Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Trennwand aus Habito- oder Diamant-Platten (erhöhte Festigkeit)

Eine Trennwand aus Habito- oder Diamant-Platten sieht aus wie eine gewöhnliche Gipskartonwand. Statt der Standardplatten trägt sie aber harte Platten mit einem dichteren Kern. Die Wand ist dadurch stabiler, gibt bei einem Stoss weniger nach und hält aufgehängte Dinge besser. Weil sie schwerer ist, dämpft sie auch den Schall deutlich besse

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·10 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
16.06 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
2.70 CHF - 53.67 CHF
Wohnung 60 m²
2409.63 CHF
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Trockenbau10 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Trockenbaukonstruktionen
Trockenbauwand mit Hartgipsplattenm²-
Gipskartonwand einfach beplanktm²34.50 CHF-
Trockenbau-Trennwand doppelt beplanktm²-
Gipskarton-Vorsatzschalem²30.67 CHF-
Gipskartondecke gerade abhängenm²42.17 CHF-
Gipskarton-Dachschrägenbekleidungm²53.67 CHF-
Rasterdecke (inkl. Unterkonstruktion)m²-
Dampfbremse in GK-Decke einbauenm²2.70 CHF-
Trockenbaudämmungm²6.70 CHF-
Leichtes Alu-Rollgerüst für hohe Deckenm²5.75 CHF-
Summe Arbeit
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Diamant oder Habito: Wo liegt der Unterschied?

Beide Platten gehören zu den Gipsplatten mit erhöhter Härte. Im Vergleich zur Standardplatte sind sie schwerer, haben eine widerstandsfähigere Oberfläche und einen festeren Kern. Der Unterschied liegt vor allem darin, wofür sie gedacht sind.

  • Diamant ist eine vielseitige harte Platte. Sie passt dorthin, wo Sie besseren Schallschutz und eine robustere Wand wollen, etwa im Schlafzimmer, im Kinderzimmer oder im Büro.
  • Habito ist noch fester und vor allem für Befestigungen gedacht. Laut Hersteller lassen sich leichte und mittelschwere Gegenstände direkt in die Platte schrauben, ohne ein Profil suchen zu müssen. Wie viel ein einzelner Befestigungspunkt trägt, steht im technischen Merkblatt des Herstellers.

Wissen Sie schon, dass an der Wand eine Küchenzeile, ein Büchergestell oder schwerere Geräte hängen werden, lohnt sich ein Blick auf Habito. Für eine ruhigere und robustere Wand ohne grosse Lasten reicht in der Regel Diamant.

Der Wandaufbau und warum er so wichtig ist

Die harte Platte allein wirkt keine Wunder. Was am Ende zählt, ist der ganze Aufbau, also alle Schichten zusammen.

  • Metallunterkonstruktion aus UW-Profilen am Rand und senkrechten CW-Ständern. Die Ständer stehen meist im Abstand von etwa 62,5 cm. Bei höherer Belastung oder wenn Platten verlegt werden, setzt man sie enger.
  • Dichtungsband unter allen Profilen, die Boden, Decke und Wände berühren. Es bremst die Übertragung von Schwingungen auf die angrenzenden Bauteile.
  • Mineralwolle im Hohlraum. Sie schluckt den Schall, der sonst im leeren Hohlraum hin und her schwingt wie in einer Trommel.
  • Beplankung in einer oder zwei Lagen pro Seite. Zwei Lagen verbessern Schallschutz und Festigkeit spürbar. Die Fugen der zweiten Lage werden gegenüber der ersten versetzt.

Warum hilft ausgerechnet das Gewicht gegen Lärm? Eine schwere Platte lässt sich vom Schall weniger in Schwingung versetzen und gibt deshalb weniger Energie auf die andere Seite weiter. Darum dämpft eine doppelt beplankte Wand aus harten Platten mit Dämmung Gespräche oder den Fernseher deutlich besser als eine leichte Wand. Welche Anforderungen an den Schallschutz in Wohnbauten gelten, beschreibt in der Schweiz die Norm SIA 181. Ein Gipser oder Trockenbauer kann Ihnen sagen, welcher Aufbau für Ihre Situation sinnvoll ist.

So läuft die Montage Schritt für Schritt

  1. Lage der Wand ausmessen, am Boden anzeichnen und mit Laser oder Lot auf die Decke übertragen.
  2. Dichtungsband auf die UW-Profile kleben, Profile an Boden und Decke befestigen und danach die äusseren CW-Profile an die Wände setzen.
  3. CW-Ständer in den vorgegebenen Abständen einstellen, bei Türen verstärkte Türpfostenprofile einbauen.
  4. Leitungen für Strom oder Wasser im Hohlraum vorbereiten und dort, wo später schwere Gegenstände hängen, eine Verstärkung einbauen, falls das System sie für diese Last verlangt.
  5. Eine Seite beplanken, Mineralwolle lückenlos und ohne Zusammendrücken einlegen, dann die zweite Seite beplanken.
  6. Bei doppelter Beplankung die zweite Lage mit versetzten Fugen montieren.
  7. Kantenschutzprofile setzen, Fugen und Schraubenköpfe nach Herstellersystem spachteln und den Rand mit dauerelastischer Fugenmasse abdichten.
  8. Nach dem Trocknen schleifen, grundieren und die Oberfläche für den Anstrich vorbereiten.

