Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Gipskarton-Dachschräge und Unterdecke im Dachgeschoss

Eine Dachschräge oder Unterdecke in Gipskarton verkleidet im Dachgeschoss die Sparren, die Dämmung und die Leitungen. So wird aus dem Raum unter dem Dach ein wohnlicher Raum. Die schrägen Flächen folgen der Dachneigung, die waagrechte Unterdecke hängt meist unter den Kehlbalken. Gebraucht wird diese Arbeit vor allem, wenn Sie den Estrich

Aktualisiert 09/2026·4 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
53.67 CHF/ m²
Orientierungsspanne
42.87 CHF - 69.84 CHF
Wohnung 60 m²
8051.00 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorbereitungsarbeiten. Es ist nicht der Preis für den gesamten Auftrag.
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Trockenbau10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Trockenbaukonstruktionen
Gipskarton-Dachschrägenbekleidungm²53.67 CHF-
Gipskartonwand einfach beplanktm²34.50 CHF-
Trockenbau-Trennwand doppelt beplanktm²-
Gipskarton-Vorsatzschalem²30.67 CHF-
Gipskartondecke gerade abhängenm²42.17 CHF-
Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion)m²-
Trockenbauwand mit Hartgipsplattenm²-
Dampfbremse in GK-Decke einbauenm²2.70 CHF-
Trockenbaudämmungm²6.70 CHF-
Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Deckenm²5.75 CHF-
Arbeit gesamt
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So wird die Dachschräge montiert

Der Ablauf gleicht dem einer normalen Gipskartondecke. Der Unterschied liegt im Untergrund: Der hölzerne Dachstuhl bewegt sich ein Leben lang mit Temperatur und Feuchtigkeit. Deshalb schraubt der Gipser die Platten nicht direkt aufs Holz. Er montiert sie auf Abhänger und Profile, die kleine Bewegungen auffangen.

  1. Dachstuhl prüfen: trockenes Holz, feste Sparren, keine Wasserflecken und keine Spuren von Schädlingen.
  2. Wärmedämmung, meist Mineralwolle, zwischen die Sparren einbauen. Sie muss den ganzen Zwischenraum ohne Lücken ausfüllen.
  3. Abhänger an den Sparren befestigen und CD-Profile einhängen, am Rand UD-Profile setzen. Der Profilabstand richtet sich nach Plattentyp und Herstellerangaben, meist sind es ungefähr 40 bis 50 cm.
  4. Eine zweite Dämmlage unter den Sparren zwischen die Profile legen. Sie deckt das Holz ab und vermindert Wärmebrücken.
  5. Dampfbremse auf der warmen Seite, also zum Raum hin, verlegen, die Stösse abkleben und luftdicht an Giebelwände, Fenster und Durchdringungen anschliessen.
  6. Platten auf die Profile schrauben, die Stösse versetzen und geschnittene Kanten für das Spachteln anfasen.
  7. Fugen mit Bewehrungsstreifen spachteln, schleifen und die Oberfläche für den Anstrich vorbereiten.

Kommen auch elektrische Leitungen in die Decke, bewährt sich eine sogenannte Installationsebene. Das heisst: Zwischen Dampfbremse und Platte bleiben einige Zentimeter Platz für Kabel und Dosen der Leuchten. So muss die Dampfbremse nicht für jeden Spot durchstochen werden.

Aufbau und Material: was wann passt

Im bewohnten Dachgeschoss werden meist Gipskartonplatten mit rund 12,5 mm Stärke verwendet. Wo es feuchter ist, etwa über einem Badezimmer, nimmt man imprägnierte Platten. Verlangt der Brandschutz eine höhere Feuerwiderstandsdauer, kommen Brandschutzplatten zum Einsatz, manchmal in zwei Lagen. Zwei Plattenlagen helfen zudem gegen den Lärm von Regen und Wind.

  • Schräge Flächen laufen entlang der Sparren und enden an der Fusspfette oder am niedrigen Kniestock
  • Die waagrechte Unterdecke hängt unter den Kehlbalken oder Deckenbalken und bildet den flachen Teil der Decke
  • Die Kombination aus beidem ist der Normalfall. Wichtig ist, dass der Knick zwischen Schräge und Unterdecke gerade verläuft und sauber ausgebildet ist

Profile, Abhänger, Schrauben und Spachtelmasse sollten aus einem System stammen. Teile verschiedener Hersteller zu mischen, wirkt wie eine Kleinigkeit. Häufig ist genau das aber der Grund für spätere Risse oder durchhängende Flächen.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Der Aufwand für eine Dachschräge ist von Haus zu Haus sehr verschieden. Dieselbe Fläche kann schnell fertig sein oder deutlich mehr Zeit brauchen.

