Ein weisser Anstrich in zwei Arbeitsgängen kostet gemäss aktueller Preisliste 5.50 CHF pro m² Arbeitsleistung. Grundierung, Rissausbesserung, Spachteln und farbige Anstriche werden separat verrechnet, je nachdem, in welchem Zustand die Wände sind. Farbe und Material für die Vorarbeiten verrechnet der Maler nach Verbrauch, oder Sie besorgen sie selbst.
Leistungsarten und ihre Preise
Die häufigste Arbeit bei einer gewöhnlichen Wohnungsauffrischung. Zwei Schichten Dispersionsfarbe kommen auf einen vorbereiteten und grundierten Untergrund.
Farbige und dunkle Töne decken schlechter, deshalb ist oft ein dritter Arbeitsgang nötig. Farbübergänge werden sauber abgeklebt.
Arbeiten über Kopf brauchen mehr Zeit und Sorgfalt für eine gleichmässige Deckung. Deshalb hat die Decke einen eigenen Ansatz.
Unebenheiten und alte Anstriche werden vor dem Streichen ausgeglichen. Bei Neubauten und nach dem Entfernen von Wandplatten ist das fast immer nötig.
Der Untergrund muss eben und trocken sein. Das Muster muss an den Stössen genau anschliessen, Fehler lassen sich nachträglich kaum beheben.
Dekorative, polierte Spachteltechnik in mehreren dünnen Schichten. Der Preis spiegelt den Aufwand und die Erfahrung des Handwerkers.
Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anstrich | ||||
| Streichen - weisser Grundanstrich (2×) | m² | 5.50 CHF | - | |
| Wände streichen - Farbanstrich | m² | - | ||
| Ölsockelanstrich | m² | 14.77 CHF | - | |
| Decken streichen | m² | 6.90 CHF | - | |
| Streichen senkrechter Heizungsrohre | lfm | 5.90 CHF | - | |
| Streichen von Gussheizkörpern | Stk. | 29.54 CHF | - | |
| Streichen von Heizkörpern (je Glied) | Stk. | 4.72 CHF | - | |
| Tapezieren der Wände | m² | - | ||
| Vorbereitung | ||||
| Abkratzen alter Ölfarbe | m² | 10.63 CHF | - | |
| Rissbandagierung - Sanierung grosser Risse | lfm | - | ||
| Acryl-Verfugung der Anschlüsse | lfm | 3.54 CHF | - | |
| Grundierung der Wände und Decke | m² | 1.97 CHF | - | |
| Abkratzen alter Leimfarbe | m² | 4.72 CHF | - | |
| Lokale Riss- und Flickreparaturen | Stk. | 6.90 CHF | - | |
| Wände spachteln | m² | 12.80 CHF | - | |
| Decke spachteln | m² | 14.77 CHF | - | |
| Venezianischer Stuck - polierte Spachtelung | m² | - | ||
| Setzen von Eckschutzprofilen | lfm | - | ||
| Entfernen alter Tapeten | m² | 6.90 CHF | - | |
| Baustellenregie | ||||
| Alu-Fahrgerüst für hohe Decken | m² | 5.90 CHF | - | |
| Sonstige Arbeiten | ||||
| Endreinigung nach den Arbeiten | Std. | 23.63 CHF | - | |
| Sonstige nicht spezifizierte Arbeiten im Fach | Std. | - | ||
Was kostet das je nach Umfang
| Nur Anstrich Weisser Anstrich in zwei Arbeitsgängen auf 105 m² Wänden und 45 m² Decken | 889.17 CHF |
| Anstrich mit Vorarbeiten Grundierung, Rissausbesserung und Acrylfugen | ab 1255.78 CHF |
| Komplette Auffrischung Altanstrich abkratzen, Eckschutzschienen, Wände und Decken spachteln sowie farbiger Wandanstrich | ab 3322.75 CHF |
Wann ausführen
Materialarten und ihre Preise
Übliche Wahl für Wohnzimmer, Schlafzimmer und Korridor. Dampfdurchlässig, schnell trocknend und geruchsarm.
Widerstandsfähiger gegen Abrieb und Abwaschen. Geeignet für Küche, Kinderzimmer und Korridor.
Gleicht die Saugfähigkeit aus und verbessert die Haftung von Farbe und Spachtel.
Gips- oder Fertigspachtel zum Ausgleichen, Glasfaserstreifen für Risse.
