Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Treppen und Geländer | ||||
| Montage Holzhandlauf am Geländer | lfm | 24.15 CHF | - | |
| Montage Treppenstufen | Stk. | 81.76 CHF | - | |
| Montage Treppenstufen mit Setzstufe | Stk. | - | ||
| Treppenstufen schleifen + 3× lackieren | Stk. | - | ||
So läuft die Montage Schritt für Schritt ab
Beim Handlauf entscheiden vor allem das genaue Ausmessen und eine gute Befestigung. Das eigentliche Anschrauben des Profils geht schnell.
Ausmessen und Linie anzeichnen
Zuerst klärt der Schreiner, woraus die Wand besteht: Vollbackstein, Beton, Lochbackstein, Porenbeton oder Gipskarton. Davon hängt ab, welche Dübel oder Anker er verwendet. Danach zeichnet er die Linie des Handlaufs an. Der Handlauf soll der Neigung der Treppe folgen. Deshalb wird die Höhe senkrecht ab der Vorderkante der Stufe gemessen und nicht ab dem Boden. In Wohnungen und Einfamilienhäusern sitzt der Handlauf meist auf ungefähr 900 bis 1000 mm. Den genauen Wert geben die SIA-Norm für Geländer und Brüstungen und die Planung der Treppe vor.
Bohren und befestigen
In Vollbackstein und Beton halten gute Dübel zuverlässig. Bei Lochbackstein oder älterem Mauerwerk ist ein Injektionsanker (chemischer Dübel) meist die sicherere Wahl. Er füllt die Hohlräume mit Mörtel und hält dadurch besser. Bei Gipskarton muss die Schraube ein tragendes Metallprofil oder eine vorher eingebaute Holzverstärkung treffen. Die Platte allein hält einen Handlauf nicht.
Halter und Handlauf setzen
Die Halter kommen üblicherweise in einem Abstand von etwa 80 bis 120 cm an die Wand. Bei einem schweren Profil setzt man sie lieber enger. Am Anfang und am Ende braucht der Handlauf immer einen festen Punkt. Der Handlauf wird von unten auf die Halter geschraubt. So sieht und spürt man die Schrauben nicht. Zum Schluss werden die Enden bearbeitet, die Kanten gebrochen und die Oberfläche fertiggestellt.
Sitzt der Handlauf auf einem Geländer, wird das Profil an den Pfosten oder am oberen Gurt befestigt. In Knicken und auf Podesten verbindet man die Teile mit Holzdübeln, Handlaufverbindern oder gebogenen Stücken. Ziel ist, dass man die Verbindung unter der Hand nicht spürt.
Holzart und Oberfläche: was wann passt
Für Handläufe nimmt man meistens Buche, Eiche oder Esche. Wichtig sind Härte und gut getrocknetes Holz. Feuchtes Holz verzieht sich nach der Montage und bekommt Risse.
- Buche ist fest, hat eine feine, gleichmässige Maserung und lässt sich gut beizen. Sie passt deshalb in die meisten Innenräume.
- Eiche ist härter und formstabil, hat eine ausgeprägte Maserung und verträgt den täglichen Gebrauch gut.
- Esche ist hell und elastisch. Sie passt gut zu Metallhaltern und zu einem schlichten, modernen Innenraum.
Bei der Oberfläche wählen Sie zwischen Lack und Öl. Lack bildet eine harte Schicht, hält Abrieb gut aus und lässt sich leicht abwischen. Ist er einmal beschädigt, ist die Reparatur aber aufwendiger. Öl betont die Maserung und fühlt sich wärmer an. Eine abgegriffene Stelle schleifen Sie einfach leicht an und ölen sie neu. Dafür müssen Sie das Öl von Zeit zu Zeit auffrischen, so wie es der Hersteller angibt. Auf Treppen mit viel Verkehr eignet sich ein harter Lack oder ein Öl für stark beanspruchte Flächen.
Was die Arbeit einfacher macht und was sie aufwendiger macht
Am einfachsten ist eine gerade, einläufige Treppe an einer Wand aus Vollbackstein oder Beton. Mehr Aufwand entsteht durch:
- Eine gewendelte oder abgewinkelte Treppe, bei der der Handlauf gebogen oder in Winkeln verbunden werden muss
- Einen schwachen oder hohlen Untergrund, der Injektionsanker oder zusätzliche Verstärkungen braucht
- Eine schiefe Wand, bei der die Halter unterlegt werden müssen, damit der Handlauf in einer Linie läuft
- Einen Handlauf über mehrere Stockwerke oder Podeste, der durchgehend weiterlaufen soll
- Ein spezielles Profil, das auf Mass gefertigt und erst vor Ort fertig behandelt wird
- Den Rückbau des alten Handlaufs und das Verschliessen der Löcher der früheren Halter
Fehler, die bei der Montage immer wieder vorkommen
- Halter nur im Verputz: Der Halter sitzt nur im Verputz oder im Gipskarton ohne Profil und gibt bei der ersten stärkeren Belastung nach.
- Falsche Höhe: Ist der Handlauf zu tief, muss man sich vorbeugen. Ist er zu hoch, findet die Hand keinen natürlichen Halt. Beim Hinuntergehen stört das am meisten.