Laufen in der Wand Leitungen oder ein Steigstrang, an die man später wieder heran muss, plant man gleich eine Revisionsöffnung ein.

Was die Arbeit erleichtert und was sie erschwert

Harte Platten sind schwerer als normaler Gipskarton, lassen sich mühsamer schneiden und brauchen Schrauben, die für diesen Plattentyp gemacht sind. Eine gewöhnliche Schraube versenkt sich oft nicht richtig oder bricht ab. Die Arbeit dauert deshalb länger, und für das Hantieren mit den Platten braucht es zwei Personen.

Aufwendiger wird es bei:

  • Grösserer Raumhöhe sowie unebener Decke oder unebenem Unterlagsboden
  • Doppelter Beplankung und höheren Anforderungen an den Schallschutz
  • Türöffnungen, Ecken, Dachschrägen und Anschlüssen an Fenster
  • Vielen Leitungen, Steckdosen und Verstärkungen in der Wand
  • Schwierigem Zugang, zum Beispiel wenn die Platten über das Treppenhaus getragen werden müssen

Einfacher geht es dagegen in einem ebenen, trockenen und geräumten Raum, mit einem klaren Plan für die Leitungen und mit vorher festgelegten Stellen, an denen Möbel aufgehängt werden.

Elektroinstallationen in der Wand darf nur ein Elektroinstallateur mit entsprechender Bewilligung anschliessen. Das gilt auch für neue Steckdosen und Schalter.

Fehler, die auch gutes Material verderben

  • Fehlendes Dichtungsband oder eine starre Verbindung zu Decke und Wänden, über die der Schall wandert
  • Hohlraum ohne Mineralwolle oder Dämmung mit Lücken, die einen grossen Teil der Schallschutzwirkung verliert
  • Zu weit gesetzte Ständer, bei denen die Wand federt und die Fugen reissen
  • Zu wenige Schrauben, nicht versenkte Köpfe oder normale Schrauben statt solcher für harte Platten
  • Steckdosen auf beiden Seiten der Wand genau gegenüber, die ein Schallleck bilden
  • Starrer Anschluss an eine Decke, die sich durchbiegen kann. In diesem Fall wird ein gleitender Deckenanschluss ausgeführt.
  • Hastiges Spachteln ohne ausreichende Trocknungszeit, nach dem feine Haarrisse auftauchen

Anleitung für Heimwerker: Trennwand aus harten Platten selbst bauen

Eine einfache Wand ohne Tür in einem Raum mit normaler Höhe schafft ein geübter Heimwerker. Rechnen Sie mit schwereren Platten und mehr Staub beim Schneiden. Die Elektroleitungen überlassen Sie einem Elektroinstallateur.

  1. Beim Hersteller den Systemaufbau und die vorgeschriebenen Schrauben für die gewählte Platte nachlesen.
  2. Lage der Wand an Boden, Wand und Decke anzeichnen.
  3. Dichtungsband aufkleben und UW-Profile sowie die äusseren CW-Profile befestigen.
  4. Ständer im Abstand nach Herstellerangabe setzen und mit der Wasserwaage prüfen.
  5. Erste Seite beplanken, Platten mit Säge oder Cutter mit Ersatzklingen zuschneiden und dabei eine Staubmaske tragen.
  6. Mineralwolle vollflächig und ohne Lücken einlegen.
  7. Zweite Seite beplanken, bei zwei Lagen die Fugen versetzen.
  8. Fugen und Schraubenköpfe spachteln, den Rand mit elastischer Fugenmasse abdichten und alles gründlich trocknen lassen.
  9. Schleifen, grundieren und streichen.

So prüfen Sie die fertige Wand

  • Die Wand steht senkrecht und gerade und federt beim Andrücken nicht sichtbar
  • Am ganzen Rand verläuft eine durchgehende elastische Fuge ohne Lücken
  • Die Schraubenköpfe sind versenkt und überspachtelt
  • Die Fugen sind glatt, ohne Risse, Blasen oder hervorstehende Streifen
  • Kantenschutzprofile schützen die Ecken und die Kanten sind gerade
  • Eine Tür in der Wand lässt sich frei öffnen und die Zarge sitzt fest
  • Sie haben Leitungen und Verstärkungen in der Wand eingezeichnet oder fotografiert
  • Steckdosen und Schalter hat ein Elektroinstallateur angeschlossen und sie liegen nicht beidseitig gegenüber

Häufige Fragen

Habito ist für Befestigungen direkt in der Platte gedacht. Was sie trägt, hängt aber vom Schraubentyp und vom Gewicht des Schranks ab. Bei einer schweren Küchenzeile lohnt es sich, schon bei der Montage eine Verstärkung einzubauen und die Tragfähigkeit im technischen Merkblatt des Herstellers zu prüfen.

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