Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Dächer und Eindeckungen | ||||
| Setzen und Montage Dampfsperre | m² | 3.60 CHF | - | |
| Dachstuhl montieren (Tragkonstruktion Holz) | m² | - | ||
| Montage Lattung unter Dachziegel | m² | - | ||
| Montage Konterlattung | m² | 4.32 CHF | - | |
| Fassadenverblechung - Winkelstehfalz | m² | 25.22 CHF | - | |
| Dachdeckung in Doppel-/Stehfalztechnik | m² | 18.00 CHF | - | |
| Montage PVC-Dichtungsbahn (Flachdach) | m² | - | ||
| Funkenprüfung der PVC-Bahn (Flachdach) | m² | - | ||
| Verlegung Keramik-/Betondachziegel | m² | 36.03 CHF | - | |
Wozu die Dampfsperre dient und wo sie hingehört
In jedem Haushalt entsteht viel Wasserdampf: beim Kochen, Duschen, Wäschetrocknen und einfach beim Atmen. Warme, feuchte Luft drängt nach aussen. Kühlt sie in der Dämmung ab, wird daraus Wasser. Nasse Dämmung dämmt schlechter, das Holz der Sparren und Balken wird feucht, Schimmel entsteht, und auch Gipskartonplatten und Metallprofile leiden.
Deshalb gilt eine Grundregel: Die Dampfsperre gehört immer auf die warme Seite der Dämmung, also zum Raum hin. Nie zwischen Dämmung und Aussenluft, denn dort würde sie die Feuchtigkeit in der Konstruktion einschliessen.
In der Praxis gibt es zwei typische Situationen:
- Dampfsperre im Dachaufbau: Die Folie kommt in den Dachschrägen unter die Sparren oder unter die Zwischensparrendämmung und schliesst an die übrigen Schichten des Daches an.
- Dampfsperre in der Gipskartondecke: Die Folie liegt über den Gipskartonplatten und unter der Dämmung der Decke oder des Estrichbodens.
Bei einer Gipskartondecke ist die Reihenfolge vom Raum nach oben: Gipskartonplatte, Tragprofile, Dampfsperre, Wärmedämmung und darüber die Decken- oder Dachkonstruktion. Im Dachgeschoss treffen oft beide Varianten aufeinander. Die flache Decke geht in die Schrägen über, und genau dieser Übergang muss lückenlos dicht bleiben.
Dampfsperre, Dampfbremse oder feuchtevariable Folie
Umgangssprachlich heisst jede dieser Folien Dampfsperre. Es gibt aber wichtige Unterschiede:
- Klassische Dampfsperre (aus Polyethylen oder mit Alu-Reflexschicht): Sie stoppt den Dampf fast vollständig und passt zu üblichen gedämmten Aufbauten.
- Dampfbremse: Sie verlangsamt den Dampf nur und lässt die Konstruktion kontrolliert austrocknen. Man wählt sie bei diffusionsoffenen Aufbauten.
- Feuchtevariable Folie: Sie passt ihre Durchlässigkeit der Feuchtigkeit an. Im Winter schützt sie die Dämmung, im Sommer lässt sie die Konstruktion nach innen austrocknen. Sie wird oft im Dachgeschoss und bei der Sanierung älterer Häuser eingesetzt.
Welche Folie die richtige ist, hängt vom ganzen Aufbau ab: Welche Unterdachbahn liegt aussen, welche Dämmung wird verwendet, ist das Dach hinterlüftet? Den Wärme- und Feuchteschutz behandelt in der Schweiz unter anderem die Norm SIA 180. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie den Aufbau von einer Fachplanerin, einem Fachplaner oder einem erfahrenen Spengler oder Holzbauer beurteilen. Bei Folien mit Reflexschicht gilt die Anleitung des Herstellers. Meist zeigt die glänzende Seite zum Raum.
Genauso wichtig wie die Folie ist das Systemzubehör: Klebebänder für die Stösse, dauerelastische Dichtmasse für den Anschluss ans Mauerwerk und Manschetten für Kabel, Rohre und Leuchten. Folie und Klebebänder sollten vom gleichen Hersteller stammen, damit sie zuverlässig aufeinander haften.
So läuft die Montage ab
- Untergrund prüfen: Er muss trocken, sauber und frei von scharfen Kanten sein, die die Folie aufreissen könnten.
- Wärmedämmung lückenlos einbauen, damit keine Wärmebrücken entstehen.
- Folienbahnen so einteilen, dass möglichst wenige Stösse entstehen.
- Folie mit der richtigen Seite zum Raum verlegen, locker und nicht straff gespannt, und laufend mit Klammern befestigen.
- Bahnen überlappen lassen, üblicherweise rund 10 cm oder nach Herstellerangabe, und jeden Stoss mit Systemklebeband abkleben.
- Folie am Rand mit Dichtmasse an Wände, Giebel und Kniestöcke anschliessen und mit einer Latte oder einem Profil andrücken.
- Durchdringungen von Kamin, Rohren und Kabeln mit Manschetten oder Klebeband abdichten.
- Vor dem Schliessen alles kontrollieren und erst dann Profile und Gipskarton montieren.
