Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anstrich | ||||
| Streichen von Heizkörpern (je Glied) | Stk. | 4.72 CHF | - | |
| Streichen - weisser Grundanstrich (2×) | m² | 5.50 CHF | - | |
| Wände streichen - Farbanstrich | m² | - | ||
| Ölsockelanstrich | m² | 14.77 CHF | - | |
| Decken streichen | m² | 6.90 CHF | - | |
| Streichen senkrechter Heizungsrohre | lfm | 5.90 CHF | - | |
| Streichen von Gussheizkörpern | Stk. | 29.54 CHF | - | |
| Tapezieren der Wände | m² | - | ||
Warum pro Rippe gerechnet wird
Ein Gliederheizkörper besteht aus einzelnen Rippen, die nebeneinander verbunden sind. Jede Rippe hat auf beiden Seiten eine verwinkelte Oberfläche mit Kanten, Wülsten und schmalen Zwischenräumen, in die man mit dem Pinsel nur mühsam hineinkommt. Deshalb rechnet man hier nicht nach Fläche wie bei einer Wand, sondern nach Stück: so viele Rippen, so viele Einheiten. Ein üblicher Heizkörper unter dem Fenster hat oft mehrere Dutzend Rippen, grosse Heizkörper in Altbauten auch deutlich mehr.
Zum Streichen einer Rippe gehören in der Regel Reinigen, Entfetten, Anschleifen und der Deckanstrich. Entrosten, eine Rostschutzgrundierung oder das Abnehmen des Heizkörpers werden oft separat verrechnet. Klären Sie deshalb vorher, was genau in der Arbeit enthalten ist.
So geht der Maler vor
Zuerst wird die Heizung abgestellt und der Heizkörper muss vollständig abkühlen. Auf einer warmen Oberfläche trocknet die Farbe zu schnell, gibt Flecken und haftet schlechter. Danach deckt der Maler Boden, Wand hinter dem Heizkörper und alles in der Nähe mit Folie oder Vlies ab, denn zwischen den Rippen tropft Farbe leicht herunter.
Dann folgt die Reinigung. Den Staub aus den Zwischenräumen holt man mit einer schmalen Heizkörperbürste heraus, anschliessend wird die Oberfläche mit Seifenwasser gewaschen und entfettet. Lose Lackreste und Rost entfernt der Maler mit Drahtbürste, Schleifpapier oder einem Schleifaufsatz. Vor dem Streichen muss die Oberfläche sauber, trocken und frei von abblätternden Stellen sein.
Rostige Stellen werden mit Rostumwandler oder einer Rostschutzgrundierung behandelt. Bei älteren, schon mehrfach gestrichenen Heizkörpern verbessert eine Grundierung die Haftung der Deckschicht. Gestrichen wird in dünnen Schichten: mit einem abgewinkelten Heizkörperpinsel in die Zwischenräume und mit einer kleinen Rolle auf die glatten Flächen. Die zweite Schicht kommt erst, wenn die erste nach Angaben auf der Dose trocken ist.
Welche Farbe die richtige ist
Gewöhnliche Wandfarbe oder normaler Holzlack gehören nicht auf einen Heizkörper. Sie vergilben durch die Wärme, reissen und blättern ab. Verwenden Sie Farben, die der Hersteller ausdrücklich für Heizkörper ausweist, und prüfen Sie die Temperaturbeständigkeit immer auf der Etikette.
- Heizkörperlack auf Wasserbasis (Acryl): trocknet schnell, riecht wenig und eignet sich für bewohnte Räume. Für eine normale Zentralheizung reicht er gut aus.
- Kunstharzlack (lösemittelhaltig): härter und abriebfester, trocknet aber länger und riecht stark. Er braucht gründliches Lüften und wird deshalb eher im Keller, in der Werkstatt oder in Technikräumen eingesetzt.
- Farben mit Rostschutz: passen zu älteren Heizkörpern mit leichtem Rost. Manche lassen sich direkt auf das gereinigte Metall auftragen.
Bei der Farbe geht es nicht nur um den Ton. Weiss bleibt der Klassiker, heute sieht man aber auch Anthrazit, mattes Schwarz oder Heizkörper im Wandton, die mit dem Raum verschmelzen. Bei Metallic- und Metalltönen rechnen Sie damit, dass sie nach Angaben einiger Hersteller die Wärmeabstrahlung leicht verringern können.
Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht
Schnell geht es bei einem Heizkörper mit intaktem, nur verblasstem Anstrich, der gut zugänglich ist und an der Wand bleibt. Reinigen, anschleifen, streichen, fertig.
