Profile schrauben, die Stösse versetzen und geschnittene Kanten für das Spachteln anfasen.
- Fugen mit Bewehrungsstreifen spachteln, schleifen und die Oberfläche für den Anstrich vorbereiten.
Kommen auch elektrische Leitungen in die Decke, bewährt sich eine sogenannte Installationsebene. Das heisst: Zwischen Dampfbremse und Platte bleiben einige Zentimeter Platz für Kabel und Dosen der Leuchten. So muss die Dampfbremse nicht für jeden Spot durchstochen werden.
Aufbau und Material: was wann passt
Im bewohnten Dachgeschoss werden meist Gipskartonplatten mit rund 12,5 mm Stärke verwendet. Wo es feuchter ist, etwa über einem Badezimmer, nimmt man imprägnierte Platten. Verlangt der Brandschutz eine höhere Feuerwiderstandsdauer, kommen Brandschutzplatten zum Einsatz, manchmal in zwei Lagen. Zwei Plattenlagen helfen zudem gegen den Lärm von Regen und Wind.
- Schräge Flächen laufen entlang der Sparren und enden an der Fusspfette oder am niedrigen Kniestock
- Die waagrechte Unterdecke hängt unter den Kehlbalken oder Deckenbalken und bildet den flachen Teil der Decke
- Die Kombination aus beidem ist der Normalfall. Wichtig ist, dass der Knick zwischen Schräge und Unterdecke gerade verläuft und sauber ausgebildet ist
Profile, Abhänger, Schrauben und Spachtelmasse sollten aus einem System stammen. Teile verschiedener Hersteller zu mischen, wirkt wie eine Kleinigkeit. Häufig ist genau das aber der Grund für spätere Risse oder durchhängende Flächen.
Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert
Der Aufwand für eine Dachschräge ist von Haus zu Haus sehr verschieden. Dieselbe Fläche kann schnell fertig sein oder deutlich mehr Zeit brauchen.
- Einfacher wird es mit einem geraden, regelmässigen Dachstuhl, einer schlichten Dachform, gutem Zugang und bereits fertiger Dämmung
- Schiefe oder ungleich verteilte Sparren müssen erst ausgeglichen werden
- Jedes Dachfenster, jede Lukarne, jedes Kamin und jede Durchdringung bedeutet zusätzliche Schnitte, Ecken und Details
- Viele Öffnungen für Leuchten, Lautsprecher oder Lüftung verlängern Montage und Spachtelarbeit
- Eine enge Treppe oder ein Zugang nur über eine Estrichluke erschwert das Hinauftragen der Platten
- Eine höhere Spachtelqualität, etwa für glänzende Farben oder Streiflicht, braucht mehr Arbeit und Schleifen
Wird das Dachgeschoss nicht nur verkleidet, sondern muss auch die Dämmung ergänzt werden, ist der Arbeitsumfang grösser als bei der reinen Beplankung.
Typische Fehler, die sich erst später zeigen
Im Dachgeschoss zeigen sich Fehler oft nicht sofort. Die Decke sieht schön aus, und nach dem ersten Winter tauchen Risse oder feuchte Flecken auf.
- Feste Befestigung an den Sparren ohne Abhänger: Die Holzbewegung geht auf die Platten über, und die Fugen reissen
- Zu wenige Abhänger oder zu grosse Profilabstände: Die Unterdecke hängt durch oder vibriert, wenn jemand im Spitzboden darüber geht
- Löcher und offene Stösse in der Dampfbremse: Feuchte Raumluft gelangt in die Dämmung, kondensiert dort, und es droht Schimmel
- Starr verspachtelte Fuge zwischen Schräge und Giebelwand: Hier ist fast immer ein Trennstreifen oder eine elastische Fuge die bessere Lösung
- Zeitdruck: Platten werden in einen feuchten Raum montiert, gleich nach Verputz oder Unterlagsboden, oder die Farbe kommt auf noch nasse Spachtelmasse
In der Praxis kommt es oft vor, dass der Elektriker nach der Plattenmontage nachträglich bohrt und dabei die Dampfbremse verletzt. Deshalb lohnt es sich, die Lage der Leuchten und Leitungen vorher festzulegen.
