Preisverzeichnis 2026 · Schweiz

Alte Leimfarbe abkratzen

Beim Abkratzen alter wasserlöslicher Farbe wird eine Wand oder Decke für den neuen Anstrich vorbereitet. Dabei entfernt man alte Kreide-, Leim- oder Kalkfarbe, die mit Wasser weich wird und sich mit einem Spachtel abziehen lässt. Gebraucht wird diese Arbeit vor allem in Altbauwohnungen und älteren Häusern.

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·11 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
CHF 7.05/ m²
Richtwert-Spanne
CHF 5.64 - CHF 9.16
Wohnung 60 m²
CHF 1057.40
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Preisverzeichnis Bauarbeiten: Alte Leimfarbe abkratzen

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Malerarbeiten11 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Vorbereitung
Abkratzen alter Leimfarbem²CHF 7.05 / m²m²Menge eingeben-
Abkratzen alter Ölfarbem²CHF 10.90 / m²m²Menge eingeben-
Rissbandagierung - Sanierung grosser Risselfmlfm-
Acryl-Verfugung der AnschlüsselfmCHF 3.85 / lfmlfmMenge eingeben-
Grundierung der Wände und Deckem²CHF 2.00 / m²m²Menge eingeben-
Lokale Riss- und FlickreparaturenStk.CHF 7.05 / Stk.Stk.Menge eingeben-
Wände spachtelnm²CHF 13.10 / m²m²Menge eingeben-
Decke spachtelnm²CHF 15.15 / m²m²Menge eingeben-
Venezianischer Stuck - polierte Spachtelungm²m²-
Setzen von Eckschutzprofilenlfmlfm-
Entfernen alter Tapetenm²CHF 7.05 / m²m²Menge eingeben-
Summe Arbeit
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Woran Sie alte Leimfarbe erkennen

Der einfachste Test dauert ein paar Sekunden. Streichen Sie mit der trockenen Handfläche über die Wand. Bleibt weisser Staub an der Hand, "kreidet" der Anstrich, und es handelt sich sehr wahrscheinlich um Kreide- oder Leimfarbe. Für den zweiten Test nehmen Sie einen nassen Schwamm: Wasserlösliche Farbe wird nach ein paar Strichen weich, verschmiert oder löst sich ab. Dispersionsfarbe bleibt fest.

Warum ist das wichtig? Eine Kreideschicht ist weich und hält nicht zusammen. Die neue Farbe klebt zwar daran, aber eben nur an diesem Staub. Beim Trocknen zieht sich der neue Anstrich zusammen und blättert in Schuppen ab, oft schon nach wenigen Wochen. Auch ein Stück Klebeband hilft beim Prüfen: Kleben Sie es auf die Wand, drücken Sie es fest an und reissen Sie es ruckartig ab. Hängt viel alte Farbe daran, muss der Untergrund gereinigt werden.

Kalkfarbe ist meist härter und kreidet weniger. Bei ein oder zwei festen Schichten genügt manchmal eine gründliche Grundierung. Sind die Schichten dick, rissig oder lösen sie sich, muss auch Kalkfarbe weg.

So läuft die Arbeit ab

Bei wasserlöslicher Farbe arbeitet man fast immer mit Wasser. Es weicht den Anstrich auf, Schleifen oder Chemie braucht es nicht. In der Praxis sieht der Ablauf so aus:

  • Raum vorbereiten: Möbel hinaustragen oder abdecken, den Boden mit Folie schützen und darauf Papier oder Karton legen, der Wasser aufsaugt und nicht rutscht
  • Elektrisches schützen: die Sicherung für den Raum ausschalten und Steckdosen sowie Schalter abkleben, weil Wasser hineinlaufen kann
  • Einweichen: die Wand mit warmem Wasser per Roller, Bürste oder Drucksprüher nass machen, immer in kleinen Abschnitten
  • Warten: das Wasser einwirken lassen, bis der Anstrich weich ist, meist etwa 10 bis 20 Minuten, bei dicken Schichten länger und mehrmals
  • Abkratzen: mit einem breiten Spachtel oder Schaber in flachem Winkel ziehen, ohne in den Verputz zu drücken
  • Abwaschen: Reste mit Schwamm und sauberem Wasser abwaschen, bis die Wand nicht mehr kreidet
  • Trocknen: die Wand vor allen weiteren Schritten gut austrocknen lassen

Danach folgen meist das Ausspachteln von Rissen und Löchern, ein leichter Zwischenschliff und die Grundierung. Die Grundierung festigt den Untergrund und sorgt dafür, dass er überall gleich saugt. Diese Arbeiten werden separat ausgeführt, gehören aber zu einem sauberen Anstrich dazu.