Bewährt hat sich eine Installationsebene: Unter der Folie werden Latten oder Tragprofile befestigt, und der Gipskarton hängt erst darunter. Elektrokabel und Dosen für Leuchten laufen dann in diesem Zwischenraum und müssen die Folie nicht durchstossen. Stehen am Dach noch andere Arbeiten an, etwa Konterlattung oder Spenglerarbeiten, lohnt es sich, die Reihenfolge so abzustimmen, dass die fertige Folie nicht beschädigt wird.
Elektroinstallationen in der Decke darf nur ein konzessionierter Elektroinstallateur ausführen, so sieht es die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) vor.
Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht
Den Aufwand und damit die Kosten bestimmen vor allem die Details, weniger die Fläche. Einfach ist eine flache Decke im Neubau mit regelmässigem Grundriss und wenigen Durchdringungen. Mehr Arbeit geben:
- Dachgeschosse mit flacher Decke und Schrägen, bei denen der Übergang sauber gelingen muss
- Viele Einbauspots, Lüftungsauslässe oder Lautsprecher in der Decke
- Dachfenster, Kamin und Kniestöcke, um die herum die Folie zugeschnitten und abgedichtet wird
- Sanierungen mit altem, unebenem Mauerwerk, an dem sich der Anschluss schwerer abdichten lässt
- Feuchtevariable Folien und hochwertigeres Systemzubehör
- Arbeiten in grosser Höhe unter dem First, für die ein Gerüst nötig ist
Klebebänder und Dichtmassen haben einen Temperaturbereich. Bei Frost oder auf staubigem Untergrund halten sie nicht. Deshalb wird die Arbeit in einem unbeheizten Dachgeschoss im Winter manchmal verschoben.
Typische Fehler beim Einbau
- Folie auf der falschen Seite. Der schwerste Fehler, denn die Feuchtigkeit bleibt dann direkt in der Konstruktion.
- Überlappung ohne Klebeband. Eine blosse Überlappung ist nicht dicht, auch wenn sie so aussieht.
- Billiges Universalklebeband. Es löst sich mit der Zeit, und der Stoss wird undicht.
- Fehlender Anschluss ans Mauerwerk. Eine nur an die Wand gelegte Folie hinterlässt rundherum eine offene Fuge.
- Durchstossene Folie. Beim Montieren der Profile reisst oder durchbohrt man sie leicht, und niemand flickt sie.
- Nachträgliche Löcher für Leuchten. Oft schneidet jemand später Öffnungen in die fertige Decke, und die Dampfsperre wird dort nicht mehr abgedichtet.
- Unterbrüche in Ecken und am Übergang zur Schräge. Gerade diese Stellen werden am meisten unterschätzt.
Die Folgen zeigen sich meist nicht sofort. Feuchte Flecken, Schimmel in den Ecken oder höhere Heizkosten treten oft erst nach einigen Heizperioden auf. Dann ist die Decke längst geschlossen, und eine Reparatur bedeutet, sie wieder zu öffnen.
Abnahme vor dem Schliessen der Decke
Schauen Sie sich die Dampfsperre an, bevor Gipskarton oder Täfer sie verdecken. Später sieht man nichts mehr davon. Prüfen Sie bei der Abnahme:
- Die Folie ist nach Herstellerangabe mit der richtigen Seite zum Raum verlegt
- Alle Bahnen überlappen, und jeder Stoss ist vollständig abgeklebt, ohne Falten und lose Ränder
- Am Rand ist die Folie mit Dichtmasse oder Klebeband an Wände und Giebel angeschlossen
- Der Übergang zwischen flacher Decke und Schräge ist durchgehend
- Kamin, Rohre und Kabel haben Manschetten oder sind sorgfältig abgeklebt
- Die Fläche hat keine Löcher, Risse oder Einstiche von Klammern und Schrauben
- Klebebänder und Dichtmassen gehören zum gleichen System wie die Folie
- Bei anspruchsvolleren Bauten wurde die Dichtheit mit einem Luftdichtheitstest (Blower-Door-Test) geprüft
Häufige Fragen
Immer auf die warme Seite der Dämmung, also zum beheizten Raum hin. Bei Folien mit Reflexschicht folgen Sie der Herstelleranleitung. Meist zeigt die glänzende Seite nach innen.
Ja, wenn die Decke einen beheizten Raum von einem kühleren trennt, etwa von einem unbeheizten Estrich oder dem Dachraum. Zwischen zwei beheizten Geschossen wird in der Regel keine eingebaut.
Ja, das wird oft beim nachträglichen Dämmen von Decke oder Dachgeschoss gemacht. Zuerst sollte aber der bestehende Aufbau beurteilt werden. Bei älteren Häusern wählt man häufig eine feuchtevariable Folie, weil sie mit bereits vorhandener Feuchtigkeit besser zurechtkommt.
Ja, aber jede Durchdringung muss mit einer Manschette oder Klebeband abgedichtet werden. Einfacher ist eine Installationsebene unter der Folie. Dann laufen die Leitungen darin, und die Folie bleibt unversehrt.
Die Dampfsperre stoppt den Wasserdampf fast vollständig, die Dampfbremse verlangsamt ihn nur und lässt den Aufbau austrocknen. Welche passt, hängt vom gesamten Dach- oder Deckenaufbau ab.
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