Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Wände tapezieren

Beim Tapezieren werden Tapetenbahnen auf eine vorbereitete Wand geklebt. Am Ende sollen sie gerade sitzen, keine Blasen haben und das Muster soll sauber durchlaufen. Viele entscheiden sich dafür, wenn sie einem Raum ein Muster oder eine Struktur geben möchten, die mit Farbe allein nicht entsteht. Andere wollen eine einzelne Wand im Wohn-

Aktualisiert 09/2026·6 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
6.20 CHF/ m²
Richtwert-Spanne
5.50 CHF - 14.77 CHF
Wohnung 60 m²
930.93 CHF
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Malerarbeiten8 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Anstrich
Tapezieren der Wändem²-
Streichen - weisser Grundanstrich (2×)m²5.50 CHF-
Wände streichen - Farbanstrichm²-
Ölsockelanstrichm²14.77 CHF-
Decken streichenm²6.90 CHF-
Streichen senkrechter Heizungsrohrelfm5.90 CHF-
Streichen von GussheizkörpernStk.29.54 CHF-
Streichen von Heizkörpern (je Glied)Stk.4.72 CHF-
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Welche Tapete passt zu Ihrem Raum

Im Handel finden Sie vor allem drei Arten von Tapeten. Sie unterscheiden sich im Aussehen, in der Strapazierfähigkeit und vor allem darin, wie sie geklebt werden.

Vliestapeten

Vlies ist ein Material aus Zellstoff- und Kunstfasern, ähnlich wie ein festes Papier ohne Webstruktur. Die Tapete ist stabil und dehnt sich beim Kleben nicht. Meist streichen Sie den Kleister direkt auf die Wand. Die Bahn müssen Sie also weder einkleistern noch einweichen lassen, das macht die Arbeit deutlich einfacher. Vliestapeten lassen Wasserdampf gut durch und eignen sich deshalb für Wohnräume und auch für Neubauten. Viele lassen sich später trocken von der Wand abziehen. Ob das bei Ihrer Tapete geht, steht auf der Etikette.

Vinyltapeten

Sie haben eine Oberschicht aus PVC, sind dadurch abwaschbar und halten mehr aus. Typische Orte sind der Korridor, das Kinderzimmer oder die Küche, solange sie nicht direkt mit Wasser in Kontakt kommen. Ins Badezimmer gehören sie nur an Stellen ohne Spritzwasser. Weil Vinyl Wasserdampf schlecht durchlässt, hat es auf feuchten Wänden oder Wänden mit Schimmel nichts zu suchen. Das Problem würde darunter nur versteckt und schlimmer. Viele Vinyltapeten haben heute einen Vliesrücken, dann kommt der Kleister auf die Wand. Bei einem Papierrücken wird die Rückseite der Tapete eingekleistert.

Papiertapeten

Sie sind die klassische, einfache Wahl für trockene Räume. Der Kleister kommt auf die Rückseite, dann wird die Bahn zusammengelegt und weicht eine Weile ein, damit sie geschmeidig wird. Nasses Papier reisst leicht und dehnt sich etwas, deshalb braucht das Kleben mehr Geschick. In feuchte Räume passen Papiertapeten nicht.

Die Vorbereitung der Wand entscheidet

Auch eine schöne Tapete wirkt auf einem schlechten Untergrund nicht. Jede Unebenheit zeichnet sich durch, besonders bei dünnen und glänzenden Tapeten. In vielen Schweizer Wohnungen sind die Wände mit Abrieb verputzt. Diese körnige Struktur scheint durch glatte Tapeten hindurch, sie wird deshalb meist zuerst glatt gespachtelt, oft vom Gipser oder Maler.

  • Alte Tapete entfernen. Sie wird mit Wasser und etwas Spülmittel oder mit einem Tapetenlöser eingeweicht und mit dem Spachtel abgezogen. Eine Vinyltapete ritzen Sie vorher mit einer Stachelwalze an, damit das Wasser unter die Vinylschicht gelangt.
  • Schäden ausbessern. Risse, Dübellöcher und abgeschlagene Stellen werden mit Spachtelmasse oder Gips gefüllt und nach dem Trocknen geschliffen.
  • Ebenheit prüfen. Eine lange Latte oder Wasserwaage an der Wand zeigt grössere Wellen. Diese gleicht man mit einer dünnen Spachtelschicht aus.
  • Grundieren. Ein Tiefgrund sorgt dafür, dass die Wand überall gleich stark saugt, und festigt sandende Oberflächen. Ohne Grundierung zieht der Kleister an manchen Stellen zu schnell ein, und die Tapete löst sich dort später. Die Grundierung muss vor dem Tapezieren ganz trocken sein, die Zeit gibt der Hersteller an.

Vor dem Kleben soll die Wand glatt, sauber, trocken und überall gleich saugfähig sein. Fettige Stellen in der Küche waschen Sie vorher ab, sonst hält der Kleister dort nicht.

Anleitung für Heimwerker: eine Wand tapezieren

Eine Akzentwand mit Vliestapete schaffen geschickte Laien gut selbst. Legen Sie sich Tapezierspachtel oder Andrückwalze, eine Kleisterrolle, ein scharfes Cutter-Messer mit Metallschiene, Wasserwaage oder Laser, Meter, Bleistift, eine Nahtroller und einen sauberen, feuchten Schwamm bereit. Eine normale, stabile Bockleiter reicht. Für Arbeiten in grosser Höhe, etwa im Treppenhaus, holen Sie besser eine Fachperson.

