Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage einer Hängerinne

Die Hängerinne ist die waagrechte Dachrinne, die unter der Traufe am Dachrand hängt. Sie fängt das Wasser auf, das vom Dach läuft, und leitet es ins Fallrohr. Ohne Rinne tropft das Wasser direkt an den Sockel, durchnässt das Erdreich am Fundament, und die Feuchtigkeit zieht in die Mauern. Eine neue Rinne brauchen Sie beim Neubau, bei eine

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis Standardleistung
18.00 CHF/ lfm
Richtwert-Spanne
14.32 CHF - 23.44 CHF
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Spenglerarbeiten5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Wandfliesen, Bodenfliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Rinnen und Fallrohre
Montage Dachrinne (vorhängend)lfm18.00 CHF-
Montage RinnenhakenStk.-
Montage Fallrohrlfm16.20 CHF-
Montage RohrschelleStk.6.30 CHF-
Montage Rinnenkessel (Wasserfangkasten)Stk.21.60 CHF-
Summe Arbeit
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Was alles zur Rinnenmontage gehört

Eine Dachrinne ist nicht einfach ein Stück Blech. Sie funktioniert als System, und jedes Teil muss zum nächsten passen:

  • Rinnenhalter, die die Rinne tragen und ihr Gefälle bestimmen
  • die Rinne selbst mit den Verbindern für die einzelnen Längen
  • Rinnenböden, die die Enden abschliessen
  • der Ablaufstutzen, durch den das Wasser ins Fallrohr gelangt
  • Eck- und Winkelstücke, wenn das Dach kein einfaches Satteldach ist

An Einfamilienhäusern mit Dachvorsprung ist die Hängerinne die übliche Lösung. Sie ist gut sichtbar, lässt sich leicht reinigen, und wenn etwas nicht stimmt, läuft das Wasser über den Rand nach aussen. Bei einer innenliegenden Rinne würde es dagegen in die Dachkonstruktion laufen.

So läuft die Montage Schritt für Schritt ab

Die Reihenfolge ist wichtig. Wird der Ablaufstutzen erst festgelegt, wenn die Rinne schon verbunden ist, muss man oft mehrere Meter wieder auseinandernehmen.

  1. Länge der Traufe messen und die Lage des Fallrohrs festlegen. Als grobe Faustregel reicht ein Fallrohr für etwa 10 Meter Rinne.
  2. Den ersten Rinnenhalter am höchsten Punkt setzen, meist am Ende, das vom Fallrohr am weitesten entfernt ist.
  3. Den Höhenunterschied berechnen: Rinnenlänge in Metern mal gewähltes Gefälle, üblich sind 2 bis 5 mm pro Meter. Bei 8 Metern und 3 mm Gefälle ergibt das 24 mm.
  4. Den letzten Halter beim Ablaufstutzen um diesen Wert tiefer setzen und zwischen den beiden äusseren Haltern eine Schnur spannen.
  5. Die übrigen Halter genau nach der Schnur montieren. Lange Halter mit einem Biegegerät biegen, nicht mit dem Hammer, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird.
  6. Die Öffnung für den Ablaufstutzen an der tiefsten Stelle ausschneiden, mit dem vom Hersteller angegebenen Abstand zum Rinnenende, Kanten entgraten und leicht nach unten biegen.
  7. Die Rinne vom höchsten Punkt zum Ablauf hin in die Halter legen: die hintere Kante einschieben, die vordere mit der Lasche des Halters sichern.
  8. Die Rinnenlängen mit Systemverbindern und Gummidichtung verbinden, Rinnenböden aufsetzen und abdichten.
  9. Das Fallrohr anschliessen und eine Wasserprobe machen.

Jeder Halter wird mit mindestens zwei Schrauben befestigt, lange Halter meist mit drei. Verwenden Sie dafür Chromstahl oder verzinkte Schrauben. Gewöhnliche schwarze Holzschrauben rosten im Aussenbereich schnell.

Material, Grösse und Rinnenhalter

Welche Rinnengrösse passt?

Die Grösse wählt man nicht nach dem Aussehen, sondern nach der Dachfläche, die in die Rinne entwässert. Massgebend ist die Grundfläche, also das Dach von oben gesehen, nicht die schräge Fläche. Jeder Hersteller hat dafür eine Tabelle, und der Spengler richtet sich zusätzlich nach den einschlägigen SIA-Normen. Bei grösseren Einfamilienhäusern ist eine Rinne mit 150 mm oft üblich. Bei steilen Dächern fliesst das Wasser schneller ab, deshalb lohnt sich dort eine Grösse mehr.

Kupfer, Titanzink, Chromstahl, Aluminium oder Kunststoff

  • Kupfer ist in der Schweiz an vielen Häusern verbreitet, sehr langlebig und bekommt mit der Zeit seine typische Patina.
  • Titanzink ist ebenfalls häufig, robust und gut zu verarbeiten.
  • Verzinktes oder beschichtetes Stahlblech ist stabil und hält Schnee gut aus.
  • Aluminium ist leicht und rostet nicht, verlangt aber eine saubere Verarbeitung.
  • Kunststoff ist leicht und leise und eignet sich vor allem für Garagen, Unterstände und kleine Bauten. Er dehnt sich bei Wärme stark aus und braucht deshalb Dehnungsstellen. In Berglagen, auf schattigen Nordseiten mit lange liegendem Schnee, ist er empfindlicher.

