Leistung aus dem Preisverzeichnis kalkulieren
Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.
Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.
| Position | EH | Preis / EH | Menge | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Treppen und Geländer | ||||
| Treppenstufen schleifen + 3× lackieren | Stk. | - | ||
| Montage Treppenstufen | Stk. | 81.76 CHF | - | |
| Montage Treppenstufen mit Setzstufe | Stk. | - | ||
| Montage Holzhandlauf am Geländer | lfm | 24.15 CHF | - | |
Wann eine Renovation reicht und wann nicht mehr
Schleifen und neu lackieren lohnt sich, wenn vor allem die Oberfläche gelitten hat. Gehen Sie die Treppe vor Beginn der Arbeiten ab und belasten Sie jede Stufe bewusst. Knarren, eine Stufe, die unter dem Fuss nachgibt, oder ein lockeres Geländer behebt kein Schleifgerät.
Eine Renovation passt, wenn:
- Trittstufen und Wangen fest sitzen und sich nichts bewegt
- das Holz weder von Holzschädlingen noch von Fäulnis befallen ist
- der Schaden nur den Lack und die oberste dünne Holzschicht betrifft
Finden Sie tiefe Risse in tragenden Teilen, eine gelockerte Befestigung an der Wand oder Stufen, die tief hinein beschädigt sind, sollten Sie über den Ersatz einzelner Stufen nachdenken. Wichtig ist auch die Dicke der Nutzschicht. Manche Treppen haben das Massivholz nur als dünnes Furnier auf Spanplatte oder verleimtem Träger. Solche Stufen lassen sich nur sehr vorsichtig oder gar nicht schleifen. Die Schichtdicke erkennen Sie meist an der seitlichen Kante der Stufe oder mit einem Blick von unten.
So läuft die Arbeit Schritt für Schritt ab
Bei den meisten Holztreppen ist der Ablauf gleich. Unterschiede gibt es vor allem bei der Zahl der Schleifgänge und beim Lacktyp.
- Kontrolle und Vorbereitung. Der Schreiner prüft, ob die Stufen fest sind, entfernt störende Leisten und Abdeckungen und deckt die Umgebung mit Folie und Klebeband ab.
- Grobschliff. Mit grobem Schleifpapier nimmt er den ganzen alten Lack ab und gleicht ausgetretene Stellen aus. Für die Flächen kommt ein Band- oder Exzenterschleifer zum Einsatz, für Ecken, Kanten und die Bereiche beim Geländer ein Deltaschleifer oder Handarbeit.
- Feinschliff. Schritt für Schritt wechselt er auf feinere Körnung, damit die Schleifspuren verschwinden und die Maserung schön zur Geltung kommt.
- Spachteln. Kleine Risse und Löcher füllt er mit Holzkitt im passenden Farbton, der sich für den gewählten Lack eignet. Nach dem Trocknen schleift er die Stellen glatt.
- Entstauben. Den Staub saugt er ab und wischt die Fläche mit einem leicht feuchten Tuch nach. Jedes Staubkorn, das liegen bleibt, wird im Lack eingeschlossen und bleibt sichtbar.
- Erste Lackschicht. Oft ist das ein Grundierlack, der das Holz verschliesst und den folgenden Schichten besseren Halt gibt.
- Zwischenschliff und zwei weitere Schichten. Ist eine Schicht trocken, schleift er sie mit feinem Papier leicht an, entstaubt und trägt die nächste auf.
Wie lange jede Schicht trocknen muss, gibt der Lackhersteller vor. Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum spielen mit. Bei einem üblichen wasserbasierten Lack sind es meist einige Stunden. Bis der Lack ganz ausgehärtet ist, dauert es aber deutlich länger.
Welcher Lack passt und warum drei Schichten
Auf eine Treppe gehört ein Parkett- oder Bodenlack, kein Möbellack. Warum? Eine Treppe wird stärker beansprucht als der Boden im Wohnzimmer, weil alle jeden Tag auf genau dieselben Stellen treten. Meist kommen Polyurethanlacke zum Einsatz, weil sie gut gegen Abrieb schützen.
- Wasserbasierte Lacke riechen weniger, trocknen schneller und lassen das Holz kaum vergilben. In bewohnten Häusern sind sie deshalb die übliche Wahl.
- Lösemittelhaltige Lacke können die Maserung stärker betonen und das Holz leicht anfeuern, riechen aber stark. Sie brauchen gute Lüftung und dürfen nicht in der Nähe von offenem Feuer verarbeitet werden.
- Der Glanzgrad ist Geschmackssache. Matte und seidenmatte Oberflächen zeigen kleine Kratzer weniger, glänzende wirken auffälliger, verraten aber jede Spur.
Weshalb drei Schichten? Eine einzelne Schicht ist dünn und schnell abgelaufen. Drei Schichten mit Zwischenschliff bilden einen geschlossenen Film, der das Holz vor Abrieb und Nässe von den Schuhen schützt und länger bis zur nächsten Renovation hält. Manchmal wird eine Treppe stattdessen geölt. Öl braucht aber häufiger Pflege.
