Preisverzeichnis 2026 · Deutschland

Montage Regenfallrohr

Das Regenfallrohr ist das senkrechte Rohr, das das Wasser aus der Dachrinne übernimmt und nach unten führt: auf den Boden, in die Kanalisation, in eine Versickerung oder in einen Regenwassertank. Eine neue Montage brauchen Sie beim Neubau, beim Ersatz eines alten, undichten Systems, nach einer Fassadendämmung oder wenn das bestehende Fall

Aktualisiert 09/2026·5 Min. Lesezeit·5 Positionen im Preisverzeichnis
Preis der Standardleistung
16.20 CHF/ lfm
Orientierungsspanne
12.93 CHF - 21.10 CHF
Preis nur für diese konkrete Leistung - ohne Material und ohne Vorbereitungsarbeiten. Es ist nicht der Preis für den gesamten Auftrag.
Meine Renovierung kalkulieren
Aktualisierte Preise

Arbeit aus dem Preisverzeichnis kalkulieren

Mengen eingeben und der Preis wird sofort neu berechnet. Die Preise gelten für Deutschland und können im Preisverzeichnis angepasst werden.

Spenglerarbeiten5 Positionen

Alle angegebenen Preise sind Nettopreise, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Der Arbeitspreis enthält nur die Arbeit. Der Preis mit Material enthält zusätzlich Hilfsmaterial (Kleber, Grundierung, Dichtstoffe, Befestigungsmaterial). Fliesen, Bodenbeläge, Farbe und Sanitärobjekte wählt und kauft der Kunde selbst, sie sind nicht enthalten.

PositionEHPreis / EHMengeSumme
Rinnen und Fallrohre
Montage Fallrohrlfm16.20 CHF-
Montage Dachrinne (vorhängend)lfm18.00 CHF-
Montage RinnenhakenStk.-
Montage RohrschelleStk.6.30 CHF-
Montage Rinnenkessel (Wasserfangkasten)Stk.21.60 CHF-
Arbeit gesamt
- Menge eingeben
Angebot aus Preisverzeichnis erstellen →

So montiert der Spengler das Fallrohr

Bei Metall- und Kunststoffsystemen ist der Ablauf ähnlich, verschieden ist vor allem die Verbindung der Teile. Der Spengler arbeitet in der Regel von oben nach unten:

  1. Lage des Fallrohrs festlegen und mit Lot oder Laser die Senkrechte vom Rinnenkessel bis zum Boden anzeichnen, mit Abstand zu Fenstern, Leuchten und Anschlüssen.
  2. Gefälle der Rinne zum Ablauf prüfen, üblicherweise rund 3 bis 5 mm pro Laufmeter, und den Rinnenstutzen am tiefsten Punkt so setzen, dass er nicht auf einem Rinnenhaken aufliegt.
  3. Den Dachvorsprung mit zwei Bögen überbrücken und das Zwischenstück erst nach einer trockenen Probemontage auf die genaue Länge schneiden.
  4. Rohrschellen im tragenden Mauerwerk oder Beton verankern, meist mit höchstens etwa 2 Metern Abstand, bei Kunststoff eher enger.
  5. Rohre so zusammenstecken, dass das obere Rohr immer in die Muffe des unteren greift, und bei Kunststoff die Dehnungsfuge nach Herstellerangabe frei lassen.
  6. Ein Putzstück etwa einen Meter über Boden einbauen, darunter den Auslaufbogen oder den Anschluss an die Grundleitung.
  7. Wasser in die Rinne giessen und alle Verbindungen auf Dichtheit prüfen.

Die Schelle gehört direkt unter die Muffe, nicht in die Rohrmitte. Sie wird fest angezogen, aber nicht bis zum Anschlag, denn das Rohr muss sich bei Temperaturwechseln leicht bewegen können. Ein starr eingeklemmtes Fallrohr reisst bei Frost oft genau an der Verbindung.

Material, Durchmesser und Form: was passt

Der Durchmesser richtet sich nicht nach dem Nachbarhaus, sondern nach der Grundrissfläche des Dachs, die über dieses Fallrohr entwässert wird. Hersteller liefern Rinnen und Fallrohre in festen Grössenpaaren, und an diese Kombinationen hält man sich am besten. Ein zu enges Rohr unter einer breiten Rinne wird bei Starkregen zum Flaschenhals, und das Wasser schwappt über den Rinnenrand. Bei grossen Dachflächen ist ein zweites Fallrohr an anderer Stelle meist sinnvoller als ein immer dickeres Rohr. Bei Flachdächern und verwinkelten Dächern gehört die Bemessung in die Hände einer Fachplanerin oder eines Fachplaners, die sich auf SN EN 12056-3 stützen.

  • Titanzink: in der Schweiz sehr verbreitet, langlebig und mit der typischen grauen Patina
  • Kupfer: sehr lange Lebensdauer, verlangt aber sorgfältige Verarbeitung und gehört nicht direkt neben verzinkte Teile
  • Beschichtetes Stahlblech oder Aluminium: in vielen Farben erhältlich, passend zu Fassade und Fenstern
  • Chromstahl: robust und pflegeleicht, oft bei moderner Architektur
  • Kunststoff: leicht und rostfrei, dehnt sich aber stärker und wird bei Kälte spröder, eher für Garagen, Gartenhäuser und Unterstände

Das runde Profil ist Standard, darin fliesst das Wasser mit dem geringsten Widerstand. Eckige Fallrohre wählt man meist wegen der Optik. Bei gleicher Grösse leiten sie etwas weniger Wasser ab, und die Auswahl an Formteilen ist kleiner.