Hitzebeständige Beschichtung für Metall, die Temperaturwechsel aushält und bei richtiger Anwendung nicht vergilbt.
Untergrundvorbereitung Schritt für Schritt
Der Maler deckt Böden, Möbel, Fenster und Steckdosen mit Folie ab und klebt sie mit Abdeckband ab. Sorgfältiges Abdecken spart Zeit beim Putzen, und der Boden bleibt ohne Farbspritzer.
Leimfarbe wird angefeuchtet und abgekratzt, Ölfarbe macht deutlich mehr Arbeit. Auf einem Altanstrich, der nicht mehr hält, haftet auch die neue Farbe nicht, deshalb genügt Überstreichen nicht.
Der Maler öffnet den Riss, füllt ihn und überdeckt ihn mit einem Armierungsstreifen, den er in die Spachtelmasse drückt. Ohne Streifen kommt der Riss mit der Zeit an derselben Stelle wieder.
An Aussenecken setzt der Maler Eckschutzschienen, danach spachtelt und schleift er die Wand. Die Ebenheit prüft er im Streiflicht, in dem jede Welle sichtbar wird.
Die Grundierung gleicht die Saugfähigkeit aus, festigt die Oberfläche und verhindert Flecken. Gestrichen wird erst, wenn sie gemäss technischem Merkblatt des Herstellers getrocknet ist.
Arbeitsablauf
- 01Der Maler begutachtet die Wände und prüft Feuchtigkeit, Risse und ob der alte Anstrich noch hält.
- 02Er deckt Böden, Möbel, Fenster und Elektroinstallationen ab.
- 03Lose Schichten entfernt er, Risse bessert er aus und spachtelt die Wand bei Bedarf.
- 04Er grundiert die ganze Fläche und lässt sie gemäss technischem Merkblatt trocknen.
- 05Zuerst streicht er die Decken, Ecken und Kanten mit dem Pinsel, Flächen mit der Rolle.
- 06Ist die erste Schicht trocken, folgt die zweite, bei dunklen Tönen auch eine dritte.
- 07Er zieht das Abdeckband ab, prüft die Deckung im Streiflicht und räumt auf.
5 häufige Fehler
Ein saugender Untergrund nimmt die Farbe ungleichmässig auf, es entstehen Flecken. Zudem braucht es mehr Farbe, die Ersparnis ist also nur scheinbar.
Feuchtigkeit unter dem Anstrich führt zu Schimmel, und die Farbe blättert ab. Neuer Verputz oder Spachtel muss zuerst gemäss technischem Merkblatt austrocknen.
Blättert der alte Anstrich ab oder färbt er auf die Hand ab, belastet ihn die neue Schicht nur zusätzlich, und beide fallen zusammen ab.
Ein Riss, der arbeitet, kommt ohne Armierungsstreifen nach wenigen Monaten wieder. Statische Risse sollte zuerst eine Fachperson beurteilen.
Das Band kann sich mit dem Anstrich verbinden und reisst beim späten Abziehen die Farbkante mit. Es gehört direkt nach dem letzten Arbeitsgang entfernt, solange die Farbe noch feucht ist.
Heizkörper, Rohre und hohe Decken
Wird eine Wohnung gestrichen, kommen oft auch Heizkörper und Heizungsrohre dazu. Dafür braucht es eine hitzebeständige Farbe für Metall, die Oberfläche wird zuerst gereinigt, entfettet und je nach Zustand grundiert. Gerüste für hohe Decken und Anstriche von Heizelementen haben eigene Einheiten und sind im Quadratmeterpreis der Wände nicht enthalten.
Was den Preis fürs Malen bestimmt und warum es teurer werden kann
Der Maler rechnet mit der Fläche von Wänden und Decken, die er tatsächlich streicht, nicht mit der Bodenfläche der Wohnung. In einer üblichen Wohnung ist das ungefähr das Zweieinhalbfache des Bodens. In einer Dachwohnung mit Schrägen oder in Altbauzimmern mit hohen Decken ist es mehr. Fenster und Türen werden je nach Abmachung abgezogen, meistens erst bei grösseren Öffnungen. Der Grund: Leibungen und die Flächen rundherum geben zusätzliche Arbeit.
Das Rollen selbst ist nur ein Teil der Arbeit. Über Zeit und Preis entscheidet meist das, was passiert, bevor der Maler die Rolle zum ersten Mal in die Farbe taucht:
- Zustand der Wände: Ein fester weisser Anstrich muss nur grundiert und gestrichen werden. Blättert alte Leimfarbe ab oder hat die Wand Risse, kommen Abkratzen, Armieren und Spachteln dazu.