  • Einfacher wird es mit einem geraden, regelmässigen Dachstuhl, einer schlichten Dachform, gutem Zugang und bereits fertiger Dämmung
  • Schiefe oder ungleich verteilte Sparren müssen erst ausgeglichen werden
  • Jedes Dachfenster, jede Lukarne, jedes Kamin und jede Durchdringung bedeutet zusätzliche Schnitte, Ecken und Details
  • Viele Öffnungen für Leuchten, Lautsprecher oder Lüftung verlängern Montage und Spachtelarbeit
  • Eine enge Treppe oder ein Zugang nur über eine Estrichluke erschwert das Hinauftragen der Platten
  • Eine höhere Spachtelqualität, etwa für glänzende Farben oder Streiflicht, braucht mehr Arbeit und Schleifen

Wird das Dachgeschoss nicht nur verkleidet, sondern muss auch die Dämmung ergänzt werden, ist der Arbeitsumfang grösser als bei der reinen Beplankung.

Typische Fehler, die sich erst später zeigen

Im Dachgeschoss zeigen sich Fehler oft nicht sofort. Die Decke sieht schön aus, und nach dem ersten Winter tauchen Risse oder feuchte Flecken auf.

  • Feste Befestigung an den Sparren ohne Abhänger: Die Holzbewegung geht auf die Platten über, und die Fugen reissen
  • Zu wenige Abhänger oder zu grosse Profilabstände: Die Unterdecke hängt durch oder vibriert, wenn jemand im Spitzboden darüber geht
  • Löcher und offene Stösse in der Dampfbremse: Feuchte Raumluft gelangt in die Dämmung, kondensiert dort, und es droht Schimmel
  • Starr verspachtelte Fuge zwischen Schräge und Giebelwand: Hier ist fast immer ein Trennstreifen oder eine elastische Fuge die bessere Lösung
  • Zeitdruck: Platten werden in einen feuchten Raum montiert, gleich nach Verputz oder Unterlagsboden, oder die Farbe kommt auf noch nasse Spachtelmasse

In der Praxis kommt es oft vor, dass der Elektriker nach der Plattenmontage nachträglich bohrt und dabei die Dampfbremse verletzt. Deshalb lohnt es sich, die Lage der Leuchten und Leitungen vorher festzulegen.

Sicherheit und Elektroinstallation

Die Montage einer Dachschräge ist Arbeit über Kopf und in der Höhe. Gearbeitet wird von einem Gerüst oder stabilen Podesten aus, nicht von einer Leiter, die an einen Sparren gelehnt ist.

Leitungen und Anschlüsse für Leuchten in der Unterdecke darf nur ein dafür berechtigter Elektroinstallateur ausführen, so wie es die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) vorsieht. Planen Sie diese Arbeiten zeitlich vor der Beplankung ein.

Wenn Sie den Ausbau mit einer besseren Dämmung des Dachs verbinden, lohnt sich ein Blick auf das Gebäudeprogramm Ihres Kantons. Dort sehen Sie, ob und unter welchen Bedingungen solche Massnahmen gefördert werden.

So prüfen Sie die fertige Dachschräge

Gehen Sie die Decke bei Tageslicht und bei Kunstlicht ab, idealerweise mit einer Lampe, die schräg über die Fläche leuchtet. So treten Unebenheiten und schlecht gespachtelte Fugen deutlich hervor.

  • Die Flächen sind eben, ohne sichtbare Wellen oder Durchbiegungen, und eine 2-m-Latte zeigt keine grösseren Abweichungen als vereinbart
  • Der Knick zwischen Schräge und waagrechter Unterdecke ist über die ganze Länge gerade
  • Die Plattenstösse sind verspachtelt, ohne Risse und ohne vorstehende Schrauben
  • Anschlüsse an Giebelwände und Trennwände haben einen Trennstreifen oder eine elastische Fuge
  • Rund um die Dachfenster ist alles sauber, die Leibungen sind gerade und die Dampfbremse ist am Fenster angeschlossen
  • Die Öffnungen für Leuchten sitzen an den vereinbarten Stellen und haben saubere Ränder
  • Der Unternehmer kann den Aufbau beschreiben: Art der Dämmung, der Dampfbremse und der Platten
  • Im Spitzboden und in der Dämmung liegen keine Abfallreste, und die Folie ist nirgends beschädigt

Häufige Fragen

Ja, wenn der Aufbau stimmt. Entscheidend sind genug Dämmung zwischen und unter den Sparren, eine durchgehende Dampfbremse und eine Montage auf Abhängern, die die Bewegung des Dachstuhls verträgt. So bleibt das Dachgeschoss im Winter warm und heizt sich im Sommer weniger auf.

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