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Senkrechte Heizungsrohre streichen

Senkrechte Heizungsrohre laufen meist in einer Zimmerecke oder entlang der Wand und führen von Stockwerk zu Stockwerk. Mit den Jahren vergilbt die Farbe darauf, sie blättert ab oder es zeigt sich Rost. Neben frisch gestrichenen Wänden wirken solche Rohre schnell ungepflegt. Ein neuer Anstrich schützt das Metall vor Korrosion und passt die

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·8 Positionen im Preisverzeichnis
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PositionEHPreis / EHMengeSumme
Anstrich
Streichen senkrechter Heizungsrohrelfm5.90 CHF-
Streichen - weisser Grundanstrich (2×)m²5.50 CHF-
Wände streichen - Farbanstrichm²-
Ölsockelanstrichm²14.77 CHF-
Decken streichenm²6.90 CHF-
Streichen von GussheizkörpernStk.29.54 CHF-
Streichen von Heizkörpern (je Glied)Stk.4.72 CHF-
Tapezieren der Wändem²-
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So läuft das Streichen der Rohre ab

Das eigentliche Streichen geht schnell. Zeit brauchen die Vorbereitung und das Trocknen zwischen den Schichten. Der Ablauf sieht im Wesentlichen so aus:

  • Rohre abkühlen lassen: Farbe gehört nur auf eine kalte und trockene Oberfläche, sonst bildet sie Blasen und haftet schlecht
  • Umgebung abdecken: Boden, Wand hinter dem Rohr und Möbel mit Folie oder Papier schützen, Kanten abkleben
  • Reinigen und entfetten: Staub, Fett und lose alte Farbe entfernen
  • Rost entfernen und anschleifen: mit Drahtbürste oder Schleifpapier, damit die neue Farbe Halt findet
  • Grundierung: überall dort, wo blankes Metall oder Rost zum Vorschein kommt
  • Zwei dünne Deckschichten: von oben nach unten, mit der Trocknungszeit nach Angaben des Herstellers

Warum zwei dünne Schichten und nicht eine dicke? Eine dicke Schicht läuft am senkrechten Rohr herunter, trocknet lange, bildet Tropfnasen an den Rohrschellen und blättert später leichter ab.

Welche Farbe die richtige ist

Heizungsrohre werden im Winter immer wieder warm und kühlen danach ab. Gewöhnliche Wandfarbe oder ein normaler Holzlack halten das nicht lange aus. Wählen Sie eine Farbe, die ausdrücklich für Heizkörper und Heizungsrohre gedacht ist. Auf der Dose steht meist die Temperaturbeständigkeit. Bei üblichen Heizkörperlacken liegt sie je nach Hersteller etwa bei 100 bis 120 °C, was für eine normale Zentralheizung reicht.

Wasserverdünnbare Acryllacke für Heizkörper

Sie riechen kaum, trocknen schnell und bleiben in Weiss länger farbtreu. Sie eignen sich gut für bewohnte Wohnungen, Kinderzimmer und Büros. Auf rostigem Metall brauchen sie eine passende Grundierung.

Kunstharzlacke (Alkydlacke)

Sie bilden einen harten, glänzenden Film, der Stösse und Kratzer gut wegsteckt. Beim Verarbeiten riechen sie stärker und trocknen langsamer, deshalb gut lüften. Weisser Kunstharzlack, der nicht für Heizkörper gedacht ist, vergilbt auf dem warmen Rohr mit der Zeit.

Grundierung und Farbton

Auf rostige Stahlrohre gehört eine Rostschutzgrundierung. Kupferrohre und verzinkte Rohre brauchen eine Grundierung für genau diesen Untergrund, sonst hält die Farbe nicht. Der Farbton ist Geschmackssache: Weiss oder die Wandfarbe lässt das Rohr optisch verschwinden, Anthrazit oder Schwarz setzt es bewusst in Szene. Glänzende Oberflächen lassen sich leichter abwischen, matte zeigen Unebenheiten des alten Untergrunds weniger.

Was die Arbeit leichter oder aufwendiger macht

Wie viel Aufwand anfällt und was die Arbeit damit kostet, hängt vor allem vom Zustand der Rohre und davon ab, wie gut man an sie herankommt:

  • Zustand der Oberfläche: Ein Rohr mit einer intakten Farbschicht wird nur angeschliffen, Rost und dicke, abblätternde Schichten bedeuten deutlich mehr Vorarbeit
  • Abstand zur Wand: Ein Rohr dicht an der Wand oder in der Ecke lässt sich hinten nur schwer streichen, dafür braucht es einen schmalen Heizkörperpinsel
  • Anzahl Schellen, Abzweige und Ventile: Jedes Detail wird von Hand und langsam gestrichen
  • Möbel und Einrichtung: Schränke, Küche oder Badewanne neben dem Rohr vergrössern die Fläche, die abgedeckt werden muss
  • Dunkler oder kräftiger Farbton: Bei einem Farbwechsel braucht es manchmal eine dritte Schicht