- Möblierte Wohnung: Die Möbel kommen in die Raummitte, alles wird abgedeckt und am Schluss gründlich gereinigt. Das dauert länger als in einer leeren Wohnung oder einem Neubau.
- Farben: Überall, wo zwei Farbtöne aneinanderstossen, wird abgeklebt und mit dem Pinsel nachgestrichen. Kräftige Farben brauchen oft eine dritte Schicht.
- Höhe und Form des Raums: Hohe Decken, Treppenhäuser, Schrägen und Nischen bremsen die Arbeit und brauchen manchmal ein Gerüst.
- Details: Leibungen, Ecken, Sockel, Heizkörper und Rohre kosten im Verhältnis viel mehr Zeit als eine gerade Wand.
Wenn Sie Offerten vergleichen, schauen Sie genau hin: Ist nur das Streichen drin oder auch die Vorbereitung des Untergrunds? Zwei Offerten mit gleichem Preis pro m² können ganz unterschiedliche Arbeit bedeuten.
Der Zustand der Wand zählt mehr als die Farbmarke
Auch eine teure Farbe hält nicht auf einer schlecht vorbereiteten Wand. Deshalb wird die Wand vor dem Streichen zuerst geprüft. Ein paar einfache Tests können Sie selbst machen:
- Klebebandtest: Ein Stück Abdeck- oder Klebeband auf die Wand kleben, fest andrücken und ruckartig abziehen. Bleibt Farbe daran hängen, hält der alte Anstrich nicht. Eine neue Schicht würde ihn nur zusätzlich belasten.
- Wischtest: Mit der trockenen Hand über die Wand fahren. Ist die Handfläche weiss, kreidet der Anstrich. Er muss entfernt oder mit einer Grundierung gefestigt werden.
- Wassertest: Eine kleine Stelle mit einem nassen Schwamm befeuchten. Weicht die Farbe auf und lässt sich abwischen, ist es alte Leimfarbe. Darauf gehört keine Dispersionsfarbe.
- Streiflicht: Eine Lampe oder Taschenlampe so dicht an die Wand halten, dass sie flach über die Oberfläche leuchtet. So sehen Sie Unebenheiten, die nach dem Streichen noch stärker auffallen würden.
In der Praxis machen oft nicht die Wände selbst die grösseren Probleme, sondern Flecken darauf. Wasserflecken, Nikotin, Russ oder Fett schlagen auch nach zwei Schichten durch normale Farbe durch. Solche Stellen streicht man zuerst mit einer Isolierfarbe oder einem Fleckenblocker vor und erst dann die ganze Wand. Bei Schimmel muss zuerst die Ursache gefunden und behoben werden, also Feuchtigkeit oder zu wenig Lüften. Eine Antischimmelfarbe schiebt das Problem nur auf.
Wie lange neuer Putz und Spachtel trocknen müssen
Ein feuchter Untergrund ist ein häufiger Grund, warum Farbe abblättert und Schimmel entsteht. Neuer Kalkzementputz trocknet Wochen, nicht Tage. Gipsputze und Spachtelmassen trocknen schneller, aber auch hier spielen Schichtdicke, Temperatur und Lüftung mit. Die genaue Zeit steht im technischen Merkblatt des Materials. Halten Sie sie ein, auch wenn der Zügeltermin drängt.
Alte Farbe abkratzen oder einfach überstreichen?
Abkratzen ist mühsam, macht viel Staub und ist nicht immer nötig. Hält der alte weisse Anstrich, reicht es, die Wand zu reinigen, zu grundieren und zu streichen. Abkratzen lohnt sich, wenn:
- der alte Anstrich abblättert oder am Klebeband hängen bleibt,
- alte Leimfarbe an der Wand ist, die mit Wasser aufweicht,
- so viele Schichten übereinander liegen, dass sie in Schuppen abplatzen,
- unter dem Anstrich Feuchtigkeit oder Schimmel sitzt.
In vielen Schweizer Wohnungen sind die Wände nicht glatt, sondern haben einen Abrieb, also einen leicht körnigen Putz. Darauf lässt sich problemlos streichen. Wer aber eine glatte Wand möchte, muss den Abrieb vollflächig überspachteln lassen. Das ist Gipserarbeit und dauert deutlich länger als ein neuer Anstrich.