Sicherheit und Elektroinstallation
Die Montage einer Dachschräge ist Arbeit über Kopf und in der Höhe. Gearbeitet wird von einem Gerüst oder stabilen Podesten aus, nicht von einer Leiter, die an einen Sparren gelehnt ist.
Leitungen und Anschlüsse für Leuchten in der Unterdecke darf nur ein dafür berechtigter Elektroinstallateur ausführen, so wie es die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) vorsieht. Planen Sie diese Arbeiten zeitlich vor der Beplankung ein.
Wenn Sie den Ausbau mit einer besseren Dämmung des Dachs verbinden, lohnt sich ein Blick auf das Gebäudeprogramm Ihres Kantons. Dort sehen Sie, ob und unter welchen Bedingungen solche Massnahmen gefördert werden.
So prüfen Sie die fertige Dachschräge
Gehen Sie die Decke bei Tageslicht und bei Kunstlicht ab, idealerweise mit einer Lampe, die schräg über die Fläche leuchtet. So treten Unebenheiten und schlecht gespachtelte Fugen deutlich hervor.
- Die Flächen sind eben, ohne sichtbare Wellen oder Durchbiegungen, und eine 2-m-Latte zeigt keine grösseren Abweichungen als vereinbart
- Der Knick zwischen Schräge und waagrechter Unterdecke ist über die ganze Länge gerade
- Die Plattenstösse sind verspachtelt, ohne Risse und ohne vorstehende Schrauben
- Anschlüsse an Giebelwände und Trennwände haben einen Trennstreifen oder eine elastische Fuge
- Rund um die Dachfenster ist alles sauber, die Leibungen sind gerade und die Dampfbremse ist am Fenster angeschlossen
- Die Öffnungen für Leuchten sitzen an den vereinbarten Stellen und haben saubere Ränder
- Der Unternehmer kann den Aufbau beschreiben: Art der Dämmung, der Dampfbremse und der Platten
- Im Spitzboden und in der Dämmung liegen keine Abfallreste, und die Folie ist nirgends beschädigt
Häufige Fragen
Ja, wenn der Aufbau stimmt. Entscheidend sind genug Dämmung zwischen und unter den Sparren, eine durchgehende Dampfbremse und eine Montage auf Abhängern, die die Bewegung des Dachstuhls verträgt. So bleibt das Dachgeschoss im Winter warm und heizt sich im Sommer weniger auf.
Meist, weil die Unterkonstruktion fest mit dem Holz verbunden ist oder weil die Fuge zur Giebelwand starr verspachtelt wurde. Der Dachstuhl bewegt sich, und die Spannung geht auf die Platten über. Abhilfe schaffen ein elastischer Anschluss, genug Abhänger und das Einhalten des Herstellersystems.
Bei einem gedämmten, bewohnten Dachgeschoss fast immer, oder eine andere luftdichte Schicht, je nach Dachaufbau. Sie schützt die Dämmung vor Feuchtigkeit aus dem Raum. Fehlt sie oder hat sie Löcher, schlägt sich die Feuchtigkeit in der Dämmung und im Holz nieder.
Das hängt von der Fläche, der Dachform und der Zahl der Fenster ab. Ein übliches Dachgeschoss in einem Einfamilienhaus ist meist in einigen Tagen bis etwa zwei Wochen fertig, inklusive Spachteln und Trocknungszeit zwischen den Schichten.
Ja, die Positionen müssen aber vor der Plattenmontage feststehen. Sinnvoll ist eine Installationsebene unter der Dampfbremse, damit die Folie nicht durchstochen wird. Den Anschluss der Leuchten überlassen Sie einem berechtigten Elektroinstallateur.
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