Mehr Zeit braucht es bei:
- Rost oder einem rissigen, dicken, vielfach überstrichenen Anstrich
- grossen oder ungewöhnlichen Rippen mit tiefen Zwischenräumen
- Heizkörpern dicht an der Wand, unter einer Fensterbank oder hinter Möbeln
- einer nötigen Grundierung und zusätzlichen Schichten
- einem Farbwechsel von dunkel zu hell, wenn eine Schicht nicht deckt
Am gründlichsten wird das Ergebnis, wenn der Heizkörper abgenommen wird. Das ist aber ein Eingriff in die Heizungsanlage: Wasser muss abgelassen und die Anlage danach wieder gefüllt und entlüftet werden. Diese Arbeit gehört in die Hände eines Heizungsinstallateurs. Der Maler streicht den Heizkörper normalerweise an Ort und Stelle.
Typische Fehler
- Warmen Heizkörper streichen. Die Farbe trocknet ungleichmässig und kann nach einigen Tagen abblättern.
- Zu dicke Schicht. Die Farbe läuft, bildet Tropfen und Nasen, in den Zwischenräumen bleiben Wülste. Zwei dünne Schichten sind besser als eine dicke.
- Reinigen und Schleifen weglassen. Auf Staub und Fett hält kein neuer Anstrich. Gerade die Vorbereitung entscheidet, wie lange er hält.
- Falsche Farbe. Wand- oder Holzfarbe vergilbt und reisst auf warmem Metall.
- Heizung zu früh einschalten. Wärme auf einem noch nicht ausgehärteten Anstrich führt zu Flecken, Blasen oder einem veränderten Farbton.
- Überstrichene Ventile. Thermostatkopf, Entlüftungsventil und Verschraubungen werden nicht gestrichen, sonst klemmen sie oder lassen sich nicht mehr lösen.
Anleitung für Heimwerker: Gussheizkörper neu streichen
Einen Heizkörper an Ort und Stelle zu streichen, schaffen Sie auch selbst, wenn Sie Geduld für die Zwischenräume haben. Sehr alte Anstriche können Blei enthalten. Schleifen Sie diese deshalb nie trocken ohne Atemschutzmaske und wischen Sie den Staub nach der Arbeit feucht auf.
- Thermostatventil schliessen und den Heizkörper vollständig abkühlen lassen.
- Boden und Wand hinter dem Heizkörper mit Folie abdecken, Ventile und Thermostatkopf abkleben.
- Staub aus den Zwischenräumen mit einer schmalen Bürste entfernen und die Oberfläche mit Seifenwasser waschen.
- Losen Lack und Rost mit Drahtbürste oder Schleifpapier entfernen, den restlichen Anstrich leicht anschleifen.
- Schleifstaub abwischen, die Oberfläche entfetten und trocknen lassen.
- Rostige Stellen mit Rostumwandler oder Rostschutzgrundierung behandeln.
- Zuerst die inneren Teile und Zwischenräume mit dem abgewinkelten Pinsel streichen, danach die Vorderseiten der Rippen.
- Nach Angaben auf der Dose trocknen lassen und eine zweite dünne Schicht auftragen.
- Klebeband entfernen, lüften und die Heizung erst nach der vom Farbhersteller empfohlenen Zeit einschalten.
Abnahme der fertigen Arbeit
- Der Anstrich ist gleichmässig und deckt auch in den Zwischenräumen
- Es gibt keine Tropfen, Läufer oder Farbwülste
- Unter dem Anstrich schimmern weder Rost noch der alte Farbton durch
- Ventile, Thermostatkopf und Verschraubungen sind farbfrei und lassen sich bedienen
- Boden, Wand und Umgebung sind sauber und ohne Farbflecken
- Nach dem ersten Heizen vergilbt der Anstrich nicht, bildet keine Blasen und klebt nicht
Häufige Fragen
Nicht immer. Haftet der alte Anstrich fest, genügt es, ihn zu reinigen, zu entfetten und anzuschleifen. Ganz entfernen lohnt sich, wenn er grossflächig abblättert oder darunter viel Rost sitzt.
Das hängt von den Angaben des Farbherstellers ab. Meist sollten Sie mindestens einen Tag warten, bei Kunstharzlack auch länger. Heizen Sie das erste Mal langsam und bei offenem Fenster.
Ein dünner Anstrich mit Heizkörperlack beeinflusst die Leistung praktisch nicht. Problematisch sind eher dicke Schichten, die über Jahre übereinander aufgetragen wurden, und manche Metallicfarben, die die Abstrahlung leicht verringern können.
Ja, das Vorgehen ist ähnlich. Flachheizkörper aus Stahl haben ab Werk einen eingebrannten Lack. Deshalb müssen sie gründlich entfettet und angeschliffen werden, damit die neue Farbe hält.
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