Was die Arbeit leichter oder schwerer macht
Aufwand und Dauer hängen vor allem davon ab:
- Wie viele Stufen es sind, wie breit sie sind und ob auch die Setzstufen geschliffen werden
- Welche Form die Treppe hat: Wendel- und gewendelte Stufen brauchen mehr Zeit als gerade
- Welche Holzart verbaut ist: harte Eiche oder Buche schleifen sich langsamer als Fichte oder Kiefer
- Welcher alte Anstrich darauf ist und wie dick er ist, manche ältere Lacke setzen das Schleifpapier rasch zu
- Wie tief die ausgetretenen Stellen sind und wie viel gespachtelt werden muss
- Ob Geländer und Pfosten direkt in den Stufen stehen, rundherum ist Handarbeit nötig
Leichter geht es, wenn die Treppe frei zugänglich ist, ohne Teppichstufen und ohne aufgeklebte Antirutschstreifen, deren Kleber zuerst weg muss.
Anleitung für Heimwerker: Holztreppe schleifen und lackieren
Mit Geduld und gemieteten Schleifgeräten können Sie die Renovation auch selbst machen. Rechnen Sie mit viel Staub und tragen Sie mindestens eine FFP2-Maske und eine Schutzbrille. Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus, etwa in einer Maisonettewohnung, schauen Sie in der Hausordnung nach oder fragen Sie den Hauswart, die Liegenschaftsverwaltung oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft, zu welchen Zeiten lärmige Arbeiten erlaubt sind.
- Festigkeit der Stufen und Dicke des Massivholzes prüfen.
- Leisten, Teppichstufen und Kleberreste entfernen.
- Umgebung, Geländer und angrenzenden Boden abdecken.
- Alten Lack mit grobem Schleifpapier bis aufs rohe Holz abschleifen.
- Kanten und Ecken mit dem Deltaschleifer oder von Hand schleifen.
- Fläche mit feinerer Körnung in Faserrichtung nachschleifen.
- Risse spachteln und nach dem Trocknen glatt schleifen.
- Staub absaugen und die Fläche mit einem leicht feuchten Tuch abwischen.
- Erste Lackschicht dünn und gleichmässig auftragen.
- Nach dem Trocknen zwischenschleifen und entstauben.
- Zweite und dritte Schicht auf die gleiche Weise auftragen.
- Lack nach Herstellerangabe aushärten lassen und die Treppe bis dahin schonen.
Brauchen Sie die Treppe während der Arbeiten, lackieren Sie zuerst jede zweite Stufe und die übrigen erst, wenn die ersten trocken sind. So dauert die Arbeit allerdings länger.
Typische Fehler
- Reste vom alten Lack. Darauf haftet der neue Lack schlecht, es entstehen Flecken und später blättert er ab.
- Ungleichmässiges Schleifen. Wer eine Körnung überspringt oder an einer Stelle zu stark drückt, erzeugt Wellen und Mulden, die der Lack noch betont.
- Durchgeschliffenes Furnier oder Kante. Bei einer dünnen Nutzschicht genügt ein kurzer Moment Unachtsamkeit, und der Träger schaut hervor.
- Kein Zwischenschliff. Die Schichten verbinden sich schlechter und die Oberfläche fühlt sich vom Staub rau an.
- Möbellack statt Bodenlack. Er sieht nur kurz gut aus und läuft sich an den Trittstellen rasch ab.
- Zu frühe Belastung. Wer mit Schuhen über die Treppe geht, bevor der Lack ausgehärtet ist, hinterlässt Spuren.
So prüfen Sie die fertige Treppe
Schauen Sie sich die Treppe bei der Abnahme bei Tageslicht an, auch schräg gegen das Fenster. So sehen Sie Unebenheiten, die von oben nicht auffallen.
- Der Lack glänzt auf allen Stufen gleich, ohne matte oder glänzende Flecken
- Auf der Oberfläche sind keine Rollerspuren, Läufer, eingeschlossenen Härchen oder Staubkörner
- Die Stufenkanten sind glatt und nirgends scheint der Träger durch
- Gespachtelte Stellen passen farblich zum Holz und sind unter dem Finger nicht spürbar
- Ecken an der Wand und rund um die Geländerpfosten sind geschliffen und lackiert
- Wände, Boden und Geländer in der Umgebung sind sauber und ohne Lackflecken
- Sie wissen, welcher Lack verwendet wurde und ab wann die Treppe voll belastbar ist
Häufige Fragen
Bei einer üblichen Treppe im Einfamilienhaus meist einige Tage. Das Schleifen selbst nimmt den kleineren Teil ein, mehr Zeit brauchen die einzelnen Lackschichten zum Trocknen. Voll belastbar ist der Lack erst nach dem vollständigen Aushärten gemäss Herstellerangabe.
Meistens ja. Ältere Treppen sind oft aus gutem Massivholz, das nach dem Schleifen schön zur Geltung kommt. Voraussetzung sind eine feste Konstruktion und Holz ohne Fäulnis und ohne Schädlingsbefall.
Saugen Sie die Treppe regelmässig ab und wischen Sie sie mit einem gut ausgewrungenen Tuch und einem Reiniger für lackiertes Holz. Scharfe Putzmittel machen den Lack stumpf. Holz mag eine gleichmässige Temperatur und eine relative Luftfeuchtigkeit von meist etwa 40 bis 60 Prozent, sonst kann es schwinden und reissen.
Laut ist nur die Schleifphase. Geräte mit Absaugung fangen den Grossteil des Staubs auf, feiner Staub verteilt sich trotzdem. Decken Sie deshalb Möbel in der Nähe ab und schliessen Sie die Türen zu den anderen Räumen.
Nicht zwingend, denn auf die Setzstufen tritt niemand. Sind sie aber verschmutzt oder passen farblich nicht zu den frisch lackierten Trittstufen, lohnt es sich, sie gleich mitzuschleifen und zu lackieren. So wirkt die Treppe einheitlich.
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