  1. Sicherung des Stromkreises ausschalten und die Abdeckrahmen von Steckdosen und Schaltern abnehmen. Arbeiten an der Elektroinstallation selbst bleiben der Elektrofachperson vorbehalten.
  2. Prüfen, ob alle Rollen dieselbe Chargennummer haben, sonst können sie im Farbton abweichen.
  3. Kleister nach Herstellerangabe anrühren und die vorgeschriebene Zeit quellen lassen.
  4. Mit Wasserwaage oder Laser eine senkrechte Linie für die erste Bahn an der Wand anzeichnen.
  5. Bahnen mit einigen Zentimetern Zugabe oben und unten zuschneiden, bei gemusterter Tapete den Rapport einhalten, also den Abstand, nach dem sich das Muster wiederholt.
  6. Kleister etwas breiter als eine Bahn auf die Wand rollen, nicht mehr, damit er nicht antrocknet.
  7. Erste Bahn genau an die Linie setzen und von der Mitte nach aussen und von oben nach unten glatt streichen.
  8. Weitere Bahnen Stoss an Stoss ansetzen, ohne Überlappung, und das Muster ausrichten.
  9. Nähte mit dem Nahtroller andrücken und herausgedrückten Kleister sofort mit dem feuchten Schwamm abwischen.
  10. Überstand an Decke und Boden mit scharfem Messer entlang der Metallschiene abschneiden, die Klinge oft abbrechen.
  11. Öffnungen für Steckdosen ausschneiden, Abdeckrahmen erst nach dem Trocknen wieder montieren und dann die Sicherung einschalten.
  12. Tapete bei gleichmässiger Zimmertemperatur trocknen lassen, Fenster geschlossen halten und nicht voll heizen.

Was die Arbeit erleichtert und was sie aufwendiger macht

Am schnellsten geht es bei einer geraden Neubauwand, die nur grundiert werden muss, und bei einer Vliestapete ohne grosses Muster. Mehr Zeit und Material braucht es dagegen in diesen Fällen:

  • An der Wand klebt noch alte Tapete, besonders Vinyl oder mehrere Schichten
  • Die Wände haben Risse, Wellen oder einen groben Abrieb und müssen gespachtelt werden
  • Die Tapete hat einen grossen Rapport, beim Ausrichten des Musters entsteht mehr Verschnitt
  • Der Raum hat viele Ecken, Nischen, Fenster, Heizkörper und Steckdosen
  • Es wird eine Papiertapete geklebt, die beim Hantieren empfindlich ist
  • Die Decke oder eine Dachschräge wird tapeziert
  • Die Fläche ist klein, Vorbereitung und Aufräumen dauern fast so lange wie das Kleben selbst

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Schiefe erste Bahn. Raumecken sind selten ganz gerade. Richten Sie die erste Bahn deshalb nicht an der Ecke aus, sondern an einer senkrechten Linie. Jede Abweichung wird mit jeder weiteren Bahn grösser.

Falscher Kleister. Kleister für Papiertapeten hält keine schwere Vinyltapete. Nehmen Sie den Kleister, den der Tapetenhersteller empfiehlt, und halten Sie das Mischverhältnis ein.

Blasen und Falten. Sie entstehen, wenn zu wenig angedrückt oder zu viel Kleister verwendet wird. Bei Papiertapeten verschwinden kleine Blasen oft beim Trocknen, Sie müssen sie also nicht sofort aufstechen. Bleibt eine Blase, sticht man sie mit einer Nadel an und drückt die Luft heraus.

Offene Nähte. Sie zeigen sich, wenn die Tapete im Durchzug oder bei starker Heizung zu schnell trocknet. Oder wenn eine Papiertapete zu kurz eingeweicht wurde und erst an der Wand schrumpft.

Ausgefranste Ränder. Ein stumpfes Messer reisst nasse Tapete. Brechen Sie die Klinge deshalb oft ab, auch schon nach wenigen Schnitten.

Tapete auf feuchter Wand. Ist die Wand feucht oder zeigt sich Schimmel, muss zuerst die Ursache behoben werden. Die Tapete beseitigt das Problem nicht, sie versteckt es nur.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Schauen Sie sich die Wand bei Tageslicht an und zusätzlich mit seitlichem Licht einer Lampe, das Unebenheiten sichtbar macht. Achten Sie bei der Abnahme auf diese Punkte:

  • Die Bahnen sind senkrecht und das Muster läuft auf Augenhöhe wie am Boden sauber durch
  • Die Nähte sind dicht, stehen nicht ab und lassen keinen Untergrund durchscheinen
  • Auf der Fläche gibt es keine Blasen, Falten oder eingetrockneten Kleisterflecken
  • Die Schnitte an Decke, Boden, Fenstern und Türen sind gerade und sauber
  • Um Steckdosen und Schalter ist die Tapete genau ausgeschnitten und die Abdeckungen liegen satt auf
  • In den Ecken liegt die Tapete an und löst sich nicht
  • Alle Bahnen haben denselben Farbton, ohne sichtbaren Unterschied zwischen den Rollen
  • Reste aus derselben Charge bleiben Ihnen für spätere Ausbesserungen

Häufige Fragen

Ja, wenn die Farbe fest haftet, nicht abfärbt und nicht abblättert. Dann reicht es, die Wand zu reinigen, kleine Schäden auszubessern und zu grundieren. Bleibt beim Darüberstreichen mit der Hand Farbe an der Haut, muss der Anstrich zuerst entfernt oder gefestigt werden.

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