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Wände farbig streichen

Beim farbigen Anstrich bekommen die Wände statt des üblichen Weiss einen Farbton nach Wahl. Viele möchten das beim Einrichten einer neuen Wohnung, nach einer Renovation oder nach dem Spachteln. Manche wollen einem Raum auch einfach einen anderen Charakter geben, ohne gross umzubauen. Ein farbiger Anstrich zeigt jeden Fehler deutlicher als

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
6.20 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
5.50 CHF - 14.77 CHF
Wohnung 60 m²
930.93 CHF
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Malerarbeiten8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Anstrich
Wände streichen - Farbanstrichm²-
Streichen - weisser Grundanstrich (2×)m²5.50 CHF-
Ölsockelanstrichm²14.77 CHF-
Decken streichenm²6.90 CHF-
Streichen senkrechter Heizungsrohrelfm5.90 CHF-
Streichen von GussheizkörpernStk.29.54 CHF-
Streichen von Heizkörpern (je Glied)Stk.4.72 CHF-
Tapezieren der Wändem²-
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So läuft ein farbiger Anstrich ab

Der Maler beginnt mit der Vorbereitung, nicht mit der Farbe. Er trägt die Möbel hinaus oder schiebt sie in die Raummitte und deckt Boden und Fenster ab. Steckdosen und Schalter klebt er ab. Danach folgt die eigentliche Arbeit:

  • Untergrund reinigen: Staub, Fett und Spinnweben entfernen, lose alte Schichten abkratzen
  • Wände ausbessern: Risse und Löcher spachteln, die geflickten Stellen schleifen
  • Grundieren: Die Grundierung gleicht aus, wie stark die Wand Farbe aufsaugt. So trocknet die Farbe auf den geflickten Stellen gleich wie auf der übrigen Fläche.
  • Weisser Voranstrich, wenn die Wand dunkel oder fleckig ist oder viele Flickstellen hat
  • Erste Farbschicht mit der Rolle, Ecken und Ränder mit dem Pinsel
  • Zweite Schicht, sobald die erste trocken ist. Sie gleicht den Farbton aus und sorgt für volle Deckung.

Warum zwei Schichten? Eine einzelne farbige Schicht zeigt fast immer die Stellen, an denen die Rolle weniger Farbe abgegeben hat. Bei kräftigen und dunklen Tönen braucht es manchmal eine dritte Schicht. Manche Hersteller empfehlen dafür eine Grundfarbe, die in einem ähnlichen Ton abgemischt wird.

Welche Farbe und welcher Farbton passen

Bei der Farbe geht es um zwei Fragen: welche Art von Farbe und welcher Ton. Die meisten Innenwandfarben sind Dispersionsfarben, also wasserverdünnbar. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie gut sie Abwaschen und Abrieb vertragen.

  • Normale Dispersionsfarben lassen Feuchtigkeit durch. Sie passen ins Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Büro, wo man die Wände kaum berührt.
  • Abwaschbare Farben (oft als Acryl- oder Latexfarben bezeichnet) haben eine festere Oberfläche, die feuchtes Abwischen verträgt. Sie gehören in Korridor, Küche, Kinderzimmer oder an die Wand beim Esstisch.
  • Lösemittelarme und geruchsarme Farben lohnen sich in Schlaf- und Kinderzimmern oder dort, wo Allergiker wohnen. Die genauen Eigenschaften stehen im technischen Merkblatt des jeweiligen Produkts.

Beim Farbton hilft eine einfache Regel: Helle Töne lassen einen Raum grösser und heller wirken, dunkle machen ihn gemütlicher, aber auch kleiner. Nordzimmer vertragen wärmere Töne. In sonnigen Räumen gleichen kühlere Töne das warme Tageslicht aus. Kräftige oder dunkle Farben kommen oft nur auf eine Wand, etwa hinter das Bett oder das Sofa.

Ein Farbmuster sieht im Geschäft anders aus als zu Hause. Streichen Sie deshalb eine Probefläche direkt an die Wand und schauen Sie sie morgens, tagsüber und abends bei Kunstlicht an.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Zwei gleich grosse Räume können beim Streichen sehr unterschiedlich viel Aufwand bedeuten. Leichter geht es mit:

  • Einem leeren Raum, zum Beispiel im Neubau
  • Neuen, trockenen und glatten Wänden mit Weissputz
  • Einem hellen Ton, der gut deckt
  • Normaler Raumhöhe, wo Leiter oder Teleskopstange reichen

Mehr Zeit und Material braucht es dagegen bei:

  • Altem, abblätterndem oder fettigem Anstrich, der weg muss
  • Vielen Rissen und Flickstellen
  • Abrieb oder Raufasertapete, die mehr Farbe aufnehmen und mehr Rollarbeit verlangen
  • Einem Wechsel von dunkel auf hell oder umgekehrt und kräftigen Tönen, die eine weitere Schicht brauchen
  • Treppenhäusern und hohen Wänden, für die ein Gerüst nötig ist
  • Vielen Ecken, Nischen, scharfen Farbübergängen und dekorativen Techniken
  • Einem möblierten Raum, in dem alles abgedeckt und verschoben werden muss

Prüfen Sie bei einer Offerte, was darin enthalten ist: Abdecken von Möbeln und Böden, Ausbesserungen, Grundierung, Anzahl Schichten und die Reinigung danach.