Anleitung für Heimwerker: Leimfarbe abkratzen
Alte Leimfarbe können Sie selbst entfernen. Es braucht vor allem Geduld und gutes Abdecken. Bei Wänden in Häusern, die vor etwa 1990 gebaut oder renoviert wurden, gilt eine Vorsicht: Alte Spachtelmassen und Putze können Asbest enthalten. Sind Sie unsicher, lassen Sie vor dem Kratzen oder Schleifen eine Probe untersuchen. Asbesthaltiges Material gehört in die Hände einer anerkannten Fachfirma. So gehen Sie vor:
- Boden und Möbel mit Folie abdecken, die Ränder mit Klebeband fixieren und die Sicherung für Steckdosen und Schalter im Raum ausschalten.
- Die Wand mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel befeuchten, zum Beispiel mit einem Drucksprüher oder einer breiten Bürste, und einige Minuten einweichen lassen.
- Die aufgeweichte Farbe mit Spachtel oder Kratzer in flachem Winkel abstossen, damit die Klinge nicht in den Putz schneidet.
- Reste mit klarem Wasser abwaschen und die Wand vollständig trocknen lassen.
- Die trockene Wand grundieren und erst danach mit Ausbessern und Spachteln weitermachen.
Steckdosen und Schalter bleiben dabei, wo sie sind. Arbeiten an der Elektroinstallation gehören zu einem Elektroinstallateur mit Bewilligung nach NIV.
Ölfarben, die in älteren Häusern oft in Küchen und Treppenhäusern als abwaschbarer Sockel gestrichen wurden, weichen mit Wasser nicht auf. Sie müssen angeschliffen werden, damit die neue Schicht haftet. Sind sie dick oder blättern sie ab, entfernt man sie besser. Tragen Sie beim Schleifen alter Anstriche eine Atemschutzmaske. Staub von alten Farben kann gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, zum Beispiel Blei.
Risse: wann Spachtel reicht, wann Armierung und wann der Bauingenieur
Riss ist nicht gleich Riss. Wird er falsch behandelt, ist er nach ein paar Monaten an derselben Stelle wieder da. Beim Malen unterscheidet man drei Arten:
- Haarrisse im Anstrich: feine Risse in der alten Farbe oder in der Spachteloberfläche, die sich nicht bewegen. Anschleifen, mit feinem Spachtel füllen und grundieren genügt.
- Bewegliche Risse: Sie zeigen sich an Fugen zwischen Betondeckenelementen, in den Ecken zwischen Wand und Decke, an Gipsplattenstössen oder dort, wo verschiedene Materialien zusammentreffen. Der Riss wird erweitert, gereinigt und ein Armierungsband in den Spachtel eingebettet. Spachtel allein hält hier nicht.
- Statische Risse: schräge Risse von Fenster- und Türecken aus, Risse, die breiter werden, oder Risse durch die ganze Wand. Solche Risse repariert der Maler nicht. Zuerst muss sie ein Bauingenieur beurteilen, sonst kommen sie auch durch eine Armierung wieder. In einer Mietwohnung melden Sie sie der Liegenschaftsverwaltung, im Stockwerkeigentum der Verwaltung der Gemeinschaft, denn es kann das ganze Haus betreffen.
So wird ein Riss armiert
- Den Riss mit dem Kratzer zu einem flachen V erweitern und loses Material herausholen.
- Staub entfernen und die Stelle grundieren.
- Eine erste Spachtelschicht auftragen und ein Glasfaser-Armierungsband so einbetten, dass es den Riss auf beiden Seiten überlappt.
- Nach dem Trocknen auslaufend überspachteln, also so, dass der Rand der Ausbesserung fliessend in die Wand übergeht.
- Schleifen, im Streiflicht prüfen und vor dem Streichen erneut grundieren.
Acryl in die Anschlussfugen
Fugen zwischen Wand und Türzarge, Fenster, Sockelleiste oder Gipsplatten öffnen sich nach dem Streichen oft zu einem dünnen dunklen Spalt. Deshalb füllt man sie mit überstreichbarem Acryl, das elastisch bleibt und sich übermalen lässt. Silikon gehört hier nicht hin, darauf hält keine Farbe. Gerade an sauber verfugten Anschlüssen erkennt man in der Praxis schnell, ob sorgfältig gearbeitet wurde.
Spachteln: nur Stellen ausbessern oder die ganze Wand?