- Zu wenige Halter: Der Handlauf biegt sich zwischen den Haltern durch, und die Verbindungen lockern sich.
- Zu wenig Platz für die Hand: Sitzt der Handlauf zu nah an der Wand, schürft man sich beim Zugreifen die Finger auf. Deshalb lässt man ungefähr vier bis fünf Zentimeter frei.
- Nicht akklimatisiertes Holz: Ein Handlauf, der direkt aus einem kalten Lager kommt, verzieht sich im warmen Innenraum. Er sollte deshalb einige Tage im Raum liegen.
- Scharfe Enden: Ein gerade abgeschnittenes Ende bleibt am Ärmel oder am Taschenriemen hängen. Deshalb werden die Enden abgerundet oder zur Wand hin gebogen.
Anleitung für Heimwerker: Handlauf an der Wand
Einen Handlauf an einer geraden, massiven Wand bei einer normalen Treppe können Sie auch selbst montieren. Sie brauchen dafür eine Bohrmaschine, eine Wasserwaage und etwas Geduld. Ist der Untergrund unsicher, die Treppe gewendelt oder gehört der Handlauf zu einem tragenden Geländer, überlassen Sie die Arbeit dem Schreiner. In der Wand können Stromkabel und Leitungen liegen. Prüfen Sie die Stelle deshalb vor dem Bohren immer mit einem Ortungsgerät. Falls Sie dabei ein Kabel beschädigen, darf nur eine konzessionierte Elektroinstallationsfirma die Leitung reparieren.
- Den Handlauf einige Tage im Raum liegen lassen, in dem er montiert wird.
- Die senkrechte Höhe ab der Kante der ersten und der letzten Stufe messen und beide Punkte an der Wand markieren.
- Die Markierungen mit einem Laser oder einer Latte mit Wasserwaage zu einer geraden Linie verbinden.
- Die Position der Halter einteilen, den ersten und den letzten kurz vor dem Ende des Handlaufs setzen.
- Die Bohrstellen mit einem Ortungsgerät auf Kabel und Leitungen prüfen.
- Die Löcher mit einem passenden Bohrer bohren und vom Staub befreien.
- Dübel oder Anker setzen und die Halter montieren, aber noch nicht ganz festziehen.
- Den Handlauf anlegen, Linie und Höhe an jeder Stufe prüfen und dann die Halter festziehen.
- Den Handlauf von unten mit Schrauben passender Länge an den Haltern befestigen, damit sie oben nicht durchstossen.
- Die Enden abrunden oder mit Kappen abdecken und die Schnittflächen mit derselben Oberfläche wie den Handlauf behandeln.
- Mit der Kraft eines Erwachsenen seitlich und von oben auf den Handlauf drücken und prüfen, dass sich nirgends etwas bewegt.
So prüfen Sie den fertigen Handlauf
- Der Handlauf bewegt sich bei starkem Druck weder seitlich noch nach unten, und die Halter knarren nicht
- Die Höhe ist über die ganze Länge gleich, gemessen ab den Stufenkanten
- Der Handlauf beginnt bei der ersten und endet bei der letzten Stufe und hört nicht mitten im Lauf auf
- Zwischen Handlauf und Wand ist genug Platz, um ihn bequem zu umgreifen
- Unter der Hand spürt man keine Schrauben, Verbindungen oder scharfen Kanten
- Die Enden sind abgerundet oder zur Wand gebogen, und nichts bleibt daran hängen
- Die Oberfläche ist gleichmässig, ohne Lacknasen und ohne ungeschliffene Stellen
- Die Wand um die Halter ist sauber, ohne ausgebrochenen Verputz und ohne alte Löcher
Häufige Fragen
Ja, aber nur am tragenden Metallprofil oder an Holzverstärkungen, die beim Bau der Wand eingesetzt werden. Fehlen solche Verstärkungen, gibt es Hohlraumdübel. Deren Tragfähigkeit müssen Sie aber anhand der Herstellerangaben prüfen. Die Gipskartonplatte allein hält einen Handlauf nicht sicher.
Bei breiteren Treppen, bei Kindern und bei älteren Menschen hilft ein Handlauf auf beiden Seiten sehr. So hält man sich beim Hinauf- und beim Hinuntergehen mit der Hand fest, die einem besser liegt. Für kleine Kinder montiert man manchmal zusätzlich einen zweiten, tieferen Handlauf.
Es genügt, einmal im Jahr die Schrauben der Halter zu kontrollieren und wenn nötig nachzuziehen. Einen lackierten Handlauf wischen Sie mit einem feuchten Tuch ohne scharfe Reinigungsmittel ab. Ein geölter Handlauf braucht ab und zu frisches Öl. Wie oft, gibt der Hersteller an.
Einen Handlauf an einer geraden Wand bei einer einfachen Treppe montiert ein Schreiner meist in wenigen Stunden. Bei einer abgewinkelten oder gewendelten Treppe, über mehrere Stockwerke oder zusammen mit Pfosten und Füllungen kann es gut einen ganzen Tag oder länger dauern.
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