Typische Fehler beim farbigen Anstrich

In der Praxis entsteht das Problem oft nicht beim Streichen, sondern schon bei der Vorbereitung. Immer wieder sieht man diese Fehler:

  • Streichen auf feuchten Spachtel oder Putz: Die Farbe wird fleckig oder blättert ab. Warten Sie, bis der Untergrund ganz trocken ist.
  • Grundierung weggelassen: Geflickte Stellen zeichnen sich nach dem Trocknen als mattere oder dunklere Flecken ab.
  • Falsch angerührte Farbe: Zu dicke Farbe zieht Fäden und gibt Streifen, zu dünne deckt schlecht. Verdünnen nur nach Angaben des Herstellers.
  • Pause mitten in der Wand: Wo die Farbe angetrocknet ist und später weitergestrichen wurde, bleibt ein sichtbarer Streifen.
  • Farbe aus verschiedenen Mischungen: Abgetönte Farbe kann von Kessel zu Kessel leicht abweichen. Mischen Sie die ganze Menge auf einmal oder giessen Sie die Kessel vor dem Streichen zusammen.
  • Zweite Schicht zu früh: Die erste Schicht muss so lange trocknen, wie der Hersteller angibt. Bei Kälte und Feuchtigkeit dauert es länger.

Anleitung für Heimwerker: farbiger Anstrich im Wohnraum

Einen normalen Wohnraum können Sie gut selbst streichen, wenn Sie Geduld und eine stabile Leiter haben. Hohe Wände im Treppenhaus und Arbeiten auf dem Gerüst überlassen Sie besser dem Maler. Steckdosen und Schalter genügt es abzukleben. Wer Abdeckungen abnehmen will, schaltet vorher die Sicherung aus. Alles, was darüber hinausgeht, gehört zu einer Elektroinstallateurin oder einem Elektroinstallateur.

  1. Möbel hinaustragen oder in die Raummitte schieben und mit Folie abdecken.
  2. Boden abdecken, Fussleisten, Fenster und Türrahmen mit Malerabdeckband abkleben.
  3. Steckdosen und Schalter abkleben.
  4. Wand reinigen, lose Stellen abkratzen, Risse spachteln und nach dem Trocknen schleifen.
  5. Grundierung mit der Rolle auftragen und gemäss Anleitung trocknen lassen.
  6. Dunklen oder fleckigen Untergrund zuerst weiss vorstreichen.
  7. Farbe gründlich aufrühren, abgetönte Farbe aus allen Kesseln zusammenmischen.
  8. Mit dem Pinsel einen Streifen in den Ecken, an der Decke und um Öffnungen vorstreichen.
  9. Die ganze Wand in einem Zug mit der Rolle streichen, von oben nach unten, kreuzweise und immer nass in nass.
  10. Nach Herstellerangabe trocknen lassen und die zweite Schicht gleich auftragen.
  11. Abdeckband entfernen, solange die Farbe noch leicht feucht ist, damit der Rand nicht mitreisst.
  12. Lüften, aber während des Trocknens Durchzug und starke direkte Sonne auf der frischen Wand vermeiden.

Die fertige Arbeit prüfen

Schauen Sie die Wand bei Tageslicht an und leuchten Sie dann mit einer Lampe schräg über die Fläche. Streiflicht zeigt Fehler, die man von vorne nicht sieht. Bei der Abnahme prüfen Sie:

  • Die Farbe ist auf der ganzen Wand gleichmässig, ohne Streifen und ohne mattere oder glänzendere Flecken
  • Weder der alte Farbton noch Flickstellen scheinen durch
  • Ecken, die Bereiche um Steckdosen und der Übergang zur Decke sind sauber gestrichen
  • Trennlinien zwischen zwei Farben sind gerade und scharf
  • An der Wand kleben keine Fasern von der Rolle, keine Tropfen und keine Läufer
  • Böden, Fenster, Leisten und Möbel sind sauber und ohne Farbspritzer
  • Restfarbe ist aufbewahrt und mit dem Farbton beschriftet, damit spätere Ausbesserungen passen

Häufige Fragen

Normalerweise zwei. Bei kräftigen, dunklen oder sehr intensiven Tönen kann eine dritte nötig sein. Ein Voranstrich, den der Farbhersteller empfiehlt, hilft dabei.

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