Halbrund oder kastenförmig?

Die halbrunde Rinne reinigt sich besser selbst, weil sich in den Ecken kein Schmutz sammelt. Die Kastenrinne fasst bei gleicher Breite mehr Wasser und passt gut zu modernen Häusern, muss aber gründlicher gereinigt werden. Die Form wählen Sie also nach dem Haus, die Grösse nach der Dachfläche.

Welche Rinnenhalter?

Lange Sparrenhalter werden vor dem Eindecken auf die Sparren oder die Lattung geschraubt und sind am stabilsten. Kurze Stirnbretthalter werden am Stirnbrett befestigt. Sie lassen sich auch bei einem fertigen Dach montieren, tragen aber nur so viel, wie das Brett hergibt. Kaufen Sie die Halter immer vom gleichen Hersteller wie die Rinne. Schon ein paar Millimeter Unterschied im Profil reichen, dass die Rinne nicht richtig im Halter sitzt.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist ein neues Dach: Die Halter kommen vor dem Eindecken, die Fassade ist noch nicht fertig, und der Spengler arbeitet vom Gerüst, das ohnehin steht. Mehr Aufwand bedeuten dagegen:

  • Mehrgeschossiges Haus mit Gerüst oder Hebebühne
  • Verwinkeltes Dach mit Graten, Lukarnen und mehreren Ebenen
  • Demontage der alten Rinne und Halter
  • Morsches oder schiefes Stirnbrett, das zuerst ersetzt werden muss
  • Montage bei fertiger Eindeckung, wenn keine langen Halter mehr möglich sind
  • Eingeschränkter Zugang, etwa an der Grundstücksgrenze oder über einem Trottoir

Die Rinnenmontage ist Arbeit in der Höhe. Überlassen Sie sie einem Spengler mit passender Ausrüstung und Absturzsicherung. Wohnen Sie im Stockwerkeigentum oder zur Miete, kümmern sich die Eigentümergemeinschaft oder die Liegenschaftsverwaltung um den Ersatz der Rinnen, nicht die einzelne Wohnungspartei.

Typische Fehler bei der Montage

Die meisten Probleme mit Dachrinnen liegen nicht am Material, sondern an Details der Montage:

  • Kein Gefälle oder Gefälle in die falsche Richtung. Das Wasser bleibt stehen, Schmutz setzt sich ab, und im Winter friert die Rinne ein.
  • Halter zu weit auseinander. Unter nassem Schnee biegt sich die Rinne durch. Üblich sind etwa 50 bis 80 cm Abstand, bei Kunststoff und in schneereichen Lagen weniger. Den genauen Wert gibt der Hersteller vor.
  • Rinne zu hoch gesetzt. Bei Starkregen schiesst das Wasser über die Vorderkante und läuft an der Fassade herunter. Die Oberkante sollte etwas unter der verlängerten Dachfläche liegen.
  • Verbindungen nur mit Silikon. Dichtmasse ergänzt die Systemdichtungen nur. Allein hält sie nach wenigen Saisons nicht mehr dicht.
  • Fehlende Dehnungsstellen bei Kunststoff. Im Sommer wölbt sich das Profil, und die Verbindungen gehen auf. Die Verbinder haben meist eine Markierung, nach der man den Spalt je nach Temperatur bei der Montage einstellt.
  • Montage bei Frost. Unter etwa 5 °C wird Kunststoff spröde, und Dichtmassen haften schlecht.
  • Teile verschiedener Hersteller mischen. Eine häufige Ursache für undichte Stellen.

So prüfen Sie die fertige Rinne

Lassen Sie vor der Abnahme einige Minuten Wasser aus dem Schlauch am entferntesten Ende in die Rinne laufen und schauen Sie sich das Ganze mit etwas Abstand an. Prüfen Sie:

  • Das Wasser fliesst gleichmässig zum Ablaufstutzen, es bleiben keine Pfützen stehen
  • Verbindungen, Rinnenböden und Ablaufstutzen tropfen nicht
  • Auch bei vollem Durchfluss läuft kein Wasser über die Vorderkante
  • Die Rinne wirkt von weitem gerade, ohne Durchhänger und Wellen
  • Die Halter sind regelmässig verteilt, auch an den Enden und beidseits des Ablaufs
  • Die Halter heben die Ziegel nicht an und ragen nicht in die Hinterlüftung des Dachs
  • Die Schrauben sind aus Chromstahl oder verzinkt
  • Die Umgebung ist aufgeräumt, Dach und Fassade sind unbeschädigt

Wenn möglich, fotografieren Sie die Halter, bevor das Dach eingedeckt wird. Bei einer Reklamation oder späteren Arbeiten am Dach sind diese Bilder nützlich.

Häufige Fragen

Meist 2 bis 5 mm pro Meter Richtung Ablaufstutzen. Auf zehn Metern ergibt das einen Höhenunterschied von etwa 2 bis 5 cm. Mehr Gefälle schadet der Rinne nicht, an einer langen Fassade kann es aber schief aussehen.

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