In Mehrfamilienhäusern und im Stockwerkeigentum gehören die senkrechten Rohre, die sogenannten Steigleitungen, oft zur gemeinsamen Heizungsanlage. Während der Heizperiode sind sie warm, und Sie können sie in der eigenen Wohnung nicht abkühlen lassen. Planen Sie das Streichen deshalb ausserhalb der Heizperiode. Klären Sie den Zeitpunkt mit dem Hauswart oder der Liegenschaftsverwaltung ab. Alles, was über das Streichen hinausgeht, also Rohre versetzen, verkleiden oder Leitungen öffnen, ist Sache des Heizungsinstallateurs.

Anleitung für Heimwerker: senkrechtes Heizungsrohr streichen

Rohre bis auf Raumhöhe zu streichen, schaffen geschickte Laien gut selbst. Sie greifen nicht in die Leitung ein, sondern erneuern nur die Oberfläche. Arbeiten Sie nur am kalten Rohr und sorgen Sie für gute Lüftung.

  1. Heizung abstellen oder das Ende der Heizperiode abwarten und die Rohre ganz auskühlen lassen.
  2. Boden und Möbel abdecken, die Wand hinter dem Rohr mit einem Stück Karton oder Folie schützen.
  3. Lose Farbe und Rost mit der Drahtbürste oder gröberem Schleifpapier abkratzen.
  4. Das ganze Rohr fein anschleifen, bis die Oberfläche matt und leicht rau ist.
  5. Staub entfernen, das Rohr mit einem geeigneten Reiniger entfetten und gut trocknen lassen.
  6. Blankes Metall und Roststellen grundieren und die Grundierung nach Herstellerangaben trocknen lassen.
  7. Die erste dünne Deckschicht von oben nach unten auftragen, die Rückseite mit dem Heizkörperpinsel streichen.
  8. Die Schicht nach Angaben auf der Dose trocknen lassen und bei Bedarf fein zwischenschleifen.
  9. Die zweite dünne Schicht auftragen und Schellen und Verbindungen auf angesammelte Farbe prüfen.
  10. Die Heizung erst nach der vom Hersteller genannten Zeit einschalten, meist frühestens nach ein bis zwei Tagen.

In älteren Häusern kann in den ursprünglichen Farbschichten Blei stecken. Schleifen Sie solche Schichten lieber nass, tragen Sie eine Atemschutzmaske und wischen Sie den Staub feucht auf, statt ihn trocken zu wischen oder zu kehren.

Fehler, die den Anstrich verkürzen

  • Warmes Rohr streichen: Die Farbe trocknet an der Oberfläche zu schnell an, wirft Blasen und reisst später
  • Vorbereitung auslassen: Auf Fett, Staub und Rost haftet neue Farbe nicht und blättert oft schon im ersten Jahr ab
  • Falsche Farbe: Wand- oder Holzfarbe vergilbt auf dem Rohr, bleibt klebrig und löst sich
  • Eine dicke Schicht: Läufer, Unebenheiten und lange Trocknungszeit
  • Übermalte Ventile und Thermostatköpfe: Gewinde oder Kopf verkleben und lassen sich nicht mehr drehen
  • Heizung zu früh einschalten: Der Anstrich ist noch nicht durchgehärtet, verändert den Farbton oder wird beschädigt

Häufig sieht man, dass auch die Rohrisolation oder ein Kunststoffschutzrohr mitgestrichen wird. Diese Teile bleiben ungestrichen, die Farbe hält darauf nicht und kann das Material angreifen.

So prüfen Sie die fertige Arbeit

Schauen Sie sich das Rohr nach dem Trocknen bei gutem Licht an, am besten von der Seite, und achten Sie auf Folgendes:

  • Gleichmässiger Farbton ohne durchscheinende alte Farbe
  • Rückseite an der Wand genauso sauber gestrichen wie die Vorderseite
  • Keine Läufer und Tropfnasen, vor allem an Schellen und Verbindungen
  • Kein Rost, der durch den Anstrich drückt
  • Saubere Ventile, Köpfe und Gewinde, die sich frei drehen lassen
  • Saubere Wand, sauberer Boden und keine Farbspritzer in der Umgebung
  • Nach dem ersten Heizen ein Anstrich ohne Blasen, Risse oder deutliche Farbveränderung

Häufige Fragen

Nein. Zum Streichen reicht es, wenn die Rohre kalt sind. Entleert wird die Anlage nur bei Arbeiten an der Leitung, und diese übernimmt der Heizungsinstallateur.

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