Spachtel gleicht Unebenheiten, alte Anstriche und Flickstellen zu einer glatten Fläche aus. Die ganze Wand muss aber nicht immer gespachtelt werden. Bei ein paar Dübellöchern oder kleinen Schäden reicht eine lokale Ausbesserung. Vollflächiges Spachteln lohnt sich nach dem Entfernen von Tapeten oder Plättli, auf welligen alten Wänden, auf neuen Gipsplatten und überall, wo Licht vom Fenster flach über die Wand fällt.
Bei Gipsplatten wird die Oberflächenqualität in Stufen von Q1 bis Q4 angegeben. Unter normale matte Farbe kommt Q2 oder Q3. Für Wände mit Streiflicht, glänzende Farben oder dunkle Töne empfiehlt sich Q4, also ein vollflächiges Überspachteln. Eine höhere Stufe heisst mehr Schichten, mehr Schleifen und mehr Zeit, und das merkt man auch im Preis.
So wird eine Wand gespachtelt
- Die Wand reinigen, alles Lose entfernen und grundieren.
- An Aussenecken Kantenschutzprofile setzen, die die Kante schützen und helfen, sie gerade zu ziehen.
- Grössere Unebenheiten zuerst mit Ausgleichsmasse füllen, Feinspachtel nur in dünnen Schichten auftragen.
- Den Spachtel mit Glättekelle oder breitem Spachtel in einer Richtung auftragen, die zweite Schicht quer dazu.
- Nach dem Trocknen mit Schleifgitter oder Schleifpapier schleifen und laufend im Streiflicht prüfen.
- Den Staub gründlich entfernen und vor dem Streichen nochmals grundieren.
Farbe nach Daten wählen, nicht nach Werbung
Suchen Sie auf dem Gebinde zwei Angaben nach SN EN 13300. Damit vergleichen Sie Farben verschiedener Marken:
- Nassabriebbeständigkeit: Klassen 1 bis 5, je tiefer die Zahl, desto robuster die Farbe. In Küche, Kinderzimmer und Korridor passt Klasse 1 oder 2, die Sie abwaschen können. Im Schlaf- und Wohnzimmer reicht auch eine höhere Klasse.
- Deckvermögen: Klassen 1 bis 4 bei der angegebenen Ergiebigkeit, auch hier deckt Klasse 1 besser als 4. Eine günstigere Farbe, die schwächer deckt, braucht oft eine Schicht mehr. Was Sie beim Material sparen, zahlen Sie bei der Arbeit.
Kräftige Töne, vor allem Gelb, Orange und Rot, decken schwächer als gedämpfte oder dunkle Farben. Darunter kommt oft ein Grundanstrich in einem ähnlichen, helleren Ton und erst dann die Schlussschichten. Kaufen Sie eine abgetönte Farbe in mehreren Kesseln, mischen Sie diese vor dem Streichen zusammen. Auch zwischen zwei Mischungen kann der Farbton leicht abweichen.
In alten Häusern mit feuchteren Mauern und Kalkputzen bewähren sich Kalk- oder Silikatfarben. Sie lassen Wasserdampf durch und sind von Natur aus schimmelhemmend. Sie halten aber nur auf mineralischem Untergrund, nicht auf alter Dispersionsfarbe. Wer von Dispersion auf Kalkfarbe wechseln will, muss die ganze Fläche abkratzen. In einer Mietwohnung klären Sie Farbwahl und Farbtyp vorher mit der Verwaltung, damit es bei der Wohnungsabgabe keine Diskussionen gibt.
Malen in der bewohnten Wohnung und vor dem Einzug
Eine leere Wohnung oder ein Neubau vor Bezug ist schneller gestrichen. Eine normale 2½-Zimmer-Wohnung mit festen Wänden schafft ein Maler meist in ein bis zwei Arbeitstagen. Muss abgekratzt, armiert oder gespachtelt werden, zieht sich die Arbeit über mehrere Tage, weil jede Schicht vor der nächsten trocknen muss.
Wohnen Sie in der Wohnung, bereiten Sie sich vor:
- Regale und Schränke leeren, Bilder und Garderoben von den Wänden nehmen,
- Platz entlang der Wände schaffen, damit die Möbel in die Raummitte rücken können,
- vorher abmachen, ob Abdecken und Zurückstellen der Möbel in der Offerte enthalten sind,
- während und nach der Arbeit lüften, aber ohne Durchzug, bei dem die Farbe zu schnell trocknet.