Wohin mit dem Dachwasser

Irgendwo muss das Fallrohr enden, und genau dort entstehen die meisten Probleme. Wasser, das direkt am Hausfuss austritt, durchnässt jahrelang den Boden bei den Fundamenten und schadet Sockel und Abdichtung im Untergeschoss.

Freier Auslauf auf den Boden funktioniert, wenn das Gelände vom Haus weg abfällt, unter dem Auslauf ein befestigter Bereich oder ein Kiesstreifen liegt und das Wasser mindestens etwa einen Meter von der Fassade wegfliesst. Leiten Sie das Wasser nicht aufs Nachbargrundstück oder auf einen Gehweg, wo im Winter Glatteis entsteht.

Anschluss an die Grundleitung ist zuverlässig. Zwischen Fallrohr und Leitung im Boden gehört ein Schlammsammler, der Laub und Moos zurückhält, bevor sie die Leitung verstopfen.

Versickerung auf dem Grundstück ist in der Schweiz verbreitet. Ein Sickerschacht oder eine Sickermulde muss zur Durchlässigkeit des Bodens passen und genügend Abstand zu Fundamenten und Brunnen haben. Dachwasser gehört weder in eine Klärgrube noch in einen Trinkwasserbrunnen.

Was die Arbeit einfacher oder aufwendiger macht

Am einfachsten ist ein eingeschossiges Haus, das von der Leiter aus erreichbar ist, mit einem runden Fallrohr aus gängigem Material und freiem Auslauf. Mehr Aufwand bedeuten dagegen:

  • Ein höheres Gebäude, für das ein Gerüst oder eine Hebebühne nötig ist
  • Eine gedämmte Fassade, bei der die Schellen mit langen Abstandsankern durch die Dämmung im Mauerwerk befestigt werden
  • Demontage und Entsorgung des alten Fallrohrs
  • Kupfer oder Chromstahl, die genauer verarbeitet werden müssen
  • Ein in der Fassade verstecktes Fallrohr oder eine Entwässerung durch die Attika beim Flachdach, wo jedes Detail heikler ist
  • Der Anschluss an eine Grundleitung mit Schlammsammler

Wer die Fassade dämmen lässt, plant die Befestigungspunkte am besten gleich während der Fassadenarbeiten ein und fotografiert ihre Lage. Später durch dicke Dämmplatten nach tragendem Mauerwerk zu suchen, dauert lange und beschädigt die fertige Fassade.

Typische Fehler bei der Montage

Die meisten Schäden entstehen nicht durch schlechtes Material, sondern durch ein unterschätztes Detail. In der Praxis sieht man häufig:

  • Verkehrt gesteckte Rohre, bei denen das untere Rohr ins obere greift und das Wasser bei jedem Regen über die Fassade läuft
  • Schellen, die nur im Verputz oder in der Dämmung sitzen und unter Schnee und Eis samt Fassadenstück herausreissen
  • Zu grosse Schellenabstände, bei denen sich Metallrohre biegen und Kunststoffrohre verformen
  • Kein oder verkehrtes Gefälle der Rinne, sodass Wasser stehen bleibt, Schmutz absetzt und im Winter gefriert
  • Ein fehlendes Putzstück, sodass bei der ersten Verstopfung das ganze Rohr zerlegt werden muss
  • Ein Auslauf direkt am Sockel ohne Gefälle und ohne Kiesstreifen

Läuft ein bestehendes Fallrohr immer wieder über, liegt die Ursache oft woanders, als man denkt. Typisch sind ein zu klein bemessenes Rohr oder ein falsches Rinnengefälle.

So prüfen Sie das fertige Fallrohr

Lassen Sie bei der Abnahme Regen mit Kessel oder Gartenschlauch simulieren und gehen Sie diese Punkte durch:

  • Das Wasser bleibt in der Rinne nirgends stehen und fliesst gleichmässig zum Ablauf
  • Im Ablauf sitzt ein Laubfangkorb
  • Keine Verbindung tropft, besonders bei den Bögen unter dem Dach
  • Die oberen Rohre stecken in den Muffen der unteren
  • Die Schellen sitzen im tragenden Mauerwerk, direkt unter den Muffen, und das Rohr lässt sich leicht bewegen
  • Das Fallrohr ist senkrecht und berührt weder Leuchten noch Anschlüsse
  • Das Putzstück ist eingebaut und der Deckel lässt sich öffnen
  • Das Wasser fliesst weit genug vom Haus weg oder in den Schlammsammler

Häufige Fragen

Meist reichen zwei Kontrollen pro Jahr: im Frühling nach dem Winter und im Herbst nach dem Laubfall. Dabei Rinne, Ablauf und Schlammsammler leeren, das Rohr mit dem Schlauch durchspülen und auf lockere Schellen und Wasserspuren an der Fassade achten.

Ähnliche Arbeiten

Kalkulieren Sie das ganze Projekt, nicht nur eine Arbeit

Im Preisverzeichnis für Bauarbeiten wählen Sie Positionen aus allen Gewerken aus. NUMIQ erstellt daraus ein kundenfertiges Angebot.