Was die Arbeit leichter oder schwerer macht

Dieselbe Fläche kann einmal eine Stunde dauern und ein anderes Mal einen ganzen Nachmittag. Den Aufwand und damit die Kosten bestimmen vor allem diese Punkte:

  • Anzahl Schichten: Eine dünne Kreideschicht geht fast von selbst ab, zehn Schichten aus verschiedenen Jahrzehnten müssen mehrmals eingeweicht werden
  • Art des Anstrichs: Kreide- und Leimfarbe werden schnell weich, Kalkfarbe langsamer und braucht manchmal mehr Kraft
  • Decke oder Wand: Die Decke ist körperlich anstrengender, Wasser tropft herunter und man arbeitet von der Leiter oder vom Rollgerüst aus
  • Zustand des Verputzes: Zeigen sich beim Einweichen hohle oder bröckelnde Stellen, kommt eine Reparatur dazu
  • Details: Stuck, Rosetten, Leisten, Ecken und Fensterlaibungen gehen nur langsam und von Hand
  • Leerer oder möblierter Raum: In einem leeren Raum geht es schneller, und es wird weniger beschädigt
  • Schimmel: Befallene Stellen brauchen ein Mittel gegen Schimmel, ausserdem sollte die Ursache der Feuchtigkeit geklärt werden

Ein Sonderfall sind Gipskartonplatten. Sie dürfen nicht durchnässt werden, sonst saugt sich die Kartonschicht voll und löst sich. Hier befeuchtet man nur leicht und kratzt sehr vorsichtig.

Anleitung für Heimwerker: alte Leimfarbe von der Wand kratzen

Diese Arbeit schafft auch ein geschickter Laie. Sie brauchen weder Chemie noch lautes Werkzeug, vor allem Geduld. An der Decke sorgen Sie für eine stabile Leiter oder ein kleines Gerüst. Denken Sie an eine Schutzbrille, denn kalkhaltige Tropfen reizen die Augen.

  1. Mit Handfläche und nassem Schwamm prüfen, ob es sich um wasserlösliche Farbe handelt.
  2. Möbel hinaustragen, Boden mit Folie und saugfähigem Papier abdecken, Ränder abkleben.
  3. Sicherung für den Raum ausschalten, Steckdosen und Schalter abkleben.
  4. Kessel mit warmem Wasser, Roller oder Drucksprüher, breiten Spachtel und Schwamm bereitstellen.
  5. Eine Fläche von etwa ein bis zwei Quadratmetern befeuchten.
  6. Warten, bis die Farbe weich ist, bei Bedarf nochmals befeuchten.
  7. Die weiche Schicht von oben nach unten abziehen, den Spachtel dabei flach halten.
  8. Reste mit dem Schwamm abwaschen, das Wasser regelmässig wechseln.
  9. Abschnitt für Abschnitt weiterarbeiten, bis die ganze Wand fertig ist.
  10. Wand je nach Temperatur und Lüftung trocknen lassen, meist mindestens einen Tag.
  11. Wand mit Handfläche und Klebeband prüfen, erst dann spachteln und grundieren.

Fehler, die immer wieder passieren

Häufig sieht man, dass nur die abblätternden Stellen abgekratzt werden und der Rest einfach überstrichen wird. Die neue Farbe hält dann auf der alten Kreide und löst sich mit der Zeit auch dort, wo die Wand gut aussah. Ein weiterer Fehler ist ungenügendes Abwaschen. Kreidet die Wand nach dem Abkratzen noch, findet die Grundierung keinen Halt.

Oft wird auch zu scharfes Werkzeug benutzt oder zu fest gedrückt. Der Spachtel zieht dann Rillen in den Verputz, und es braucht unnötig viel Spachtelarbeit. Ungeduld rächt sich ebenfalls: Wer auf eine nasse Wand spachtelt oder streicht, bekommt Flecken und eine schlechte Haftung. Unterschätzen Sie auch das Wasser bei den Steckdosen nicht. Sicherung ausschalten und abkleben dauert eine Minute.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Ob Sie die Arbeit eines Malers abnehmen oder Ihre eigene kontrollieren, achten Sie auf diese Punkte:

  • Die Wand kreidet nicht, wenn Sie mit der trockenen Hand darüberstreichen
  • Am abgerissenen Klebeband bleiben keine Farbreste hängen
  • Es sind keine Inseln alter Farbe stehen geblieben, besonders in Ecken, an Leisten und um die Fenster
  • Der Verputz hat keine tiefen Rillen vom Spachtel
  • Hohle oder bröckelnde Stellen sind markiert und die Reparatur ist besprochen
  • Boden, Fenster und Türzargen sind sauber und ohne eingetrocknete Reste
  • Die Wand ist vor den nächsten Schritten trocken, sichtbar und beim Anfassen

Häufige Fragen

Bei einer einzigen dünnen und festen Schicht klappt das manchmal. Kreidet die Wand aber stark oder hat sie mehrere Schichten, dringt die Grundierung nicht bis zum Verputz durch, und der neue Anstrich hält nur auf der Kreide. Dann ist Abkratzen der sicherere Weg.

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