Gestrichen wird bei Zimmertemperatur. Die Hersteller geben im technischen Merkblatt die tiefste Luft- und Untergrundtemperatur an, meist um +5 °C. In einem ungeheizten Neubau wird im Winter deshalb erst gestrichen, wenn die Räume beheizt sind.
Farbe spritzen mit Airless: wann es sich lohnt
Auf grossen Flächen in Neubauten wird Farbe immer öfter mit einem Hochdruckgerät gespritzt. Das geht schnell und ergibt bei richtiger Arbeit eine sehr gleichmässige Oberfläche ohne Rollenspuren. Es hat aber Haken: Alles, was keine Farbe abbekommen soll, muss gründlicher abgedeckt werden als beim Rollen. In einer bewohnten Wohnung mit Möbeln ist Spritzen meist unpraktisch. Häufig wird deshalb gespritzt und die letzte Schicht gerollt, damit spätere kleine Ausbesserungen leichter fallen.
Stucco veneziano und dekorative Techniken
Stucco veneziano ist eine polierte Spachteltechnik aus mehreren sehr dünnen Schichten. Poliert erinnert sie an Marmor. Der klassische Stucco veneziano ist kalkgebunden, es gibt auch synthetische Varianten. Er braucht einen ganz ebenen Untergrund, praktisch auf Niveau Q4, denn die glänzende Oberfläche betont jede Unebenheit. Das Ergebnis hängt stark vom Können des Handwerkers ab und lässt sich lokal kaum ausbessern. Lassen Sie sich deshalb vor dem Auftrag echte ausgeführte Arbeiten zeigen.
Ähnlich anspruchsvoll sind andere dekorative Techniken wie Beton- oder Steinoptik und Metallic-Anstriche. Der Preis pro m² liegt deutlich über dem eines normalen Anstrichs. Den grössten Teil machen Handarbeit und Erfahrung aus, nicht das Material.
So nehmen Sie die gestrichene Wohnung ab
Schauen Sie die fertige Arbeit bei Tageslicht an und danach mit einer Lampe, die Sie seitlich an die Wand halten. Das Streiflicht zeigt Streifen und Stellen, an denen die Farbe ungleichmässig deckt. Kleine Mängel klären Sie gleich bei der Abnahme, solange der Maler vor Ort ist und dieselbe Farbe dabei hat. Eine spätere Ausbesserung an einer einzelnen Stelle sieht man oft als Fleck. Bei Mängeln wird deshalb häufig die ganze Wand von Ecke zu Ecke nachgestrichen.
Prüfen Sie bei der Abnahme:
- Die Farbe deckt gleichmässig, der Untergrund scheint nicht durch und es gibt keine Flecken
- Die Kanten zwischen Wand und Decke und zwischen Farbtönen sind gerade und sauber
- Ausgebesserte Risse und armierte Stellen sind unter der Farbe nicht sichtbar
- Die Anschlüsse an Türzargen, Fenstern und Leisten sind mit Acryl verfugt und überstrichen
- Fenster, Böden, Steckdosen und Schalter sind sauber und ohne Farbspritzer
- Der Maler hat Ihnen die Restfarbe aus derselben Charge übergeben und für spätere Ausbesserungen beschriftet
Häufige Fragen
Ein weisser Anstrich in zwei Arbeitsgängen kostet gemäss aktueller Preisliste 5.50 CHF pro m² Arbeitsleistung. Grundierung, Rissausbesserung, Spachteln und farbige Anstriche verrechnet der Maler als separate Positionen.
Das hängt vor allem vom Zustand der Wände ab. Eine Wohnung mit 60 m² Wohnfläche hat rund 150 m² Wand- und Deckenfläche. Die Beispielrechnung vom reinen Anstrich bis zur kompletten Auffrischung steht in der Tabelle oben, alle Beträge stammen aus der aktuellen Preisliste.
Nach Wandfläche. Der Maler verrechnet die tatsächliche Wand- und Deckenfläche, bei einer üblichen Wohnung etwa das Zweieinhalbfache der Wohnfläche. Fenster und Türen werden nach Absprache abgezogen, meist erst bei grösseren Öffnungen.
Wenn die Wand sichtbare Unebenheiten hat, nach dem Entfernen von Tapeten oder Wandplatten, auf neuen Gipskartonplatten und immer dann, wenn die Wand auch im Streiflicht glatt wirken soll.
Nein, der Preis pro m² gilt nur für die Arbeit. Farbe, Grundierung und Spachtelmasse verrechnet der Maler nach Verbrauch, oder Sie besorgen sie selbst.
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